Apocalypse schrieb:
unter Microsoft führung mit VIERZEHN Managmenteben gehen wird?
Wobei man an der Stelle aber auch erkennen muss, wie solche Strukturen teilweise wachsen und wie da auch berichtet werden muss.
Microsoft hat über die letzten Jahre ja nicht nur Studios, sondern auch Publisher übernommen, die wiederum Studios hatten und dann dazu ihre eigenen Strukturen noch, die man weiter beibehalten hat. Das führt dann gerne dazu, dass man Studios hat, die selbst teilweise bereits 3 - 4 Ebenen mitbringen, die dann unter einem Publisher sind, der noch mal 3 - 4 Ebenen hat, die dann unter eben jene 3 - 4 Ebenen in der Microsoft-Division eingeordnet werden, die dann als Division den 3 - 4 Ebenen der "Hauptdivision" noch mal untergeordnet sind. Während dann die normalen Studios, die direkt bei Microsoft sitzen, so vom kleinsten Team bis zur Divisionsleitung vielleicht 6 Ebenen haben und dann die quasi nur noch die Hauptverwaltung mit Vice-Presidents und eben CEO darüber kommt, bringen die ganzen Ebenen von Bethesda, Activision Blizzard und Co eben ihre eigenen Strukturen mit, die Microsoft zum Teil auch "bewusst" nicht aufgelöst hat, weil sie sonst Angestellte in die teils deutlich "besseren Verträge direkt unter MS hätte ziehen müssen.
Und die Probleme entstehen hier nicht unbedingt dadurch, dass man Bethesda und Co zu gekauft hat, sondern dass man teilweise langjährige Mitarbeiter bei Microsoft selbst nicht verprellen wollte und statt dann jemanden bei Bethesda quasi mit einem MS-Veteranen gleichzustellen, hat man Bethesda als Ebene unter die Division gestellt. Damit ja alle "glücklich" sind.
Sowas fällt dann früher oder später einem auf die Füße.
incurable schrieb:
Insofern: Ja, denen ging es unter Microsoft besser als am freien Markt. (der ihnen in der Regel weitere Finanzierung versagen dürfte)
Das Thema ist an der Stelle teilweise weitaus komplizierter und es hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass gerade große Publisher/Firmen gute Studios zum Teil an die Wand fahren, weil die Publisher/Firmen nicht die Studios verstehen und warum die Spiele funktionierten.
Genauso kann es für die Studios gefährlich werden in diesem Zusammenhang, weil sie plötzlich zwar Geld ohne Ende haben, aber auch plötzlich noch mal eine Ebene darüber, die bei allem mitsprechen wollen oder - auch schlimm - die nächste Ebene halt da steht und sagt: macht mal. Und die Studios sich dann selbst verrennen.
Deine Aussagen sind hier weitgehend sehr plakativ, weil sich gerade auch in Interviews mit manchen Entwicklern, die ähnliches erlebt haben, immer wieder zeigt, dass hier einfach unterschiedliche Erwartungen aufeinander prallen und hier dann Erwartungen der "Finanzabteilungen" mit denen der "Studios" kollidieren.
Oft scheitern Studios wie Arkane in den Händen großer Publisher oder hier Microsoft nicht daran, dass sie plötzlich verlernt haben, wie sie arbeiten müssen, sondern weil dann die Leute aus der Finanzabteilung den Studios Vorschriften machen, wie ihr nächstes Spiel sein muss, weil da dann geschaut wird, dass sich ja der Kaufpreis als auch die laufenden Kosten halt spätesten in 10 Jahren dann "rentiert" haben.
Komplexes Thema. Es kann also auch gut sein, dass die Studios, die jetzt wieder "frei" gelassen werden, durchaus wieder bessere Arbeit abliefern und am Ende auch überleben, weil sie plötzlich wieder mehr Freiheiten haben und kreativer arbeiten können, ohne das ein Abteilungsleiter aus der Finanzabteilung von MS ein nächstes super-duper-service Game erwarten.