Jein. Der große Nachteil gegenüber S-PVA Panels ist tatsächlich die Reaktionsgeschwindigkeit. Da sind sie *deutlich* unterlegen. Ansonsten sind die Blickwinkeleigenschaften relativ ähnlich, d.h. von Gradationsverschiebungen zu den Rändern hin geprägt ("Gamma-Shift"). Mit vernünftiger Werkskalibration tritt kein gefürchteter "Black-Crush" auf. Das sieht man gut an den beiden Eizo Modellen mit vglw. potenter Elektronik. Der Samsung F2380 hatte dagegen eine total verzogene Gradation, aus der dann das Absaufen dunkler Tonwerte resultierte. Das hatte aber nichts mit dem Panel an sich zu tun.cPVA ist quasi eine Billigvariante von PVA-Panels. In der Praxis sind diese Panels alles andere als ihren "Elternpanels" ebenbürtig: Grautöne saufen zu schnell ins Schwarz ab und die Reaktionszeit lässt zu wünschen übrig.
Auf dem Papier bleibt dann noch der Nachteil, dass die C-PVA Panels mit 6bit pro Kanal angesteuert werden. Tatsächlich ist das für den User aber kaum auszumachen. Die FRC-Schaltungen sind heute i.d.R. gut umgesetzt (und werden auch bei 8bit Panels genutzt). Damit bleibt als zentraler Nachteil die Reaktionsgeschwindigkeit bestehen - auch mit Overdrive-Schaltung.
Kleiner Hinweis: Auch wenn sRGB relativ zu D65 (~6500K) definiert wurde, bedeutet das nicht, dass man nur mit diesem Weißpunkt korrekt in sRGB arbeiten kann. Kaum jemand wird im Heimbereich fixierte Umgebungs-/ Abmustertungsbedingungen haben. Das weite Herrunterregeln der RGB-Gains ist in jedem Fall natürlich nicht ideal, weil der Weißpegel stark reduziert wird. Ein vergleichbares Ergebnis sollte sich auch mit höheren Einstellwerten erreichen lassen.Jedenfalls musste ich für sRGB Standard die RGB regler von 50/50/50 auf 12/15/20 oder so drehen
Wie auch immer: Selbst bei nur hobbymäßiger EBV sind die Blickwinkeleigenschaften eines TN-Panels natürlich hochproblematisch - neben dem Umstand, dass die Geräte elektronikseitig meist sehr rudimentär ausgestattet sind und die Werkskalibration oft unzureichend ist.
Gruß
Denis
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