Netzteil kaputt? Bei Windows-Boot direkter Power-Off

xEnO1221

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Liebes Forum, in der Suchfunktion fand ich leider nur abweichende Themen dazu. Mein Problem ereignete sich bereits gestern. Erste Vorzeichen gab es schon vor Wochen als das System sich inmitten des Betriebes direkt ausschaltete(ohne Bluescreen oder anderer Warnung).

Damals dachte ich mir bei diesem Einzelfall nichts. Gestern aber stürzte das System schon ab, als der Windows Boot Screen kam - also das bekannte "starte Windows". Beim erneuten Anschalten ging es aber problemlos weiter.

Heute geht gar nichts mehr. Egal in welchem Modus ich es probiere (Reperatur, abgesichert, debugger - eben alles was Windows mir anbietet), er schaltet sich genau beim Windows Boot-Screen komplett ab - Verwunderlich hierbei, dass es, im Gegensatz zu meiner vor Monaten durchgebrannten Grafikkarte, keine "Pieps"- Geräusche gab, die mich auf nen Hardware-Fehler hinweisen sollen.

Deshalb habe ich die Original Windows 7 DVD rausgeholt und wollte von der DVD booten. Dies wurde mir verwehrt weil, man kann es schon erraten, genau beim Windows Boot-Screen der PC sich ausschaltete. Der nächste Versuch ging über eine Windows Recovery-DVD, um eventuell einen Speichertest durchführen zu können, da mir diese Störung genau beim Booten als sehr wahrscheinlich vorkam. Leider kam die DVD nicht weit. Auch sie hatte einen anders aussehenden Boot-Screen, bei dem das System sich aufgab.

Auch der Austausch der Speicherstiks(mal mit dem einen, mal mit dem anderen) erwies sich als nicht hilfreich. Das Problem bestand weiterhin.

Zudem habe ich alle Kabel innerhalb überprüft, mit einem feinen Pinsel entstaubt und neu angesteckt. Nun wäre dann die Mutmaßung, dass es sich um einen Fehler des Netzteils handelt, der immer dann auftritt, wenn besonders viel Strom verlangt wird. Hat dieses Fazit seine Richtigkeit?

edit: es ist anzumerken, dass der PC problemlos im BIOS- Setup surfen kann. - Wie gesagt - es ist immer diegleiche Stelle.

Zu welchen Schritten würdet ihr mir raten?

Falls es genau das Thema schonmal gegeben hat, entschuldige ich mich natürlich...Ich hatte ein solches nicht gefunden.

Mein System aus der Erinnerung:
Mainboard: GeForce6100PM-M2
Prozessor: AMD 6000+
Arbeitsspeicher: 4096 MB-Ram
Grafikkarte: Nvidia Geforce Gt 240
Soundkarte: / - Onboard
Festplatte: 500 GB ??
Netzteil: Casecom: Modell 400 Watt steht drauf

Für erfolgende Hilfeleistungen durch die Community wäre ich sehr dankbar :)
 
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Willkommen im Forum!

Bei deinem Casecom-Netzteil handelt es sich um einen sogenannten Chinaböller, jenen Typ von Netzteilen, die nie ihre Nennleistung erreichen und angeschlossene Hardware aufgrund fehlender Schutzschaltungen und schlechter Spannugsqualität beschädigen können. Handelt es sich zufällig um dieses Modell?

Ein Austausch gegen ein Markengerät sei dir anzuraten. Entsprechende Netzteile müssen nicht teuer sein. Ab etwa 35 Euro gibt es brauchbare Modelle.
 
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genial! ein wunder, dass dein rechner überhaupt ne weile funktioniert hat.

Auch wenn der Spannungsverlauf des Casecom zunächst unnatürlich erscheinen mag, es handelt sich dabei nicht um einen Scherz! Die Spannung fällt bis 50% Lastzustand ins Bodenlose, während +12V sogar ansteigt. Die Stabilität bei +3,3V und +5V erinnert an den Aktienkurs diverser Banken. Zunächst lag die Vermutung nahe, eine Fehleinstellung hätte sich eingeschlichen, doch die Werte sind absolut korrekt. Kurz nachdem wir 50% Last erreicht hatten, schalteten wir das Casecom vorsorglich aus, da es todsicher abgeraucht wäre und sich die Anzeichen des Dahinsterbens bereits nach wenigen Minuten bemerkbar machten. Zwar besitzt die Chroma 8000 entsprechende Sicherheitsmechanismen, aber zur Sicherheit haben wir darauf verzichtet, es weiter zu belasten. Etwas derart abstraktes wie das Casecom haben wir nie vorher erlebt und möchten es auch nicht wieder erleben. Zumal die Restwelligkeitsanteile jenseits von Gut und Böse waren, da auf einer Schiene beispielsweise 180mV gemessen wurden.
 
