Ich habe mich zwar noch nie mit Linguistik beschäftigt, aber alles was ich davon aufschnappte war, dass kein Wort einfach erfunden wurde, sondern immer eine Ableitung von anderen Wörtern war.
Oft aus einer anderen Sprache mit dem eigenen Dialekt vermischt und irgendwann ("falsch") niedergeschrieben, wurden daraus offiziell neue Wörter, wenn sie lokal und später national oft genug wiederholt wurden.
Englisch ist ein sehr gutes Beispiel, da dort Wörter aus verschiedensten Ländern vermischt wurden, von den Menschen völlig falsch ausgesprochen und dann nochmals falsch niedergeschrieben wurden. Die einzige Regel für die Aussprache ist also, dass es keine Regel gibt. Es ist pures Chaos, welches mal falsch oder richtig ist und sich über die Zeit erneut ändert.
Selbst die Basis einer Sprache, beispielsweise das russische Alphabet, entstand durch eine völlig falsche Interpretation von einigen Buchstaben. Irgendwann wurde diese falsche Überlieferung aber so oft weitergegeben, dass sie zur offiziellen Basis der Sprache wurde. Wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe, wurde das "n" fälschlicherweise zu einem "i" oder das "x" fälschlicherweise zu einer Art "sch".
Historisch betrachtet korrigieren die Menschen viele Fehler aber nicht, sondern deklarieren sie einfach als (auch) richtig. So auch wird der Nordpol nicht in Südpol umbenannt, obwohl der magnetische Nordpol in der Physik im Süden ist. Und als dies weltweit bekannt wurde, war man auch nicht vernünftig und stellte es richtig, sondern hat einfach eine weitere, dritte Definition erfunden. Nämlich arktischer und antarktischer Magnetpol.
Fazit:
Die Sprache ist eine Kombination aus der Einigung von purem Chaos und Zufall, welche man aus Gewohnheit niemals korrigieren wollte.