Neuer Bußgeldkatalog -> Zustimmung oder mehr Konfliktpotenzial?

@baXus1
Ich will berechnen: Anzahl der Unfälle die durch PKW-Fahrer verursacht werden/ Gesamtzahl der Unfälle ( mit PKW-Beteiligung) .
Es gilt da zwar ein Verursacher = 1 Unfall aber nicht ein Beteiligter = 1 Unfall. Sondern über 80% der von Autofahrern verursachten Unfälle sind keine Alleinunfälle sondern haben mindestens 2 Beteiligte.
Und die Differenz zwischen den Zahlen auf S.99 und S.48. bei bei den von PKW-Fahrern verursachten Unfällen kommt offenbar dadurch zustande, das auf S.99 Unfälle mit mehr als zwei Beteiligten nicht berücksichtigt werden. Das wären dann weitere 163103 - 146846 = 16257 von PKW-Fahren verschuldete Unfälle
Was dann die Verschuldensquote bei PKW Fahrern auf 162103/191455 = 84,6% erhöht
 
Relak schrieb:
Na wenn das so ist. Mir war nicht bewusst das Fahrräder dieser Preisklasse von allen Regeln ausgeschlossen sind.... Muss wohl am zu harten Sattel liegen
Ja, in den Bereichen sind auch so banale Dinge wie Rückstrahler und Beleuchtung allgemein unbeliebt. Das sind aber nicht nur die Rennradler, oft auch die MTBler, wovon ich zugegeben selbst einer bin.
Mein MTB hat standardmäßig nichts davon gehabt. Keinerlei Rückstrahler, Beleuchtung, Klingel. Ich habe dann zumindest eine Klingel nachgerüstet und zwei ansteckbare Lichter. Tatsächlich nicht verbaut habe ich die (mMn ultrahässlichen) Katzenaugen in den Speichen oder den Pedalen.
Da habe ich mir mal so kleine Reflektorstäbe für die Speichen gekauft, die ich dann jetzt in der Jahreszeit montiert hatte (Als ich noch regelmäßig damit in der Stadt unterwegs war).
Mittlerweile bewege ich mich nur noch Offroad, da sind die Reflektoren wg. Der Verschmutzungsgeschichte wieder rausgeflogen.
Zumindes aber Klingel ist geblieben. Ich habe im Wald auf Trails auch die Erfahrung gemacht, das Klingeln besser ist als rufen. Beim Klingeln wissen die allermeisten sofort, was kommt. Beim Rufen wird erstmal stehen geblieben und sich umgesehen. Könnte ja auch ein anderer Wanderer sein.

Was mich immer als Autofahrer in Rage bringt sind jene Radfahrer, die trotz sehr gut ausgebautem Fahrradweg (inkl. Grünstreifen dazwischen = Maximal sicherer für den Radfahrer) trotzdem lieber auf der vielbefahrenen Landstraße mit immer wieder uneinsehbaren Kurven fahren müssen. Warum macht man sowas? Wir reden hier ja nicht über unbebaute Feldwege mit tief ausgewaschenen Fahrspuren. Das sind neu geteerte Wege, ebenso gerade wie die Straße daneben. Da findet man es geiler, mit 1m Abstand von einem 40Tonner überholen zu lassen als mal für eine Familie mit Kind und Kinderwagen etwas zu bremsen? Sind manche Rennradler wirklich so Kilometergeil? Ich werds einfach nicht verstehen.
 
NoPCFreak schrieb:
Ich hab einen Mund zum Reden / Rufen / mich Bedanken und das effektiver als mit einer Klingel.
Aus meiner Erfahrung definitv nicht.
Wenn ich mit dem MTB bergab ankomme komme ist eine Klingel - als universell verstandenes Signal "Achtung hier kommt was"- deutlich nützlicher und die Leute machen deutlich schneller und früher Platz. Dann noch ein freundliches Danke im vorbeirollen und die Fahrt kann weiter gehen.
Daher hab ich mir ne Miniklingel nachgerüstet, die aber trotzdem halbwegs laut sein kann.
So ein Ding wiegt um die 20g und kostet Retail 5€.