Danke für die Antworten :)

Leider habe ich nicht die Möglichkeit, das Netzteil an einen Zweitrechner anzuschliessen(schreibe derzeit von meinem Lenovo-Thinkpad aus).

Komisch erscheint mir auch, warum die Stromzufuhr immer nur bis zu diesem einen Punkt funktionieren will.

Aber ja, das Netzteil aus dem Artikel ist dasselbe Modell, wie ich es habe. Eine dunkle Vermutung lautet, das es wohl zwischen den geplatzten Kondensatoren meiner alten Grafikkarte und dem Netzteil einen direkten Zusammenhang geben kann^^

Angst machen die Berichte aber schon. Es ist ja schliesslich über 4 Jahre alt(und extrem laut).
 
Ich würde das Ding nicht einmal ansatzweise einer anderen Hardware anvertrauen. Raus damit und hoffen, dass die anderen Komponenten keinen Kollateralschaden davongetragen haben.
 
Der Test ist echt köstlich. Ich amüsier mich gerade herrlich :D

Das ist wohl das schlechteste Netzteil, was jemals gebaut wurde.

Bau es lieber sofort aus, bevor es deine Bude in Brand steckt. Das meine ich ernst.
 
CaseCom das grauen :D wie bereits gesagt wurde entsorge das Teil mehr als E-Schrott war das teil nie und du sollstest nicht noch länger herumspielen sonst ist der rest des PCs auch bald E-Schrott

Für den PC reicht ein 300W Netzteil usch dir eins in der Liste der Empfohlenen aus und gut ist, hoffe das bei deinem rumtesten nichts passiert ist
 
So, damit Leute, die dasgleiche Problem haben, nicht auf de falsche Färte gelockt werden: Am Netzteil lag es nicht. Das gute alte Casecom war kerngesund. Trotzdem hab ich jetzt ein neues Netzteil, da der Test nicht das größte Vertrauen weckte.

Es lag auch nicht an der Festplatte, der Grafikkarte, dem Speicher oder an diversen Kühlern(alles mit Ersatzgeräten durchgetestet). Leider kann man, nachdem man jedem Gerät auf der Platine schon fälschlicherweise die Schuld in die Schuhe schob, nur noch der Platine an sich die Schuld geben. Und das ist natürlich der schlimmst anzunehmende Fall^^ Jetzt hilft ja nur noch ein neuer PC/Aufrüst-PC.
 
Ob dein Netzteil "kerngesund" ist, wage ich zu bezweifeln. Es war wohl eher die Quelle der Krankheit einer anderen Komponente ;).

Welches Netzteil hast du dir geholt?
 
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Es ist ein Super Silent 460 Watt Netzteil - ich weiss, ist auch nich grade das beste vom besten aber die erste Intention war, herauszufinden, woran es liegen könnte. Wahrscheinlich war es sogar das Casecom, dass den jetzigen Schaden angerichtet hat. Man ist ja doch ziemlich ratlos wenn der PC bestimmten Belastungen plötzlich nicht mehr standhält.

Und das neue Netzteil kam ja leider auch nicht lange zum Einsatz. Wenn das Mainboard kaputt sein sollte, hilft schliesslich alles nischt^^
 
xEnO1221 schrieb:
Am Netzteil lag es nicht. Das gute alte Casecom war kerngesund.
Ohne entsprechendes Messequipment (Oszi, , etc.) lässt sich auch kaum aussagen, ob ein
Netzteil noch wirklich in Ordnung ist, denn auch wenn das Netzteil von außen in Ordnung
aussieht, kann es sein, dass z.B die Restwelligkeit der Leitungen durch den Verschleiß von
Elkos gerade in die Höhe geht und dann sieht es mit der angeschlossene Hardware auf
Dauer schlecht aus.
Und außerdem war das alte 400W Casecom wirklich das übeste, was man auf dem
Netzteil-Markt bekommen kann.

xEnO1221 schrieb:
Es ist ein Super Silent 460 Watt Netzteil
Sowas?
Ehrlich genommen ist das neue nicht wirklich besser als das Casecom, denn schon die
Lastverteilung (stark +3,3- und +5V-lastig und schwach auf der +12V), der verdächtig
günstige Preis (bei ca. 16€ kann man kaum ein qualitativ ordentliches 460W-NT bauen)
und der mangelnde Anzahl der Stecker (keine PCIe, etc.) deuten das klar an.
Ein FSP Forton/Source FSP350-60APN 350W oder auch ein altes be quiet System Power
S6 300W
kostet nicht die Welt, aber ist von der Qualität deutlich besser.
 
