Parteiische Boulevardmedien ohne journalistische Sorgfaltspflicht - insb. BILD - wo ist die Grenze?

Axxid schrieb:
Aber in dem Artikel “meldet” die ukrainische Regierung während die russische Seite “behauptet”.
Was daran liegt, dass man die ukrainischen angaben verifizieren kann (geolokalisation) die russischen nicht? Und das mit dem
Namen? Nun ja, wenn die russen ihre meldungen anonym abgeben und die meldung ohne konkrete nennung eines names daher kommt, dann soll man wie einen namen nennen? Hier sind wir wieder beim dem punkt, dass du einfach was unterstellst, damit du behaupten kannst, hier wird manipuliert. Du prüfst nichtmal nach, warum bestimmte Formulierungen genutzt werden, sie sind einfach für dich manipulation. Unabhängig davon, ob sie richtig oder falsch sind.

Ich verschwende zuviel zeit mit einem user, der unfähig ist, seine These selbst dann zu begründen und mit Argumenten zu untermauern, wenn man ihm die möglichkeit dazu quasi unter die Nase reibt. Stattdessen wird ad hominem argumentiert mit einer Sache, durch die er selber nicht glänzt. Oder wo bist du von deiner meinung schon abgewichen? Na? Richtig, tust du selber auch nicht, egal wie erdrückend die Faktenlage gegen deine Meinung spricht.
 
Die russische Armee will nach eigenen Angaben drei Kilometer in Richtung Kupjansk vorgestoßen sein.
Das russische Verteidigungsministerium behauptete, dass eigene Truppen bei Wilschana, 15 Kilometer nordöstlich von Kupjansk, vorgedrungen seien.
Offensivoperationen der russischen Streitkräfte in der Region waren nach Einschätzung des ISW hingegen erfolgreich.
Wenn die Offensivoperationen der russischen Streitkräfte nach Experteneinschätzung erfolgreich waren, warum ist der Rest des Textes so aufgebaut, als ob man den russischen Angaben nicht glauben kann/soll/darf?

Warum ist Wilschana nicht auf den Karten markiert um wenigsten einen Anhaltspunkt zu haben?
 
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In einem Krieg gibt es keine neutralen Informationen, da die Informationsebene eine Dimension des Krieges an sich ist und wesentlich über den Ausgang entscheidet – noch viel mehr als dies früher der Fall war.

Dies konnte man beispielsweise gut bei der Gegenoffensive um Izium sehen, als ukrainische Mini-Stoßtrupps in den sozialen Medien Bilder von mutmaßlichen Eroberungen weit hinter der Frontlinie posteten. Die russischen Einheiten verließen daraufhin in Panik die Stellungen, da sie dachten, sie wären kurz vor der Einkesselung.
 
Axxid schrieb:
warum ist der Rest des Textes so aufgebaut, als ob man den russischen Angaben nicht glauben kann/soll/darf?
Und du wirfst anderen Manupilation vor? Die Zitate stehen in dem Beitrag weder in dem Zusammenhang noch in der Reihenfolge, in der du sie hier zitierst...

Das eine bezieht sich auf den Ort Swatowe und Nowoseliwske (südöstlich von Kupjansk), das andere auf Vil'shana (Wilschana, nordöstlich von Kupjansk). Das ist über 50km Kilometer auseinander. Das eine bei Nowoseliwske kann durch Geolokalisation bestätigt werden, darauf bezieht sich auch der Satz, den du zuletzt zitierst. Der Vorstoß bei Vil'shana hingegen kann durch Geolokalisation oder andere Quellen nicht bestätigt werden. Umhin gibt es nur die Aussage der russischen militärischen Führung. Darum ist hier die Formulierung "behauptet" durchaus korrekt. In der News steht das ganze auch aus einem ganz guten Grund durch einen Absatz getrennt!

Mit jedem Post beweist du, dass du dir das ganze weder genau anschaust noch die gegebenen Informationen prüfst. Du shcaffst es nicht einmal den Aufbau der Quelle korrekt einzuhalten. Der Vorwurf der Manipulation besteht also nachweislich ausschließlich auf deiner Annahme aufgrund der Wortwahl, ohne zu prüfen, ob diese korrekt ist oder nicht. Dein Verdacht allein ist dein Fakt.

