Netzwerkkabel verlegen

@madmax2010 ampere hat doch diese aktiven Konverter dazwischen aus seinem Link.
 
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Ja_Ge schrieb:
Zu ISDN-Kabel, auch über 8-adriges Telefonkabel funktioniert Gigabit, allerdings wird die Qualität mit jedem cm spürbar schlechter. 50cm sollten problemlos funktionieren, bei 100 Metern wird nix mehr ankommen.
J-Y(St)Y 4x2x0,8 funktioniert auf jeden Fall bis 25m. Hab das mal als Provisorium genutzt. Keine Ahnung wie du auf deine Annahme kommst. Die Praxis zeigt, dass man Spezifikationen nicht immer ganz einhalten muss. Datenübertragung geht bei einem Cat.-Kabel auch jenseits der 100m. 125m funktionieren mit 1GBit definitiv.
 
ampere schrieb:
du bist bestimmt auf der Suche nach so etwas.
so wie ich das verstanden habe: auf keinen Fall!
warum sollte man sich freiwillig bei 5m Leitung so etwas antun wollen?!?

TorenAltair schrieb:
@madmax2010 ampere hat doch diese aktiven Konverter dazwischen aus seinem Link.
warum auch immer...

Skysurfa schrieb:
J-Y(St)Y 4x2x0,8 funktioniert auf jeden Fall bis 25m. Hab das mal als Provisorium genutzt.
kann sein, nur ist ISDN ja nicht auf J-Y(St)Y 4x2x0,8 spezifiziert, oder?
meines Wissens basiert ISDN auf 2 Ader-Paaren und einer mit 100 Ohm terminierten "Strom-Schleife", was etwas komplett anderes als die Low Voltage Differential (LDV) Übetragung mit 4 verdrillten Ader-Paaren bei RJ45 Ethernet >=1Gbit/s.
hat man diese 4 ordentlich verdrillten Aderpaare, dann hat man auch bis zu einigen zig Metern eine ordentliche 10Gbit/s Übertragung, der Rest weniger relevant.

und da die Ammenmärchen und das Stammtischgesülze kaum auszurotten sind:
hat man die o.g. Voraussetzungen, dann kommt ein 1, 2,5, 5 oder auch 10Gb Link zustande (was die Geräte halt können) und der jeweils aktive Sender schickt die Daten mit der entsprechenden Geschwindigkeit/Takt auf die Reise. Diese Reise erfolgt eben elektrisch auf einer Zweidraht-Leitung, die Geschwindigkeit liegt da nicht ganz bei Lichtgeschwindigkeit, ist aber "kurz davor" (man rechnet i.d.R. mit 2/3c), alles andere ist konstant bzw. NICHT abhängig vom Kabel!

Interessant wird es eigentlich erst, wenn Fehler auftreten. Das erkennt der Empfänger (Prüfsumme) und fordert das fehlerhafte Datenpaket neu an. Das kann mal passieren, tut es in der Praxis aber quasi nicht. WENN es da zu Problemen kommt, dann i.d.R. massiv und die Datenrate bricht massiv ein.
ich habe managed Switches und kann mir die Fehlerrate auf der 25m ungeschirmten Flach-Kabel Strecke
zwischen Arbeitszimmer und Abstellkammer (hinter Fußleisten und Tür-Rahmen/Zargen hoch und runter) angucken: da steht der Zähler über mehrere Monate auf NULL!

so, wenn man sich das jetzt mal genauer überlegt, dann hat das Kabel also KEINEN Einfluss auf die Latenz und alles andere ist da statisch. Unter diesem Hintergrund muss man dann solche Äußerungen sehen, die hier manchmal leider zu lesen sind, dass eine RJ45 Kupplung die Latenz in die Höhe treiben würde.

Fazit: hat man 4 verdrillte Aderpaare, dann kann man die versuchen auch mit 10Gbit/s zu nutzen. Wenn es funktioniert, dann hat man weder Durchsatz noch Latenz Nachteile!
WENN es nicht richtig funktioniert, dann bricht auch der Durchsatz massiv ein (re-transmit), die Grau-Zone ist nur ganz schmal und die Wahrscheinlichkeit, dass man genau dort landet, geht quasi gegen Null, also entweder Ja oder Nein.

