Optimaler Anschluss für DAC (brauche ich noch ein Interface?)

Doc Boy

Cadet 4th Year
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Hallo Leute,

ich habe vor meinen neuen Schiit Bifrost Multibit DAC am PC zu betreiben. Zunächst hab ich mir überlegt ihn an den optischen Ausgang des Mainboards anzuschließen, jedoch wurde mir dann langsam klar, dass der Sound dann ja auch noch in irgendeiner Form über die Onboard Soundkarte läuft. Verändert das den Klang?

Ich hab immer ganz blauäugig gedacht, dass ein DAC exakt dasselbe wie eine externe Soundkarte macht, aber realisiere jetzt, dass er ja selbst bei USB-Anschluss keine puren Daten- sondern ein "vorbereitetes" digitales Audiosignal bekommt. :rolleyes:

Meine Frage ist daher: verschlechtert die Onboard Soundkarte den Sound, oder ist sie irgendwie in der Lage den "reinen Sound" optisch oder über Coax durchzuschleifen und den DAC alls machen zu lassen?

Oder sollte ich noch ein Interface dazukaufen, z.B. sowas:

http://www.schiit.com/products/wyrd
oder sowas:
http://www.schiit.com/products/eitr

Restliche Audiohardware: Schiit Valhalla 2 PreAmp, Adam A77x Monitore, Sennheider HD580 precision Kopfhörer

Herzlichen Dank für Eure Hilfe!
 
Doc Boy schrieb:
Verändert das den Klang?
Kurze Antwort: nein.

Eine externe Soundkarte macht zwar noch etwas mehr als ein reiner DAC, aber der Soundchip (aka. Codec) ist mittlerweile auch nicht mehr viel was anderes als ein reiner digitaler I/O Chip der die Daten nur weiterreicht. Und die modernen Realtek-Chips die man meistens auf dem Board hat machen diesen Job schon sehr gut.

PS: über USB läuft das ganze nicht über den OnBoard Soundchip sondern dann kommt tatsächlich einer im DAC zum Einsatz (laut Datenblatt ein C-Media CM6631A)
 
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optischer ausgang ist rein digital und "sauber" - abgesehen vom jitter. das ist aber ein anderes thema.

die daten, die über den toslink aus dem board rauskommen, sind genau das selbe, was auch aus einem usb port rauskommen würde: ein digitales audio signal.

ob optisch, coaxial oder per usb: ein dac bekommt immer digitale musik und wandelt die in ein verwertbares analoges signal für verstärker um und erst ab der wandlung von digital zu analog kann sich die qualität verändern. (ausser wir haben massive störungen/jitter im digitalen signal - jitter kann man aber erst mal ausklammern, das hat am pc keinen wirklichen einfluss und ist eigentlich einem "unsauberen", d.h. nicht elektrisch getrennten usb anschluss vorzuziehen. pc hardware kann über usb in einen dac einstreuen, optisch ist dagegen komplett immun.)
 
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Mal eine andere Frage dazu an dich TE.

Wenn eine CD 16 bit 44,1 khz und 2 Knäle hat und das alles digitaler Sound gespeichert ist ergo nur 0 und 1 ... was wird dann bei einer digitalen Ausgang einer Soundkarte rauskommen wenn sie nichts berechnen muss ?

Was bei einer DVD ?

Und was bei einer HDD ... bedenke alles wird binär gespeichert und soll binär rauskommen.
 
Schlecht bei OnBoard sind wenn dann meist die DAC... die das Digitale ins Analoge Signal wandelt, Kopfhörer oder Lautsprecherausgang, oder der ADC also Mikrofon und Line-In.
Das bei Dir ja dann nicht zutreffen würde.
SPDIF hat den Nachteil, das die Samplerate bis zu 48Khz beträgt. Ob man mehr nun heraushört sei dahingestellt.
So wie ich das sehe hat das Ding aber USB? Von daher ist es egal. SPDIF oder nutze im Zweifel USB.
Letzendlich wenn das Ding USB hat, wird es auch als wie eine externe Soundkarte erkannt werden.

Ein Adapter, zudem preislich überzogener, wird nicht nötig sein.
 
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Ich danke Euch für Euren Input Leute! :) Ach ja, Board ist das Asus Formula X. Arbeitet mit diesem Asus Supreme FX.

@xxMuahdibxx
Was soll denn diese Frage? Natürlich ist mir klar, dass bis zum DAC alles voll digital "binär" bleibt, aber hier geht es doch darum, wie dieses digitale Signal prozessiert wird, durch "Klangverbesserungen" des DSP der Soundkarte.
 
Doc Boy schrieb:
wie dieses digitale Signal prozessiert wird, durch "Klangverbesserungen" des DSP der Soundkarte.
Das hängt nur davon ab was man an Zusatzfeatures des Soundtreibers nutzt, sprich was man da an Equalizer und anderen Effekten aktiviert oder sie eben auf aus lässt.
 
SPDIF egal ob Optisch oder Coax ist halt Bandbreiten bedingt auf 24bit/192kHz begrenzt. Was aber mehr als ausreichend ist, da es praktisch eh kein Quellmaterial gibt das mit mehr als 24bit/96kHz gesampled ist.
Wenn dein DAC das DSD (Direct Stream Digital) oder MQA (Master Quality Authenticated) Format unterstützt dann funktioniert das nur über USB!

