Ebofa schrieb:
Ich soll einen Heim Desktop-Computer zusammen stellen und würde das erneut elegant an euch, das liebe Internet, auslagern.
Verwandte studiert Medizin hat 3 Bildschirme 1920x1080 mit mehreren Tools wie Excel Browser für Ihr Studium offen mit parallel Screensharing, Full-HD Webcam an usw.
Kein High-End. Aber alles erwähnte muss absolut flüssig und zuverlässig laufen.
Wieso braucht man sowas für's Medizin-Studium? Früher hat man das mit Büchern in der Bibliothek studiert. Ich kenne Ärztinnen und Ärzte, die als Student/-innen gar kein Geld hatten, sich die Bücher zu kaufen.
Nicht, dass ich neidisch wäre, aber: wozu braucht man das?
Weil die Vor-Poster etwas ratlos waren: Jeder "refurbished" SFF- oder Mini-Tower mit TPM 2.0 tut es, in dem mindestens ein Intel-Core oder AMD Ryzen mit offizieller Windows-11-25H2-Tauglichkeit steckt, und den man
- bis 2 Bildschirmen à 4K mit der Intel- oder Ryzen-integrierten Grafik betreibt, und
- ab 3 Bildschirmen mit einer nachgekauften AMD Radeon Pro oder NVidia Quadro mit 3 oder 4 Mini-Display-Port-Anschlüssen. Beide Hersteller haben auch solche low-profile-Karten für SFF-Gehäuse im Programm.
16 GB RAM sind heute leider Pflicht (einzig Linux täte es noch problemlos mit nur 8 GB, wo dann auch ein Core-i5-6500 noch locker ausreichte, den man mangels Windows-11-Kompatibilität überall nachgeschmissen bekommt), wobei 32 GB für dieses gefräßige Speicherloch namens "Windows 11" nicht einmal mehr überflüssiger Luxus sind.
Sprich: Windows 11 wird irgendwo bei mindestens 350-450 € für einen Gebraucht-PC plus ggf. 150-200 € für eine gebrauchte Multi-Screen-Grafikkarten landen.
Ohne Windows (medizinische Lernsoftware könnte es noch voraussetzen, MS Teams oder die Webversion von Excel braucht es aber nicht) kommt man bei ca. 150 € für den Gebraucht-PC raus, plus 50 € gebrauchten RAM (wenn man will) plus eine entsprechende gebrauchte Nvidia Quadro-Karte. Bei mir laufen solche PCs als Dell Optiplex aus Leasing-Rücklauf per privatem oder gewerblichem Gebrauchtkauf seit Jahren völlig störungsfrei. Dank "Rufus" und genügend RAM tut es auch mein Intel Core-i6500 mit Windows 11 vollkommen problemlos. Ich wüsste auch keinen Grund, warum ein Dell Optiplex nicht zwanzig Jahre halten sollte, wenn man alle 10 Jahre die CPU-Wärmeleitpaste erneuert, regelmäßig Festplatten-Backups macht und den PC nicht ständig thermisch am Limit betreibt. Dafür verwende ich in Desktops einen kleinen Trick und limitiere bei Windows die Prozessorgeschwindigkeit in den Energieeinstellungen auf 99 %, was bedeutet, dass der thermisch limitierende Turbo-Modus abgeschaltet wird und die CPU daher immer einige Prozent unter dem von Intel festgelegten thermischen Limit betrieben wird, was sich definitiv (aber in unbekannter Größenordnung), speziell bei oft hoher Last, positiv auf die Lebensdauer auswirken wird. Bei AMD funktioniert der Trick nicht so wirksam, weil die Taktvariabilität viel kleiner ist.