(Natürliche) Regeln für Phantasiewörter

n/a

Banned
Registriert
Feb. 2025
Beiträge
673
Gibt es Regeln, um Phantasie- oder neue Wörter zu erfinden, die phonetisch irgendwie Sinn ergeben würden, aber nicht im Wörterbuch vorkommen? Also so ähnlich wie bei Kleinkindern, die unsere Wörter erst noch lernen müssen

Könnte man damit eine ganz neue Sprache erfinden, wenn man noch Grammatik, Interpunktion und so hinzufügte?

Dauerte es sehr, sehr lange, bis unsere Urur...vorfahren eine gemeinsame (Schrift-)Sprache entwickelten?
 
n/a schrieb:
Gibt es Regeln, um Phantasie
regeln und phantasie passen nicht zusammen ;) phonetisch sinn ergeben manche sprachen für uns auch nicht, viele sogar. liegt immer im auge des betrachters.

erste schriftsysteme gab es erst vor ca. 5000 jahren ... sprache schon seit 50-100.000 jahren
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: n/a
n/a schrieb:
Könnte man damit eine ganz neue Sprache erfinden, wenn man noch Grammatik, Interpunktion und so hinzufügte?
Klar, Stichwort Kunstsprachen (Esperanto, Volapük, Klingonisch, diverse Sprachen aus Herr der Ringe, etc...)
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: BeBur, n/a und JoeDante
Die einzige Regel bei der Entwicklung von neuen Begriffen lautet: Eine grössere Gruppe von Leuten muss den neuen Begriff akzeptieren und statt anderer Begriffe verwenden. Passiert ständig, wie das regelmässig gekürte Jugendwort des Jahres beweist: https://de.wikipedia.org/wiki/Jugendwort_des_Jahres_(Deutschland).

Auch abseits davon passiert das ständig, man denke nur mal an die immer neu auftauchenden Abkürzungen, mit denen Sachverhalte oder Dinge beschrieben werden. Z.B. Handy ist so ein Fall. Es fällt uns bloss meist nicht auf, weil wir es gewohnt sind, dass sich unsere Sprache verändert.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: n/a und Arboster
Ja. Fang bei Chomsky an und machheu John Quijada, Nathalie Julien , Mark okrand und Sonja Lang weiter.
Letztere hat die kleinste grammatik gebaut die ich kenne.
Chomsky ist in dem Kontext für die Klassifizierung von Sprachen nach grammatik Typ relevant. Ist zwar aus Sicht wie sich Sprachen natürlich entwickeln widerlegt, aber bei künstlichen / formalen Sprachen relevant und nützlich.

Oder fang direkt mit Compiler Entwicklung an. Ist leichter.


lazsniper schrieb:
regeln und phantasie passen nicht zusammen ;)
Wie meinst?
LSD Phantasie stimme ich dir zu, aber jede Phantasiesprache / Welt hat ihre Regeln
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Innensechskant, n/a, JoeDante und eine weitere Person
madmax2010 schrieb:
aber jede Phantasiesprache / Welt hat ihre Regeln
er meinte ja regeln um wörter zu erfinden ... ne, die gibts nicht. hat ja auch keiner die steinzeitmenschen nach regeln gefragt als sie ihre sprache erfunden haben ;)
 
Regeln ist vermutlich das falsche Wort, weil die Regeln einer Fantasiesprache legt letztlich der fest, der sich die Sprache "ausdenkt". Da kann man sicher "Muster" erkennen.
Je nachdem, was man jetzt mit "Fantasiesprache" meint... Die Sprache eines erfundenen Volkes in einer Fantasiegeschichte? Die Sprache, die sich kleine Kinder ausdenken? Aber im Endeffekt so oder so: Es gibt da keine allgemein gültigen "Regeln".

Sprache ist ohnehin lebendig. Sprache entwickelt sich fortlaufend weiter.
 