Prollpower schrieb:
...600€ für ein Lumpenteil welches nur Cinch-Anschlüsse bietet?...
welche Ausgänge sollte ein DAC deiner Meinung nach denn haben? :freak:
 
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Ich wollte hier eigentlich keine Diskussion starten, ob der Bifrost es wert ist oder nicht, aber ok. :freak: Man kann im Hifi Bereich noch WESENTLICH teurere DACs kriegen. Zudem konnte ich ihn gebraucht massiv vergünstigt bekommen.
"Nur Cinch" ist bei meinen Kabellängen von 1,5m völlig ausreichend gegenüber XLR. Wenn man meine Audiokette beachtet, ist das Ding nicht fehl am Platz, nur weil irgendwo ein Random Foren Dude das getestet haben will, ich kenne diese Diskussion zudem :). Mike Moffat hat alles dazu gesagt.
 
Bei 600 (!!!!) € könnte ich zumindest symmetrische Anschlüsse erwarten.
Was macht das Ding? Signal geht digital rein und kommt analog raus? Ich versteh es nicht, welchen Voodoo beherbergt das Ding, welches den Preis rechtfertigt und liefert nicht mal ein Signal welches ich durch Störeinflüsse von Außen geschützt ist?

Das ist absurd. Ehrlich.
 
Nö ist es nicht. Aber dass sich in einem Hardwareforum immer noch für teure und spezielle Technik gerechtfertigt werden soll, das ist das wirklich absurde :freak:

Aber wenn es Dich wirklich ernsthaft interessiert, und Du nicht nur stänkern willst, wie schwachsinnig das alles ist, lies Dich in die Diskussion bei head fi dazu ein :daumen:
 
Mag schon sein, dennoch man wundert sich. Wollte jetzt auch nichts losbrechen.

Hab die Diskussion auch nur kurz überflogen, Mike Moffat ist der Ingenieur von Shiit? Was der nun gesagt hat, hab ich nicht verfolgt. Jedoch wird er seine Arbeit kaum schlecht machen und irgendwie das versuchen zu verkaufen.
Gut, gibt auch teurere DAC, aber auch günstigere die kaum schlechter sein dürften.
 
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Alles cool ;)

Moffat ist quasi der Chef von Schiit und einer der "Erfinder" des DACs an sich. Ich will wirklich nicht wie ein Fanboy rüberkommen hier, aber ich bin überzeugt, dass die da gute Arbeit leisten. Er selbst hat ja zu diesem Forentest auch gesagt, dass es sich da offensichtlich um ein nicht richtig arbeitendes Gerät handelt.

The linearity reported measurement is atrocious and far below the performance level of any 16 bit Bifrost ever sold.

Zu dem symmetrischen Signal: Gerade Dir als Gegner von Voodoo Kram (grundsätzlich richtige Einstellung) wird doch bewusst sein, dass bei den kurzen Kabellängen, die die meisten Wohnzimmer haben keine XLR Connects nötig sind. Die nächstgrößeren Schiit DACs haben btw auch alle XLR.
 
Ich mein, ich sehe nicht alles absolut als unsinnig an. Es gibt bemerkbare Unterschiede zwischen günstig und gehoben. Nur gibt es übertrieben, wo ich jedes mal ins Unverständnis rutsche.
 
Eine Symmetrische Verbindung macht für einen reinen DAC doch keinen Sinn, niemand geht von einem DAC direkt auf nicht verstärkte Lautsprecher und bei "self ampliefied" Lautsprechern ist es eh für die Füße.
Deshalb haben eigentlich nur DAC-AMP combos oder Reine Amps Symmetrische Ausgänge.
 
@msgt naja, im Studio Bereich wird XLR schon viel verwendet. Meine Monitorboxen haben zum Beispiel auch nen XLR in. Und würde ich z.B. nen Schiit Gungnir nehmen würd ich sie vielleicht auch direkt an den XLR out hängen. Wobei ich dann auf den schönen Röhrenklang des Preamp verzichten müsste...
 
Die schiit amps sind eigentlich durch die Bank weg empfehlenswert, das gilt aber leider nicht für die DACs. Aus irgendwelchen Gründen sind die alle (wirklich alle) messtechnisch ziemlich mies. Ob man das hört? Nein eher nicht. Würde es mich stören wenn ich nen mittleren driestelligen Betrag für nen DAC ausgebe und dieser ist messtechnisch ne Katastrophe? Ja, definitiv. Vor allem wenn es genügend Hersteller in dem Preisbereich gibt die genauso gute (bzw halt bessere) Hardware bauen.
 
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Symmetrisch wenn dann alles. Nicht irgend was zusammenbasteln unsymmetrisch und symmetrlisch den das hat keinen Sinn und kostet nur Geld.
Ich nutze eine Cambridge Audio DacMagic 100. Kostet nicht viel und hat über USB alle Formate als Cinch Out die ich brauche. Auch Wasapi über meine bevorzugte Audio Streaming Plattform und Foobar2000.
Da ich noch eine sehr sehr alte PCI Soundkarte mit Koaxial Digital Out habe nutze ich auch dort ab und zu den Digital Koax IN beim Cambridge. Alles unter Win10 ohne Probleme.
 
ChotHoclate schrieb:
Die schiit amps sind eigentlich durch die Bank weg empfehlenswert, das gilt aber leider nicht für die DACs. Aus irgendwelchen Gründen sind die alle (wirklich alle) messtechnisch ziemlich mies.[...]

Messtechnisch sind Röhrenamps und Vinyl auch sicher ganz ganz schrecklich. Und trotzdem hört es sich toll an. Gerade die Schiit MULTIBIT DACs werden eigentlich durch die Bank weg sehr gelobt. Und darum gehts hier. Und wie gesagt, ich kam gebraucht recht günstig dran. Und feiere die Firma und ihren Ethos einfach sehr.
 
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