Nja gut Ben dann drehen wir den Spieß halt mal um. Ich denke man kann sagen dass Apple bei den Mp3 Playern einen Marktanteil hat, der eine Überwachung durch das Kartellamt rechtfertigt. Wenn ich mich aus meinem Wirtschafts-Leistungskurs noch richtig erinnere, besteht ab 25 Prozent Marktanteil ein Verdacht für monopolistische Tendenzen. So was kann der Ipod nun nicht?
Richtig er spielt keine wma Dateien ab. Genausowenig FlAC oder OGG. Klagen nun die jeweiligen Firmen oder Projekte hinter diesen Standards, dass Apple gefälligst eine Unterstützung integrieren soll?
Nein das tun sie nicht und das obwohl die Situation beim Ipod wesentlich verschärfter ist als bei Windows. Was ich auch mache ich kann meinen Ipod (den ich Gott sei Dank nicht besitze. COWON ftw) nicht dazu bringen wma abzuspielen. ich kann aber sehr wohl Windows dazu bringen andere Browser zu verwenden.
Das Kartellrecht wurde entworfen um Schaden vom Endverbraucher abzuwenden. Hier allerdings wird es aus Profitgier von Unternehmen destruktiv und zum Nachteil des Verbrauchers eingesetzt, da man ja mit aller Macht versucht das BS Windows um eine Funktion zu erleichtern, nur damit man seine eigenen Marktanteile und damit seine eigenen Gewinne vergrößern kann.
Beim Ipod Beispiel würde ich diese Klage sehr wohl unterstützen, da durch ein positives Urteil hier eine Verbesserung des Produkts entsteht.
Wenn die Kläger jetzt hier noch fordern würden dass Apple die Unterstützung für die eigenen Formate nicht standardmäßig mit in den Player intergrieren soll, sondern den Benutzer bei jeder Synchronisation mit Itunes fragen soll, welche Formate denn nun unterstützt werden sollen, sähe das wieder ganz anders aus.
Was hier von Seiten der Browserfirmen betrieben wird halte ich für krimineller als dass Microsoft mir einen Browser im Betriebssystem beilegt. Und das sage ich als leidenschaftlicer Opera Nutzer, der überzeugt ist, dass es sich dabei um den besten zur Zeit verfügbaren Browser handelt.
Und ja ich halte es für wünschenswert dass ein Betriebssystem Hersteller einen sehr hohen Marktanteil von 80%+ hält, da es nur so überhaupt möglich und bezahlbar wird, Software für den Kunden zu entwickeln. Hätte sich Microsoft nicht damals zum Marktfüherer aufgeschwungen, gäbe es nur zwei andere Möglichkeiten:
-Ein anderer Konzern hätte nun einen riesigen Marktanteil (am besten noch Apple damit das Kartellrecht sich auch noch darüber aufregen kann dass der Kunde gezwungen wird Apple-eigene Hardware zu kaufen)
-oder aber es hätte sich nie ein de-facto Standard Betriebssystem etabliert und jeder Hersteller würde weiter auf seine eigenen Entwicklungen setzen. Und die Folgen einer derartigen Entwicklung muss ich ja wohl kaum erklären.:
- Die meisten Programme funktionieren nur auf bestimmten Betriebssystemen
- jede neue Hardware Entwicklung muss mit einer Unmenge an Kompatiblitätsproblemen kämpfen.
Wenn ich daran denke, dass die meisten Firmen ja nicht mal für die drei Betriebssysteme, die wir heute
haben, gescheite Treiber zustande bringen) ohne DirectX sähen Spiele heute bestimmt nicht so aus
wie sie es tun. Und die Karten werden rein auf DirectX optimiert weil ein Standard mit vollständiger
Verbreitung eben auch Vorteile mit sich bringt
- Ein effizientes wirtschaftliches Arbeiten zwischen verschiedenen Unternehmen wäre nicht möglich, da
die Betriebssysteme und damit die verwendbare Software, Dateiformate und und und nicht kompatibel
zueinander sind.
Diese Liste könnte ich jetzt wahrscheinlich so lange fortführen, bis sie so lang ist wie das gesamte Thema bisher, aber es läuft auf eines hinaus, die Software die wir heute jeden Tag verwenden (Software in diesem Falle != BS) wäre bei weitem nicht so weit entwickelt und würde höchstwahrscheinlich auch wesentlich instabiler laufen, da man ja einen großen Teil der Entwicklungskosten nur für die Portierung verwenden muss, wenn Windows nicht so eine wahnwitzige Verbreitung hätte.