Neuer Bußgeldkatalog -> Zustimmung oder mehr Konfliktpotenzial?

Penman schrieb:
Schau Dir bitte diese Situation an. Wenn Du glaubst, dass ich da auf den Radweg fahre, hast Du Dich geschnitten.
Ahh, soso. Regeln? Mir doch egal, ich will nicht, basta!

Entweder sie gelten für alle, oder eben nicht. Das Zeichen sagt dir ganz eindeutig, dass du dort mit dem Rad zu fahren hast.

Was würdest du davon halten, wenn Motorräder auf einem nagelneuen, breiten Radweg fahren würden, statt auf der unsanierten rumpeligen Straße?
 
Moep89 schrieb:
Ahh, soso. Regeln? Mir doch egal, ich will nicht, basta!

Entweder sie gelten für alle, oder eben nicht. Das Zeichen sagt dir ganz eindeutig, dass du dort mit dem Rad zu fahren hast.
Ich habe mit keinem Wort gesagt, dass das legitim ist. Ich habe lediglich gesagt, dass ich einen guten Grund habe, dass ich mich nicht daran halten würde und es auch gerne geändert sehen würde (was auch angestrebt wird).

Moep89 schrieb:
Was würdest du davon halten, wenn Motorräder auf einem nagelneuen, breiten Radweg fahren würden, statt auf der unsanierten rumpeligen Straße?
Nicht viel, weil es dann Fall wohl selten geben wird, außer Du meinst die neuen Radschnellwege und da täten sich Motorradfahrer auch keinen Gefallen mit. Solange er das leise und rücksichtsvoll bis unterwürfig macht, können da meinetwegen Motorräder fahren.
Ich motze auch keine Radfahrer an, die auf der falschen Straßenseite fahren, solange sie dem legitimen Verkehr Platz machen.

Man kann jede Regel brechen, wenn man auch bereit ist, die Strafe dafür zu bezahlen. Wenn irgendein Polizist das wirklich ahnden möchte, dann zahle ich halt die 20 Euro oder was auch immer das kostet. Wenn Du meinst das autoritär durchsetzen zu müssen und 2000 Euro daraus zu machen, dann kannst Du Dir sicher sein, dass da ein paar Interessierte ganz schnell vor dem Rathaus stehen und das ganz schnell geändert haben wollen.

Ich kann den Hass auf Radfahrer verstehen und ich würde mir auch verstärkte Kontrollen wünschen. Es ist mir nicht nur einmal passiert, dass ich Radfahrern und Autos (auf der Autobahn!) nachts ohne Licht hinten aufgefahren wäre. Unsichtbare Fußgänger am Seitenstreifen einer Landstraße habe ich auch schon gesehen.

Was wir alle doch eigentlich haben wollen, ist das Personal, das den Bußgeldkatalog auch durchsetzt.
 
Penman schrieb:
Schau Dir bitte diese Situation an. Wenn Du glaubst, dass ich da auf den Radweg fahre, hast Du Dich geschnitten.

Ich seh ja nur Deine 2 Bilder, aber anhand dieser würde ich alles tun dort, aber 1000%tig NICHT auf der Straße fahren....... Unabhängig ob das ein freiwilliger oder verpflichtender Radweg ist.

Penman schrieb:
Was wir alle doch eigentlich haben wollen, ist das Personal, das den Bußgeldkatalog auch durchsetzt.
Nö, das ist mir komplett egal. Gegenseitige Rücksichtnahme und nicht jeder gegen jeden würde ich gerne haben.
 
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Penman schrieb:
Oftmals haben diese Bergstraßen nämlich schon alleine aus Platzgründen gar keinen Radweg. Ich fahre gerne mal hoch zur nahegelegenen Burg. Das sind 200 Höhenmeter auf 2,8 km oder die gesamte Strecke rückwärts über eine Landstraße - ebenfalls mit 150m Anstieg auf 2,9 km, aber mit einer starken Kurve mit der größten Steigung.
Und auch hier darf ich ja wieder auf meine eigene Bedingung für meine ganzen Ausführungen zurückgreifen:
Khaotik schrieb:
Mir geht’s aber um die Fälle, bei denen PARALLEL zur Straße der Radweg verläuft
Khaotik schrieb:
Nochmal: Es geht um die Situationen, wenn ein klar erkennbarer und gut ausgebauter Fahrradweg DIREKT (Das sind keine 10m daneben) neben der normalen Fahrbahn entlangführt.
Nicht um Randomsituationen auf Straßen, auf denen sowas nicht existiert (die natürlich >95% des Gesamtanteils ausmachen).

