neuer PC - RAID1 ja oder nein?

Sannyboy111985 schrieb:
Ein Mainboardwechsel könnte aber zu einen Problem werden, da der Controller die Informationen das Raid selbst speichert und nicht auf den Platten ablegt. Das selbe Board, oder zumindest Chipsatz/Controller sollte das RAID aber wider erkennen.
Das Intelsche Softwareraid, also das was viele am ICH9R nutzen, legt die Informationen über die Struktur der Raidpartitionen auf die Platte. Der "Raid-Controller" speichert nichts selbst. Wie sollte er denn? Er ist nur ein Stück Software und damit beim Abschalten des Rechners verloren.

Man kann die von einem Intel-Softwareraid verwalteten Platten jederzeit in einem anderen Rechner auslesen, wenn der Orginalrechner gestorben ist. Dazu ist kein äquivalentes Intel-Board mit gleichem COntroller nötig. EIn beliebiger Rechner tuts. Nötig ist nur ein Stück Software, was die vom Intel-Raid angelegte Struktur auf den Platten auswerten kann. Das kann z.B. Linux mit dmraid.
 
@mensch183:
Verhalten sich Hardware Raids genauso? Werden auch dort die RAID Informationen auf den Platten und nicht irgendwo auf dem Controller gehalten?
Heißt, wenn ich eine RAID Controller nehme und er seinen Geist aufgibt, kann ich einen beliebigen anderen nehmen, die RAID-Platten dort wieder anschließen und der Controller baut den RAID Verbund, also die ehemalige RAID Struktur wieder auf?

Das würde auch bedeuten, daß ich einen 4-Port Controller durch einen anderen 8-Port ersetzen kann und über die zusätzlichen 4 Ports eine weitere LUN erzeugen kann.

@HisN:
Dann ist die Backup Startegie, wie sie mir zur Zeit vorschwebt, gar nicht so verkehrt:
- Ich benutze einen PC als Arbeits-PC mit zwei Platten, die ich spiegele (also RAID1).
- Ich benutze einen zweiten PC, der nicht ins Internet kann, mit einem RAID5 mit 4 Platten.
Hierhin sichere ich in regelmäßigen, kürzeren Intervallen meine Daten vom Arbeits-PC.
- Wenn die Platten des RAID5 voll sind, ersetze ich den 4-Port Raid Controller durch einen 8-Port und erzeuge eine weitere LUN / mehrere weitere LUNS.

Den RAID5 Server kann man dann evtl. in größeren Abständen auf eine ext. Festplatte sichern.
 
@Fam
Backup-Strategie hört sich gut an
Allerdings wird das mit dem Raid-Controller-Wechseln nicht gehen. Der User vorher hat auch nur ein Verfahren beschrieben um Daten bei Controller-Verlust zu retten. Generell mappt jeder Controller die Daten anders über die Platten, deshalb wird ein Promise-Controller in der Regel nicht in der Lage sein ein Raid zu lesen das ein 3Ware geschrieben hat. Das ist meistens nur innerhalb einer Controller-Familie möglich, aber auch nicht immer sicher. Dafür hält so ein externer Controller meistens länger als ein MB :-)
 
FamK schrieb:
@mensch183:
Verhalten sich Hardware Raids genauso? Werden auch dort die RAID Informationen auf den Platten und nicht irgendwo auf dem Controller gehalten?
Keine Ahnung was die Hersteller da tun. Es ist wäre jedenfalls idioisch, die Infos nur auf dem Controller zu halten. Dann hätte man wieder einen Singe Point of Failure geschaffen. Idealerweise schreibt man die Infos auf alle beteiligten Platten, damit sich alle Platten "gegenseitig kennen". So hat es eine Software für die Datenrettung bei ausgefallenem Controller am einfachsten, alle Daten ohne neuen Raid-Controller wieder herzustellen.

FamK schrieb:
Heißt, wenn ich eine RAID Controller nehme und er seinen Geist aufgibt, kann ich einen beliebigen anderen nehmen, die RAID-Platten dort wieder anschließen und der Controller baut den RAID Verbund, also die ehemalige RAID Struktur wieder auf?
In aller Regel geht das eben nicht. Jeder Raid-Controller (egal ob nur Softwareraid oder nicht) spricht erstmal nur sein eigenes Format und kann mit anderen Raids nichts anfangen.

Es ist eher 3rd party Software, die die OnDisk-Formate verschiedener Raids kennt, um bei gestorbenen Raidcontroller die Daten ohne neuen Controller noch lesen zu können. Die Platten des ehemaligen Raids werden dann einzeln über ihr natürliches Interface angesprochen, also als einzelne SCSI/SATA/SAS-Platten. Wenn z.B. ein Raidcrontroller mit 4-SATA-Ports stirbt, kann man die Platten an einen 0815-PC mit 4 SATA-Ports anschließen und die Daten rekonstruieren, wenn man das OnDisk-Format kennt. Wenn es zu viele Platten sind, um sie live am Rettungssystem anzuschließen, erstellt man nacheinander Imagefiles der ehemaligen Raid-Platten und rekonstruiert daraus die Daten. Wichtig ist immer nur, daß das OnDisk-Format des Raidcontrollers bekannt ist.

FamK schrieb:
Das würde auch bedeuten, daß ich einen 4-Port Controller durch einen anderen 8-Port ersetzen kann und über die zusätzlichen 4 Ports eine weitere LUN erzeugen kann.
In der Regel nicht. Bei 2 Controllern aus dem gleichen Haus mag das gehen. Anderenfalls muß den Umweg über Backup, Controller tauschen, Restore gehen.

Deine Idee vom Hardware-Raid-5 für zu Hause ist mMn unsinnig. Lösungen, die ein 0 EUR-Software-Raid in der Geschwindigkeit erreichen, sind irre teuer - bei dir weit teurer als alle Platten zusammen. Und was hast du davon? Eine kleinere IO-Last. Die ist aber nicht wirklich ein Problem bei meinetwegen 4 oder 6 Platten an einem üblichen PC. Die je nach Modus anfallende Parity-Berechnung, die oft als Argument für ein Hardware-Raid herhalten muß, spielt ebenfalls keine nennenswerte Rolle. Sowas macht heute jede CPU im Halbschlaf nebenbei. An der miesen Schreibgeschwindigkeit bei kleinen, zufälligen Schreibzugriffen bei Raid5 ändert sich auch nichts.
 
Zuletzt bearbeitet:
@mensch183
Könntest du bitte den Satz:
"Deine Idee vom Hardware-Raid-5 für zu Hause ist mMn unsinnig. Lösungen, die ein 0 EUR-Software-Raid in der Geschwindigkeit erreichen, sind irre teuer - bei dir weit teurer als alle Platten zusammen. Und was hast du davon?" erklären. Versteh den nicht so ganz, wirkt wiedersprüchlich.
 
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