NoPCFreak schrieb:
Außerdem gebe ich nicht 5 stellig für ein sub 5kg Rennrad aus, um mir dann eine hässliche Klingel ans Rad zu schrauben.
siehste, deswegen sollte sie beim Verkauf des Rads schon dran sein. Beratungsresistente wie du können (nicht dürfen, aber können) sie abschrauben aber es wäre an drastisch mehr Fahrrädern eine Klingel dran, die man dann auch benutzen würde.

Khaotik schrieb:
Was mich immer als Autofahrer in Rage bringt sind jene Radfahrer, die trotz sehr gut ausgebautem Fahrradweg (...) trotzdem lieber auf der vielbefahrenen Landstraße mit immer wieder uneinsehbaren Kurven fahren müssen. Warum macht man sowas?
Das sind die Rennradfahrer mit den Sub 5kg Bikes für 5-stellige Beträge, die sich für was besseres halten und auf dem Radweg auf langsamere keine Rücksicht nehmen wollen und auch keine Klingel am Bike haben um langsameren Radfahrern zu signalisieren dass man vorbei will. Die fahren dann auf der Landstraße und erwarten, dass alle anderen stärkeren/schnelleren Verkehrsteilnehmer Rücksicht auf sie nehmen, weil der Gesetzgeber das ja so vorsieht.
 
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Khaotik schrieb:
Was mich immer als Autofahrer in Rage bringt sind jene Radfahrer, die trotz sehr gut ausgebautem Fahrradweg (inkl. Grünstreifen dazwischen = Maximal sicherer für den Radfahrer)
Und du vergisst mal wieder eine Gesamtbetrachtung. An der nächsten Kreuzung ist das Unfallrisiko für Radfahrer auf einem Radweg sehr viel höher als auf de Fahrbahn. So das insgesamt das Unfallrisiko für radwegbenutzende Radfahrer höher ist als für Fahrbahnnutzer.
 
Solche Rennradfahrer sehe ich auf meinem Arbeitsweg auch regelmäßig auf einer zweispurigen Bundesstraße, auf der 100 km/h erlaubt sind. Diese Straße ist nur eine Ortsumgehung - die eigentliche Ortsdurchfahrt ist sogar einige Hundert Meter kürzer. Bürgersteig oder Radweg gibt es natürlich nicht.
Mit gleicher charakterlicher Eignung, am Straßenverkehr teilzunehmen, wie solche Radfahrer, würde ich wohlmöglich mit möglichst geringem Abstand, mit 110-120 km/h und laut hupend an ihnen vorbeidonnern. Aber zum Glück scheint es noch genug Verkehrsteilnehmer zu geben, die für andere mitdenken.
 
Khaotik schrieb:
Warum macht man sowas?
Kann ich dir sagen. Weils manchmal nicht anders geht ohne größere Umwege wenn man Strecke machen will, zumindest bei radwandern. Genauso wie die Autofahrer will ich einfach nur von A nach B, zumindest auf den Strecken auf denen ich bisher unterwegs war waren(sind?) begleitende Radwege sehr sehr selten.

Dafür gibts umso mehr Autofahrer in Rage die ihr Geschoss wie Waffen einsetzen, aus meiner Perspektive ist es dann auch eher ungeil ohne fairen Mindestabstand überholt zu werden. Ich fahr nicht gerne dort und mich kotzen Karin und Ronny wirklich an die sich mal so richtig ausleben wollen, bei der nächstmöglichen Gelegenheit fahr ich schon zur Seite sobald sich hinter mir ein Stau bilden sollte. Geht halt nicht überall. Und ja, ich fahr möglichst mittig in der Spur um nicht in den Graben abgedrängt zu werden. Wenige Kilometer Landstraße sind für mich als Radfahrer schlimmer als ein Jahr Stadtverkehr zusammen.

