Netzwerk-Frage

AnnAluna90

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Hallo, ich habe eine Frage. Folgendes Szenario: Eine Handvoll Arbeitsrechner bilden ein servergestütztes Netzwerk (Windows-Server). Es werden keine gemeinsamen serverseitigen Dienste genutzt, lediglich stellt der Server ein gemeinsames Datenlaufwerk und die Internetanbindung zur Verfügung.

Wenn die Clients nun komplett gegen neue Geräte mit Windows10 ausgetauscht werden, der Server aber unverändert bleibt, werden vermutlich keinerlei Einstellungen der alten Clients benötigt? Und die neuen Windows10-Clients finden das Netzwerk mit dem Windows-Server automatisch? Oder muss ich mir doch besser irgendwelche Netzwerkeinstellung der alten Geräte notieren, die ausgetauscht werden? Hoffe das ist irgendwie halbwegs verständlich formuliert...
 
Sofern der Server einen DHCP-Server beinhaltet, sollte das kein Problem sein. Die neuen PCs bekommen dann einfach eine automatische IP vom DHCP und dann wissen sie auch wo der DNS und das Gateway ist.
 
Schau einfach nach ob die alten Geräte eine feste IP-Adresse eingestellt haben oder auf DHCP stehen.
 
SMB-Versionen könnten sich auch als Stolperstein erweisen, je nach Version des Windows-Servers.
 
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ms007 schrieb:
SMB-Versionen könnten sich auch als Stolperstein erweisen, je nach Version des Windows-Servers.
...und die Verschlüsselung des Netzwerkverkehrs zwischen Client und Server. Wenn die neuen Client's mit 1024 Bit (oder höher) Verschlüsselung arbeiten und der Server nur 256 oder 512 Bit auflösen kann, wird es schwierig.
 
SMB, TLS, RDP fallen mir da spontan ein wenn Clients und Server sich nicht auf einen Cipher einigen können.
 
@snaxilian Mir auch. Aber bei ihm klang es so als würde er von etwas bestimmten sprechen. "Netzwerkverkehr" kann ja alles sein und grundsätzlich ist der ganze Netzwerkverkehr sicherlich nicht verschlüsselt, lediglich die Dienste die das Netzwerk nutzen.
 
Raijin schrieb:
Sofern der Server einen DHCP-Server beinhaltet, sollte das kein Problem sein.

Und woher weiß ich das? Auf dem Server läuft Windows Server 2008.
 
Mach die DHCP Konsole auf und guck ob da Scopes konfiguriert sind.
Oder mach auf einem Client ein ipconfig /all und schau nach ob und welcher DHCP-Server da gelistet ist.
 
Danke erstmal für die Hinweise. Ich habe rausgekriegt das DHCP nicht aktiv ist. Wäre es einfacher solange die alten Clients noch in Betrieb sind, DHCP zu aktivieren, um dann die neuen Clients einfach anschließen zu können? Oder müsste ich den manuellen Weg gehen und mir die festen IPs der alten Clients aufschreiben?
 
Prinzipiell ist es egal wann du den DHCP aktivierst oder die alten IPs weiter nutzt. Aber es kommt drauf an warum feste IPs zugewiesen wurden. Wenn da noch irgendein Rechtemanagement mit den IPs läuft brauchst du die alten bzw musst es anpassen.

Ich würde auch die alten Rechner nicht gleich alle tauschen und direkt auf den Schrott werfen, sondern ersteinmal mit einem testen.
Lösungen für konkrete Probleme findet man schneller als im Vorhinein alle Eventualitäten zu erraten und auszuschließen.
 
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AnnAluna90 schrieb:
Internetanbindung zur Verfügung

Dann solltet ihr zum Januar 2020 ein Upgrade des Servers einplanen. Dann läuft der erweiterte Support für W2008R2 aus -> keine Sicherheitsupdates mehr.
 
Ganz ehrlich? Das macht mir hier eher einen "halbgaren" Eindruck. Lass mal jemanden draufschauen, der Ahnung hat ...
oder beschreibe die Ausgangslage mal sehr viel präziser: welcher Router (auch der könnte dhcp machen), Domäne oder Workgroup, Server-Version (2008 oder 2008R2), Anzahl der Rechner, aktuelle Netzkonfig, ...
 
Kann genau so gut ja sein, dass der DHCP-Server bzw. Dienst von einem "Router" wie einer Fritzbox o.ä. bereit gestellt wird. So etwas sollte aber der zuständige Admin wissen bzw. dokumentiert haben.
 
