Das mit der Garantie ist kein Problem. Die Hersteller prüfen das nicht auf Plausibilität. Und die bisher verarbeitete Datenmenge ist da genau so irrelevant.
Wenn ich als Kunde eine gewisse Summe für ein Festplatte zahle, dann kaufe ich damit zwei Sachen:
1. Die Festplatte an sich
2. Die daran gebundene Garantieleistung, die der Hersteller selbstverständlich mit eingepreist hat
Und das wichtige ist für mich als Kunde die Garantie. Wenn die stimmt, dann ist alles ok. Was natürlich nicht sein darf ist, dass ich den vollen Preis zahle und dann nur den Rest der schon angebrochenen Garantielaufzeit habe. Vorteilhaft wäre natürlich auch, wenn die Festplatte bei Lieferung technisch ok ist, was hier ja der Fall ist. Aber selbst das müsste ja nicht mal sein, man kriegt sie ja ausgetauscht im Zweifelsfall. Daher unterscheidet sich diese, zweifellos natürlich gebrauchte, Platte nicht wirklich von einer neuen Platte. Außer in dem Punkt, dass neue Platte eine DOA Chance bzw. höhere Ausfallwahrscheinlichkeit hat und die gebrauchte Platte in der Hinsicht besser ist.
Ob das korrekt ist, dass der Händler gebrauchte Platten als neu verkauft, ist eine andere Frage. Ich würde auch sagen nein. Wenn ich sie zurück geben würde, dann nur aus Prinzip deswegen. Technisch gesehen nicht, weil man mit der gebrauchten Platte, wenn die Garantie stimmt, ja im Vorteil ist.
Wenn ich könnte, dann würde ich nur gebrauchte Platten kaufen, die schon 500 Stunden mit einem Heavy Workload gelaufen sind. Gibts aber natürlich leider nicht und diese gebrauchten Platten müssten sogar teurer sein als unbenutzte Platten.