Insofern, die Bussgelder dürften ruhig wesentlich höher sein – Faktor zehn wäre ein Anfang. Selbstverständlich aus Gründen der Gleichberechtigung auch für Radfahrende in der Stadt, bei manchen (Gehwegfahrer, „noch kurz über die rote Ampel“-Idioten, etc.) könnte meinetwegen auch gern das Gefährt direkt eingezogen werden.
 
SE. schrieb:
Kann ich dir sagen. Weils manchmal nicht anders geht ohne größere Umwege wenn man Strecke machen will, zumindest bei radwandern
Ja, wenn kein Radweg vorhanden ist – wo sollen die sonst auch fahren. Übertrieben gesagt: Wenn ich von Nürnberg nach München will fahr ich auch nicht über Passau nur weil da der Fahrradweg läuft.

Mir geht’s aber um die Fälle, bei denen PARALLEL zur Straße der Radweg verläuft. In ausgezeichnetem Zustand. Geteert, breit, nicht ständig zugeparkt etc.
Warum muss ich hier dann auf der Straße fahren? Der Umweg ist genau 0 Meter, das Gefahrenpotential ist zigfach höher.

Da kann ich schlicht jeden Autofahrer verstehen, den hier die Wut packt. Der Radfahrer müsste ja sogar dort fahren wenn es das blaue Gebotsschild anzeigt.
Dann geht’s dabei noch schön Berg auf, der Radler schafft keine 20kmh mehr und beschwert sich dann, dass er riskant überholt wird? Sorry, aber auch bei aller Rücksichtnahme ist der gute Radler schon zu mindestens 50% selbst schuld, wenn hier was passiert. Wiegesagt – nur auf Straßen, wo der Radweg sowieso Straßenbegleitend verläuft.
RADwege werden ja nicht aus Spaß gebaut damit Mütter ihre Kinderwägen leichter schieben können.

BTW: Die besten sind dann noch die, die dann auch noch nebeneinander fahren und schön die ganze Spur bis zur Mitte brauchen. Will soll man hier beim überholen denn dann noch den geforderten Abstand halten? Dann muss ich die Straßenbegrenzungspofsten schon mittig mit dem Kühler anpeilen dass das was wird….

SE. schrieb:
elbstverständlich aus Gründen der Gleichberechtigung auch für Radfahrende in der Stadt
Ich habe mal deinen Satz korrigiert. Für Fahrradfahrer allgemein.
Gebotsschild für Fahrradwegnutzung missachtet: Wird das aktuell überhaupt bestraft? Soweit ich sehe nein. Lediglich wenn du mit Auto auf Fahrradweg fährst kostet das satte 10€. Wow.
 
Khaotik schrieb:
BTW: Die besten sind dann noch die, die dann auch noch nebeneinander fahren und schön die ganze Spur bis zur Mitte brauchen. Will soll man hier beim überholen denn dann noch den geforderten Abstand halten?
Für Autofahrer ist es übrigens selbstverständlich ganz normal Platz für zwei Personen nebeneinander auf der Strasse zu beanspruchen. Auch dann wenn nur eine Person zu transportieren ist.
 
Khaotik schrieb:
Mir geht’s aber um die Fälle, bei denen PARALLEL zur Straße der Radweg verläuft. In ausgezeichnetem Zustand. Geteert, breit, nicht ständig zugeparkt etc.
Kenn ich nicht, würde ich aber nutzen, sollte sich das hier im Osten der Republik jemals durchsetzen.
Khaotik schrieb:
Da kann ich schlicht jeden Autofahrer verstehen, den hier die Wut packt.
Ich nicht. Warum ist man denn auf andere Verkehrsteilnehmer wütend? Bist du dermaßen unter permanenten Zeitdruck um nicht mal wenige Minuten hinter einem langsameren Gefährt hinterherfahren zu können? So viele Radfahrer sind auf Landstraßen nun auch nicht unterwegs.