Wenn jeder 2-4 Buchstabe ein Selbstlaut ist, kann es ein Wort sein.
Was für dich phonetisch ist, hängt von deiner Sprachkenntnis ab.
Wenn du nur deutsch verstehst, werden die meisten Wörter für dich "falsch" klingen, weil sie ungewohnt sind.

Ansonsten eine KI Antwort zu häufig vorkommenden Buchstaben in der deutschen Sprache:

Am häufigsten vorkommende Buchstaben im Deutschen​

Die Häufigkeitsverteilung variiert je nach Quelle, aber basierend auf statistischen Erhebungen (z. B. Häufigkeitsanalysen von Textkorpora) sind die Buchstaben in absteigender Reihenfolge ungefähr wie folgt verteilt:
  1. E (~17–18 %): Der Buchstabe „E“ ist mit Abstand am häufigsten, da er in vielen Endungen (z. B. -e, -en), Präfixen und in der Mitte von Wörtern vorkommt (Beispiel: „sehen“, „gehen“).
  2. N (~9–10 %): Häufig in Pluralformen (-en), Verben und Substantiven (z. B. „nehmen“, „Name“).
  3. I (~7–8 %): Vorkommen in vielen Wörtern wie „ist“, „in“, „mit“ sowie in Diphthongen (z. B. „ei“).
  4. S (~7 %): Häufig durch die Verwendung in der Mehrzahl (-s), Genitiv (-s) und als Anfangsbuchstabe (z. B. „sein“, „Satz“).
  5. R (~6–7 %): Kommt oft in der Mitte oder am Ende von Wörtern vor (z. B. „lernen“, „Vater“).
  6. A (~6 %): Häufig in Artikeln („das“, „an“) und als Vokal in vielen Wörtern (z. B. „Haus“).
  7. T (~5–6 %): Vorkommt in Verben (z. B. „machen“, „trinken“) und vielen Substantiven.
Andere Buchstaben wie H, D, U, L folgen mit geringerer Häufigkeit, während Buchstaben wie Q, X, Y und Z sehr selten sind (oft unter 1 %).

Mit einem (selbst erstellen) Zufallsgenerator, basierend auf diesen Daten, wirst du ganz schnell tausende von phonetisch klingenden Wörtern erstellen können.
So wurden auch sehr viele Produktnamen generiert.

P.S:
Man spricht von "Syntax" und nicht Regeln.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: madmax2010
Nadja... schrieb:
Man spricht von "Syntax" und nicht Regeln
Ich prach von "produzierenden" Regeln, um sinnvolle Wörter einer neuen Sprache zu erzeugen

Syntax wäre Grammatik

Interpunktion wäre Syntax

Weiter kenne ich mich in der Linguistik und Chomsky Hierarchie nicht aus.


Nehmen wir an, ich würde zufällig (oder durch Verschiebung von Silben) neue Wörter erzeugen. Wie beurteilt man, ob sie richtig oder falsch sind, bzw. zu den bisher erzeugten Wörtern der Sprache passen bzw. ähnlich sind?

Beispiele: Perker, futer, peivaxen, mistehifie, bioschegens

das sind doch Wörter, die nicht im Wörterbuch stehen, aber die man irgendwie ~ gut lesen kann. Dafür muss es eine Systematik geben, warum neue Wörter anstelle anderer gewählt werden (oder wurden)
 
Ich habe mich zwar noch nie mit Linguistik beschäftigt, aber alles was ich davon aufschnappte war, dass kein Wort einfach erfunden wurde, sondern immer eine Ableitung von anderen Wörtern war.
Oft aus einer anderen Sprache mit dem eigenen Dialekt vermischt und irgendwann ("falsch") niedergeschrieben, wurden daraus offiziell neue Wörter, wenn sie lokal und später national oft genug wiederholt wurden.

Englisch ist ein sehr gutes Beispiel, da dort Wörter aus verschiedensten Ländern vermischt wurden, von den Menschen völlig falsch ausgesprochen und dann nochmals falsch niedergeschrieben wurden. Die einzige Regel für die Aussprache ist also, dass es keine Regel gibt. Es ist pures Chaos, welches mal falsch oder richtig ist und sich über die Zeit erneut ändert.

