Neue Verkabelung geplant: Fragen zum Switch

Bowser

Ensign
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Feb. 2006
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Hallo!

Ich plane gerade meine Hausverkabelung neu, da einige Geräte kaputt sind und ersetzt werden müssen und weil mittlerweile alles etwas zu knapp dimensioniert ist.

Momentan vorhanden:
1 VoIP-Telefon (teildefekt)
1 TV (teildefekt)
1 Bluray-Player
3 PCs (1er teildefekt)
(3 Handys
2 Tablets)
1 Router (teildefekt)

Die Geräte, die nur WLAN benutzen habe ich eingeklammert. WLAN muss natürlich vorhanden sein, mir geht es aber um die verkabelten Geräte.

Geplant:
2-3 VoIP-Telefone (Snom D785)
1-2 TV (UHD Sony XE9305)
1-2 Blurayplayer
3-4 PCs (2 neue schon vorhanden)
1 NAS (warscheinlich Synology 918+, oder eins mit ECC, wenn kurzfristig noch so eins rauskommt)
Eventuell Anschluss für Heizung oder Smarthomerouter im Sicherungskasten

Dazu sollen für spätere weitere Aufrüstung in 9 Räume Kabel gezogen werden und insgesamt 16 Anschlussports zur Verfügung stehen ( + 2 Ports für NAS)
Router wird eine Fritzbox 7520, da innerhalb der nächsten zwei Jahre laut Telekom Supervectoring ausgebaut werden soll. (Und ich nicht so viel von den Asus und TP-Link Routern halte, vor allem bezüglich Firmwarelangzeitsupport.)

Nun bin ich unsicher: Als Switch habe ich momentan HP Officeconnect 1920-24 oder Zyxel GS1920-24 in der Auswahl. (Hab mir hier schon die Empfehlungen durchgelesen) Erhöht das dem Stromverbrauch vergleichsweise stark, wenn ich mir einen 24 Port Switch kaufe und vorerst vielleicht nur 9 Ports belege, oder sind die überzähligen Ports dann aus und der Switch braucht auch nicht mehr als ein smartmanaged mit 16 oder 8 Ports?

Da ich VoIP-Telefone dabei habe:
Es wäre natürlich schön, bei diesen kein Netzteil anstecken zu müssen, sondern den Strom sofort aus dem Switch zu bekommen, egal wo ich diese anschließe. Aber: Ist es überhaupt rentabel wegen 1-3 PoE Geräten den Switch als PoE zu kaufen? Würde das eventuell viel mehr Strom brauchen, als wenn ich mit Netzteilen arbeiten würde? Hätte ich die Gefahr, dass der Switch mal kaputt geht und dann mir die angeschlossenen nicht PoE-Geräte grillt? Oder würde Ihr zwei kleinere Switch kaufen (1x mit PoE nur für die Telefone und einmal ohne für den Rest?)

Wenn ich mal eine bessere Firewall haben möchte (UTM), oder eine bessere Telefonanlage, als in der Fritzbox vorhanden:
Könnte ich die dann auch auf der NAS installieren, oder würde ihr da dann mit einem externen Geräte arbeiten (Zotac Box Nano, oder ein vergleichbares Gerät?)

Danke für eure Hilfe!

Viele Grüße
 
Zu PoE, da gibt es verschiedene Standards, achte darauf beim Geräte und Switch kauf das alles zu einander passt!

Der HP Switch ist mit ca 20W angegeben - denke das macht den Kohl nicht fett.
 
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Es ist immer besser in einen guten Switch zu investieren. Gute gibt es schon um die 200 Euro.

Der andere Punkt das alles möglichst an einem Punkt sein sollte. Switch über Switche etc...es erhöhrt nur den Strombedarf und die Suche bei einem Problem.

Ein Switch regelt die Ports und verwaltet entsprechend den Strombedarf. Ist nichts dran, wird auch kein Strom für den freien Port verbraucht.

Es ist einfach besser einen POE Switch zu haben, da muss man keinen Injector kaufen der die jeweiligen Ports dann mit Strom versorgt.
 
Ich meinte sowas wie ein KNX-Steuerungsgerät im Sicherungskasten.
Wie groß schätzt ihr die Gefahr ein, dass im Fehlerfall defekter Switch die angeschlossenen Geräte dann Strom bekommen und zerstört werden? Die Geräte werden bestimmt 10 Jahre in Betrieb sein.
 
Wie groß schätzt ihr die Gefahr ein, dass im Fehlerfall defekter Switch die angeschlossenen Geräte dann Strom bekommen und zerstört werden? Die Geräte werden bestimmt 10 Jahre in Betrieb sein.
Dafür gibt es keine Statistiken von denen man ein Risiko aus ableiten könnte.
Bei ein paar hundert VoIP-Fons die direkt vom Switch PoE't werden, habe ich jedenfalls noch keine defekten Fons gesehen die gleichzeitig mit ihrem PoE-Switch (oder umgekehrt) ausgefallen wären, was vielleicht ein Indikator wäre.