Es war halt nie die Rede von Strecken, auf denen garkein Radeweg existieren. Wo sollen die Radfahrer denn dann auch hin. Dann gilt selbstverständlich weiterhin auch das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme.
Auch wenn das bedeutet, dass ich halt 200m dem Radfahrer hinterherfahren muss, wenn ich nicht sicher überholen kann.
Penman schrieb:
gebe ich dem Autofahrer immer noch die deutlich größere Schuld, denn das Gebot bleibt, dass Überholmanöver sicher sein müssen
Ja, da bin ich durchaus deiner Meinung. Auf normalen Straßen ohne dedizierten Radweg liegt die Schuld auch weiterhin zu größten Teilen beim PKW-Fahrer.
Bei Straßen, wo das aber gegeben ist, sollten sich die Schuldanteile aber zu ungunsten des Fahrradfahrers verschieben aufgrund vorsätzlicher Missachtung der Radwegbenutztungspflicht.
Letztendlich soll das aber trotzdem kein Freifahrtschein für Autofahrer werden, die Radfahrer dann möglichst schnell (und riskant) Überholen zu können.

mkossmann schrieb:
Denn das Risiko als Radfahrer durch Längsverkehr zu verunfallen ist deutlich geringer als die Riskoerhöhung in Kreuzungsbereichen, wenn man neben der Fahrbahn auf Radverkehrsanlagen unterwegs ist
Ich nehme mal an du sprichst jetzt eher von innerstädtischen Radwegen wenn du von Kreuzungsbereichen sprichst, oder?
Ich gehe jetzt aber immer von Radwegen im ländlicheren Bereichen aus. Da fällt das Thema "gefährliche Kreuzungsbereiche" zum einen mal komplett raus, zum anderen kommt dann wiederum der Fakt dazu ,dass die Geschwindigkeitsdifferenz zwischen Auto und Rad deutlich höher wird. Die Geschwindigkeit des Radlers wird relativ ähnlich bleiben und irgendwo im Bereich 20-30, bei guten Radlern auch >30kmh liegen. KFZ-Verkehr hast du innerstädtisch irgendwo im Bereich 40-60kmh, außerorts aber auch gut und gern 90-110kmh (bei gut ausgbauten Strecken fahren manche sicher auch mal 120kmh...).
Heißt, wir reden hier dann von gut der doppelten (bis zu dreifachen) Geschwindigkeit im Verhältnis zum Stadtverkehr.

Ich weiß nicht, inwiefern das in Studien auch getrennt berücksichtigt wird. Ich stelle aber die These auf, dass das Unfallrisiko bei der Geschwindigkeit deutlichst in Richtung Längsverkehr verschiebt. Der Kreuzungsverkehr an Feldwegen u.Ä. ist dann doch sehr viel geringer. Geschweige denn von der Einsehbarkeit.
 
FrankenDoM schrieb:
Ich seh ja nur Deine 2 Bilder, aber anhand dieser würde ich alles tun dort, aber 1000%tig NICHT auf der Straße fahren....... Unabhängig ob das ein freiwilliger oder verpflichtender Radweg ist.
Muss ja jeder für sich selbst wissen. Du blockierst niemanden. Es sind sogar ganze 3 Spuren zu sehen. Demnach ist dort eine Linksabbiegerspur und vermutlich 2 Spuren geradeaus.
Ich rechtfertige das auch nicht weiter. Ich wollte es nur mal aus Radfahrersicht aufzeigen, was das Fahren unbequem macht und warum Radfahrer mitunter bewusst gegen die Regeln verstoßen.

Es ist doch auch nur eine Wunschvorstellung der Petrolhead-Fraktion, dass der Berufsverkehr niemals stockt, steht und immer 50 km/h(+) fährt. Man darf sich darauf einstellen, dass die Städte wohl zu Maßnahme bewegt werden, um dem Radverkehr und ÖPNV für Autofahrer reservierter Platz umzuwidmen. Da fällt dann auch mal eine ganze Spur weg und ist zukünftig ein Radweg. Scheint wohl die angenehmere Lösung zu sein, als sich mit Radfahrern die Spur teilen zu müssen... :rolleyes:

@Khaotik Perfekt. Kann man so stehen lassen.
 
