Optimale Vermögensaufteilung

[ChAoZ]

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Hallo Leute,

mir ist durchaus bewusst dass das hier primär ein Forum rund um den PC ist aber ich wollte dennoch mal nachfragen.
Dass das hier keine Finanzberatung und alles auf eigenes Risiko geschieht ist ebenfalls klar.

Ich befasse mich seit einigen Wochen mit meinen Finanzen, bin zwar mit Mitte 30 etwas spät dran damit aber nicht zuspät^^

Wie sieht eure Vermögensaufteilung aus?
Klar, eine sehr persönliche Frage, ich möchte auch keine Euro-Summen hören sondern ehr Prozente.

Aktuell sieht es bei mir so aus:
  • 62% des Vermögens ist auf dem Tagesgeldkonto bei 0,01% :freak:
  • 26% Edelmetalle (21% Gold, 5% Silber)
  • 12% Crypto

In ETFs arbeite ich mich noch ein.

Möchte die Aufteilung noch dieses Jahr so gestalten:
  • 20% Rücklagen (Konto/Bar/was auch immer)
  • 12% Crypto bleibt (5-10 Jahre)
  • Edelmetallen auf 20% runter (Verkauf nur im Notfall geplant)
  • 48% ETFs <- Vermögensaufbau

Was haltet ihr davon?
Wie sieht die Aufteilung bei euch aus?
 
Bin auch Mitte 30

Ich hab noch ein paar alte Fond Sparpläne von der Bank, als auch Riester.
Bei beidem bin ich bisher zu faul zum Kündigen gewesen.

Bankkonto schwankt zwischen 5.000-10.000€
Immer, wenn was über ist, Butter ich das in ETFs

Bei den ETFs zum einen klassisch in MSCI World und MSCI Emerging Markets
und zum andern Tech lastige Sektorwetten.
Clean Energie, S&P500 Tech ,Batterien, Automatisierung.
Ich mag da keine Sparpläne, sondern wenn Geld über ist, will ich mir Spontan einen raussuchen.

Wenn der Bitcoin bei 10.000 liegt, gönn ich mir vermutlich auch einen.
 
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Guten Abend,

zunächst ist meine allgemeine persönliche Meinung, dass sich jemand mit einem eher niedrigem Einkommen, natürlich sofern es möglich ist, ein Eigenheim finanzieren sollte.

Darüberhinaus würde ich als Laie ein günstiges Online-Depot eröffnen und in günstige Produkte mit langer Anlagedauer invenstieren.

Kryptowährungen sind aktuell spekulativ und hier sollte selbst ein Totalverlust akzeptierbar sein.

Sonst ganz simpel:

15% - 25%: Tagesgeld
Rest: Eigenheimfinanzierung / Sondertilgungen
Den Rest vom Rest Depot: ETFs, Aktien, Rohstoffe, Anleihen.
Rest vom Rest-Rest: Krypto

Ich mag den YouTube-Kanal "Finanzfluss", ab und zu mal die Videos schauen, solide finanzielle Bildung.
 
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Danke. Ja Finanzfluss gucke ich in letzter Zeit sehr oft. Großartiger Kanal.

Tagegeld bei 0.01% kann man sich aktuell echt sparen. Was Cryptos angeht habe ich heute mein Portfolio vervollständigt.... und zack stürzen die Kurse ab und ich bin 500 Euro los 😅 aber ja, ist für min. 5 Jahre gedacht und ab jetzt schaue ich nicht mehr auf den Kurs. Totalverlust eingerechnet.
 
Auf dem Tagesgeld/Giro sollte man mindestens 3 Nettogehälter haben, idealerweise 5. Nicht zum Ansparen, sondern als Reserve.
 
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Ich stehe momenta nauch eher am Anfang des Vermögensaufbaus.