Bei den wenigen fahrbahnbegleitenden Radwege die ich jemals sah gab es mehrere Probleme die mich von der (dauerhaften) Nutzung abgehalten haben. Müll und Unrat, aufgebrochene Decke durch Wurzeln, plötzliche Seitenwechsel oder unvermitteltes Ende des Radweges sind die üblichen.
Khaotik schrieb:
Dann geht’s dabei noch schön Berg auf, der Radler schafft keine 20kmh mehr und beschwert sich dann, dass er riskant überholt wird? Sorry, aber auch bei aller Rücksichtnahme ist der gute Radler schon zu mindestens 50% selbst schuld, wenn hier was passiert.
Überholst du andere Autos auch so? Generell musst du doch ohnehin die Spur wechseln beim Überholvorgang?
Nee, der Radler ist nicht selbst Schuld sondern derjenige der ein motorisiertes Fahrzeug führt obwohl dafür die kognitive Leistungsfähigkeit offensichtlich nicht (mehr) reicht. Regelmäßige Fahreignungsprüfungen wären vielleicht doch ganz sinnvoll.
Khaotik schrieb:
BTW: Die besten sind dann noch die, die dann auch noch nebeneinander fahren und schön die ganze Spur bis zur Mitte brauchen.
Die sind auch zu zweit nicht breiter als ein durchschnittliches Auto.
Khaotik schrieb:
Ich habe mal deinen Satz korrigiert.
Yup, passt auch so.

BTW; bei der Radwegebenutzungs*pflicht* gibt es verschiedene Ausnahmen. Radrennfahrer dürfen in Gruppen auch auf der Straße fahren, als Beispiel.

Im europäischen Ausland ist mir Aggression durch Autofahrer gegenüber Radfahrern nie in dem Ausmaß untergekommen wie in D, keine Ahnung warum.
 
mkossmann schrieb:
Für Autofahrer ist es übrigens selbstverständlich ganz normal Platz für zwei Personen nebeneinander auf der Strasse zu beanspruchen. Auch dann wenn nur eine Person zu transportieren ist.

Was wohl der Bauform geschuldet ist.. allerdings darf ein Auto auch nicht einfach auf dem Radweg fahren..
 
mkossmann schrieb:
Für Autofahrer ist es übrigens selbstverständlich ganz normal Platz für zwei Personen nebeneinander auf der Strasse zu beanspruchen. Auch dann wenn nur eine Person zu transportieren ist.

Und es würde sich jeder, zurecht, über einen Autofahrer beschweren, der mit flotter Schrittgeschwindigkeit eine Straße entlangschleicht.

Wenn Radfahrer, die sich quatschender weise ein stehendes Rennen liefern stattdessen normal im Verkehr mitschwimmen würden dann würde sich darüber auch kein Autofahrer beschweren. Es ist die grundlegende Kombination aus Platzbedarf sowie Behinderung des Verkehrs, ungeachtet des Fortbewegungsmittels. Autofahrer, die illegal in zweiter Reihe zum Ausladen parken oder gar den kompletten Verkehr aufhalten um Donuts zu machen sind ebenfalls, zurecht, verhasst.
 
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h00bi schrieb:
Aus meiner Erfahrung definitv nicht.
Wenn ich mit dem MTB bergab ankomme komme ist eine Klingel - als universell verstandenes Signal "Achtung hier kommt was"- deutlich nützlicher und die Leute machen deutlich schneller und früher Platz. Dann noch ein freundliches Danke im vorbeirollen und die Fahrt kann weiter gehen.
Daher hab ich mir ne Miniklingel nachgerüstet, die aber trotzdem halbwegs laut sein kann.
So ein Ding wiegt um die 20g und kostet Retail 5€.