Penman schrieb:
Ich wollte es nur mal aus Radfahrersicht aufzeigen, was das Fahren unbequem macht und warum Radfahrer mitunter bewusst gegen die Regeln verstoßen.

Ich fahre jährlich mehrere 1000km mit dem Rad, sowohl Rennrad als auch MTB, sowohl ins Büro als auch nur zum Spaß. Radfahrersicht kenne ich also durchaus. Aber bewusst gegen Regeln verstoßen, also mit Vorsatz, tue ich nicht. Damit sage ich nicht, dass es nicht vorkommt, aber sicherlich nicht so kalkuliert, absichtlich und regelmäßig wie Du es hier hinstellen willst.
Ich hab an meinem Rennrad und an meinen MTB eine Klingel und Reflektoren (Gibt es auch für die Speichen) und wenn ich weis, dass es dunkel werden könnte sogar Licht.
Die Klingel benutze ich sogar und das frühzeitig. Warum? Weil ich auch mal Fußgänger bin und das sogar regelmäßig mit Hund und ich es mir so auch bei mir wünschen würde.
Meistens kommt sogar ein Danke. Zusammengeschissen fürs Klingeln wurde ich genau noch nie.

Grad auch wegen der 3 Spuren würde ich da nie und nimmer die Straße wählen, aber gut, muss ja jeder für sich entscheiden.
 
FrankenDoM schrieb:
Damit sage ich nicht, dass es nicht vorkommt, aber sicherlich nicht so kalkuliert, absichtlich und regelmäßig wie Du es hier hinstellen willst.
Einspruch!
Meine Erfahrung aus Berlin:
Ich bin einmal mit meinem Rad zur Uni gefahren und habe mir den Spaß gemacht und habe die vorsätzlichen Rotlichtverstöße meiner Weggefährten gezählt. Auf knapp 6 km und etwa. 20min Fahrtzeit kam ich auf 29!!! vorsätzliche Verstöße (und damit meine ich nicht die "ich habe die Ampel verschätzt und bin knapp bei rot rüber" Fraktion, sondern, die rot ist eine Farbe Fraktion). Manche haben gehalten und sind dann bei rot los. Als wenn die Regeln für sie nicht gelten. Der eine hat fast einen kapitalen Unfall verursacht, weil ein wendender Autofahrer nicht damit gerechnet hat dass, der Radler bei rot über die Kreuzung fährt und er ihn deshalb fast umgefahren hätte. Ich rede von Berliner Stadtverkehr. 6 spurige Straßen, 50m und größere Kreuzungen, und nicht etwa das kreuzen von unbelebten Straßen über eine Fußgängerampel o.ä.
In Berlin sind Radfahrer eine Seuche (und nein ich fahre Auto und Rad und kenne beide Perspektiven, bin also nicht voreingenommen). Berlin könnte seine Schulden binnen kürzester Zeit lösen, wenn sie ihre Polizei zu Fahrradkontrollen auf die Straße schicken und die Rechtsbrecher bestrafen würden. Stattdessen werden Radler behuddelt und betuddelt und dürfen sich alles erlauben.
Erst Montag war ich Zeuge, als eine Fußgängerin (ca. Rentenalter) bei grün über die gleiche Ampel ging wie ich und von einer Hardcoreradlerin fast umgefahren wurde. Die Fußgängerin konnte sich gerade noch mit einem beherzten Schritt retten und trotzdem haben sich beide berührt. Glaubst du die Radlerin hat angehalten? Irgendeine Reaktion gezeigt? Und das ist leider Alltag in Berlin und kein Ausnahmefall. Ich wurde selbst schon mehrfach auf dem Alexanderplatz fast über den Haufen gefahren, weil Radler wie die bescheuerten mit 25km/h plus auf dem Fußgängerbereich durch die Fußgänger schlängeln. 30 m neben der Polizeistation.
Radfahrer dürften da gar nicht sein. Ich bin schon als 42 Jähriger bald soweit, demnächst meinen Regenschirm einzusetzen, wenn mir einer zu nahe kommt. Das Gleiche mit den unsäglichen escooterfahrern, die sich daraus noch einen Spaß machen, knapp an Fußgängern vorbeizuheizen (trotz Fahrverbot auf Fußgängerwegen).
Die Bußgelder für Radfahrer sollten deutlich erhöht werden. Ich weiß nicht, warum die nicht genauso behandelt werden sollten wie Autofahrer. Wenn sie mal 200 Eur für die Rotfahrt bezahlen mussten, bessert sich das vielleicht auch endlich mal.
 