Allzuviel an monetärem habe ich aber bisher nicht ansammeln können. Lagen dabei doch relativ viele Investitionen in den vergangenen 3 Jahren, die ich nun im Berufsleben stehe (Mit jetzt Ende 20)
u.A. Autokauf, Bafög-Rückzahlung vom Studium, Wohnungskauf und damit verbundene Sanierungsinvests sowie die grundlegende Ausstattung der Bude (Da laufen ja auch Ruck Zuck mal 20.000€ rein…)
Mein Plan für die Zukunft sieht auch so aus, dass ich kleinere Sparpläne laufen lasse.
Ein kleiner Teil geht auf einen älteren Invest-Fond der aktuell ganz gut da steht (dank mehrerer Direktinvests kurz nach dem Corona-Crash letztes Jahr)
Ansonsten schieße ich je nach Verfügbarkeit einen mittleren dreistelligen Betrag in ETF’s oder Direktaktien. Damit habe ich aber erst ende letztes Jahr angefangen (Leider etwas spät um von guten Einstiegskursen profitieren zu können)

Prio hat für mich aber aktuell die Immobilie zu sanieren bzw. zu renovieren und durch die Wertsteigerung indirekt eine Vermögenssteigerung zu erzielen. Die Arbeiten erledige ich nahezu alle in Eigenleistung wodurch sich das Meiste relativ günstig umsetzen lässt.
Aus dem Grund muss ich aber mehr Barmittel vorhalten als es sein müsste. Das Geld muss im Fall der Fälle auch kurzfristig verfügbar sein. Da wäre es kontraproduktiv wenn ich das alles in ETFs stecke und die grad bei -20% stehen.

Zusammenfassend ist damit geplant:
80% vom freien Einkommen auf Barkonto sparen (Keine Zinsen) – Indirekt aber in Immobilienwertsteigerung
15% In ETF und Direktaktien
5% Fondsparen
 
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Idon schrieb:
Auf dem Tagesgeld/Giro sollte man mindestens 3 Nettogehälter haben, idealerweise 5. Nicht zum Ansparen, sondern als Reserve.
Habe ich, aber nicht bei der Bank ;)
Werde in den nächsten Wochen mein Edelmetall Anteil senken auf 20% und den Gewinn in die ETFs investieren.

Wobei mein Goldwert sich in den letzten 6 Jahren um fast 60% erhöht hat, das sind 10% pro Jahr und damit eigentlich sehr lukrativ^^ 20g haben 2015 noch keine 650 EUR gekostet, heute geht der Preis ab 1030 EUR los.
 
Naja, im direkten Zugriff halt.

Im Bekanntenkreis wurde der Arbeitgeber gehackt, es kam über einen Monat kein Geld. Ein Szenario, an dass ich gar nicht gedacht hatte. Hatte das bisher auch immer etwas von der vermuteten Solvenz meines AG abhängig gemacht.
 
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Ich bin 40 und betreibe leider erst seit ca. 3 Jahren Altersvorsorge/Vermögensaufbau... Jobbedingt ging es nicht früher...

Momentan habe ich ca. 60 % im FTSE Allworld von Vanguard und 40 % im Tagesgeld.
Als Puffer schlummer auf einem 2. Tagesgeldkonto 5 Nettogehälter und das Girokonto ist auch immer weit von 0 entfernt... :D
Ist vielleicht etwas zu "sicher", vielleicht werde ich nach und nach etwas mehr in den ETF stecken, dass dieser eine Quote von 75 % erreicht...

by the way... eigene Immobilie habe ich für mich momentan abgehakt... der Punkt "Wohnen" frisst momentan so nur ca. 25 % meines Netto-Einkommens...
meine "Sparquote" liegt momentan, auch corona-bedingt bei ca. 60 %... davon fliessen ca. 70 % in den ETF und 30 % auf das Tagesgeld...
 
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Immobilie ist die beste Altersvorsorge!
Leider fast unbezahlbar heutzutage aber ich habe es dennoch vor... alleine weil ich schon die Schn...ze voll habe von dem ganzen Lärm auf der Straße^^

Vielleicht in 10 Jahren oder so, bis etwas Eigenkapital angepart wurde...
Mit 100k Eigenkapital braucht man heute ja nicht zur Bank zu gehen...
 
