Netzwerkkabel im Haus verlegen, stört die Hauptstromleitung?

McGillis

Lieutenant
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Aug. 2007
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Heey,

ich muss demnächst über einen Kabelschacht von meinem Router zu meinem PC ein Netzwerkkabel legen. Der Weg dahin ist kein großes Problem, nur liegt im selben Schacht auch das Kabel vom Starkstrom, welches wir "noch" (mit Glück nur noch 1/2 Jahr, dann Unterirdisch) über das Hausdach bekommen. Das heißt, das Netzwerkkabel würde so ziemlich Seite an Seite mit dem Hauptstromkabel liegen und das 10-15m oder so. Das Hauptstromkabel ist ziemlich neu (1 Jahr alt).

Kann das ein Problem werden bzw. können da Störungen auftreten, welche zu Beeinträchtigungen führen können?
Wenn ja, gibt es spezielle Kabel, welche extra für so etwas ausgelegt/dick isoliert sind und welche wären das? Das Kabel wäre so 15-20 Meter lang, die Länge sollte also doch kein Problem darstellen, oder ratet ihr mir auch hier zu einem dickeren Kabel?

Bekomme nämlich DSL 100.000 und möchte auf keinen Fall auf ein Teil davon verzichten oder die ganze Zeit Störungen haben.

MfG

Mischa :)
 
Könnte problematisch werden, muss aber nicht unbedingt... du solltest auf jeden Fall Cat7 Kabel nehmen, dass ist besser geschirmt als Cat5e oder Cat6.

Ansonsten geht da wohl probieren über studieren, ich würde da einfach mal das Kabel ziehen und an beiden Enden nen PC mit Gbit hinstellen. Dann einfach mal schön Testen, was du für einen Durchsatz bekommst.

Ich nehme mal an, dass du wohl eh Gbit über das Kabel machst, oder nur 100Mbit?
 
Geht dann direkt vom Mainboardstecker (Gbit) hinten am PC über ne Dose an der Wand runter an den DLINK DIR-825 Router (auch Gbit) ;)

mhh okay danke, das mit Cat7 hilft mir auf jeden Fall schon einmal weiter! Okey, dann werde ich mir wohl so ein Kabel zulegen müssen und es einfach ausprobieren.. aber kann man das dann noch zurückgeben? O.o
 
Naja, ich würde an deiner Stelle kein fertiges Kabel kaufen. Mit Kabel von der Rolle kommst du ziemlich sicher günstiger weg. Die Stecker lassen sich auch einfach am Ende anbringen.
 
Ja genau das hatte ich mir auch gedacht! Aber wenn ich Kabel von der Rolle nehm, dann kann ich das doch nicht mehr zurückgeben falls es nich ganz so klappt wie gewünscht mit der Verbindung, oder?
 
Normalerweise nicht...Aber Netzwerkkabel kann man doch immer brauchen. Wenn es nicht funktioniert, kannst du ja das Kabel vielleicht auch erstmal woanders lang legen, bis dann das Stromkabel weg ist.
 
Es reicht eine Cat.5e-Leitung, bevorzugt in LSOH-Ausführung, aus, solange du S-FTP und kein UTP nimmst. Die Abschirmung am Ende des Routers (am Patchpanel) mit dem Potentialausgleich des Gebäudes verbinden. Am oberen Ende eine Cat.5e-Netzwerkdose an die Wand schrauben und das Verlegekabel anschliessen. Dann die Dose mit PC und das Patchpanel mit Router über eine kurze Patchleitung verbinden.

Die Leitung in Cat.6(a) oder 7 zu verlegen hat nur den Vorteil diese bei evtl. späterer anderweitiger Nutzung nicht ersetzen zu müssen. Für Gigabit-LAN ist es aber nicht notwendig.

Cat.7 ist mit den üblichen RJ45-Steckern sowieso nicht einzuhalten!

50m Ring Cat.5e LSOH S-FTP ~ 15€
Netzwerkdose AP, 2 Port ~3€
2 x Patchkabel ~2m ~2€
Patchpanel 8port Cat.5e ~11€
LSA-Anlegewerkzeug ~3€
 
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Wooow nice Ecronika :) Danke für die Liste, werd mir das dann demnächst alles kaufen!

kannst du mir versichern, dass es Problemlos funktionieren sollte neben einer Starkstromleitung oder was hältst du davon? ^^
 
Der vorgesehene Abstand zu einer solchen Leitung beträgt bei S-FTP-Datenleitungen ohne Trennsteg 5cm. Frei hängend im Schacht erreichst du diese vermutlich sogar. In der Praxis haben wir solche Leitungen aber auch schon mit Kabelbindern an die Stromleitungen angebunden vorgefunden oder in Kabelkanäle hineingequetscht und i.a.R. waren 90% der Kapazität oder mehr nutzbar ... UTP kannst du allerdings vergessen :)

Viel schwieriger dürfte die eigentlich geforderte Befestigung zur Zugentlastung im Schacht zu realisieren sein für Dich ... alle 5m.

