News Neues EU-Label: Reparierbarkeits­klassen und Update-Garantie für Smartphones

Ich hoffe dass diese Regelungen Hersteller wie Xiaomi endlich bei der unübersichtlichen Modellpalette einbremst. Es war die letzten Jahre völlig sinnlos was an unterschiedlichen Modellen auf den Markt kam. Lange Update Zyklen gab es nur beim den teuersten Modell. Wenn durch die neue Regelung jetzt die billigen Smartphones wegfallen, so gewinnen wir alle. Es braucht nicht jedes Jahr ein paar Dutzend neue Modelle, die sich nur mit grösstem Aufwand voneinander unterscheiden lassen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: areiland
Dark_Soul schrieb:
Andersrum. Alle Geräte müssen den Standard erfüllen. Du kannst ein x-beliebiges Gerät testen. Der Hersteller hat also die Wahl die Vorgaben umzusetzen oder darauf zu hoffen dass niemand ein Gerät testet... Merkste selber wa?
Was soll ich merken, hmm?
Meinst du die EU testet da Geräte auf den Verschleiß des Akkus nach 800 Ladezyklen?

Es gibt massig TVs, welche die Anforderungen der EU Verordnung bzgl. voreingestelltem Modus und Helligkeit nicht erfüllen, werden dennoch jährlich etliche solcher Modelle eingeführt.
Und bei Akkus soll ich nun warum Vertrauen in die EU haben?
Ergänzung ()

Shogter12 schrieb:
Und wenn der unwahrscheinliche Fall da wäre, dass wirklich Jemand ein Überaltes Handy nutzen will, kann man sich vorher mit Ersatzteilen eindecken.
Ja klar, sich mit allen möglichen Ersatzteilen bevorraten.
Macht natürlich für den Kunden Sinn
Ergänzung ()

Shogter12 schrieb:
Aber mal ehrlich, wer will das bezahlen. Welcher Hersteller legt sich denn eine Masse an Ersatzteilen für 7 Jahre nach EOL auf Halde?
Da nur ein unbedeutend kleiner Anteil nach so vielen Jahren sein Handy reparieren lassen will und die (vom Hersteller hoch angesetzten) Reparaturkosten wahrscheinlich eher einen Neukauf rechtfertigen würden, braucht er da auch keine Massen zu lagern.
Ergänzung ()

Außerdem hat er doch eh kaum Konsequenzen zu befürchten, falls er nicht in ausreichender Menge Ersatzteile vorhält.
Wahrscheinlich lohnt sich selbst die Strafzahlung eher, ein Einfuhrverbot wird die EU als Maßnahme kaum androhen.
Shogter12 schrieb:
Im IT Bereich ist es nun mal so, dass irgendwann die Hardware nicht mehr zur Software passt, oder man einfach neue und / oder schnellere Hardware nutzen möchte.

Ich sehe hier zu unnütz verursachter Müll und höhere Kosten für den Verbraucher. Und mehr Aufwand für den Hersteller, der nicht nötig wäre.
Die heutigen Prozessoren sind aber ausreichend schnell für die gebräuchlichen Standardanwendungen, wenn da nun ein facebook/ youtube etc. auf einem sd865 nicht mehr sinnvoll ausgeführt werden kann, weil android oder der softwareentwickler irgendwelche Kompatibilitäten einschränken musste, sehe ich das Problem nicht bei der Leistungsfähigkeit der Hardware.
"In der IT ist das nun mal so" ist kein Argument und grdstzl. ist der Mobilebereich/android auch eher betroffen als windows.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: KitKat::new()
NameHere schrieb:
Durch ein Label soll Strom eingespart werden?

Wie genau sollen damit 2,2 Terawattstunden eingespart werden?

Milchmädchenrechnung?
Wenn ein Akku getauscht wird, anstatt ein neues Gerät gekauft wird, dürfte das schon einige kg CO2 und sehr viel Energie einsparen.
Suspektan schrieb:
Ferner sollen die Geräte stets einen gewissen Schutz vor Schäden durch Herunterfallen

gleiches hier, wird eh nicht jedes Modell getestet



Die an die Produkte gestellten Anforderungen sehen unter anderem vor, dass sich die Hersteller dazu verpflichten, „kritische Ersatzteile“ binnen 5 bis 10 Werktagen bereitzustellen

sonst was?
Für beide Fälle: dann darf es nicht in der EU verkauft werden.
 