[ChAoZ] schrieb:
[...]
Vielleicht in 10 Jahren oder so, bis etwas Eigenkapital angepart wurde...
Mit 100k Eigenkapital braucht man heute ja nicht zur Bank zu gehen...

Gerade derzeit geht zum Teil auch schlicht 0 EK.
 
larska schrieb:
kann man nicht Pauschalisieren...
Ja eine Mrd. EUR ist noch besser schon klar aber hey, ein Eigenheim bedeutet im Alter etwas Sicherheit.
Wenn der Kredit abbezahlt ist, reichen 500 EUR zum leben da die Miete entfällt... so denke ich mir das jedenfalls...
 
Es gibt vor- und nachteile einer eigenen Immobilie.

Grundsteuer, (größere) Reparaturen, Renovierungen sind Aufgabe des Wohnungseigentümers.
Bei eigener Immobilie ist man das selbst, bei einer Mietwohnung kann man gemütlich mit dem Finger auf den Vermieter zeigen und sagen "Mach mal!".

Grundsteuer ist auch dann fällig, wenn du in Rente bist. Nur so.

Ob man sich selbst kümmern will oder das gerne andere machen lässt, ist ne Frage von Typ, Geld, Familie, Zeit etc.

Ob die eigene Immobilie wirklich günstiger ist lässt sich pauschal nicht sagen. Man kann über Lebenszeit mit einer Mietwohnung im EG mit Garten und TG Stellplatz günstiger wegkommen als mit einem vergleichbaren Eigenheim (Garten, Garage, Terrasse), oder aber auch teurer. Muss man individuell für sich ausrechnen.

Und dann kann es sein dass man sich in 20-50 Jahren in einer boomenden Region wiederfindet oder in einer "Strukturschwachen". Das kann schnell gehen, siehe Detroit.
Man hat dann zwar immer noch ein Eigenheim, aber u.U. ist der Wertzuwachs so gering, dass man sie kaum bis gar nicht mit Gewinn verkaufen könnte.
Oder, die Kehrseite, keines der Kinder kann das elterliche Haus übernehmen, da es im Wert inzwischen so hoch ist, dass es sich keiner leisten kann.

Dazu kommt die flexibilität/Sicherheit Rechnung.
Besitzer sind weniger flexibel was einen Umzug angeht (man muss ja erst mal die Butze verkaufen), dafür ein wenig sicherer, man hat ja eine Immobilie die man wenn's hart kommt veräußern kann.

Achso, wer Wohneigentum besitzt ist afaik verpflichtet eine Steuererklärung abzugeben.
Nicht dass das einen Unterschied machen würde.

Das Thema wurde / wird aber gerade auch im anderen Finanzthread durchgekaut.
 
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Was @Idon geschrieben hat.

Ergänzend (auch wenn es auf dich nicht zutrifft) mein Weg:

1. Zuerst alle Schulden tilgen. Eigentum ausgenommen.

2. Notgroschen ansparen. Mindestens 3 netto auf Tagesgeldkonto bzw. muss es schnell liquide sein. Waschmaschine explodiert? Du kannst dir direkt eine neue kaufen ohne erst einmal auf dein laufendes Einkommen zurückzugreifen.

3. ETF-Sparplan als Altersvorsorge.

Mieten oder kaufen ist eine individuelle Entscheidung. Ein Annuitätendarlehen muss über Jahrzehnte bedient werden können.
 
Wenn ich nur zwischen 1000Euro Kaltmiete und 1300 Rate für ein Kauf darlehen auswählen kann, wähle ich den Kauf.
So habe ich nach 30 Jahren ein dach überm kopf und die Mieten werden in 30 Jahren definitiv höher sein als die Monatliche Rate die ich unterschrieben habe.
PS: Auch die Miete muss jeden Monat bezahlt werden.
 