FrankenDoM schrieb:
Aber bewusst gegen Regeln verstoßen, also mit Vorsatz, tue ich nicht. Damit sage ich nicht, dass es nicht vorkommt, aber sicherlich nicht so kalkuliert, absichtlich und regelmäßig wie Du es hier hinstellen willst.
Falls der Eindruck entstanden sein sollte, dass so etwas an vielen Stellen oder häufig passiert, ist zumindest meine Auffassung, dass es nicht so häufig ist. Ich bekomme es oft genug mit, dass Autofahrer Radfahrer auf einen vermeintlichen Radweg verweisen wollen. Oftmals ist das aber gar kein Radweg oder eben nur ein Weg für Radfahrer frei.
Die gezeigte Problemstelle ist eine wahrliche Problemstelle von denen einige in Deutschland existieren und auch hier ist mein Gefühl, dass Städte daran im Sinne der Verkehrswende etwas ändern möchten. Deswegen gehe ich davon aus, dass das blaue Schild dort in Zukunft verschwunden sein wird.
Ich kenne hardcore Radfahrer, bei denen Schüttle ich auch den Kopf. Die fahren wesentlich offensiver (früherer "Reißverschluss", wenn Radweg und Straße zusammengeführt werden, weil "die Autos nie auf einen Rücksicht nehmen und da einfach durchballern", deutlich weiter mittig auf Spur, damit Autos auch bloß nicht auf die Idee kommen innerhalb derselben Spur zu überholen usw.).

Ich bin eigentlich recht froh über die Änderungen am städtischen Verkehr, so dass man mit dem Rad wesentlich bequemer und ungehinderter ans Ziel kommt. Ich fahre ohnehin sehr selten mit dem Auto durch die eigene Stadt. Schon alleine, weil im Gesamten die Reisezeit sehr ähnlich sind und die Kosten pro Fahrt noch dazukommen.

Klingeln funktioniert meistens. Nach dem 3. Mal reagieren Fußgänger dann auch oftmals. :)

Bei mehrspurigen Straßen ist mir das auch unangenehm, wenn ich weiß, dass rechts von mir Autos herfahren. Das passiert üblicherweise beim Linksabbiegen. Ich wüsste aber auch nicht so recht, wie ich sonst im fließenden Verkehr links abbiegen sollte.

@Smartin Ich glaube, Du erzählst da eine Geschichte, die begründet, warum Fahrradfahrer oftmals so verhasst sind. Rotlichtverstöße eines Fahrradfahrers können meines Wissens übrigens auch den Führerschein kosten. Aber ich stimme Dir zu, dass man da ruhig mal durchgreifen dürfte.
 
Penman schrieb:
Rotlichtverstöße eines Fahrradfahrers können meines Wissens übrigens auch den Führerschein kosten
das schon, aber nur, wenn man einen hat. Und das finde ich schon wieder schwierig und ungerecht. Da sollten alle gleich hart bestraft werden, und nicht radfahrende Autofahrer härter. Das ist diskriminierend und ungerecht. Aber klar, oft ist es eher ein Verfolgungsproblem. Deswegen sage ich ja, sollte sich die Polizei gezielt dem widmen.

Ich wäre eher für fette Geldbußen. Da trifft man die Leute am ehesten. Insbesondere was vorsätzliche Verstöße betrifft. Es kann immer mal passieren, dass man was übersieht, sich verschätzt o.ä.. Aber bewusst bei rot losfahren, ist ein gänzlich anderes Kaliber.
Noch was anderes:
Auch bei Geschwindigkeitsüberschreitungen gibt es Unterschiede. Ein Autofahrer kann schnell mal 10 km/h zu schnell sein, etwas zu viel Gas und schwubs, ist das passiert. Aber mit 90 durch die Stadt passiert nicht mal eben versehentlich (Ausnahme: Stadt-Autobahn wird zu 50er zone und man übersieht, das Ortseingangsschild). Auch mit 50 in der 30er Zone kann passieren, wenn man das Schild übersieht.
Ich denke eher, dass die Strafen exponentiell steigen müssten. Einer der 10 oder 20 zu viel fährt, das kann passieren. Je krasser aber das Plus ist, und umso unwahrscheinlicher das Szenarium ist (wo darf man überhaupt 90 in der Stadt fahren), umso weniger kann es versehentlich passieren, und umso höher sollten die Strafen sein.
Man muss da m.E. mehr auf die Umstände des Verstoßes abstellen und nicht allein auf die Zahl des Verstoßes/der Geschwindigkeitsüberschreitung.
 