So funktioniert Quellenanalyse/-kritik nicht!
Axxid schrieb:
Warum ist Wilschana nicht auf den Karten markiert um wenigsten einen Anhaltspunkt zu haben?
Nowoseliwske ist auch nicht markiert! Jeder, der irgendwann shconmal google maps oder dergleichen benutzt hat weiß, dass gewisse Ortsnamen aufgrund der Größe je nach Maßstab nicht alle gleichzeitig aufploppen. Nichts anderes wird dafür der Grund sein. Zumal Vilshana indirekt markiert ist. Das ist nämlich im großen Kreis um Kupjansk enthalten und stellt den Bezug für den letzten Absatz dar....
 
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Axxid schrieb:
Wenn die Offensivoperetionen der russischen Streitkräfte nach Experteneinschätzung erfolgreich waren, warum ist der Rest des Textes so aufgebaut, als ob man den russischen Angaben nicht glauben kann/soll/darf?
Vielleicht weil die konkreten Angaben nicht überprüft werden können und auch die Experteneinschätzung dazu keinen Bezug nimmt?
 
OdinHades schrieb:
Pressefreiheit ist eine tolle Sache, das weiß ich als Journalist ganz besonders gut. Das bedeutet aber nicht, dass man sie nach Lust und Laune missbrauchen dürfen soll.
Sobald du Grenzen ziehst hast du aber die Büchse der Pandora geöffnet.

Wenn du z.B. Verallgemeinerungen und Ressentiments, die gefördert werden, einschließen möchtestest ("ALLE ..."):
Venyo schrieb:
Wenn außerdem über Jahrzehnte Narrative wie "alle Geflüchteten sind kriminell", "ausländische Großfamilien sind kriminelle Clans", "alle Sozialempfänger sind faul", "Muslime sind Terroristen", "Klimaschutz ist voll doof", in Köpfen zementiert werden und durch Angst und Hass die Gesellschaft spalten, dann wären Maßnahmen, die das einschränken, meiner Meinung nach zu begrüßen
...dann könntest du z.B. auch direkt die TAZ auf die Abschussliste setzen und diverse weitere linke Medien.

So was wie: "All cops are berufsunfähig" (https://taz.de/Abschaffung-der-Polizei/!5689584/)

Und dann:
Wohin also mit den über 250.000 [Polizisten] (...)
Spontan fällt mir nur eine geeignete Option ein: die Mülldeponie.
...ist nichts anderes als unreflektierte Hetze.

Dieser geschürte Hass entlädt sich ja auch regelmäßig von linker Seite auf Polizisten, deren Job ohnehin schon schwierig genug ist...auch ohne alle unreflektiert zu diskreditieren und sie auf der Mülldeponie sehen zu wollen.

Die Pressefreiheit muss ein enorm hohes Gut sein und vorrangig behandelt werden. Sonst könnte man nach Gutdünken allem einen Riegel vorsperren, was nicht zur eigenen Ideologie passt.

Narrative werden ohnehin von jeder Zeitung gefördert. Siehe etwa Gender-Pay-Gap, die Sau treibt man auch seit Ewigkeiten durchs Dorf, ohne das man das wissenschaftlich belegen und auf das Geschlecht reduzieren kann.


Axxid schrieb:
Die Diskussionskultur liegt seit langem am Boden. Moralische Überlegenheit gegen den Rest der Welt (aka. “Nazis”). Die BILD verkauft sich aus ähnlichen Gründen aus denen die AfD gewählt wird. Aber auf die darf man ja auch nicht eingehen. Alles braune Faschisten und Nazis und wer so etwas wählt ist mindestens ein Sympathisant!
Ich würde es nicht so absolut formulieren. Wenn man in Absolutismen abdriftet, dass ist insbesondere ein riesiges Problem am Linken und rechten Rand, dann verschlimmert man damit die Diskussionskultur.

Richtig ist aber auf jeden Fall, dass sich die Diskussionskultur verschlechtert hat. Die meisten verkehren hauptsächlich in ihrer eigenen Blase und alles außerhalb wird als schwarzvermummte Antifa-Schläger, linksgrünversiffte ..., rechtsradikale ... usw. usf. verschrien.

Das hilft bei Problemen in der Realität definitiv nicht.

Venyo schrieb:
Ich sehe es nicht von der Meinungsfreiheit gedeckt, dass sich ein Medium offiziell zu einem Pressekodex bekennt und dann aber regelmäßig dagegen verstößt (teils ganz offensichtlich bewusst) und zwar um Größenordnungen öfter als jedes andere Mitglied des Presserates.
Dazu hätte ich ja gerne mal eine Statistik und eine Auswertung, die (a) eine repräsentative Zeitspanne und (b) die Anzahl und Qualität der Verstöße objektiv erfasst und das dann (c) über die Anzahl der Artikel und Häufigkeit von Publikationen normiert.