Wenn der Server "die Internetanbindung zur Verfügung stellt", impliziert das, dass der Server als Gateway/DNS/DHCP fungiert. Ist das nicht der Fall, frage ich mich was der Server dann angeblich bereitstellen sollte?!?
Ja, vermutlich sitzt dort irgendwo ein 08/15 Router im Netzwerk, aber dann hätte der Server nix damit zu tun (evtl.abgesehen von DNS).

Ich stimme @Pandora voll zu, dass man zunächst einmal mit einem PC testen sollte. Auch muss unbedingt geprüft werden was/wie/wo DHCP, DNS und Gateway sitzen, sei es im Server, einem alten Router in der Ecke oder sonstwo. Ohne jegliches KnowHow und Überblick über die Aufgaben des Servers bzw dessen Konfiguration, kann der gleichzeitige Austausch aller Clients zur Folge haben, dass von jetzt auf gleich nichts mehr funktioniert und keiner weiß warum und wieso....

Es riecht einfach wieder einmal danach, dass ein mutmaßliches Firmennetzwerk ohne Admin betrieben wird bzw selbiger eben nicht das notwendige Wissen mitbringt und sich in einem öffentlichen Forum informieren muss :(

*edit
Irgendwie tauchen solche Threads immer im Rudel auf.
 
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Das liegt daran, dass man am meisten lernt, wenn man eine diskussion anstoesst und dann nur die ohren spitzt. Bis der erste kontrolleur durchgeht und prueft, ob man uerberhaupt einen fahrschein (informatik-diplom etc.) hat, der zum stellen solcher fragen legitimiert. Ich freue mich wirklich über Eure Hilfe und bedanke mich für die Antworten. Frage mich aber manchmal, was Euch zum Helfen motiviert, wenn es eine "bedingte" Hilfe ist, also anscheinend an den Background des Fragestellers gebunden...

Zu Eurer Beruhigung: wenn die neuen clients laufen, sollen nach und nach das kleine netzwerk neu gemacht, der server neu aufgesetzt und davor die mitarbeiter ordentlich geschult werden.

Fürs erste ist es aber wie es ist. ich frage mich wirklich, was an dem vorgehen, die relevanten einstellungen der clients zu notieren und die neuen so einzustellen wie die alte, nicht zielführend sin sollte.
 
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Das Ding ist einfach, dass ein Firmennetzwerk in fachlich versierte Hände gehört. Meine Lieblingsanekdote aus dem Bereich: Der Sohnemann des Chefs hat das Netzwerks der Firma verwaltet, weil der Bursche ständig auf LAN-Parties war und dann ja weiß wie Netzwerke funktionieren. Dumm nur, dass das was man daheim an Erfahrungen mit dem Netzwerk sammelt maximal 5% von dem darstellen worum es bei Netzwerken geht.

Außerdem ist das hier ein Forum für Heimnetzwerke und Internethardware und das schließt Firmennetzwerke prinzipiell aus. Denn wenn der Admin eines Firmennetzwerks sich Infos aus einem öffentlichen Forum holen muss, deren Quellen nicht belegbar sind - weißt du, dass ich Technische Informatik studiert habe? Kannst du es nachprüfen? - dann muss man ernsthaft in Frage stellen ob derjenige der richtige ist, das Netzwerk zu administrieren.

Obwohl ich hier im Netzwerkbereich schon zum Inventar gehöre und durchaus viel KnowHow mitbringe, würde ich selbst nie IT-Admin werden wollen/können, weil ich zB von der Windows-Server-Welt keinen blassen Schimmer habe. IT-Administratoren haben nicht ohne Grund eine Ausbildung oder gar ein Studium hinter sich, weil das Themenfeld sehr umfangreich und stellenweise äußerst komplex ist. Sich dort ohne entsprechende KnowHow reinzubegeben und darauf zu bauen, durch ein öffentliches Forum die nötigen Fähigkeiten zu erlangen, ist .. .. mutig, vom Mitarbeiter und vor allem vom Chef. Wenn du also wirklich bei euch für das Netzwerk verantwortlich bist, dann bedenke aber auch, dass diese Verantwortung auch bedeutet, dass der Chef dann an deine Tür klopft, wenn plötzlich nix mehr geht, alle Mitarbeiter nach Hause geschickt werden müssen und der Firma am Ende richtig Geld durch die Lappen geht.

Wenn in solchen Threads kritische Rückmeldungen kommen, liegt das einfach daran, dass zumindest die versierten Forenmitglieder genau wissen wie gefährlich ein Firmennetzwerk in Laienhänden sein kann. Das ist in keinster Weise persönlich gemeint, sondern ein gut gemeinter Rat, das IT-Konzept nochmal zu überdenken.
 
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