Aber anders ausgedrückt: PoE-Switch vs. Grabbelsack an PoE-Injektoren inkl. doppelter LAN-Kabel & verbrauchten Steckdosen im engen Netzwerkschrank --> geh immer mit einem - managed - PoE-Switch. Weniger komplex, und du kannst besser am Switch sehen was mit der Leitung zum Endgerät ist.

Diese Risiko-Minimierung die du da irgendwie anstrebst, ist am falschen Ende. Wäre das Risiko signifikant, würden Firmen die halt locker ein paar Dutzend Telefone pro PoE-Switch betreiben, nicht auf eben dieses "Risiko" setzen, sondern auch alles mit Injektoren vollklatschen. Macht aber keiner; die Netzwerkausrüster wissen schon ganz gut wie man das bauen muss.
 
Aber: Ist es überhaupt rentabel wegen 1-3 PoE Geräten den Switch als PoE zu kaufen?
Natürlich nicht, du bezahlst hier ja für Komfort.

Würde das eventuell viel mehr Strom brauchen, als wenn ich mit Netzteilen arbeiten würde?
Mehr ja, viel mehr nein. Du hast zwar auf dem Kabel ein bisschen Verlust, aber das Telefon zieht ja gleich viel Watt wie vorher.

Hätte ich die Gefahr, dass der Switch mal kaputt geht und dann mir die angeschlossenen nicht PoE-Geräte grillt? Oder würde Ihr zwei kleinere Switch kaufen (1x mit PoE nur für die Telefone und einmal ohne für den Rest?)
Das könnte passieren, ja. Ist aber sehr sehr unwahrscheinlich. Ansonsten gibt es auch z.B. 24er Switches von denen nur 8 Ports PoE Ports sind. Die sind auch deutlich günstiger weil sie weniger Maximalleistung bereitstellen müssen.

Wenn ich mal eine bessere Firewall haben möchte (UTM), oder eine bessere Telefonanlage, als in der Fritzbox vorhanden:
Könnte ich die dann auch auf der NAS installieren
Das musst du den NAS Hersteller fragen.
Aber eine ordentliche Firewall ist eigentlich immer ein eigenständiges Gerät in das 1 Kabel rein und 1 Kabel raus geht. Alles andere eröffnet schon wieder völlig neue Angriffsvektoren.


Zum Abschluss würde mich interessieren warum du auf solche oldschool Tischtelefone setzt für VoiP. Für einen Arbeitsplatz versteh ich das, aber für zuhause ist das doch höchst unkomfortabel.
 
Ich bin mir immer noch unsicher, welchen Switch ich nehmen soll. Ich habe mich mittlerweile gegen einen Switch mit integriertem PoE entschieden, da der Stromverbrauch trotzdem recht hoch sein soll (einer hat in den Amazonbewertungen geschrieben, dass er mit 2 11W PoE-Geräten die angeschlossen waren und 4 weiteren PCs 50W Stromverbrauch gemessen hat) auch wenn nur ein Telefon angeschlossen ist und weil die Lüfter haben, was mich stören würde.

Welcher ist besser (Konfiguration - ist mein erster smart managed Switch, wird vor allem wegen link aggregation und IGMP v3 gekauft, Stabilität, Firmwareaktualität, Stromverbrauch)
Zyxel GS1920-24
HPE 1920S-24
Linksys LG326

Oder würdet ihr einen ganz anderen nehmen? Ich möchte eigentlich nicht mehr als 200 € dafür ausgeben.

Welches Patchpanel ist empfehlenswert? Problem:
Ich habe keinen Netzwerkschrank, sondern die Panels werden direkt an die Wand geschraubt. Hochwertig ist wohl Telegaertner und Rutenbeck, aber leider auch sehr teuer. Gibt es Panels, die qualitativ mithalten können (Cat 6A) Da ich jetzt wirklich mal das ganze Haus verkabeln will und die Verkabelung dann 20 oder mehr Jahre halten soll, sollte das Patchpanel dann vorsorglich doch POE+ tauglich sein.
Gute Bewertungen hat das Digitus professional 12er (würde dann zwei davon kaufen) Allerdings wirken die Fotos vom Innenleben eigentlich eher so, als ob man hier etwas gespart hätte (RJ45-Buchsen sind nach innen offen,... wohl doch nicht so hochwertig??)
 
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Die Gründe für einen PoE-Switch sind nicht primär der Preis, sondern wie @h00bi schon geschrieben hat eher der Komfort. Allerdings muss man da auch unterscheiden wie der Lieferumfang der PoE-Geräte aussieht. Wenn man lediglich das Endgerät hat und kein PoE-Injektor mitgeliefert wird, muss man nun mal für jedes Gerät einen separat erworbenen Injektor einkalkulieren. Je nach Anzahl und alternativ dem PoE-Switch, kann dies schon recht schnell günstiger werden, einen PoE-Switch anzuschaffen.