Das die Bild kein Qualitätsmedium ist, darüber ist sich wohl jeder einig aber ob die Bild z.B. relativ gemessen schlechter dasteht als andere Medien, das müsste man erstmal objektiv ermitteln.

Venyo schrieb:
Wenn man SZ oder ÖR als ähnlich tendenziös wie BILD einstuft oder meint, die Journalisten seien rot-grüne Aktivisten - sorry, das ist dann so weit weg von der Realität und auf dem Niveau "Lügenpresse!", sodass man auf der Basis keine vernünftige Diskussion mehr führen kann.
Das halte ich auch für Mumpitz. Auf der anderen Seite kann man aber definitiv den grundsätzlichen Bias nicht einfach ignorieren. Es ist ja durchaus so, dass Meinungsbilder und vor allem in Diskursen überproportional häufig SPD, Grüne, ... geladen werden.

Wenn man im ÖR z.B. so was...
Gibt es in Deutschland eine Gender-Polizei und wer darf über wen noch Witze machen? Maybrit Illner debattierte am Donnerstag (20. Juli) mit ihren Gästen über Cancel-Culture, diskriminierungsfreie Sprache und Witze sowie deutsche Streitkultur.
...hostet und am Tisch sitzt nicht nur keine Person, die eine konservative Meinung vertritt, sondern es wird überhaupt gar keine Meinung mal kritisch hinterfragt, dann ist das für ein bezahltes Medium, was Neutral sein sollte, schon grob fahrlässig.

Leonie Plaar, die "Queere Influencerin" hat ja mit solchen Plattitüden geglänzt wie:
Am Ende glaube ich lieber einer Lügnerin als einem Vergewaltiger
...und auch ansonsten munter von Privilegien gequatscht.

Mal ganz abgesehen davon, dass die Mehrheit der Gesellschaft Gendern und auch ihre sonstige Privilegien-Ideologie und den ganzen Unsinn ablehnt (der ohnehin nur dazu gedacht ist, jeden in Kategorien zu unterteilen und vorzuschreiben, welche Gruppe nun wie stark Opfer und benachteiligt ist - Gruppenidentität par excellence), finde ich so was viel kritischer als die Bild. Wer Stammtisch-Headliner will, der wird die auch an seinem Stammtisch finden...aber ein von allen bezahltes Medium, dass Milliarden bekommt und neutral Bericht zu erstatten...das ist imho ein ganz anderes Kaliber.


Loptr schrieb:
Ich finde es immer interessant, wenn einseitig Manipulation vorgeworfen wird, obwohl alle NGOs usw. im Prinzip manipulieren. Aus jedem Fakt kann man unendlich viele konträre Standpunkte ableiten.
Das sehe ich auch so.

barmbekersurfer schrieb:
So richtig und wichtig ich öffentlich-rechtlichen Rundfunk finde - solch eine unseriöse Berichterstattung habe ich der ARD bisher nicht zugetraut.
Wie waron das hier erwähnt, passiert das schon seit einiger Zeit öfter:
The_waron schrieb:
Leider hat das in den letzten Jahren zugenommen, natürlich hat der ÖRR nicht das tendenziöse Niveau einer BILD, TAZ oder COMPACT, das ist aber auch nicht der Standard, denn eigentlich ist wie du schon gesagt hast hier der Standard die Ausgewogenheit und Neutralität, dafür bekommt man immerhin das größte Budget der Welt für einen Rundfunk und ist unabhängig von Werbung und Quote.
...und die Nicht-Neutralität vom ÖRR sieht man schon alleine daran, wie unausgewogen das Verhältnis der präsentierten Meinungen und eingeladenen Gäste, gerade bei Politdiskussionen, ist.

Erkekjetter schrieb:
Und keines züchten alle Medien Unsicherheit. Das ist einfach Quatsch.
Dem würde ich auch definitiv zustimmen. Siehe weiter oben: ständig mit Absolutismen umherzuwerfen dient niemanden.

A415 schrieb:
Ich empfehle ja immer auch ausländische gut sortierte Presse zu lesen.
+1!

Incanus schrieb:
Natürlich kann eine Nennung von Fakten auch eine Manipulation sein, kommt halt auf das wie an.
+1!