Tja, und ich bremse halt entsprechend runter, wenn ich mich gefährlichen Situationen nähere und mache verbal auf mich aufmerksam, anstatt einfach zu klingeln und mit voller Geschwindigkeit knapp vorbeizuziehen (ist übrigens ein ähnliches Niveau wie bei dir weiter unten). Ist jetzt halt die Frage wer besser agiert. Der ohne Klingel, der aber seine Geschwindigkeit anpasst. Oder der, der meint, dass eine Klingel automatisch von den restlichen Pflichten entbindet. Analog dem Autofahren auf der Autobahn, wenn du von hinten angeschossen kommst und der von rechts blinkt und zieht direkt rüber. Weil, er hat ja geblinkt.

siehste, deswegen sollte sie beim Verkauf des Rads schon dran sein. Beratungsresistente wie du können (nicht dürfen, aber können) sie abschrauben aber es wäre an drastisch mehr Fahrrädern eine Klingel dran, die man dann auch benutzen würde.

Beratungsresistente wie ich bauen ihr Rad komplett selbst aus Einzelteilen auf und fahren nichts von der Stange, da bringt dir das dann eher weniger was. ;)

Das sind die Rennradfahrer mit den Sub 5kg Bikes für 5-stellige Beträge, die sich für was besseres halten und auf dem Radweg auf langsamere keine Rücksicht nehmen wollen und auch keine Klingel am Bike haben um langsameren Radfahrern zu signalisieren dass man vorbei will. Die fahren dann auf der Landstraße und erwarten, dass alle anderen stärkeren/schnelleren Verkehrsteilnehmer Rücksicht auf sie nehmen, weil der Gesetzgeber das ja so vorsieht.
Schön, dass du das auf mich beziehst, wusste gar nicht, dass wir uns persönlich kennen. Alleine aus Eigenschutz fahre ich hier eher auf verlasseneren Straßen oder eben Radwegen bzw. Feldwegen. Mir würde im Traum nicht einfallen auf irgendwelchen Hauptverkehrsstraßen oder unnötig lange in der Stadt herumzufahren. Ich würde mich sogar als ziemlich rücksichtsvollen Radfahrer sehen, der einfach keine Klingel an seinen Rennrädern hat. Wusste nicht, dass mich das unter Generalverdacht für alles mögliche stellt. :D

Und ich stimme euch ja wie in meinem ersten Beitrag allg. zu, es gibt auch gerade bei den Rennradfahrern oder MTB-Leuten im Wald viel zu viele Idioten, die machen was sie wollen und auf niemand Rücksicht nehmen. Ich bin halt der, der ohne Klingel alle Leute massiv gefährdet. Licht und Co. hab ich übrigens tagsüber auch nicht dran, nur im Training in der Nacht bzw. Dämmerung leuchte ich wie ein Weihnachtsbaum mit Warnweste, Reflektoren und gutem, zugelassenem Licht.

Damien White schrieb:
Und es würde sich jeder, zurecht, über einen Autofahrer beschweren, der mit flotter Schrittgeschwindigkeit eine Straße entlangschleicht.

Du wohnst nicht auf dem Land oder? Schon mal hinter einem Traktor, Roller oder 25/45 km/h (oder wie viel auch immer die fahren dürfen) Auto hergefahren? Übrigens ist es laut Gesetz sogar erlaubt, zu zweit nebeneinander zu fahren, solange man niemanden behindert. Behinderung ist dabei übrigens nicht, dass ein Auto einmalig kurz seine Geschwindigkeit verringern muss.
 
Ist jetzt halt die Frage wer besser agiert. Der ohne Klingel, der aber seine Geschwindigkeit anpasst. Oder der, der meint, dass eine Klingel automatisch von den restlichen Pflichten entbindet.

Der mit Klingel, der angepasst fährt.

Du tust gerade so als wäre der Blödsinn, den du hier erzählst alternativlos und benennst als "Alternative" die schlechteste Option, die du dir ausdenken kannst.

Wie man so unfähig sein kann ein nicht STVO konformes Fahrrad zu verteidigen und gleichzeitig überheblich genug um zu sagen "Meine Methode ist mehr als ausreichend" ist mir ein Rätsel.

Ich bin mir auch nach deinen Beiträgen hier ziemlich sicher, dass das, was du als "angepasste Fahrweise" bezeichnest und wie Passanten, an denen du vorbei "fährst", dies einschätzen grundsätzlich anders ist.
 
