MonteSuma schrieb:
Du hast den richtigen Ansatz aber ziehst aus meiner Sicht nicht die richtigen Schlüsse.
Die Lohnkosten für Mitarbeiter der Telekom oder deren Dienstleister und wahrscheinlich auch Material für Instandhaltung werden in den letzten Jahren durch die Inflation teurer geworden sein. Logisch, dass ein Konzern darauf reagiert und ebenfalls eine Anpassung an die Inflation der letzten Jahre vornimmt.
Dinge werden nun Mal teurer bei hoher Inflation.
Dass du daraus direkt einen Klassenkampf starten willst, finde ich etwas übertrieben.
Du denkst wie Nvidia, um die Kostenanhebung zu rechtfertigen.
Tatsächlich war es in der Vergangenheit oft so, dass man wie beim Strom und Gas bald jährlich seine Tarife prüfen musste, ob man nicht wieder wechseln sollte, weil derselbe oder ein anderer Anbieter mal wieder seinen Preis für die gleiche Leistung, also Übertragungsrate, gesenkt hatte, oder ob es neue Tarife mit schnellerer Anbindung zum gleichen Preis, oder sanften Aufschlägen gab.
Das ist bei den Smartphonetarifen immer noch so, dazu gehört die Telekom übrigens auch!
Fakt ist:
Die Telekom erhöht die Tarife für DSL Kunden, weil man letzendlich einfach nur möchte, dass noch schneller noch mehr Kunden auf die teuren Glasfasernetze umsteigen.
Und wie unser Glasfaseranbieter Deutsche Glasfaser sind aber diese Tarife in der Regel so gestaltet, dass man die günstigen Modelle gar nicht verwenden kann oder will, weil die Preise hoch sind und bestimmte Features fehlen (Telefon kommt extra etc., versteckte Extrakosten!). Kennt man ja auch vom Streaming.
Man soll also dazu getrieben werden, dass man bereitwillig den Aufpreis für eine höhere Übertragungsgeschwindigkeit hinnimmt und monatlich blecht, obwohl es für das Surferverhalten fast Null Auswirkung hat.
Das bringt dem Unternehmen mehr Umsatz, gleich mehr Gewinn, gleich höhere Börsennotierungen.
Auch der Hinweis darauf, dass ja jetzt bei jedem Umstieg weniger Kunden im DSL Netz verbleiben, die Wartungskosten dennoch (zumindest teilweise) bestehen bleiben, das ist im Prinzip zwar vorhanden, aber im Umkehrschluss zahlen doch jetzt diese Kunden, die da weggegangen sind, ja das Geld weiterhin, was den ganzen Unsinn dieser angeblichen Unkostenschwurbelei offenbart!
Am Ende ist es dem Autohändler doch auch egal, was für eine Automarke und Modell man dort bei denen kauft, hauptsache es ist noch teurer als das vorherige Modell, es geht nur um den Gesamtumsatz.
Alle Nebenkosten werden darüber abgewickelt, nicht über den Verkaufserlös bestimmter Produkte.
Kommt ein Anbieter mit solchen Aussagen bezüglich Personalkosten und Verwaltungskosten etc, so muss seine Firma das schon auf alle seine Produkte umwälzen.
Das die ganzen Anbieter generell ihr Ausgaben minimieren wollen, zeigt ja die Tatsache, wie Notgeil die auf die kompletet Abschaltugn von DSL sind, damit jeder Kunde nur noch Kabel, besser Glasfaser nutzen soll und muss, obwohl man es (den Wechsel) nicht braucht.
Und ich sage es euch schon jetzt: wenn dei Abschaltung kommt, werden genau 0 Cent dieser Kosteneinsparung an die Bestandskunden automatisch weitergeleitet, so wie es immer ist.
Falls es dann Angebote gibt, so sind diese nur für Neukunden, die dann irgendwelche Vorteile genießen können, da mus sman als Bestandskunde dann erst wieder mit einer Kündigung drohen, aber was nicht immer möglich sein wird, wenn durch die ganzen Verträge nur noch ein breit grinsender Anbieter zur Verfügung steht, der diese Stadtverträge abgeschlossen hat.