neue SSd nochmal formatieren?

Ja. Sobald die Installationsroutine die Festplatte partitioniert hat und die Dateien kopiert sind, ist das durch. Einfach die Installation bis zum Ende durchführen, und wenn man dann das erste Mal auf dem Win 10 Desktop ist kann man beim nächsten eh kommenden Neustart (Updates) die Platten wieder anklemmen.
Ggfs muss man im UEFI dann noch sagen, von welchem Medium gebootet wird. Bootreihenfolge so anpassen, dass die neue SSD vor den alten Platten steht.
 
Das Abstöpseln gilt nur rein für die Windowsinstallation. Beim ersten Start und der Einrichtung vom Desktop usw. können die anderen Laufwerke wieder ran, falls man auf denen Treiber, Software, Dokumente liegen hat.

Edit: Zusätzlich zu lechef noch, ist Windows als UEFI installiert, taucht im Bootmenü zusätzlich der "Windows Bootmanager" auf, zusätzlich zur z.B. 960 Evo, auch wenn man meint, Windows wäre auf der 960 Evo, bootet man aber vom "Windows Bootmanager". Der Windows Bootmanager wird von der Installation im UEFI eingetragen.
Sieht dann ähnlich so aus: https://filestore.community.support.microsoft.com/api/images/cb884e9b-759c-49ed-81f0-a07dee4f7b9c
 
Bei mehreren HDDs sollte man auch immer alles andere abstecken, weil der Bootmanager sonst auf dem falschen Laufwerk landen konnte, das hat nichts mit HDD/SSD zu tun. Genau wie der UEFI-Boot, die UEFI-Installation, das ist bei HDD/SSD identisch. Viele machen das halt nicht, weil sie es nicht wissen. Dann haben sie eventuell aber keine UEFI-Installation und der Bootmanager liegt auf dem falschen Laufwerk - ohne das sie es merken. Egal ob HDD/SSD.

PS: Die ganzen Tipps gelten also immer, unabhängig ob SSD oder nicht. :)
 
@Wilhelm14 - danke, guter Hinweis mit dem Windows Bootmanager. Ich bin da manchmal noch antiquiert in der Denke. :)

Iruzurra schrieb:
finde ich nicht...seh da schon ein unterschied für mich
Effektiv gibt es da keinen Unterschied in der Handhabung. Alle anderen Laufwerke abstecken hat man schon gemacht, da gab es noch keine SSDs (so wie man sie heute kennt). Es geht darum, dass man "alle Teile des Betriebssystems" auf einem physikalischen Datenträger hat.
Wenn dem nicht so ist, merkst du auch keinen Unterschied - so lange, bis du mal die HDD/SSD mit dem Bootmanager austauscht, was du aber nicht weiß, weil bei dir im Explorer das Teil als "Datengrab 3 (H:)" gemappt ist.
 
Kannst du den Unterschied erklären? Weil ich versichere dir zu 100%, es gibt keinen. Außer, dass die SSDs 2,5" groß sind, recht leicht, stoßunempfindlich.

  • selbes Datenkabel
  • selbes Stromkabel
  • HDD einbauen, in der Datenträgerverwaltung eine Partition hinzufügen, Laufwerksbuchstaben wählen, formatieren, nutzen
  • SSD einbauen, in der Datenträgerverwaltung eine Partition hinzufügen, Laufwerksbuchstaben wählen, formatieren, nutzen
  • HDD einbauen, Windows installieren
  • SSD einbauen, Windows installieren
Sämtliche Einstellungen, Defragmentierung ausschalten, TRIM aktivieren usw. macht ein aktuelles Windows selbst. Glaube bei Windows 98 gab es auch schon eine automatische Defragmentierung?! Falls ja, OK, das muss man dann selbst deaktivieren, das checkt das System nicht^^.
 
Kann ich dann auch wenn ich windows auf die SSD installiert habe die Festplatte(HDD) komplett formatieren? weil auf der Festplatte ist ja dann noch windows und alle programme und so drauf habe
 
Genau. Festplatte vorher halt abklemmen.
Windows auf der SSD installieren.
Wenn da alles fertig ist, HDD wieder anklemmen
Dann musst du natürlich dafür sorgen, dass Windows von der SSD startet, nicht von der HDD ;).
In der Datenträgerverwaltung alle Partitionen der HDD löschen. Formatieren, fertig.
 
n3os schrieb:
Erstellst du das Backup mit der windowseigenen Backupfunktion?
Ich benutze Paragon Backup&Recovery 2015 (gekauft), auf anderen PCs "2014 free". Macrium Reflect ist für die Zukunft mein Favorit.
 
Smily schrieb:
Es bedarf keinerlei Vorbereitungen.
Das kann man so pauschal nicht sagen, denn es hängt von der Art der Partitionierung (MBR oder GPT) und dem BIOS/UEFI bzw. bei UEFI auch dessen Einstellung (UEFI oder CSM Mode) ab. Passt dies nicht zusammen (UEFI Mode braucht GPT, also BIOS MBR), so bietet der Installer die SSD im Zweifel nicht als Installationsziel an oder man kann zwar Windows darauf installieren, aber der Bootloader landet dann auf einer anderen Platte die passend partitioniert ist.

Daher würde ich die Partitionierungsinformationen (nicht nur die Partitionen) mit DISKPART löschen, denn der Installer wählt dann selbst die passende Art der Partitionierung aus. Dazu bootet man von das Windowsinstallationsmedium und drückt dabei merhfach die Tastenkombination Shift+F10, um eine Eingabeaufforderung zu öffnen und gibt dann dort folgende Befehle ein:

  • diskpart
  • list disk
  • select disk x (x steht für die Nummer des Laufwerks aus list disk, die richtige Platte sollte an der Kapazität zu erkennen sein, sonst andere Platten besser vorher abklemmen um Datenverlust zu vermeiden, vor einer Windowsinstallation sollte man sowieso alle anderen Platten abklemmen)
  • detail disk (um sicher zu gehen die richtige Platte ausgewählt zu haben)
  • clean (clean löscht alle Partitionierungsinformationen, clean all überschreibt alles mit 00 und dauert entsprechend länger, man kann danach auch nichts mehr wiederherstellen, clean reicht hier aus)
  • exit

Danach sollte sich denn Windows installieren lassen und wenn nicht, dann liegt es nicht an der SSD sondern meist an fehlenden Treibern.
 
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