Partitionierungsfragen

Blutschlumpf

Fleet Admiral
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Ich hab vor, Linux und WinXP auf ne neue Platte zu installieren.
Hab da aber noch ein paar Fragen Fragen

1. Kann ich die Auslagerungsdatei auch auf ne "normale" Partition (Fat32) legen oder muss ich dafür wirklich ne eigene Partition anlegen ? Ich wollte nämlich keine Partition dafür verschwenden. Wenns auch so geht, dann wie ?

2a. Welchen Sinn hat die Boot-Partition. Bringt die praktische Vorteile ?
2b. Gibts diesen "nur in den ersten 1024 Sektoren booten"-Bug bei Suse 8.1 noch ?
Hab da was in der Richtung gehört.
2c. Hat WinXP da irgendwelche Einschränkungen, was die Partitionen zum booten angeht ?

3. Kann ich mit Yast2 Ne FAT32-Partition >32GB erstellen ? Ich weiß, dass >32GB prinzipiell kein Problem ist (Hab selber eine gehabt), aber fdisk zickt da ja bekanntlich rum.

4. Welches Dateisystem für Linux ?
Ich würd ja am liebsten Fat32 nehmen (damit ich unter Windows dran kann), aber ich hab da bedenken mit den Million kleiner Dateien unter Linux.
Was soll ich nehmen ?
Was ist sicher, was schnell, was beides ?
Ich kenn grad mal den Unterschied zwischen Journaling FS oder nicht.

Ich wollte das so machen (Is ne 80er Platte):
1. Partition: WinXP Boot, NTFS, ca 5 GB
2. Partition: Linux Boot/root, ???, ca. 15 GB
3. Partition: Daten, Fat32, ca. 60 GB

Eventuell 4./5. Partition (dazwischen): Linux Swap oder Boot (je nachdem, was ihr oben antwortet)

Zuerst wollt ich XP installieren, dann Linux, Bootmanager in den MBR schreiben.
 
hi

eine bootpartition brauchst du gar nicht. am besten erstellst du eine rootpartition (einhängepunkt /) die ca. 15 GB groß ist. als dateisystem empfehle ich reiserfs. von fat32 kann ich nur abraten, weil du da keine userrechte vergeben kannst.
das zugreifen von windows auf linux würde ich lassen. für den dateiaustausch zwischen windows und linux solltest du eine fat32 partition einrichten.
bedenke auf jeden fall, dass linux nicht auf NTFS schreiben kann (zumindest mit dem standard-kernel).

die swappartition sollte auch als swap formatiert sein. ich glaub das geht sogar nicht anders.

du hast schon die millionen von kleinen datein unter linux angesprochen... das ist auch ein grund reiserfs anstatt fat32 zu nehmen. reiserfs legt als Journaling FS die datein so an, dass sie nicht (so schnell) fragmentieren. ich habe es mal so verstanden, dass ein Journaling FS zwischen den einzelnen datein lücken lässt, so dass sie nach einer bearbeitung trotzdem in einem stück gespeichert werden können, weil ja noch etwas platz bis zur nächsten datei vorhanden ist.
vielleicht kann dir das ja jemand noch etwas genauer erklären...


mfg
aki
 
1. also prinzipiell brauchst du keine extra swap partition anlegen, aber besser iss, wegen performance von linux --> wichtig filesystem sollte auch swap sein

2. die boot partition kann mann extra anlegen, so ca. 25 mb reichen da, vorteil trennung des kernels und kernsystems von den anderen daten, linux bootet auch wenn in den anderen partitionen mal müll gemacht wurde

3. als filesystem empfehle ich ext3, das ist ähnlich dem reiserfs hat nur den vorteil es ist ein standard. reiserfs nicht. ---> reiserfs von suse und mandrake zum beispiel net die selben.

4. ext3 als journaling filesystem funktioniert in der form, dass es nur die deltas der dateien speichert, also die änderungen. da wird definitiv kein platz gelassen...

so das wars erstmal fürs erste
 
Also gibts schon mal keine boot-Partition.

Muss ich denn jetzt unter den 1024 Sektoren bleiben ?

Wegen dem Swap:
Ich hab ne 3 GB Fat32 Partition aufm Raid-Stripe für Windows-Swap angelegt.
Das Array dürfte schneller sein als die einzelne Platte, außerdem wär es ja Verschwendung ne neue anzulegen, wenn schon eine da ist, nur wird Windows nicht mit Linux-Swap zusammenarbeiten

Was macht Linux denn, wenn ich die Swap einfach weglasse, schmierts dann einfach ab wenn der Speicher alle ist oder lagerts dann auf irgendeiner Platte aus.

Dass Linux kein NTFS kann hab ich auch schon gemerkt, deshalb wollt ich ja auch wissen, ob ich ne 60GB Fat32 Partition mit Yast machen kann. (Die Partition ist für Windows gedacht, Linux hat da nicht viel zu melden, bekommt höchstens ein paar Mp3s davon ab)

Dass Fat32 keine User-Rechte unterstütz hättet ihr besser nicht erwähnt, jetzt überleg ich, alle Partitionen Fat32 zu machen (Nieder mit dem verdammten Zugriffsrechte-Scheiß :D)
 
- Es gibt keine 1024 Zylinder Grenze mehr. Nie wieder. Das ist Geschichte. 1024:utminigun:

- Ext3 und ReiserFS sind Journaling-Dateisysteme. Das bedeutet, dass die Verwaltung, die hinter allen Plattenzugriffen steht,mitprotokolliert wo, wie, was und wann geändert wurde.
Wenn je mal das System abschmiert, dann kann anhand dieses Protokolls sehr einfach und schnell eine Konsistenz der Daten gewährleistet werden.

- NTFS kann definitiv nicht geschrieben werden. Wer es doch versucht, kann sich von dem NTFS-Dateisystem verabschieden.

- Die Swap-Partition weglassen würde ich nicht. Abhängig von deinem Arbeitsspeicher und den Linux zugedachten Aufgaben würde ich bei 256MB-RAM ca. 256MB Swap einrichten und bei 512MB-RAM ca. 128MB Swap.
Wenn je mal die Situation eintritt, dass mehr Swap benötigt wird, dann können recht problemlos weitere Swap Partitionen eingerichtet werden.

- Die Reihenfolge wie du Win und Linuxinstallieren willst ist OK.
 
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