Netzteil brennt durch!

kisser schrieb:
Auch billige Netzteile haben in der Regel alle notwendigen Schutzeinrichtungen.

Ach so?!

Leistungsfaktorkorrektur (PFC):
In billigen Netzteilen kommt meist eine passive Lösung zum Einsatz, die aber weit weniger wirksam ist. Es wird dem Netzteil einfach eine Drossel vorgeschaltet, die nur eine Korrektur 0,7-0,8 aufweist. Damit ist es spätesten ab mittelgroßen PSUs unwirtschaftlich. Es gibt zwar keine EMV-Störungen, aber das Netzteil wird dadurch erheblich schwerer und es kann unter Last zu einem unangenehmen Piepsen kommen.

Sekundärschaltkreis:
In Billignetzteilen kommt meistens eine Gruppenfilterung zum Einsatz, bei der sich Spannungen eine stromkompensierte Spule teilen müssen. Nun wird die Energie über die Ausgangsleitungen an die PC-Komponenten abgegeben. Die PWM Steuerung sorgt dafür, dass nur so viel aus dem Netz gezogen wird, wie die Bauteile benötigten. Das die Netzteile trotzdem nicht 100% Effizienz haben liegt nur an den Verlustleistungen der passiven Bauelemente, die es weitestgehend durch neue Technik zu kompensieren gilt. Zusätzlich wird meist eine Schwesterplatine mit der Lüftersteuerung installiert. Am Ende befindet sich dann der Sicherungschip als Ergänzung zu dem Metall Oxid Varistor und der Schmelzsicherung mit dem Schutz gegen Überstrom, Überspannung, Überlast, Unterspannung, zu hohen Temperaturen oder sonstigen Mechanismen wie dem Kurzschlussschutz.

Dieser Digitalchip fehlt oft in Billignetzteilen. Stellen wir uns also folgende Situation vor, die zwar fiktiv ist, durchaus aber so ähnlich vorgekommen sein dürfte. Der Hersteller verzichtet auf Schrumpfschläuche und sonstige Ummantellungen bzw. Schutzfolien. Eine Leitung liegt frei. Eine andere Leitung befindet sich nah an einer Wärmequelle, sodass deren Isolierung abschmilzt. Bei einem Umbau des Rechners kommt das Netzteil in Bewegung, sodass die eine ungeschützte Leitung mit der anderen in Berührung kommt, deren Isolierung beschädigt ist, was auch durch mechanische Einflüsse und scharfe Kanten passiert sein könnte. Nach dem Wiedereinschalten kommt es durch den Kontakt zum Kurzschluss. Mangels des Digitalchips gibt es aber keinen Kurzschlussschutz und der hohe Strom verbreitet sich zerstörerisch. Denn wir vergessen nicht, dass unsere kostbare Grafikkarte direkt mit dem Netzteil verbunden ist und alle Fehlströme abbekommt, die der Stromversorger ausgibt. Dieser Teufelskreis kann also bei einfachen Netzteilen entstehen und rechtfertigt hochwertigere Produkte auf jeden Fall.


Quelle und mehr Informationen bezüglich Billignetzteile: [FAQ] Netzteile-Welches ist das richtige?
 
Hallo Leute,

danke für eure Hilfe und gut gemeinten Tipps.

Ich war eben im PC Laden, der Händler meinte auch, wenn ich schon ein neues Board, Ram Netzteil und Festplatte habe, dann kann es nur noch die CPU sein wo einen Schuß weg hat.
Er hat das so ein Problem max 2x im Jahr.

Nun muss ich wohl doch eine andere CPU kaufen, Preislich liege ich dann aber mit Netzteil + Board + CPU bei ca. 110 Euro . Mal sehen ob mein Bekannter das Geld auftreiben kann.

Gruß

Tachach.
 
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