Das sieht man sehr schön beispielsweise beim Gender-Pay-Gap. Schaut man in die Studien, kommen die ohne Zweifel zum Schluss das es einen bereinigten Unterschied z.B. in Deutschland von <3% gibt, der auf nicht bereinigbare Unterschiede (etwa Präferenzen) zurückzuführen ist, insofern existiert kein Gender-Pay-Gap, da es nicht am Geschlecht liegt, sondern an anderen Faktoren. Durch das Dorf getrieben wird aber gerne die Sau "Frauen verdienen >30% weniger", weil man dort alle Frauen mit allen Männern im Durchschnitt vergleicht (also Teilzeit-Kassiererin mit Vollzeit-Ingenieur in einen Topf geworfen).

Das ist jetzt nur ein Beispiel, aus einer bestimmten Ecke, gibt davon selbstredend enorm viele und auch in so ziemlich jedem Lager.
 
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ascer schrieb:
...dann könntest du z.B. auch direkt die TAZ auf die Abschussliste setzen und diverse weitere linke Medien.

So was wie: "All cops are berufsunfähig" (https://taz.de/Abschaffung-der-Polizei/!5689584/)

Und dann:
Wohin also mit den über 250.000 [Polizisten] (...)
Spontan fällt mir nur eine geeignete Option ein: die Mülldeponie.
ascer schrieb:
...ist nichts anderes als unreflektierte Hetze.
Interessant, dass du derart selektiv zitierst. Du suggerierst damit, der Artikel würde vorschlagen, Polizisten auf der Mülldeponie "zu entsorgen". Der eigentliche Kontext ist aber ein ganz anderer:
Wohin also mit den über 250.000 Menschen, die dann keine Jobs mehr haben? Einfach in neue Berufe stecken? Weil das nach 1945 so gut funktioniert hat? Fehlanzeige. Aber welche Bereiche der Arbeitswelt wären sicher?
Es geht also um neue Berufe für Polizisten im Falle einer Abschaffung der Polizei. Dein Zitat reißt Aussagen aus dem Kontext und ist ein Paradebeispiel für schlechte Diskussionskultur.
Dabei ist das gar nicht nötig, wenn man sich den letzten Absatz mal in seiner Gesamtheit betrachtet:
Spontan fällt mir nur eine geeignete Option ein: die Mülldeponie. Nicht als Müllmenschen mit Schlüsseln zu Häusern, sondern auf der Halde, wo sie wirklich nur von Abfall umgeben sind. Unter ihresgleichen fühlen sie sich bestimmt auch selber am wohlsten.
Es ist naheliegend, dass "ihresgleichen" sich auf "Abfall" bezieht und damit würden Polizisten mit Abfall gleichgesetzt. Mit Sicherheit ist ein gewisser Interpretationsspielraum absichtlich gewählt worden, sodass nicht eindeutig ein Straftatbestand erfüllt wird. Im Gesamtkontext betrachtet ist es aber ziemlich deutlich, finde ich.
Und natürlich ist der Artikel in seiner Gesamtheit auch ohne diesen letzten Satz aus verschiedensten Gründen absolut kritikwürdig. Das ist aber kein Grund, Aussagen aus dem Kontext zu reißen.


ascer schrieb:
Das sieht man sehr schön beispielsweise beim Gender-Pay-Gap. Schaut man in die Studien, kommen die ohne Zweifel zum Schluss das es einen bereinigten Unterschied z.B. in Deutschland von <3% gibt, der auf nicht bereinigbare Unterschiede (etwa Präferenzen) zurückzuführen ist, insofern existiert kein Gender-Pay-Gap, da es nicht am Geschlecht liegt, sondern an anderen Faktoren. Durch das Dorf getrieben wird aber gerne die Sau "Frauen verdienen >30% weniger", weil man dort alle Frauen mit allen Männern im Durchschnitt vergleicht (also Teilzeit-Kassiererin mit Vollzeit-Ingenieur in einen Topf geworfen).
Das ist ein gutes Beispiel dafür, dass man mit oberflächlichen Betrachtungen und auf Schlagzeilen basierenden Diskussionen eben nicht weiter kommt.
Woher du deine Angabe von "<3%" für den bereinigten GPG hast, würde ich gerne erfahren. Destatis gibt für 2022 nämlich 7% an, mit dem Hinweis, dass es eine obere Schranke darstellt, weil nicht unbedingt alle strukturbedingten Faktoren ermittelt und herausgerechnet werden können. In den Vorjahren war der bereinigte GPG auf einem ähnlichen Niveau.
Auch der unbereinigte GPG hat durchaus eine gesellschaftliche Relevanz. Warum gibt es scheinbar mehr Teilzeit-Kassiererinnen als Teilzeit-Kassierer und weniger Vollzeit-Ingenieurinnen als Vollzeit-Ingenieure? Warum ist er im Osten ungefähr auf dem Niveau des bereinigten GPG, im Westen aber viel höher?
Auch hier interessiert mich die Herkunft deiner Angabe von ">30%". Laut Destatis lag er 2006 bei 23% und ist seitdem nur gesunken (und aktuell bei 18%).