Alphanerd schrieb:
Wenn ein Akku getauscht wird, anstatt ein neues Gerät gekauft wird, dürfte das schon einige kg CO2 und sehr viel Energie einsparen.
Das hängt aber vom Nutzer ab, ob dieser ein Akku-Tausch bezahlen möchte und es auch wirklich tut.

Im Bericht steht nur etwas davon wie viel Ladezyklen ein Akku mindestens halten soll und nichts von einem Akku-Tausch.

Es bleibt dabei. Milchmädchenrechnung
 
NameHere schrieb:
Im Bericht steht nur etwas davon wie viel Ladezyklen ein Akku mindestens halten soll und nichts von einem Akku-Tausch
Punkt 6. Reparierbarkeitsklasse. Ein A wird einen günstigeren Akkutausch haben als ein F.
 
@Alphanerd Das ist nur ein Punkt von 7 der in die Bewertung einfließt.

Leider ist dieses Label, wie auch andere eine ziemliche Augenwischerei.
 
Zuletzt bearbeitet:
Suspektan schrieb:
Was soll ich merken, hmm?
Meinst du die EU testet da Geräte auf den Verschleiß des Akkus nach 800 Ladezyklen
Denk doch mal ein wenig weiter. Wenn dein Gerät den Standard nicht erfüllt, kannst du klagen. Das können alle Kunden. Was denkst du ist aus Herstellersicht gescheiter? Darauf hoffen dass niemand jemals das testet, oder einfach den Standard umsetzen?
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: xexex, DKK007 und KitKat::new()
NameHere schrieb:
Das ist nur ein Punkt 7 der in die Bewertung einfließt.
Fehlt da ein "von"?

Nein es ist ein einzelner Punkt, der seperat von a bis e gewertet wird. Punkt 6.

Screenshot_2025-04-27-11-29-09-592_com.android.chrome-edit.jpg

NameHere schrieb:
Leider ist dieses Label, wie auch andere eine ziemliche Augenwischerei.
So ganz hast dich ja nicht damit beschäftigt ;)
Ich behaupte, es bringt schon etwas.
Suspektan schrieb:
das wird aber kaum passieren, bestenfalls eine milde Strafzahlung
Wie kommst darauf? Ich behaupte: kein Label, kein Verkauf.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Dark_Soul
NameHere schrieb:
Im Bericht steht nur etwas davon wie viel Ladezyklen ein Akku mindestens halten soll und nichts von einem Akku-Tausch.
ein Akku ist aber auch ein Ersatzteil

Die an die Produkte gestellten Anforderungen sehen unter anderem vor, dass sich die Hersteller dazu verpflichten, „kritische Ersatzteile“ binnen 5 bis 10 Werktagen bereitzustellen. Nach Einstellung der Verkäufe des jeweiligen Modells in der EU sollen Ersatzteile noch über einen Zeitraum von sieben Jahren verfügbar bleiben

Der akku lässt sich nur bei Verfügbarkeit auch wechseln, auf ebay/amazon werden massenweise Fakes verkauft.
Warum sollte ich mein galaxy s7 nur wegen eines leistungsschwachen Akkus entsorgen oder in der Ecke vergammeln lassen?
Tausch für ca. 100€ bei authorisierter Reparaturwerkstatt wäre nicht wirtschaftlich gewesen, also bin ich mit sehr viel Glück auf dem Gebrauchtmarkt fündig geworden (noch ca. 90% der Originalkapazität erhalten trotz Alters von ca. sechs Jahren)
Nein, für Banking Apps nutze ich ein Uralt Smartphone natürlich nicht

Und heutige smartphones mit der Leistung eines snapdragon 8gen iwas sind eh ausreichend schnell, was den Nutzungszyklus tendenziell erhöht, die Zeiten lahmer Bedienbarkeit sind mittlerweile zmdst. ab brauchbarer Mittelklasse eigentlich vorüber und ansonsten auch eher ein Softwareproblem.
Selbst mein iphone x von 2019 reagiert angenehm geschmeidig, (ok, kein android)

Und die Hersteller brauchen sich über die Maßnahmen der EU auch nicht wundern, wenn ich da z.B. an nach einem Jahr unreparierbare TVs denke, nur weil das Panel nicht mehr verfügbar war und nein, das beschränkt sich nicht nur auf Billigmodelle.
Alphanerd schrieb:
Wie kommst darauf? Ich behaupte: kein Label, kein Verkauf.
Label ist notwendig, aber die Richtigkeit der Angaben muss eben auch überprüft werden.
Testet der Hersteller dann intern die Anzahl der Ladezyklen und legt den Prüfbericht der EU vor oder prüft diese selbst?
Oder gar nichts und man verlässt sich einfach auf Konformität?
 