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SE. schrieb:
Ich nicht. Warum ist man denn auf andere Verkehrsteilnehmer wütend? Bist du dermaßen unter permanenten Zeitdruck um nicht mal wenige Minuten hinter einem langsameren Gefährt hinterherfahren zu können? So viele Radfahrer sind auf Landstraßen nun auch nicht unterwegs.
Nochmal: Es geht um die Situationen, wenn ein klar erkennbarer und gut ausgebauter Fahrradweg DIREKT (Das sind keine 10m daneben) neben der normalen Fahrbahn entlangführt.
Nicht um Randomsituationen auf Straßen, auf denen sowas nicht existiert (die natürlich >95% des Gesamtanteils ausmachen).
SE. schrieb:
Nee, der Radler ist nicht selbst Schuld sondern derjenige der ein motorisiertes Fahrzeug führt
Sehe ich eben anders wenn es eine wesentlich sicherere Alternative für den Radfahrer gibt die er aber aus welchen Gründen auch immer nicht nutzen möchte.
Radewege werden eben gerade da gebaut, wo die Straßen stärker frequentiert sind bzw. ein möglicherweise erhöhter Radlerverkehr vorhanden ist.
Für mich trifft hier den Radfahrer eben auch eine Mitschuld. Ich habe nie davon gesprochen, dass der KFZ-Führer dann frei von Schuld wäre.
SE. schrieb:
Die sind auch zu zweit nicht breiter als ein durchschnittliches Auto.
Ja, aber zu Radfahren muss ich von Gesetzeswegen her ja mittlerweile 1,5m Abstand halten.
Beim Überholen eines Autos muss ich nur einen "ausreichenden" Abstand einhalten. Da kann man jetzt natürlich definieren wie man will. Fahren also zwei Radfahrer nebeneinander und sind somit etwa so breit wie ein Auto, dann kann ich diese aus rechtlicher Sicht garnicht überholen weil ich soviel Platz garnicht lassen kann! Bei einem Auto, welches ich überhole, ist der Seitenabstand aber Ermessenssache, da auch der andere Fahrer bei versehentlichem Kontakt nicht oder kaum verletzt wird (wenn daraus nicht ein viel größerer Unfall entsteht wie Fahrt in Graben, Überschlag uvm....)
Heißt also, die Gefährdungslage ist eine ganz andere.

SE. schrieb:
BTW; bei der Radwegebenutzungs*pflicht* gibt es verschiedene Ausnahmen. Radrennfahrer dürfen in Gruppen auch auf der Straße fahren, als Beispiel.
Ja, so wie ich das sehe gibt es ja auch keine Pflicht. Eine Pflicht würde eine Strafe bei nicht beachten voraussetzen. Ansonsten ist es keine Pflicht sondern eine Empfehlung. Oder in Beamtendeusch: Ein GEBOT.
Insofern: Ja, sie sollten es tun - es wird aber nicht bestraft wenn sies nicht tun.

NoPCFreak schrieb:
Tja, und ich bremse halt entsprechend runter, wenn ich mich gefährlichen Situationen nähere und mache verbal auf mich aufmerksam, anstatt einfach zu klingeln und mit voller Geschwindigkeit knapp vorbeizuziehen
Aha, und die die Klingeln schüsseln also mit unverminderter Geschwindigkeit einfach vorbei? Auf welcher Tatsache begründest du denn diese Meinung? Halte ich für ein schweres Gerücht, das Klingelbenutzer automatisch vorbeiheizen.
Aber davon abgesehen: Es ist eine Charaktersache wie man da vorbeifährt. Du kannst dich wie eine Wildsau mit und ohne Klingel verhalten. Das ist völlig egal.
In dem Sinne lässt sich das nicht wirklich pauschalieren. Ist einfach eine Frage der gegenseitigen Rücksichtnahme.