ascer schrieb:
Auf der anderen Seite kann man aber definitiv den grundsätzlichen Bias nicht einfach ignorieren. Es ist ja durchaus so, dass Meinungsbilder und vor allem in Diskursen überproportional häufig SPD, Grüne, ... geladen werden.
Du stellst es so dar, als wäre es ein Fakt. Hast du auch belastbare Quellen, die diesen grundsätzlichen Bias auch belegen?
 
Momentan sind SPD und Grüne in der Regierung und ich halte es für eigentlich vollkommen normal und auch so gewollt, dass man in öffentlichen Diskussionsrunden zu politischen Themen MINDESTENS einen Vertreter der Regierung sitzen hat (dabei ist eigentlich egal, welche Partei oder Koalition gerade regiert.
Unter Merkel waren es besonders viele Leute aus CDU und SPD. Die FDP setzt auch oft Vertreter in Talkrunden.

Die Opposition sitzt so ganz nebenbei auch ständig in diesen Talkrunden, denn was ist interessanter, als ein Meinungsaustausch über Themen, die alle betreffen, zwischen Menschen, die über diese Themen politisch zu entscheiden haben, und vor dieser Entscheidung eh viel miteinander Diskutieren müssen?

Eine Tendenz in die Medienpräsenz einzelner Parteien, einen Überhang oder gar Vernachlässigung zu diagnostizieren finde ich ziemlich seltsam. Und es ist natürlich seinerseits wieder tendenziös, wenn damit das Ziel verfolgt wird, den ÖRR als einseitig darzustellen.

Ich mag die meisten Politiker auch nicht, aber ihre Meinung ist nunmal objektiv wichtig für jeden Einzelnen von uns. Natürlich möchte ich wissen, wie die Regierungspolitiker und ihre Parteien ticken ... ich finde, das liegt genau im Auftrag des ÖRR.
Wenn es um Wahlkampf geht, dann muss man wirklich dafür sorgen, dass die "Screentime" gerecht verteilt wird. Talkshows sind aber kein Wahlkampf im klassischen Sinne und daher auch nicht dazu verpflichtet, die Sitzverteilung im Bundestag zu berücksichtigen, wenn sie ihre Einladungen planen.
Da sollte es eher darum gehen, wer thematisch etwas beitragen kann und welche Kombination aus Gästen eine interessante Diskussion verspricht ... am Ende will man ja vor allem Quote ... auch beim ÖRR.

Wer eine realistische Verteilung der Diskutanden in einer Talkshow will, der schaut Bundestag-TV.
 
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Axxid schrieb:
Es fängt doch schon ganz einfach damit an über was berichtet wird und in welcher Reihenfolge. Zudem hat jedes geschriebene oder gesprochene Wort ein Bias des Schreibers und des Sprechers.
Das Thema ist, dass es ein Unterschied ist, ob ein Medium permanent (teils erwiesenermaßen bewusst) oft gegen die journalistische Sorgfaltspflicht verstößt oder nicht. Wenn man so tut, als gäbe es da keinen Riesen-Unterscheid zwischen sowas wie BILD gegenüber ZEIT oder Süddeutsche dann kann ich das nicht ernst nehmen.

ascer schrieb:
Dazu hätte ich ja gerne mal eine Statistik und eine Auswertung, die (a) eine repräsentative Zeitspanne und (b) die Anzahl und Qualität der Verstöße objektiv erfasst und das dann (c) über die Anzahl der Artikel und Häufigkeit von Publikationen normiert.

Das die Bild kein Qualitätsmedium ist, darüber ist sich wohl jeder einig aber ob die Bild z.B. relativ gemessen schlechter dasteht als andere Medien, das müsste man erstmal objektiv ermitteln.
Erster Post, Quelle [2].


Durch jahrelange Lektüre von ZEIT und Süddeutsche wird jemand jedenfalls nicht zum Gewalttäter gegenüber Minderheiten oder Wähler von Nazis. Durch jahrelange Lektüre der BILD kann das aber schon vorkommen. Klingt das für jemanden abwegig? Mal ungeachtet der Schlussfolgerungen, die man daraus zieht.
 