Das Problem ist doch, dass man aufgrund des fehlenden Kennzeichens als Radfahrer automatisch, wenn auch unterbewusst, dazu verleitet wird, sich nicht komplett konform zu verhalten. Ich erwische mich ja selbst immer wieder dabei. Die Wahrscheinlichkeit, dass man Konsequenzen tragen muss ist halt nahezu null. Und das bleibt immer im Hinterkopf. Und wenn es Konsequenzen gibt, dann in der Regel nicht von der Polizei, sondern in Form von Schmerzen :(
 
Moep89 schrieb:
Wenn es danach ginge, würden in sämtlichen Einbahnstraßen alle Autos in jede Richtung fahren.
Na dann erklär mir bitte mal wie man auf so einen Radweg von der Straße aus draufkommt wenn man die Auffahrt verpasst hat?
DekWizArt schrieb:
Na erzähl das mal als Autofahrer der nächsten Streife.
Was interessieren mich Autoreifen? War doch überhaupt nicht das Thema. Profiltiefe bei Radreifen spielt eine untergeordnete Rolle auf normalen (freien) Straßen, Radwegen und dergleichen. Das was meine momentanen Reifen an Profil haben ist lächerlich wenig ab Werk. Auch Feldweg oder Kiesweg sind kein Problem, die decken also quasi alle (innerstädtischen) Bedingungen ab. 😉
Im Winter nutze ich Winterreifen, dann ist Glatteis auch kein Thema. Für tieferen Schnee brauchts dann erst wieder mehr Profil.
 
SE. schrieb:
Na dann erklär mir bitte mal wie man auf so einen Radweg von der Straße aus draufkommt wenn man die Auffahrt verpasst hat?
An der nächsten? Fährst du mit dem Auto auch durch die Leitplanken auf der BAB wenn du die Auffahrt verpasst hast?

Wo steht bitte geschrieben, dass man auf dem Rad gefälligst immer und überall den direkten Weg bzw. Luftlinie fahren können muss? Geht bei allen anderen Fahrzeugen auch nicht. Aber für Radler ist es anscheinend unzumutbar wenn sie nicht völlig ohne Umwege überall fahren können, oder wie?

Aber genau deshalb fahren wahrscheinlich auch fast alle immer wieder entgegen der Fahrtrichtung herum. Man will ja da links hin, wieso sollte man dann rechts fahren und nochmal quer? Einfach gegen die Fahrtrichtung ist doch viel bequemer. Sollten all die anderen Verkehrsteilnehme und Fahrzeuge auch einfach machen. Auffahrten, Fahrtrichtungen? Brauch doch kein Mensch, einfach quer drauf los wie es grad passt. :rolleyes:
 
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Smartin schrieb:
das schon, aber nur, wenn man einen hat. Und das finde ich schon wieder schwierig und ungerecht. Da sollten alle gleich hart bestraft werden, und nicht radfahrende Autofahrer härter. Das ist diskriminierend und ungerecht. Aber klar, oft ist es eher ein Verfolgungsproblem. Deswegen sage ich ja, sollte sich die Polizei gezielt dem widmen.
Ich bin da auch zwiegespalten. Prinzipiell sagt der Führerschein ja aus, dass Du weißt, wie Du Dich im Verkehr zu verhalten hast. Prinzipiell ist es nicht falsch darauf zu schließen, dass jemand, der sich schon unmotorisiert grobe Fahrfehler begeht, nicht dazu geeignet ist, ein Kraftfahrzeug zu führen. Damit ist die zurückgelegte Strecke und daraus resultierende Gefahr deutlich höher.
Aber das hängt auch wieder mit der Forderung zusammen, dass man auch Fahrradfahrern einen Führerschein aufzwingen will. So ganz falsch ist das ja nicht, da mitunter Vorfahrtsregeln genauso für Radfahrer gelten wie für Autos und die klassischen wer-fährt-zuerst Fragen durchaus auch Radfahrer betreffen.