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m0LN4r schrieb:
Wenn ich nur zwischen 1000Euro Kaltmiete und 1300 Rate für ein Kauf darlehen auswählen kann, wähle ich den Kauf.
So habe ich nach 30 Jahren ein dach überm kopf und die Mieten werden in 30 Jahren definitiv höher sein als die Monatliche Rate die ich unterschrieben habe.
PS: Auch die Miete muss jeden Monat bezahlt werden.
Ja und Nein.
Das Problem ist, dass du später auch dort wohnen musst. Wenn du jetzt ein "zu große" Wohnung/Haus kaufst als du später im Alter bewohnen kannst/willst...
Man ist halt nicht flexibel... eine Wohung/Haus ist halt mal nicht eben verkauft... Wenn du eine ähnliche Summe aber z.B. als ETF-Anlage hast und zur Miete wohnst kannst du im Alter auch noch entscheiden wieviel du für "Wohnen" pro Monat ausgeben willst...
Der Kredit ist zwar dann getilgt, aber eventuell ist der Unterschied nicht groß...
Lies mal "Kaufen oder mieten" von Gerd Kommer...
 
Zum Thema Kaufen/Mieten gibts ja schon den Thread: Wohnung / Mietpreise. Um bei dem Thema ETFs/Aktien aktuell zu bleiben gibt den Aktienthread: Aktien kaufen, verkaufen und Fragen
Die ideale Aufteilung ist natürlich sehr individuell und von der eigenen Risikobereitschft abhäning. Bei mit sieht es aktuell so aus: (Das was im Riester etc. ist, ist hier nicht mit aufgelistet) Zur Zeit keine eigene Immobilie geplant.
Capture.PNG
 
Ja schon, aber bei 1000 Euro steigender KM, kannst du ja nicht eine Ähnliche Summe als Anlage anlegen und auch mit den ETFs, Steuer, kann es genau dann blöd laufen.
Wie schon gesagt ich habe mich hier gerade umgeschaut, zur auswahl gibts.
1000.-Eur KM, die von Jahr zu Jahr steigt, inflation steigt.
1300.-Eur Rate
Beide Wohnungen sind gleich groß, gleich alt und haben die gleiche Lage.
- Und nach dem aktuellen Stand der dinge, bin ich mir fasst sicher, das die 1000 Miete, die 1300 Rate in 5-7 Jahren erreicht haben.

Zum "Man ist halt nicht flexibel..." naja ich denke diese flexibilität ist etwas übertrieben. Wenn man jung und single ist vielleicht, aber mit 65+ will man nicht mehr flexibel sein, sonder eher in der Nähe eines Artztes und supermarktes wohnen und sich keine Gedanken über die Miete zu machen.

Ein mittel große Wohnung zu verkaufen geht momentan schneller als man glaubt oder man kann es vermieten und dafür in eine Kleinere Wohnung ziehen.
Ich weiß aus erster Hand, das hier wo ich Wohne mittlerweile Wohnungen in einer Woche verkauft werden und wenn man anruft und reservieren will auf eine 24 Stunden alte Anzeige ist man schon der fünfte auf der Liste.
Und für Grundstücke über die gemeinde waren wir die ca. 80 auf der Liste und es gab nur 22 Stück vor 2 Jahren, seit dem gibt es keinen neuen Bebaungsplan, weil die Gründstücke von irgendwelchen Unternehmen aufgekauft wurden und 2 Jahre später für das dreifache angeboten werden und ich reden von 20km von der Stadt raus ist es so.
Meine Frau hat Wohnungen gezeichnet, dieses Jahr werden die anfangen zu bauen, qm preis liegt bei ca. 6500/qm und 80% der Wohnungen sind schon verkauft.

ETFs und Investieren allgemein ist wichtig, aber auch eine Immobilie zu kaufen ist eine Investition und bei Miete+Leben+Familie+Investieren, da muss man schon überdurchschnitlich verdienen.
60% oder sogar mehr verdienen unterdurchschnitlich, da kommt bei Miete+Investieren nicht viel am ende raus, egal wie viel Bücher man über das Thema lesen mag.

Kommt drauf an wie viel % des einkommens die Miete ist und wie viel am ende übrig bleibt.
 
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