Ich hab in meiner Liste ein Ader zum Potentialausgleich vergessen ... üblicherweise eine 6mm²-Kupfer-Einzelader in Gelb/Grüner Isolierung, angeschlossen an das Patchpanel und die Potentialausgleichsschiene (i.d.R. nahe dem Hausanschlusskasten der Energieversorgung zu finden).

Da deine Anlage definitiv keine Industrieanlage mit vernetzten Großverbrauchern ist, darf der Querschnitt kleiner als 6mm² sein. Wenn du sie mechanisch geschützt verlegen kannst (Kanal, Rohr, ...) reichen 2,5mm² für den Einsatzzweck definitiv aus. Falls die Leitung potentiell mechanisch beansprucht werden könnte ist 4mm² als Mindestquerschnitt vorgeschrieben (nicht der Funktion sondern der Festigkeit der Leitung wegen). Für die reine Funktion würde 0,75mm² ausreichen, diese ist aber aufgrund mangelnder Stabilität nicht zugelassen :)
 
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Okay jo das dürfte kein Problem sein mit dem S-FTP-Kabel, merk ich mir ;)

ehm soweit ich weiß haben wir noch gar keine Potentialausgleichsschiene, die wollte der KabelBW Angestellte uns aber installieren. Da ist aber das Problem, dass er die dann oben am Dach installieren müsste und wir in einem halben Jahr den Strom vom Keller kriegen und man es dann unten bräuchte.. Daher hatte er gesagt, er würde das iwie rumbiegen, dass wir die Potentialausgleichsschiene erst in nem halben Jahr installiert kriegen, wenn der Strom dann im Keller ist!

Gehts auch ohne diesen Potentialausgleich?
 
Das Haus besitzt keinen Fundamenterder? In welchem Bundesland lebst du? BW ?

Die technisch nächstbeste Lösung wäre der Anschluss an den Schutzleiter-Anschluss im Hauptverteiler, erfüllt fast die selbe Funktion ist aber eben kein Potentialausgleich ...

Das heisst bei euch sind weder Wasser- noch Heizungsrohre geerdet? Das Risiko ist dem Betreiber bekannt?

P.S.: Ich hatte oben noch ein wenig nacheditiert :)
 
Ehm doch also wir haben schon einen Fundamenterder, aber der geht einfach in die Erde ;) Also jo bei uns sind "noch" keine Wasser und Heizungsrohre geerdet ^^

haha jo BW, zwar in Mannheim, aber ein Haus knapp vorm 2ten Weltkrieg ;)
 
Ja, aber der FE muss doch min. eine Anschlussfahne ins Haus führen ... BW ist mit der Din VDE 0100-410 schon seit Mitte 2007 aufgefordert bis Mitte 2009 nachgerüstet zu haben! Das ist "etwas" spät ... zumal es schon vorher bekannt war, da EMV-Probleme nicht erst seit gestern bestehen mit IT-Anlagen und Elektronischen Komponenten ... Streng genommen ist ganz Europa angehalten auf TN-S mit SPA und FPA umzurüsten!

Ja, Sorry, sowas geht mir gegen den Strich - Berufskrankheit ...

Aber die Anschlussfahne muss irgendwo sein, sonst ist der Erder nutzlos!
Ergänzung ()

Also ich hab mir jetzt nochmal TAB und andere Fachinformationen des Fachverband Elektro- und Energietechnik Baden-Württemberg angeschaut - im großen und ganzen steht das das selbe wie in meinen Unterlagen von Vattenfall (die zitieren eh alle nur die VDE-Normen ...). Der Funktionspotentialausgleich muss geerdet sein. Und genau dafür hat man eigentlich die Potentialausgleichschiene an der als aller erstes der Erder angeschlossen wird. Ob Fundament-, Stab-, Seil-, Rohr- oder Plattenerder ist dabei wurst solange das Ding Wirksam ist.

Wenn da wirklich nirgends ein Erder vorhanden ist und in nächster Zeit keiner entsteht, kannst du es nur an den Schutzleiter der Hauptverteilung (nach Trennung des potentiellen TN-C-netzes auf hoffentlich TN-S) mit dem größten Querschnitt verbinden. Je nach Qualität des lokalen Energienetzes handelst du Dir damit aber evtl. auch Störungen ein! Es ist eine technische Krücke, die nur bei einem perfekten Netz den selben Effekt wie die Erdung hat!

Das Problem genau zu erläutern wird recht komplex, es reicht zu wissen für Dich, dass dadurch Vagabundierende Ströme durch die Schirmung fliessen, was wesentlich störender ist/sein kann als die 2cm daneben hängende Hauptstromleitung!
 
Hey,

ich werde morgen das Zeug einkaufen gehen :) Danke für deine große Hilfe!

Es gibt bei uns anscheinend noch keine Potentialausgleichsschiene, weil der Strom noch vom Dach kommt und dort irgendwie geerdet sein soll. Aber da bin ich überfragt ^^
 
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