Smartin schrieb:
Ich wäre eher für fette Geldbußen. Da trifft man die Leute am ehesten. Insbesondere was vorsätzliche Verstöße betrifft. Es kann immer mal passieren, dass man was übersieht, sich verschätzt o.ä.. Aber bewusst bei rot losfahren, ist ein gänzlich anderes Kaliber.
Ich weiß nicht, ob der Bußgeldkatalog für Radfahrer und Fußgänger anders ausschaut, aber 90 Euro und ein Punkt, wenn man das bei einer "freien" Kreuzung gemacht hat… da tut der Punkt schon sehr weh. Und das gilt nur bei einer Ampel, die gerade rot worden ist. 200 Euro + 2 Punkte + 1 Monat Fahrverbot für echtes Rotfahren und 320 Euro bei Gefährdung tun schon eher weh. Vor allem 2 Punkte bringen selbst den reichsten Menschen in eine gewisse Bedrängnis.

Smartin schrieb:
Noch was anderes:
Auch bei Geschwindigkeitsüberschreitungen gibt es Unterschiede. Ein Autofahrer kann schnell mal 10 km/h zu schnell sein, etwas zu viel Gas und schwubs, ist das passiert. Aber mit 90 durch die Stadt passiert nicht mal eben versehentlich (Ausnahme: Stadt-Autobahn wird zu 50er zone und man übersieht, das Ortseingangsschild). Auch mit 50 in der 30er Zone kann passieren, wenn man das Schild übersieht.
Kenn ich beides. Gerade die kleineren Dörfer haben gerne mal (mobile) Blitzer dort stehen. Gemein, aber absolut nötig.
30er Schild übersehen kann passieren. Gerade, wenn die Straße den Eindruck erweckt, dass es eine ganz "normale" Straße ist.

Smartin schrieb:
Ich denke eher, dass die Strafen exponentiell steigen müssten. Einer der 10 oder 20 zu viel fährt, das kann passieren. Je krasser aber das Plus ist, und umso unwahrscheinlicher das Szenarium ist (wo darf man überhaupt 90 in der Stadt fahren), umso weniger kann es versehentlich passieren, und umso höher sollten die Strafen sein.
Sie steigen exponentiell. Nach neuem Bußgeldkatalog wird es ab 20 km/h durchaus happig. Gerade weil die Bepunktung auch wieder anfängt. Klar kann man wieder wieder 100 in eine 70er Zone außerorts rauschen. Gerade diese kurzen Stücke mit Einmündungen sind gemeine Stellen.
Innerorts mit 90 kostet dich 260-400 Euro + 2 Punkte + 1 Monat Fahrverbot. Sollte man sich auch gut überlegen.

Smartin schrieb:
Man muss da m.E. mehr auf die Umstände des Verstoßes abstellen und nicht allein auf die Zahl des Verstoßes/der Geschwindigkeitsüberschreitung.
Ist wahrscheinlich schwierig umzusetzen. Normalerweise haben Geschwindigkeitsbegrenzungen einen guten Grund, wie eine scharfe Kurve, Kindergärten, Schulen, viel Fußverkehr, Einmündungen usw. Vor Ampeln wird eigentlich immer auf 70 km/h reduziert. Ist vermutlich auch eine gesetzliche Fügung.
Andererseits habe ich im Sauerland schon strecken gesehen, da traue ich mich kaum so schnell wie erlaubt zu fahren.
 