Skysurfa schrieb:
Keine Ahnung wie du auf deine Annahme kommst. Die Praxis zeigt, dass man Spezifikationen nicht immer ganz einhalten muss. Datenübertragung geht bei einem Cat.-Kabel auch jenseits der 100m. 125m funktionieren mit 1GBit definitiv.
klar gibt es immer eine gewisse Reserve...
aber die Specs kommen ja nicht von ungefähr. Du musst ja auch bei einer FDX Übertragung erkennen können, wann der Sender anfängt oder ob man selber anfangen kann los zu plaudern.
wird das Kabel zu lang, dann klappt das trotz 2/3c nicht mehr, weil die Spec sich darauf verlässt, dass das Signal nicht länger als 50µs unterwegs ist (100m mit 200.000.000m/s), "länger" wartet da niemand auf jemand anderen ;)
Stelle dir vor, du reist in die Alpen, schreist "Hallo Echo?" und die Antwort kommt erst, wenn du schon wieder im Auto nach Hause sitzt, ist auch nicht das was du woltest...

aber wie gesagt, das ist weniger eine Frage des Kabels, irgendwie dann aber auch wieder doch. Natürlich hat das Kabel einen Einfluss darauf, wie das Signal beim Empfänger "aussieht". Wer sich mal ein "sauberes" Rechteck bei hohem Takt mit einem Scope angesehen hat, der weiß was ich meine.
und wenn Anfang und Ende davon (Rechteck) nicht mehr so genau zu erkennen sind, dann muss diese Ungenauigkeit auch zu den o.g. 50µs dazu gezählt werden und das schränkt eben auch die Tauglichkeit von CAT5 Kabel bei 10Gb und höheren Leitungslängen ein.

bewegt man sich unterhalb dieser "Extrem-Schwelle(n)" hat man aber KEINE Nachteile, das ist der Punkt!
 
Skysurfa schrieb:
J-Y(St)Y 4x2x0,8 funktioniert auf jeden Fall bis 25m. Hab das mal als Provisorium genutzt. Keine Ahnung wie du auf deine Annahme kommst.
Deine 25m liegen doch genau zwischen den von mir genannten 50cm und 100m und daher passt es in den Range den du als "Annahme" bezeichnet.
 
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@Mickey Mouse
Damit man kein extra Loch für die Leitung durch die Fußbodenheizung bohren muss, in einem neuen Haus hätte ich das auch anders gelöst aber nicht in einem 150 Jahre alten Haus was vor 20 Jahren saniert wurde.
Deswegen diese Alternative, und bis auf etwas höhere Latenz kann ich mich über diese Lösung nicht beschweren es kommen beim kopieren von Dateien etwa 115MB/s durch.
 
Mickey Mouse schrieb:
wird das Kabel zu lang, dann klappt das trotz 2/3c nicht mehr, weil die Spec sich darauf verlässt, dass das Signal nicht länger als 50µs unterwegs ist (100m mit 200.000.000m/s), "länger" wartet da niemand auf jemand anderen ;)
Was aber nicht ganz korrekt ist.

https://www.itwissen.info/Ethernet-...der minimalen Paketlänge,beträgt also 25,6 µs.

Deswegen war ich auch bereits in der Lage, über rund 180m Telefonkabel eine 10 MBit/s Ethernetverbindung zu realisieren. Da die Dämpfung des Kabels zu hoch geworden ist, habe ich die beiden Paare im Sternvierer immer parallel geschaltet, um den Widerstand zu halbieren.

Alleine das zeigt, wie viel Ethernet tatsächlich aushält.
 
Hallo,

ich greife das Thema hier nochmal auf
Netzwerkdosen- und Kabel sind angeschlossen, funktioniert alles. Das Gerät kann wohl nur 100 Mbit/s, ist aber auch nicht schlimm
Demnächst kommt noch ein Kabel dazu, um den zweiten Anschluss der Dose zu nutzen
Das erste Kabel hängt jetzt fürs erste in der Luft
Die Kabel zusammen in ein Leerrohr (ca 25 mm) packen (Eventuell zieh ich noch ein neues Telefonkabel durch, das alte ist über 30 Jahre alt), oder besser getrennte Leerrohre ?

Gruß
 
Poker_face schrieb:
Eventuell zieh ich noch ein neues Telefonkabel durch
Für analoges/ISDN Telefon kannst du auch ein (weiters) Netzwerkkabel verwenden. Das ist zukunftssicherer.

Bei mir läuft auch die klassische analoge Telefontechnik über Netzwerkkabel und -dosen.
 
Poker_face schrieb:
Die Kabel zusammen in ein Leerrohr (ca 25 mm) packen (Eventuell zieh ich noch ein neues Telefonkabel durch, das alte ist über 30 Jahre alt), oder besser getrennte Leerrohre ?
Wenn du noch Leerrohre legen kannst mach das, weil die kann man später immer gebrauchen ;)

Es tut der Funktionalität aber keinen Abbruch, wenn du 2 oder mehr (was halt reinpasst) Netzwerkkabel in ein Leerrohr packst.

Telefonkabel würd ich mir auch sparen und durch Netzwerkkabel ersetzen, die Dose am Ende ist schnell getauscht.
 
rezzler schrieb:
Telefonkabel würd ich mir auch sparen und durch Netzwerkkabel ersetzen, die Dose am Ende ist schnell getauscht.

Da hätte ich noch eine Frage: An das Netzwerkkabel kann ich ja erst mal eine TAE klemmen ? Das hast du damit gemeint ?
 
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