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Venyo schrieb:
Das Thema ist, dass es ein Unterschied ist, ob ein Medium permanent (teils erwiesenermaßen bewusst) oft gegen die journalistische Sorgfaltspflicht verstößt oder nicht. Wenn man so tut, als gäbe es da keinen Riesen-Unterscheid zwischen sowas wie BILD gegenüber ZEIT oder Süddeutsche dann kann ich das nicht ernst nehmen.

Ich denke, was dich wirklich stört ist die politische Ausrichtung der von dir kritisierten Medien. Fehler bei der journalistischen Sorgfaltspflicht sind sicher kein alleinstellungsmerkmal der Bildzeitung.
Von daher ist das alles nur vorgeschoben.

Jounalistische Skandale hat es ja genügend gegeben, die genau belegen, das es nur darauf ankommt was eine bestimmte Klientel hören & lesen will und nichts anders.

Lügner und Märchenerzähler haben in diesem Land die größten journalistischen Preise erhalten, wenn sie sich nur genügend Bullshit aus dem Fingern saugten, der in das bevorzugte Narrativ des stark linkslastig geprägten Jounalistischen Berufszweigs passte.

Das Bild&andere Blätter genau diesen Narrativen und Ausrichtung nicht (immer) folgen macht sie zu einem unverzichtbaren Bestandteil der deutschen Medienlandschaft.

Auch andere kleine, unabhängige Formate werden immer kritischer und liefern immer diversere Ansichten und decken auch immer wieder auf, wie wir über die öffentlich-rechtlichen-medien einseitig informiert, manipuliert und geframed werden.
Ergänzung ()

Venyo schrieb:
Wenn außerdem über Jahrzehnte Narrative wie "alle Geflüchteten sind kriminell", "ausländische Großfamilien sind kriminelle Clans", "alle Sozialempfänger sind faul", "Muslime sind Terroristen", "Klimaschutz ist voll doof", in Köpfen zementiert werden und durch Angst und Hass die Gesellschaft spalten, dann wären Maßnahmen, die das einschränken, meiner Meinung nach zu begrüßen

wer sollte denn den von dir zitierten quatsch behauptet haben? Kannst du das belegen?
 
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@BEKL81 ich weiß der Thread ist schon etwas länger, aber auf die Vorwürfe dieser Art habe ich schon mehrfach reagiert:
1) Siehe Anzahl Rügen Presserat in Richtung Bildzeitung im Vergleich zu anderen Medien.
2) Aber alle anderen machen ja auch Fehler / produzieren Skandale - Versuch, Diskrepanz zwischen Qualitätsjournalismus mit seltenen oder kleinen Fehlern und Boulevardjournalismus mit häufigen (teils absichtlichen) großen Fehlern zu verwischen. Das wird auch bei der zehnten Wiederholung nicht wahrer.

Wenn du meinst, dass du lieber den "kleinen, unabhängigen" Verschwörungstheoretikern glaubst, dass die Öffentlich-Rechtlichen ach so schlimm sind, dann sind wir wieder beim Thema fehlende Medienkompetenz, die in diesem Land gestärkt werden muss.
Beleg du doch mal die Aussage der Märchenerzähler und journalistischen Preise dafür und wo waren die journalistischen Skandale von z.B. ZEIT und Süddeutsche?
Hinweis: Wenn du jetzt nur mit Relotius und den Hitler-Tagebüchern kommst, ist das etwas wenig und nicht zu vergleichen mit der Häufigkeit der Verstöße gegen den Pressekodex der BILD.

Wenn man den kompletten Berufszweig Journalismus als linkslastig geprägt sieht, erinnert mich an die Haltung "ein Geisterfahrer? Hunderte!" Wenn du sehr weit rechts stehst, heißt das nicht automatisch, dass Nicht-Boulevard-Medien links sind, das sind sie dann nur aus deiner Sicht.

Dazu, dass die von mir genannten BILD-Narrative aber gar nicht 1:1 so in einzelnen Artikeln der BILD standen habe ich auch schon geantwortet:
https://www.computerbase.de/forum/t...o-ist-die-grenze.2153260/page-3#post-28464407

Zum Vorwurf, dass mir nur die politische Richtung der BILD nicht passt: ich bin für gleiche Regeln für alle. Für die TAZ so wie für die BILD-Zeitung. Egal ob gegen Menschen mit Polizisten- oder Migrationshintergrund gehetzt wird.
 