Beispiel: Ein Netgear GS108 kostet ~40€, die PoE-Variante mit 4x PoE liegt bei ~80€. Ein einzelner PoE-Injektor schlägt mit ca. 15-20€ zu Buche. Man kann sich also ausrechnen, dass die Anschaffung von 4x 15-20€ = 60-80€ für die Injektoren wenig sinnvoll ist, wenn man stattdessen ~40€ Aufpreis für einen 8er Switch mit 4x PoE zahlen kann. Bei größeren Switches wird dieser Aufpreis natürlich höher ausfallen, so kostet zB ein Netgear JGS524 (24 Ports) ohne PoE ca. 140€, während die PoE-Variante (12x PoE) gleich knappe 100€ teurer ist. Pro PoE-Port zwar günstiger als beim kleineren Switch, aber man bezahlt eben auch mehr ungenutzte PoE-Ports.
Für <5 PoE-Geräte ist ein 24er Switch mit PoE nicht kosteneffizient, insbesondere dann nicht, wenn die Endgeräte bereits mit Injektoren geliefert werden (wie zB die Access Points von Ubiquiti). Evtl. ist es in solchen Szenarien dann sinnvoller, zu einem bereits bestehenden 24er-Standard-Switch einfach einen kleinen 8er PoE-Switch dazuzustellen.

Was die Auswahl des Switches als solchen angeht, empfehle ich insbesondere bei IGMPv3 stets Netgear. TP-Link steht zwar nicht auf deiner Liste, aber ich habe bereits mehrere Switches von TP-Link mit angeblicher IGMPv3-Unterstützung in den Händen gehabt und bei keinem lief Telekom Entertain bzw. es kam zu den bekannten Aussetzern durch mangelhafte Multicast-Unterstützung des Switches. Wie es um Zyxel, HP und Linksys steht, kann ich nicht beurteilen, aber um mich nicht wieder in die Nesseln zu setzen, nutze ich mittlerweile ausschließlich Netgear, da diese garantiert einwandfrei mit Entertain laufen. Evtl. kann ja ein Nutzer von Entertain mit Zyxel, HP bzw. Linksys-Switch diesbezüglich Aufschluss geben.

Der Stromverbrauch ist eher ein nachrangiges Kriterium für Switches. Stichworte wie "greenIT" und dergleichen zieren zwar viele Verpackungen, müssen aber noch lange nichts bedeuten. Es gibt nur relativ wenige Stromverbrauchstests, aber wenn dort ein Switch, der explizit mit "greenIT" wirbt, am Ende trotzdem mehr verbraucht als einer, der kein Wort über den Verbrauch verliert, dann spricht das Bände. So oder so bewegen sich die Unterschiede aber in sehr engem Rahmen. Switches sind weitestgehend etablierte Technik und die Unterschiede beschränken sich vorwiegend auf die Firmware bzw. die implementierten Features.

Patchpanel: Prinzipiell sollte jedes Patchpanel PoE-tauglich sein. Mir wäre zumindest nicht bekannt, dass das ein explizites Feature sein sollte. Ein Patchpanel ist ja im Prinzip nur eine dumme Anordnung von Klemmterminals und einer RJ-45-Buchse.
 
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Netgear und TP-Link habe ich ausgeschlossen, weil ich mit beiden Herstellern keine gute Erfahrung gemacht habe. Ein Druckerserver von TP-Link funktioniert hier sehr schlecht (Abstürze, Weblogin, geht mal, mal nicht,...)
Von Netgear habe ich bisher einen GS108Ev2 hier. Der hat bei mir immer Probleme mit Amazon Prime Streaming. Spätestens alle 60 Minuten reißt die Verbindung ab. (Firmware jeweils die neueste) Netgear schiebt das Problem auf Sony, Sony auf Netgear. Hier ist aber wohl Netgear der wirklich schuldige, da ein Switch von Conrad (Multicast-Switch) damit keine Probleme macht.
 
Ein Grund mehr, bei Multicast-Unterstützung ganz genau hinzuschauen. Wobei Prime soweit ich weiß gar nicht mit Multicasts arbeitet, IGMPv3 sollte daher eigentlich nicht die Ursache sein.

Ich wollte auch primär darauf hinaus, dass eben die Datenblätter nicht zwangsläufig auch bedeuten, dass diese Funktion einwandfrei läuft. Insbesondere mit IGMPv3 und Entertain habe ich eben die Erfahrung gemacht, dass dies durchaus problematisch ist, da Entertain eine einwandfreie Multicast-Unterstützung voraussetzt. Entertain kann zwar auch ohne funktionieren, allerdings wird dann das Netzwerk mit Broadcasts geflutet und in der Regel führt dies eben dazu, dass das Bild nach 10s stehen bleibt.

Gerade in Verbindung mit Entertain / Multicast, sind die Netgear-Switches im Augenblick die Empfehlung, da dort auch die meisten positiven Rückmeldungen kommen. Bei anderen Herstellern ist es teilweise schwierig, verlässliche Infos zu bekommen ob Multicast bzw. Entertain einwandfrei funktioniert.


Netgear hat zwar stellenweise einen eher mittelmäßigen Ruf, aber dies bezieht sich meist auf die Router. Die Switches sind weit verbreitet und verrichten weitestgehend ohne Probleme ihren Dienst.
 
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