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Penman schrieb:
Ich bin da auch zwiegespalten. Prinzipiell sagt der Führerschein ja aus, dass Du weißt, wie Du Dich im Verkehr zu verhalten hast.
Das schon. Auf der anderen Seite würde das bedeuten, wenn man keinen Führerschein hat, ist man auch nicht befähigt, am Verkehr teilzunehmen (wo wir wieder beider Führerscheinpflicht für Radfahrer wären). So völlig verkehrt fände ich das aber auch gar nicht. Ich habe nicht selten den Eindruck, dass manche Radfahrer nicht mal die Vorfahrtsregeln beherrschen, was natürlich mal gar nicht geht.
Ggf. wäre es eine Option, die Geldbuße und Führerscheinentzug variabel zu gestalten. Droht ein FS-Entzug, hat der mit FS die Wahl, den FS abzugeben oder eine höhere Buße zu zahlen. Der ohne FS zahlt die höhere Buße. So hätte man Gerechtigkeit, zumal ein FS-Entzug manchmal auch eine extrem harte Strafe bis hin zu Jobverlust etc. sein kann. Das will ja eigentlich auch keiner. Da sollte dann die Möglichkeit bestehen, dass mit höherer Buße auszugleichen.
Penman schrieb:
Ich weiß nicht, ob der Bußgeldkatalog für Radfahrer und Fußgänger anders ausschaut, aber 90 Euro und ein Punkt, wenn man das bei einer "freien" Kreuzung gemacht hat… da tut der Punkt schon sehr weh. Und das gilt nur bei einer Ampel, die gerade rot worden ist. 200 Euro + 2 Punkte + 1 Monat Fahrverbot für echtes Rotfahren und 320 Euro bei Gefährdung tun schon eher weh. Vor allem 2 Punkte bringen selbst den reichsten Menschen in eine gewisse Bedrängnis.
Ja gibt deutliche Unterschiede Rotlichtverstoß bei Radfahrer ist nur 60 Eur, mit Gefährdung 100
https://www.adfc.de/artikel/bussgeldkatalog-fuer-radfahrende
Der Witz ist "mit Unfall" 120 Eur. Das sollte doch mal gleich mindestens das Doppelte sein.
Auch bei den anderen Verstößen, führt die Unfallfolge nur zu marginalen Erhöhungen. Einen qualifizierten Verstoß gibt es nicht mal. Es wurde zwar vielen schon erhöht, ich finde aber trotzdem viele Bußen zu gering.
Letztlich kann man aber Mondsummen verlangen, wenn man eh nichts durchsetzt und verfolgt, ist die Summe auch egal. Schreckt aber vielleicht etwas mehr ab.
Aber wahrscheinlich würden selbst 60 Euro wirken, zumindest etwas wehtun, wenn man sie echt auch mal zahlen müsste.

Penman schrieb:
Kenn ich beides. Gerade die kleineren Dörfer haben gerne mal (mobile) Blitzer dort stehen. Gemein, aber absolut nötig.
30er Schild übersehen kann passieren. Gerade, wenn die Straße den Eindruck erweckt, dass es eine ganz "normale" Straße ist.
Manches ist echt pure Abzocke. Da fragt man sich bei aller Toleranz was das soll. Da führen die 30er Beschränkungen überhaupt erst zu Chaos und Stau. Und manche Sachen sind echt unterirdisch. Hatte in meinem Urlaub in Freiburg ein 30er Schild und 1m dahinter einen Blitzer. Ist m.E. gar nicht zu lässig.
Penman schrieb:
Innerorts mit 90 kostet dich 260-400 Euro + 2 Punkte + 1 Monat Fahrverbot. Sollte man sich auch gut überlegen.
Das tut dann schon weh.
Penman schrieb:
Ist wahrscheinlich schwierig umzusetzen. Normalerweise haben Geschwindigkeitsbegrenzungen einen guten Grund, wie eine scharfe Kurve, Kindergärten, Schulen, viel Fußverkehr, Einmündungen usw.
Ja das wäre aber eigentlich ganz gut, denn selbst wenn 2 Verstöße abstrakt identisch sind (gleiche Geschwindigkeitsüberschreitung), haben sie nicht zwingend die gleiche negative Energie (z.B. Verstoß einmal am Tag bei voller Straße und einmal in der Nacht bei leerer Straße; oder Verstoß, einmal zu einer Zeit, wo Kinder bei der Schule über die Straße laufen können, und einmal nicht (Ferienzeit z.B.) Selbst wenn Zeit und Tag identisch sind, ist die Gefährdung unterschiedlich.).
Penman schrieb:
Andererseits habe ich im Sauerland schon strecken gesehen, da traue ich mich kaum so schnell wie erlaubt zu fahren.
Hatte ich teilweise auch. In manchen Orten dachte, hier würde ich nicht mal mit 50 oder 60 langfahren, eher mit 30. Das war aber eher in Österreich :D
 
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Moep89 schrieb:
Aber für Radler ist es anscheinend unzumutbar wenn sie nicht völlig ohne Umwege überall fahren können, oder wie?
Radwege in der dort abgebildeten Form sind gefährlich für die Nutzenden und eine Fehlplanung. Das ist alles was ich sage.
 