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BEKL81 schrieb:
journalistischen Sorgfaltspflicht sind sicher kein alleinstellungsmerkmal der Bildzeitung.
Warum hat sie dann mehr Rügen als alle anderen Zeitungen zusammen?

BEKL81 schrieb:
Lügner und Märchenerzähler haben in diesem Land die größten journalistischen Preise erhalten, wenn sie sich nur genügend Bullshit aus dem Fingern saugten, der in das bevorzugte Narrativ des stark linkslastig geprägten Jounalistischen Berufszweigs passte.
Wer den so? Ich mein bei derart starken Worten muss hier was folgen, dass das auch unterstreicht.

BEKL81 schrieb:
Auch andere kleine, unabhängige Formate werden immer kritischer und liefern immer diversere Ansichten und decken auch immer wieder auf, wie wir über die öffentlich-rechtlichen-medien einseitig informiert, manipuliert und geframed werden.
Hier gilt das selbe. Welche Formate sollen das sein und was haben sie wann wo derartig belegt?
 
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Erkekjetter schrieb:
Warum hat sie dann mehr Rügen als alle anderen Zeitungen zusammen?
Gegenfrage. Warum hat Relotius den deutschen Journalisten Preis gewonnen und nicht Reichelt?

Und wenn du das beantwortest, weiß du auch das weder das eine noch das andere irgendeine Bedeutung hat.

Venyo schrieb:
Wenn man den kompletten Berufszweig Journalismus als linkslastig geprägt sieht, erinnert mich an die Haltung "ein Geisterfahrer? Hunderte!" Wenn du sehr weit rechts stehst, heißt das nicht automatisch, dass Nicht-Boulevard-Medien links sind, das sind sie dann nur aus deiner Sicht.

Wenn eine Marlene Engelhorn mit sinnfreien, aber linksextremen Äußerungen eine breite Bühne bei den öffentlich rechtlichen bekommt, und kritische Stimmen als "Verschwörunsgstheoretiker" von oben herab abgekanzelt werden, dann wissen wir, das die deutscheMedienlandschaft nicht nur links, sondern linksextrem ist.

Zudem entbehrt die Situation auch nicht einer gewissen Komik:
Die AFD hat mittlerweile in den Sonntagsumfragen 21%, das sind genausosoviele Stimmen wie SPD+Linkspartei zusammen, und du redest von "Geisterfahrern"

Wenden wir deine Logik mal an:
Wenn auf einmal 21% der Wähler Nazis sein sollen, dann heißt das wohl eher das jemand, der das behauptet, linksextrem ist.

Wenn du sehr weit links stehst, evtl. auch nur deswegen weil du ein Mitläufer bist, der keinen Stress will, heißt das nicht das andere Menschen Nazis sind nur weil ihre Meinung konträr zu der steht, die du jeden Tag in den "Qualitäts"-Medien liest. (wo eine marlene engelhorn davon schwadroniert das reiche nichts geleistet haben)


Venyo schrieb:
Dazu, dass die von mir genannten BILD-Narrative aber gar nicht 1:1 so in einzelnen Artikeln der BILD standen habe ich auch schon geantwortet:

Venyo schrieb:
Es gibt einen Unterschied zwischen Narrativ und einzelnen Artikeln. Wenn ein Medium seine Leser
A) jahrelang mit Artikeln über kriminelle Ausländer berieselt inkl. Pauschalisierungen und mit wenig Kontext. Dann kommt Stammtisch-Kalle zur Aussage "Diese Ausländer, die sind doch alle kriminell". Das ist das Weltbild, das vermittelt wird.

Evtl. findet diese "Berieselung" aber auch deswegen statt weil diese "Einzelfälle" recht häufig auftreten, das daraus der Effekt entsteht den du richtig beobachtet hast, nämlich das wahrgenommen wird, das Ausländer in relation häufiger Straftaten als Deutsche begehen, entspricht dabei den Tatsachen.

Darüberhinaus sind deine Aussagen dennoch unzutreffend, niemand hat sie je so geäußert.
 
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BEKL81 schrieb:
dann wissen wir, das die deutscheMedienlandschaft nicht nur links, sondern linksextrem ist.
Bitte was?

Zuletzt machte die Runde, dass der Faschist Höcke beim ÖRR ausgiebig interviewt wurde.

Ich denke, dass das nicht möglich wäre, wenn hier irgendetwas linksextrem sei. Hast du dich da auch so aufgeregt?
 
