RaiseHell schrieb:
Linux ist eine hervorragende Plattform, und dennoch hat sie massive Schwierigkeiten, sich am Desktop-Markt zu behaupten, und das, obwohl es kostenlos erhältlich ist, im Gegensatz zu Windows.
du vergleichst (!) windows mit linux? daran sieht man schonmal sehr gut, dass du von beiden OS keine ahnung hast. lies dir mal das hier durch:
http://www.felix-schwarz.name/files/opensource/articles/Linux_ist_nicht_Windows/ bevor du sonen quatsch schreibst ...
darkfate schrieb:
Genau so wie der andere ganze Müll der auf der Festplatte rumlungert von dem keiner weiß was er eigentlich tut weil es keiner je benutzt hat.
-Outlook Express
-Movie Maker
-Messenger
-MSN
...
...
diese Liste wurde mit Vista größer und mit Win 7 (Vista SP2) noch größer.
die masse an windows-verkäufen läuft über oem-systeme. und die käufer derselben wollen ihren rechner einschalten und loslegen, ohne erst irgendwas konfigurieren zu müssen wie bei linux oder ff. wenn hans müller ovn nebenan abends seine amateurfilmchen ein wenig zurechtbasteln will, ist der movie maker wunderbar geeignet. wenns um seine emails geht, ist er mit outlook express bedient, der messenger ist für den 08/15-anwender ebenfalls einfach zu bedienen - und genau darauf kommt es an. findet hans müller dann heraus, dass er mit sony vegas, tb oder icq besser zurecht kommt, kann er es nachinstallieren. wären die programme von vorneherein installiert, wäre er allerdings höchstwahrscheinlich überfordert. sogesehen müsste jeder "dritthersteller" ms dankbar sein, dass diese quasi kostenlos einstiegsmaterial bieten, welches dann zur verwendung von produkten dritter führt, sobald windows-bordmittel nicht mehr ausreichen.
die masse der kunden sind nunmal nicht so 1337e profis wie die, die sich gegen diese produktpolitik wehren.
Ich für meinen Teil begrüße jeden Angriff auf einen der großen Geier. Jede noch so kleine Einschränkung bedeutet mehr Freiheit für den User und eine Entlastung für den eigenen Geldbeutel womit mann sich irgendwo in der Karibik die Sonne auf den Wanzt scheinen lassen kann.
welch noble worte ... und so undurchdacht.
mach dir mal klar, was freiheit überhaupt bedeuten würde. jeder hersteller würde machen können, was er will. das wärs dann mit standards und kompatibilität oder bezahlbarkeit. oder meinst du "freiheit" nur auf dich bezogen? jedem das seine, dir das meiste? vordergründig hört sich das richtig gut an, aber mit ein bisschen nachdenken würdest selbst du darauf kommen, dass freiheit in allen belangen das letzte ist, was sich jemand wünschen kann.
es würde nämlich bedeuten, dass jeder - wie schon gesagt - machen kann, was er will. abgesehen davon, dass deine verhassten konzerne (die dafür gesorgt haben, dass du sowas hier posten kannst ... ironie des schicksals

) keine regeln mehr einhalten müssten, könnte auch jeder user schalten und walten, wie er will. und jeder wäre komplett für sich selbst verantwortlich, wenn irgendwelche probleme auftreten.
das ganze beschränkt sich nicht nur auf den hard-/softwaresektor, sondern würde sich auch in deinem sonstigen leben durchsetzen - wenn freiheit, dann doch richtig oder? spätestens wenn dein chef (sofern du arbeitest) keine lust hat, dich zu bezahlen oder dir jemand mittels faustrecht seine meinung aufdrängt, wirst auch du nach regeln schreien und die naiv geforderte freieheit verdammen. denn freiheit bedeutet nichts anderes als anarchie. und die kann kein normal denkender mensch wollen.
egal ob regeln oder freiheit - gibt es zuviel von einem, leiden alle darunter. aber sowas kann man sich nur schwer auf irgendwelche transparente malen und irgendwo rumposaunen...
P.Slayer schrieb:
Wenn die EU die Monopolstellung von MS weg haben will, dann soll sie den herstellern der Notebooks und Desktops sagen ihr sollt nicht nur Windows sondern auch Linux zur auswahl stellen. Also das man vor dem Kauf entscheidet ob man linux oder Windows kauft.
das wäre auch eine idee, aber bei ms hat man einen ansprechpartner, den man unter druck setzen kann - im gegensatz zu hunderten oems

ich warte auch auf den tag, wenn die ganzen open source-programme ebenfalls verkauft werden und eben nicht mehr frei erhältlich sind (bei linux ist man ja auf dem weg dahin ... beispiel suse

). man bekommt das basispaket kostenlos, will man aber alle funktionen nutzen oder support haben, muss man zahlen. sehr kundenfreundlich wie ich finde... mich würde ernsthaft interessieren, wie sich die wendehälse dann verhalten ... wem sie dann die schuld in die schuhe schieben.
@topic
die deaktivierung ist doch ein guter vorschlag. vielleicht wäre ein auswahlfenster bei der installation noch eine idee, wo man ohne einen browser zu benutzen die installationsdateien der alternativen browser herunterladen kann. mir als entwickler würde sowas allerdings zu weit gehen - abgesehen davon, dass es für die meisten kunden zu umständlich werden würde (denkt mal nach, warum es die t-online-software immer noch gibt

). was nützt einem ein os, dem man nach der installation erst noch X teile mühsam zufügen muss, damit es das tut, was man will? ich will nicht wie beim ff erst alles mögliche einstellen müssen, damit er "richtig" funktioniert. ich will mich nicht durch hunderte seiten forentext lesen müssen, um mein os benutzen zu können (windows bietet von haus aus mehr "schutz" als ein unangepastes linux-system). und ich will mich nicht erst durch hunderte threads und artikel wühlen müssen, nur damit ich bei der auswahl von os-programmen das "richtige" benutze. das kann niemand, der bei klarem verstand ist, wollen. eine wahlmöglichkeit ist eine klasse idee und lösung. alles darüberhinaus ist nichts anderes als der stand davor, nur eben mit vertauschten seiten.
sicherlich gibt es für alle windows-bordmittel "bessere" alternativen. aber die wenigsten user benutzen die, weil die bordmittel eben ausreichen und einfach zu bedienen sind - und wer hier davon redet, dass der kunde benachteiligt wird, denkt nicht in deren sinne, sondern einfach nur daran, den "großen" eins reinzuwürgen oder irgendwie ein stück vom kuchen abzubekommen.
glaubt hier ernsthaft jemand daran, dass opera und google humanitäre ziele verfolgen?
jedes unternehmen - egal obs diverse linux-publisher/distributoren, ff, opera, google, OOo oder sonstwer ist - würde exakt so handeln, wie ms es tut. nur können sie es nicht, was sie nach aussen hin so verkaufen, dass unbedarfte und selbst ernannte profis sie bemitleiden bzw. bewundern, wie tapfer sie sich gegen die übermacht ms zur wehr setzen.
und ebendiese profis spielen den monopolisten von morgen blind und bereitwillig in die hände. ganz klasse ...