nicht schon wieder:(

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enrico

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Zentralrat der Juden kritisiert Karnevalsumzüge 23. Januar 2008, 04:00 Uhr WELT ONLINE

bin ich eigentlich der einzige,
nicht antisemit,
nicht nazi,
dem dieser zentralrat der juden übel aufstösst?

es handelt sich hier um einen termin der dem zentralrat der juden nicht genehm ist,
weil an diesem datum ein ein grosses kz befreit wurde.

Grund ist das Datum des Ostersonntags (23.3.), nach dem sich der Fasching berechnet. Der Ostertermin wurde auf dem Konzil von Nicäa 325 auf den ersten Sonntag nach dem Frühlingsvollmond festgelegt. Im nächsten Jahr wird Ostern erst am 12.04. gefeiert.

hier noch die üblichen anschuldigungen:

" ... wirft ein fragwürdiges Bild auf die Erinnerungskultur in unserer Gesellschaft"
" ... Entehrung der Opfer ... "
" ... offensichtlich gedankenlos ... "
"geschmacklos"
 
bin ebenfalls kein antisemit oder nazi, allerdings geht mir das gehabe der juden (auch im gazastreifen) auch ein wenig auf die eier.
 
So isses halt. Was stört es euch, wenn ihr es weder versteht, noch die Gründe hier auflisten mögt. Dann lasst Kritik Kritik sein und feiert. Wenn schon die Hintergründe egal sein, wie kann man darüber objektiv urteilen? Es ist überhaupt nicht die Frage ob man das nun begrüßt (das sei jedem selbst überlassen), sondern viel mehr erstmal die Tatsachen zu kennen, bevor man urteilt.

Für andere ist es eben der internationale Holocaust-Gedenktag und es ist auch nicht irgendein "grosses kz", es ist Auschwitz. Nun mal auch das Symbol für den Holocaust schlechthin. Natürlich kommt man auch nicht umhin dann auch aufrechnend Israel zu nennen. Denn natürlich ist der Zentralrat der Juden in Deutschland mit Israel gleichzusetzen. Obwohl diese außer vom überwiegenden Glauben ihrer Mitglieder, im politischen Alltagsgeschäft doch so einiges trennt.

Und leider beweisen schon ganz andere Themen, wie unsachlich so eine Diskussion wird. Immer mit dem Zusatz "kein Nazi und kein Antisemit zu sein, aber...". Und beim Thema Karneval ist ja ohnehin nicht zu spaßen. Insofern sehe ich hier schon eine grundlegende politische Diskussion, die leider nur mit der entsprechender Eröffnung Sinn macht. Und das geht hier schon bei der Überschrift schief.
 
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