Da war auch ein Zacken Ironie drin. Das Casecom machte eben dasselbe, was ein "gesundes" Netzteil auch schafft. Nur das es anscheinend einen Kollateralschaden verursacht hat, der sich nicht genau finden lässt. Ich hätte wirklich nichts dagegen, wenn das Board piepsen würde oder ein dicker blue screen kommt... Aber leider liefert es mir keine Anhaltspunkte, was genau nun zickt, sodass ich von einem Defekt innerhalb des Boards ausgehen muss.

Aber danke für die fachkundige Hilfe ;)
 
xEnO1221 schrieb:
Netzteil: Casecom: Modell 400 Watt steht drauf
Tjo, übelster Schrott, kauf dir neues Netzteil, dann sollts gehen. EIn gutes 400W Netzteil oder so sollt reichen.
 
grünel schrieb:
Der Test ist echt köstlich. Ich amüsier mich gerade herrlich :D

Ich auch. Über die unglaubliche Inkompetenz so mancher Hardware-Tester.

Anstatt ein baugleiches Netzteil zu besorgen, um die Resultate zu verifizieren und einen Defekt des getesteten Netzteils auszuschließen, wird da lieber irgendwelcher Bullshit geschrieben wie "da es todsicher abgeraucht wäre" usw...
 
xEnO1221 schrieb:
Da war auch ein Zacken Ironie drin. Das Casecom machte eben dasselbe, was ein "gesundes" Netzteil auch schafft.
Nicht dein Ernst, oder?!
 
Doch mein ernst.

Hab schon überlegt, ob ich so etwas wirklich schreiben sollte, da es ja bekannterweise immer wieder Interpretationsspielräume beim geschriebenen gibt.

Wenn man zitiert, muss man "(...)" hinter dem Zitat setzen. Denn dahinter steht sinngemäß "Nur das es anscheinend einen Kollateralschaden verursacht hat, der sich nicht genau finden lässt(...)"... Gemeint ist also mit dem Zitat, dass das alte Netzteil im Bezug auf das Problem dasgleiche Ergebnis liefert wie das neue, nur das es eben diesen Kollateralschaden verursacht haben wird, was ein neues besseres wohl nicht gemacht hätte(was man alles aber noch theoretisch verifizieren müsste). - hät´ ich natürlich besser formulieren müssen.

Als Laie ersuche ich hier also Hilfe. Genau aus dem Grund, weil das Netzteil an Stellen zugeschlagen hat, die ich nicht finden kann. Arbeitsspeicher, Laufwerk, Grafikkarte und Festplatte sind unbeschädigt und der Prozessor zeigt zumindest keine abnormalen Temperaturen oder eigenartiges Lüfterverhalten.

Kann es also sein, dass das Netzteil nur gegen kleine Stellen auf der Hauptplatine geschlagen hat?
 
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kisser schrieb:
Anstatt ein baugleiches Netzteil zu besorgen, um die Resultate zu verifizieren und einen Defekt des getesteten Netzteils auszuschließen, wird da lieber irgendwelcher Bullshit geschrieben wie "da es todsicher abgeraucht wäre"
Was soll man auch bei dem getesten Casecom 400W erwarten, wenn es Ding
mit dieser Bestückung so (oder immer noch) im Handel verkauft wurde?
Da kann man gleich zehn von diesen Dinger kaufen und die Ergebnisse sind
immer noch das selbe.

Aber mit diesen unsinnigen Unterstellung zu guten Hardwareseiten, dass sie nicht
gleich ein Nachtest machen, wenn so ein Billigschrott abraucht, haben sie sich eindeutig
disqualifiziert. :rolleyes:
 
Seriöse Tests erfordern zwangsweise Nachtests, wenn beim Testen Auffälligkeiten auftreten. Die Testergebnisse muss man dann hinterfragen. Dass auch neue Geräte defekt sein können ist ja bekannt.

Erst wenn ein zweites Examplar die gleichen Werte liefert, DANN kann man als Fazit festhalten, dass das Netzteil nichts taugt.

Aber hier wurde ja scheinbar erwartet, dass das Netzteil schlecht sein muss, weil es ja billig ist.

Zur Verdeutlichung:

Wenn bei einem Mainboardtest das System immer wieder abstürzt und die CPU als Fehlerquelle auszuschließen ist (weil sie auf anderen Board einwandfrei läuft), lautet dann das Fazit direkt "das Board ist generell Scheiße weil instabil"?
 
Seriöse Tests erfordern zwangsweise Nachtests, wenn beim Testen Auffälligkeiten auftreten.
Erst wenn ein zweites Examplar die gleichen Werte liefert, DANN kann man als Fazit festhalten, dass das Netzteil nichts taugt.
Da ist etwas dran. Wenn man sich schon als "gute Hardwareseite" ausgibt, muss (nachvollziehbar für den Leser) nachgetestet werden. Seriöse Magazine, wie bspw. c't besorgen sich mindestens zwei Exemplare (am besten aus unterschiedlichen Quellen).

Übrigens: Es wird langsam OT hier. :D
 
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