Selbst die Basis einer Sprache, beispielsweise das russische Alphabet, entstand durch eine völlig falsche Interpretation von einigen Buchstaben. Irgendwann wurde diese falsche Überlieferung aber so oft weitergegeben, dass sie zur offiziellen Basis der Sprache wurde. Wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe, wurde das "n" fälschlicherweise zu einem "i" oder das "x" fälschlicherweise zu einer Art "sch".

Historisch betrachtet korrigieren die Menschen viele Fehler aber nicht, sondern deklarieren sie einfach als (auch) richtig. So auch wird der Nordpol nicht in Südpol umbenannt, obwohl der magnetische Nordpol in der Physik im Süden ist. Und als dies weltweit bekannt wurde, war man auch nicht vernünftig und stellte es richtig, sondern hat einfach eine weitere, dritte Definition erfunden. Nämlich arktischer und antarktischer Magnetpol.

Fazit:
Die Sprache ist eine Kombination aus der Einigung von purem Chaos und Zufall, welche man aus Gewohnheit niemals korrigieren wollte.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: n/a
Nadja... schrieb:
Ich habe mich zwar noch nie mit Linguistik beschäftigt
Mit Verlaub, man merkts...

Hinter all deinen "falsch niedergeschriebenen" und "chaotischen" Dingen steckt viel mehr Regelmässigkeit, als du denkst.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: n/a
Die Regelmäßigkeit, dass Menschen schon immer Fehler machten, weil es in ihrer Natur ist? 🤡
Beim Schreiben habe ich unter anderem diese Beispiele im Kopf gehabt.
Das zeigt, dass Aussprache und Schreibweise chaotisch sein kann. Dies führt zur Ausgangslage, dass phonetisch klingende Wörter beim Schreiben/Lesen vielleicht doch nicht phonetisch aussehen.
 
Nur weil etwas auf den ersten Blick nicht logisch erscheint oder eine Zuweisung zwischen Schreibweise und Aussprache nicht eindeutig ist, heisst das noch lange nicht, dass es keine Regelmässigkeiten gibt. Ich empfehle dir da im Gegenzug den Kanal "RobWords", der in diversen Videos erklärt, wie sich die Englische Sprache entwickelt hat und wie es zur scheinbar wirren (und sicherlich verwirrenden) Rechtschreibung kam.

https://www.youtube.com/@RobWords/videos
 
Sykehouse schrieb:
Klar, Stichwort Kunstsprachen (Esperanto, Volapük, Klingonisch, diverse Sprachen aus Herr der Ringe, etc...)

Im Fantasy-Bereich, also bei Witcher, gibt es auch so eine Art Fantasie-Sprachen. Dieses Nilfgaardisch, basierend auf Ältere Rede, so Art Elfensprache. Diese Sprache haben die aus realen Sprachen gebastelt/gemischt, wo sie Gälisch und keltische Sprachen genommen haben. Und die Macher haben auch eine Schrift entwickelt, die dann 1:1 die römische Schrift übersetzt.

https://hexer.fandom.com/wiki/Alte_Sprache

Der Spruch von nilfgaardischen Truppen im Witcher-3-Spiel lautet dann immer: "gloea en ard feainn" ("Gelobt sei die große Sonne!") Wahrscheinlich falsch geschrieben, aber man erkennt es vielleicht, auf was das basiert.

Edit: Wortliste gibt es auch:

https://hexer.fandom.com/wiki/Lexikon_der_Alten_Sprache

Das "gloea" ist nicht zu finden, dann ist das Wort wohl anders. "en ard feainn" passt.

Edit:

So einfach mit römische Schrift übersetzt ist es doch nicht. Auch da gibt es eine Vorlage, statt Eigenentwicklung:

https://de.wikipedia.org/wiki/Glagolitische_Schrift
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: n/a

Ähnliche Themen

Zurück
Oben