Zuletzt bearbeitet:
Alphanerd schrieb:
Fehlt da ein "von"?
ja, habs eingefügt
Alphanerd schrieb:
So ganz hast dich ja nicht damit beschäftigt ;)
Ich behaupte, es bringt schon etwas.
"etwas" ist so schwammig wie das Label. Es bringt einfach weniger, als die es uns verkaufen möchten.
Ergänzung ()

Suspektan schrieb:
ein Akku ist aber auch ein Ersatzteil
Es ging eingangs um die Riesige Einsparung von 2,2 Terawattstunden

Die EU rechnet vor, dass durch diese Maßnahmen im Jahr 2030 schätzungsweise 2,2 Terawattstunden an elektrischer Energie eingespart werden.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Alphanerd
Shogter12 schrieb:
Aber mal ehrlich, wer will das bezahlen. Welcher Hersteller legt sich denn eine Masse an Ersatzteilen für 7 Jahre nach EOL auf Halde
Musst sie ja nicht in der EU lagern. So ein Ersatzteil wiegt 0,Xg bis maximal 40-50g und ist klein. Das geht per Luftpost. Auch musst du nicht für 7 Jahre vor produzieren, sondern nur für den kurzfristigen Bedarf. Danach bestellt man nach. Auch produziert kein Hersteller die Teile selber, sondern kauft sie ein. Abgesehen von der Hauptplatine vlt.

Was vlt noch fehlt (oder ich habe es nicht gesehen): ein Ersatzakku darf beim Kauf nicht älter als 12 Monate sein.
NameHere schrieb:
"etwas" ist so schwammig wie das Label. Es bringt einfach weniger, als die es uns verkaufen möchten.
Und wenn es nur die Hälfte oder ein Viertel der 2,2 terawattstunden einspart. Es wird ja zusätzlich viel CO2 aus der Neuproduktion eingespart.

Ich bin für Verbraucherfreundlichkeit.

Frankreich hat übrigens schon länger ein Reperaturlabel.

https://www.cec-zev.eu/de/themen/einkaufen-und-dienstleistungen/reparatur-index-in-frankreich/

Dazu gibt man wie die Franzosen einen Bonus auf die Reparatur (dort 45€).

Fördert die Umwelt und die lokale Wirtschaft.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: KitKat::new()
xexex schrieb:
Gerade bei Linux scheitert es an Langzeitsupport, was auch lange Zeit mit der Grund für die schlechten Updatezyklen von Android war. Schon mal geschaut wie kurz der Support selbst für LTS Kernel ist?

Man kann aber bei Linux neuere Kernel auch nachinstallieren.
Ergänzung ()

Shogter12 schrieb:
Doppelt so viele Geräte zu pflegen, bedeutet aber auch höhere Kosten. Und es sind ja mehr als doppelt so viele …

Als Hersteller hast du eigentlich nur eine Möglichkeit: So viele Teile zusätzlich zu produzieren wie geht.

Wenn ich nun als Hersteller ca 10 Jahre Hardwaresupport geben muss, muss ich mehr produzieren und mehr lagern. Was zusätzliche Kosten verursacht - logisch oder?

Was spricht dagegen einfach die Geräte so zu bauen, dass man möglichst viele Teile wie den Akku aus der neuen Generation auch als Ersatzteil für die alte Generation noch nutzen kann.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: NameHere, Alphanerd und KitKat::new()
@Alphanerd ich bin für Nachhaltigkeit und Qualität, aber dieses CO2 einsparen Mist ist einfach nur damit es toll klingt.
Indien baut in den nächsten Jahren über 40 neue Kohlekraftwerke, da kann die EU noch so viel CO2 sparen und uns CO2 berechnen, weniger wird es nicht. Das ist nur ein Beispiel.

