Aber ist das nicht eigentlich schon fast genau das was wir jetzt schon haben? Wenn ich mir Windows von MS kaufe für meinen selbst gebauten PC, dann bekomme ich logischerweise nur Software von MS. Warum sollten die auch Software der Konkurrenz mit auf der DVD vertreiben (mal abgesehen von der heiklen Frage ob die das überhaupt dürften).
Wenn ich jetzt einen OEM PC kaufe, dann sind da auch schon massenweise Programme installiert, die der Hersteller glaubt, dass ich gebrauchen könnte. (Meine Aktion ist dann grundsätzlich erst mal das System wieder in den Rohzustand ohne diese Software zurückzuführen, aber hier geht's ja nicht um mich)
Diese Programme sind dann auch auf der Windows Backup DVD enthalten und werden (leider) zwingend mitinstalliert wenn man sein System wieder neu aufsetzen muss.
Eine andere Möglichkeit ist z.B. dass der Hersteller einfach bei seiner Windows Distri eine zweite DVD dabei ist, die die Programme enthält, die nicht von MS sind. Die kann der User dann nach der Windowsinstallation einfach ins Laufwerk schieben und sich die zusätzliche Software installieren.
(So ist es schließlich bei meinem Asus Mainboard auch, dass ich da ne DVD mit den ganzen Asus Tools die zum Betrieb des MB gar nicht nötig sind, dazu bekomme.)
Das dürfte ja noch jedem Nutzer zuzumuten sein. Wenn er nicht einmal eine Installation selber ausführen kann, hat er vor einem PC sowieso nichts verloren.
Und das funktioniert wie gesagt jetzt schon und man kann meines Wissens nach auch alles außer dem IE aus Windows entfernen. Den WMP wird man wenn man will durchaus auch los.
Nur beim IE ist MS damals eben den einfachen Weg gegangen und hat einen Browser für alles entwickelt, was zur damaligen Zeit natürlich auch den Vorteil hatte, dass der IE der einzige Browser war, den man in einer annehmbaren Zeit starten konnte.
Dass man also diese Wahl der Zusatzsoftware zulässt, dagegen habe ich grundsätzlich nichts, aber keiner kann mMn MS dazu zwingen mit Ihrer Distribution Produkte der Konkurrenz zu vertreiben.
Dass man allerdings unter Windows alles selbst wählen kann ist auch weniger sinnvoll, denn wenn z.B. jeder Anbieter die Windows GUI beliebig abändern kann läuft das auch ganz schnell darauf raus, dass sämtlicher Support im Internet so abgehandelt wird wie bei Linux : "Geh in die Kommandozeile und gib xxxxx ein."
Das fände ich wiederum extrem störend und ist für 99% der Windows Nutzer sicherlich nicht akzeptabel.
Außerdem wer danach schreit, dass Google eine eigene Version von Windows anbietet, der sollte mMn lieber mal schleunigst seinen Ebay Account checken ob da nicht schon jemand unter seinem Namen Kinderpornos, Drogen oder sonstwas verkauft. Weil bei derartiger Sorglosigkeit mit den eigenen Daten halte ich sowas durchaus für möglich.