Auch im Straßenverkehr. Egal ob Fahrrad vs Auto, Auto vs. Fußgänger, Fußgänger vs. LKW usw.
 
NoPCFreak schrieb:
anstatt einfach zu klingeln und mit voller Geschwindigkeit knapp vorbeizuziehen (ist übrigens ein ähnliches Niveau wie bei dir weiter unten). Ist jetzt halt die Frage wer besser agiert. Der ohne Klingel, der aber seine Geschwindigkeit anpasst. Oder der, der meint, dass eine Klingel automatisch von den restlichen Pflichten entbindet.
davon redet hier außer dir keiner.
Meine Erfahrung zeigt, dass ein Klingeln in bremsbereiter Fahrt auch schon aus mittlerer Distanz wahrgenommen wird und zwar als klares Zeichen "Achtung, da kommt jemand". Bis man in Rufreichweite ist, haben die Fußgänger schon Platz gemacht und man kann moderat (statt Schrittempo) und mit Abstand vorbei rollen.
 
Damien White schrieb:
Der mit Klingel, der angepasst fährt.

Du tust gerade so als wäre der Blödsinn, den du hier erzählst alternativlos und benennst als "Alternative" die schlechteste Option, die du dir ausdenken kannst.

Ich habe die schlechteste Option benannt, weil das gleiche h00bi mit mir gemacht hat. Wo ist das Problem? Haltlose Unterstellungen gegen mich kann ich auch gegen ihn einsetzen. Aber da es ja bei ihm in deine dir passende Richtung geht, ist das natürlich in Ordnung:


h00bi schrieb:
Das sind die Rennradfahrer mit den Sub 5kg Bikes für 5-stellige Beträge, die sich für was besseres halten und auf dem Radweg auf langsamere keine Rücksicht nehmen wollen und auch keine Klingel am Bike haben um langsameren Radfahrern zu signalisieren dass man vorbei will. Die fahren dann auf der Landstraße und erwarten, dass alle anderen stärkeren/schnelleren Verkehrsteilnehmer Rücksicht auf sie nehmen, weil der Gesetzgeber das ja so vorsieht.

Er unterstellt mir, dass ich mich für was Besseres halte und auf andere keine Rücksicht nehme. Merkst du dann selbst, oder?

Damien White schrieb:
Ich bin mir auch nach deinen Beiträgen hier ziemlich sicher, dass das, was du als "angepasste Fahrweise" bezeichnest und wie Passanten, an denen du vorbei "fährst", dies einschätzen grundsätzlich anders ist.

Und du schlägst hier nun in die gleiche Kerbe. Nur weil ich keine Klingel habe, bin ich also jemand der andere Personen gefährdet? Ich hab in meinem Leben schon weit über 100.000 km mit dem Rad abgespult, noch nie einen eigens verschuldeten Unfall mit Autofahrern, Fußgängern oder Radfahrern gehabt. Aber ja, du weißt es natürlich besser. Für dich sind wahrscheinlich auch alle Tuner beim Auto = Raser oder Prolls, richtig? Manchmal muss Schubladendenken echt gut sein.

Und das alles nur, weil ich die Frage beantwortet habe, warum manche keine Klingel am Rad haben, stark.
 
Khaotik schrieb:
Nochmal: Es geht um die Situationen, wenn ein klar erkennbarer und gut ausgebauter Fahrradweg DIREKT (Das sind keine 10m daneben) neben der normalen Fahrbahn entlangführt.
Nicht um Randomsituationen auf Straßen, auf denen sowas nicht existiert (die natürlich >95% des Gesamtanteils ausmachen).
Ich kenne diese Stelle (wahrscheinlich) nicht. Mein Eindruck war dass du ein prinzipielles Problem mit Radlern auf Landstraßen hast.
Ich sehe es grob so, wenn sich so viele wie möglich an die StVO, besonders §1, hielten wäre schon viel gewonnen im Straßenverkehr. Es ist wirklich niemanden geholfen, immer auf sein „Recht“ zu bestehen, meine Meinung.
Ja, es gibt verschiedene doofe Situationen immer wieder, ich würde mit dem Rad auch nur ungern zwei nebeneinander vor mir fahrende Fahrradfahrende überholen. Deswegen trödel ich dann eben kurz hinterher. Lieber ein kurzer Zeitverlust als Unfall mit irgendwelchen unabsehbaren Folgen.
Ich weiß jetzt nicht ob es sinnvoll ist weiter einzelne Fälle, die wohl jeder schon mal erlebt hat, gegeneinander zu gewichten.
Idioten gibts auf Räder und in Autos sitzend, nettere Begegnungen aber auch.
 
