Penman schrieb:
Ich bin da auch zwiegespalten. Prinzipiell sagt der Führerschein ja aus, dass Du weißt, wie Du Dich im Verkehr zu verhalten hast.
Das schon. Auf der anderen Seite würde das bedeuten, wenn man keinen Führerschein hat, ist man auch nicht befähigt, am Verkehr teilzunehmen (wo wir wieder beider Führerscheinpflicht für Radfahrer wären). So völlig verkehrt fände ich das aber auch gar nicht. Ich habe nicht selten den Eindruck, dass manche Radfahrer nicht mal die Vorfahrtsregeln beherrschen, was natürlich mal gar nicht geht.
Ggf. wäre es eine Option, die Geldbuße und Führerscheinentzug variabel zu gestalten. Droht ein FS-Entzug, hat der mit FS die Wahl, den FS abzugeben oder eine höhere Buße zu zahlen. Der ohne FS zahlt die höhere Buße. So hätte man Gerechtigkeit, zumal ein FS-Entzug manchmal auch eine extrem harte Strafe bis hin zu Jobverlust etc. sein kann. Das will ja eigentlich auch keiner. Da sollte dann die Möglichkeit bestehen, dass mit höherer Buße auszugleichen.
Penman schrieb:
Ich weiß nicht, ob der Bußgeldkatalog für Radfahrer und Fußgänger anders ausschaut, aber 90 Euro und ein Punkt, wenn man das bei einer "freien" Kreuzung gemacht hat… da tut der Punkt schon sehr weh. Und das gilt nur bei einer Ampel, die gerade rot worden ist. 200 Euro + 2 Punkte + 1 Monat Fahrverbot für echtes Rotfahren und 320 Euro bei Gefährdung tun schon eher weh. Vor allem 2 Punkte bringen selbst den reichsten Menschen in eine gewisse Bedrängnis.
Ja gibt deutliche Unterschiede Rotlichtverstoß bei Radfahrer ist nur 60 Eur, mit Gefährdung 100
https://www.adfc.de/artikel/bussgeldkatalog-fuer-radfahrende
Der Witz ist "mit Unfall" 120 Eur. Das sollte doch mal gleich mindestens das Doppelte sein.
Auch bei den anderen Verstößen, führt die Unfallfolge nur zu marginalen Erhöhungen. Einen qualifizierten Verstoß gibt es nicht mal. Es wurde zwar vielen schon erhöht, ich finde aber trotzdem viele Bußen zu gering.
Letztlich kann man aber Mondsummen verlangen, wenn man eh nichts durchsetzt und verfolgt, ist die Summe auch egal. Schreckt aber vielleicht etwas mehr ab.
Aber wahrscheinlich würden selbst 60 Euro wirken, zumindest etwas wehtun, wenn man sie echt auch mal zahlen müsste.
Penman schrieb:
Kenn ich beides. Gerade die kleineren Dörfer haben gerne mal (mobile) Blitzer dort stehen. Gemein, aber absolut nötig.
30er Schild übersehen kann passieren. Gerade, wenn die Straße den Eindruck erweckt, dass es eine ganz "normale" Straße ist.
Manches ist echt pure Abzocke. Da fragt man sich bei aller Toleranz was das soll. Da führen die 30er Beschränkungen überhaupt erst zu Chaos und Stau. Und manche Sachen sind echt unterirdisch. Hatte in meinem Urlaub in Freiburg ein 30er Schild und 1m dahinter einen Blitzer. Ist m.E. gar nicht zu lässig.
Penman schrieb:
Innerorts mit 90 kostet dich 260-400 Euro + 2 Punkte + 1 Monat Fahrverbot. Sollte man sich auch gut überlegen.
Das tut dann schon weh.
Penman schrieb:
Ist wahrscheinlich schwierig umzusetzen. Normalerweise haben Geschwindigkeitsbegrenzungen einen guten Grund, wie eine scharfe Kurve, Kindergärten, Schulen, viel Fußverkehr, Einmündungen usw.
Ja das wäre aber eigentlich ganz gut, denn selbst wenn 2 Verstöße abstrakt identisch sind (gleiche Geschwindigkeitsüberschreitung), haben sie nicht zwingend die gleiche negative Energie (z.B. Verstoß einmal am Tag bei voller Straße und einmal in der Nacht bei leerer Straße; oder Verstoß, einmal zu einer Zeit, wo Kinder bei der Schule über die Straße laufen können, und einmal nicht (Ferienzeit z.B.) Selbst wenn Zeit und Tag identisch sind, ist die Gefährdung unterschiedlich.).
Penman schrieb:
Andererseits habe ich im Sauerland schon strecken gesehen, da traue ich mich kaum so schnell wie erlaubt zu fahren.
Hatte ich teilweise auch. In manchen Orten dachte, hier würde ich nicht mal mit 50 oder 60 langfahren, eher mit 30. Das war aber eher in Österreich
