@yahlov:
Es versteht sich von selber (zumindest im professionellen Sektor), daß die mit den CPU-Typen einhergehenden Taktfrequenzangaben des Herstellers auch bei Tests ohne explizite Nennung Verwendung finden. Es ist eine lausige Unart der kinderzimmer-OC-PC-Liga, diese Daten dümmlich einzufordern. In Servern wird prinzipiell dieses dumme OC nicht betrieben, zumindest in keinem mir professionellen Gerät/Modell. Die Implikation ist also schlichtweg falsch.
Leider sind die meisten mir bisher untergekommenen 'Test' zum großen Teil wertlose 32Bit Tests. Wir haben mit Core-i7 und 'Shanghai' 64Bit Prozessoren, die ihre Stärken auf diesem Terrain ausspielen sollen. Gerade Core-i7 weist allerdings mit seinem wie beim Penryn relativ kleinen Stufe-1 Cache von nur 32KB Daten/32KB Instruktionen und des mickrigen 256KB Stufe-2 Caches einige 64Bit-Hemmnisse auf, die es zu untersuchen gilt! Brute-Force-Testmethoden, die übertaktete CPUs beider Hersteller mit einem Maximum an Schwachsinn antesten, bringen nicht viel, wenn heutige, 32Bit lastige Altsoftware für Rechnersysteme getestet werden soll, die für die kommenden 3 Jahre rechnen soll. Das gilt sowohl für den Serverbetreiber und Investor als auch für den Privatanwender. SPEC ist hierbei ein adäquates Hilfsmittel, genormt, offen und durch die Vergleichbarkeit und Reproduzierbarkeit der Messungen (sonst gibt es keinen Eintrag) maßgebend.
@nur für SP3: Ich weiß nicht, wie es früher hier aussah, aber Du mußt bedenken, daß zunehmend eine Generation 'schreibt', die es nicht mehr so genau mit der Wahrheit und Sachlichkeit nimmt. Das durchdringt alle Lebensbereiche. Dazu gesellt sich eine gewisse defizitäre Bildung und intellektuelle Höhe. Selbst im stets referenzierten NMagazin c't des heise-Verlages sind solche Tendenzen beobachtbar. Microsoft hat mit Windows den Fuß in der Betriebssystemtür, Intel dort, wo Prozessoren gebraucht werden. Es stört offenbar niemanden, daß eigentlich nur die AMD CPUs effizient 64Bit Code abarbeiten können (wenn nicht an anderer Stelle der Architektur geschlampt worden wäre). Microsoft diktiert 32 Bit Relikte, Intel delegiert die Entwicklung in diese Richtung, um möglichst schnelle CPUs anbieten zu können, die diese Altlast fix bearbeiten. Im Regen bleiben jene stehen, die fast ausschließlich mit 64Bit Software arbeiten, und auf archaische x86 Designs zurückgreifen müssen - denn alles andere ist ja Dank der Vermehrungsrate der Pest Intel kaum überlebensfähig ...