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SE. schrieb:
Ich sehe es grob so, wenn sich so viele wie möglich an die StVO, besonders §1, hielten wäre schon viel gewonnen im Straßenverkehr.
Das ist wohl immer die universelle Wahrheit. Leider gibt es massive Probleme bei der Interpretation. Aktuell ist anscheinend Rücksicht eine ultraschmale Einbahnstraße, die quasi immer mit "Langsamkeit" gleichgesetzt wird. Will heißen, wer permament übervorsichtig, superlangsam fährt, der wird in den Himmel gelobt. Wer aber z.B. aufmerksam, vorrausschauend aber gleichmäßig und zügig fährt, der ist ein rücksichtsloser Raser. Dabei bedeutet Rücksicht eigtl. die Bedürfnisse anderer auch zu erkennen und ggf. sein Verhalten stellenweise anzupassen. Das schließt das zügige Anfahren an Ampeln aber genau so ein, wie das kurze Warten auf einen verwirrten Spurwechsler. Wer heutzutage einfach nur zügig von A nach B will, der hat aber anscheinend nichts zu melden. Dessen Bedürfnis ist "böse".

Khaotik schrieb:
Ja, aber zu Radfahren muss ich von Gesetzeswegen her ja mittlerweile 1,5m Abstand halten.
Beim Überholen eines Autos muss ich nur einen "ausreichenden" Abstand einhalten.
Es wird schwer ein Gericht finden, dass dir bei weniger als 1,5m Abstand beim Überholen eines anderen, fahrenden KFZ außerorts ein korrektes Verhalten attestiert. Auch zu diesen Fällen gab es natürlich schon zig Verfahren und Urteile. Spätestens bei höheren Geschwindigkeiten außerorts musst du mehr Abstand halten. Nur weil etwas im Gesetztestext nicht konkret steht, heißt das nicht, dass es praktisch keine Vorgaben dazu gibt. Spätestens vor Gericht werden konkrete Werte der Fälle beurteilt. Bei parkenden Fahrzeugen werden ca. 0,5m als angemeseen angenommen, aber bei fahrenden nicht unter 1m. Je nach Situation, Geschwindigkeit, Fahrzeugart etc. kann daraus auch deutlich mehr werden.
NoPCFreak schrieb:
Behinderung ist dabei übrigens nicht, dass ein Auto einmalig kurz seine Geschwindigkeit verringern muss.
Doch. Der Verkehr wird behindert, wenn die nebeneinanderfahrenden Radler das Überholen durch den nachfolgenden Verkehr unmöglich machen, während es beim Hintereinanderfahren möglich wäre. Da nicht überholt werden kann, wird der "normale" Verkehrsfluss behindert, da ein normales KFZ außerorts in aller Regel schneller fährt als ein normaler Radler.
 
FrankenDoM schrieb:
Aber alleine die Antworten hier zeigen schon das grundsätzliche Problem im Straßenverkehr in Deutschland super auf. Jeder gegen jeden, null gegenseitige Rücksichtnahme......
Du ziehst diesen Schluss aufgrund von 5 Postings?! Sehr erwachsen 😉
Lieferdienste, Taxis wie auch LKW Fahrer haben bei mir immer Vorfahrt. Die armen Menschen sitzen für einen Hungerlohn mehrere Stunden am Stück hinterm Lenkrad. Ich hingegen max. 30 Minuten.
 
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