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Skaiy schrieb:
Zuletzt machte die Runde, dass der Faschist Höcke beim ÖRR ausgiebig interviewt wurde.
Ich denke, dass das nicht möglich wäre, wenn hier irgendetwas linksextrem sei. Hast du dich da auch so aufgeregt?

Zunächst einmal wäre das sehr schön wenn du nicht unsachlich wirst.

Darüberhinaus sehe ich da keine Logik. Weil Höcke interviewt wurde, kann der interviewer nicht linksextrem sein.

Was war der interviewer dann? Auch ein "Faschist", wie du schreibst?

Magst du das erläutern?
Ergänzung ()

Skaiy schrieb:

außerdem wäre es schön, wenn du mir erklärst was marlene engelhorn im öffentlich rechtlichen fernsehen zu suchen hat
 
BEKL81 schrieb:
Gegenfrage. Warum hat Relotius den deutschen Journalisten Preis gewonnen und nicht Reichelt?
Du hast also keine Antwort und kein Argument und musst daher Strohmänner aufbauen?

Wen wunderts... Und dann noch einen überführten und bestraften Lügner als Gegenbeispiel, ein absoluter EInzelfall... Widde widde witt...

BEKL81 schrieb:
Zunächst einmal wäre das sehr schön wenn du nicht unsachlich wirst.
Wo ist Skay bitte unsachlich geworden? Oo
 
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BEKL81 schrieb:
Zunächst einmal wäre das sehr schön wenn du nicht unsachlich wirst.
Huch? Wo war ich unsachlich?

BEKL81 schrieb:
Was war der interviewer dann? Auch ein "Faschist", wie du schreibst?
Gibt es bei dir nur Faschisten und Linksextreme?

BEKL81 schrieb:
Darüberhinaus sehe ich da keine Logik. Weil Höcke interviewt wurde, kann der interviewer nicht linksextrem sein.
Du hast davon geschrieben, dass die komplette Medienlandschaft linksextrem sei.

Wenn jemand linksextrem wäre, würde er garantiert keinen Faschisten Höcke ausgiebig interviewen und eine Plattform geben.

Das ist die Logik.

BEKL81 schrieb:
außerdem wäre es schön, wenn du mir erklärst was marlene engelhorn im öffentlich rechtlichen fernsehen zu suchen hat
Was fordert sie denn so?
 
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Erkekjetter schrieb:
Du hast also keine Antwort und kein Argument und musst daher Strohmänner aufbauen?

ich hab doch geantworetet. weil der deutsche presserat linksextrem durchsetzt ist.

dewegen feiern die gremien auch linke märchengeschichten, die sich genauso anhören wie sich ein linker die welt vorstellt, und sich in seinem weltbild bestätigt sieht.

und deswegen haut man auch gerne den rechten kollegen so oft es eben geht auf die finger, drückt bei seinesgleichen aber gerne ein auge zu
 
BEKL81 schrieb:
ich hab doch geantworetet. weil der deutsche presserat linksextrem durchsetzt ist.
Das ist halt einfach nur ne dumme Unterstellung bar jeden Fakts. XD

Mit der Logik bist du Alf vom Mars...

Jetzt verstehe ich auch das "unsachlich". War das "Faschist" ne? Wenn man halt selber ganz am rechten Rand des SPektrums sitzt, ist Höcke ein Saubermann und der Presserat Linksextrem. Gut das man Höcke gerichtlich bestätigt sowohl Nazi als auch Faschist nennen kann, weil beides im Falle Höcke ein an Tatsachen anknüpfendes Werturteil darstellt. Umhin ist "Faschist" im kOntext von Höcke konkret ein sachliches Werturteil.
 
Skaiy schrieb:
Wenn jemand linksextrem wäre, würde er garantiert keinen Faschisten Höcke ausgiebig interviewen und eine Plattform geben.

außer er muss.
(oder wolltest du isuinieren, das man Höcke genauso oft wie Lauterbach im Fernsehen bestaunen durfte)

Den Lauterbach haben die so oft im Fernsehen gezeigt da sind einige Wählerstimmen gesichert mit dem Stockholm-Syndrom zu erklären.

aber darüberhinaus würde der linksextreme natürlich anderen linksextremen eine plattform bieten ...

Skaiy schrieb:
Was fordert sie denn so?

marlene Engelhorn

... wo sich der argumentative kreis deiner logik schliesst.
Ergänzung ()

Erkekjetter schrieb:
Das ist halt einfach nur ne dumme Unterstellung bar jeden Fakts. XD

woher kommt dann der bias für sozialistische lachgeschichten?
 
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