Ein PKW kann jede freie Werkstatt reparieren und Ersatzteile gibt im Überfluss. Nachhaltig ist da wenig dran, da die von Werk aus verbauten Teile schlechter Qualität sind und auch die Ersatzteile nicht besser sind.
Es sind eben keine Volvo 740 oder Mercedes 300D die 500.000 - 1.000.000 Km meist fahren ohne 90% des Autos ausgetauscht zu haben.

Dein Flüssiggas-Transportschiff vebraucht von Qatar bis Deutschland so viel Schweröl und haut CO2 raus, das damit 10.000 Autos in Deutschland 1 Jahr lang fahren können.

Nicht angeschloßene Windkrafträder in der Nord- und Ostsee die extern mit Strom angetrieben werden...

Die Kühe pupsen zu viel ;-)
 
Zer0DEV schrieb:
Ein Aufkleber spart 2,2 Terrawattstunden an Strom. Das klingt höchst plausibel.

Jetzt nicht gleich so sarkastisch! Da hat bestimmt nen Wissenschaftlicher ne qualitative Studie für ein paar Millionen angefertig!
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: NameHere
DKK007 schrieb:
Man kann aber bei Linux neuere Kernel auch nachinstallieren.
Bei einer normalen Linux Distribution mag das kein Problem sein, bei IoT Geräten oder Smartphones mit Closed Source Treibern hingegen ein großer. Linux ist eben kein Windows, es kann nicht mit uralten Treibern umgehen, sie müssen zum Kernel passen.

Erst vor einigen Jahren begann Google mit dem "Projekt Treble" einen Umbau des Systems, um das Kernsystem von der Herstellerimplementierung zu trennen, gänzlich verschwunden ist die Problematik damit aber nicht.
https://android-developers.googleblog.com/2017/05/here-comes-treble-modular-base-for.html
 
xexex schrieb:
Linux ist eben kein Windows, es kann nicht mit uralten Treibern umgehen, sie müssen zum Kernel passen.
Die meisten Treiber sind im Kernel selbst. Proprietäre Treiber, wie der nVidia Treiber mußt du separat installieren.
Im Grunde pflegen die Hardware Hersteller Ihre Hardware nicht, wie z.B. MediaTek. Support kostet Geld und damit verdient man kein Geld, also bitte neu kaufen damit Geld verdient wird.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: KitKat::new()
@Alphanerd Alle Industrien finanzieren Studien die eigentlich sich gerichtet sind^^
 
DKK007 schrieb:
Was spricht dagegen einfach die Geräte so zu bauen, dass man möglichst viele Teile wie den Akku aus der neuen Generation auch als Ersatzteil für die alte Generation noch nutzen kann
Oftmals ist es so, dass für jedes Gerät die Maße des Akkus neu angepasst werden, hier ein mm mehr Breite, dort 2mm weniger Länge, die Technologie ist aber meist identisch, nur die Bauform wändert sich minimal.
Wenn nun ein gewisses Maß an Akkukompatibilität zu älteren Modellen bedacht werden muss, schränkt es natürlich die Hersteller bei der Entwicklung bzw. Designfreiheit der Geräte etwas ein, müssen sie sich halt auf nur noch vielleicht 40 Bauformen beschränken, statt wie bisher für jedes Modell neue Maße zu definieren.
Sollte aber auch nicht unmöglich sein, und wenn doch mal eine neue Bauform für irgendein Faltmodell notwendig wird, muss man sie nach Möglichkeit in einem NAchfolgemodell ebenfalls verwenden.

Die Akkuproduktion mit minimal anderen Abmessungen ist doch ohnehin machbar, so lange die Technologie identisch bleibt.
Wird vermutlich aufgrund des geringeren Volumenauftrags dann etwas teurer, sollte aber bei den verlangten Reparatur- und Ersatzteilkosten abgedeckt sein.
Problem ist eben, dass viele kaum nach X Jahren zu den Preisen reparieren lassen wollen und eher zu einem neuen Gerät schön mit Vetrag günstig gerechnet greifen werden.
Da muss die EU schon selbst qualitative Ersatzakkus zu akzeptablen Preisen anbieten, sonst wird sie wenig ändern können, Preise vorschreiben kann sie eh nicht.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: HtOW
Zurück
Oben