SE. schrieb:
Radwege in der dort abgebildeten Form sind gefährlich für die Nutzenden und eine Fehlplanung. Das ist alles was ich sage.
Du hast eher impliziert, dass es unbequem ist, dort an jeder beliebigen Stelle direkt draufzufahren. Das hat mit Gefahr nichts zu tun, sondern mit Bequemlichkeit. In den meisten Fällen enden Radwege nicht mittendrin fernab jeder Einmündung, Kreuzung etc. Wenn man einmal im Wegenetz ist, kommt man auch nicht ganz plötzlich wieder raus (einige, wenige ganz blöde Ausnahmen mal außen vor gelassen). Das beinhaltet aber eben auch das Einhalten der Regeln bzgl. der Fahrwege und Fahrtrichtungen sowie das korrekte Verhalten bei Lichtzeichenanlagen. Aber was ich hier in der Großstadt fast durchweg sehe ist das Gegenteil. Ständiges Wechseln zwischen Radweg, Gehweg und Fahrbahn, je nachdem wo es grad passt mit dem Fahren. Ampel rot? Ab auf den Gehweg! Man will Abbiegen? Gehweg -> Zebrastreifen -> Fahrbahn usw. Für jeden braven Radfahrer, der auf dem Radweg fährt UND an der roten Ampel wartet, kommt mindestens einer angeschossen und knallt in voller Fahrt über den Gehweg und dann z.B. weiter über Zebrastreifen oder Fußgängerüberweg an der Ampel. Dann das ganze irgendwie wieder zurück und weiter geht's ohne auch nur zu bremsen.

Es gibt einigen Nachholbedarf bei den Verkehrswegen (nicht nur für Radfahrer), aber selbst wenn überall beidseitig durchgehende Radwege und -streifen vorhanden sind, fahren die meisten absolut nicht regelkonform. Dauert einfach zu lange und man wird ja eh nie erwischt.
 
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Gestern auf dem Weg von München nach Hause spät am Abend mal wieder festgestellt: Das Problem sind nicht die Leute auf der linken Spur, sondern die Mittelspurschleicher bei leerer rechter Fahrbahn, welche auf der linken Spur gefährliche Situationen befeuern.

Die Strafen sollten entsprechend für Mittelspurschleicher massiv sein.

Dass das nicht angegangen wird zeigt mir, dass es gar nicht um die Vermeidung von Unfällen und Verletzten geht.
 
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@Idon oder die, die grundsätzlich bei Auffahrten auf die Linke oder Mittlere Spur ziehen und so gefährliche Manöver provozieren.
 
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Idon schrieb:
Gestern auf dem Weg von München nach Hause spät am Abend mal wieder festgestellt: Das Problem sind nicht die Leute auf der linken Spur, sondern die Mittelspurschleicher bei leerer rechter Fahrbahn, welche auf der linken Spur gefährliche Situationen befeuern.
Stimme ich vollkommen zu. Da ich rechts nicht mit 130 km/h an einem mit 100 km/h fahrenden Mittelspurschleicher vorbeifahren darf - und auch sollte, weil wer erwartet schon, dass er rechts überholt wird - muss ich einen doppelten Spurwechsel fahren und damit ggfs. den schnelleren Verkehr auf der linken Spur ausbremsen. Es kommt einer wandelnden Fahrbahnverengung gleich.
foo_1337 schrieb:
@Idon oder die, die grundsätzlich bei Auffahrten auf die Linke oder Mittlere Spur ziehen und so gefährliche Manöver provozieren.
Wenn sie "Platz" machen, damit das einfädeln besser von statten geht, finde ich das in Ordnung. Aber grundsätzlich sollte man das nur tun, wenn man die Situation überblickt. Wenn von hinten gerade jemand mit 180+ angerauscht kommt, würde ich einen Teufel tun, um Platz zu machen. Im Zweifel lasst es das Problem des Auffahrenden sein, wie er sich einsortiert. Vielleicht lernen sie dann mal, dass man das Gas Pedal auch durchtreten kann und nicht mit 50 km/h einfädelt. Das darf man ruhig auch mit einem Bußgeld belegen.
 
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Idon schrieb:
Gestern auf dem Weg von München nach Hause spät am Abend mal wieder festgestellt: Das Problem sind nicht die Leute auf der linken Spur, sondern die Mittelspurschleicher bei leerer rechter Fahrbahn, welche auf der linken Spur gefährliche Situationen befeuern.

Die Strafen sollten entsprechend für Mittelspurschleicher massiv sein.

Dass das nicht angegangen wird zeigt mir, dass es gar nicht um die Vermeidung von Unfällen und Verletzten geht.
Die Lösung hierfür ist ein Tempolimit auf 130, dann gibt es auch weniger gefährliche Situationen.
 
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