Partitionstabelle defekt?

Johnny1991

Lieutenant
Registriert
Dez. 2007
Beiträge
900
Hallo ForumBase Community!

Ich wollte auf meiner Festplatte Ubuntu 8.04, Madriva 2009, Suse 11 und Fedora 8 installieren. Ubuntu und Suse zeigt mir nur die komplette Festplatte an. Mandriva stürzt vorher ab und Fedora sagt mir, dass die Partitionstabelle nicht lesbar sei. Das letztere ist auch mein Problem. Windows XP funktioniert einwandfrei und kann auch alle Partitionen benutzen. Nun habe ich mal Norton Partition Magic 8 installiert. Das Zeigt mir an, dass meine beiden Festplatten fehlerhaft seien.

Platte 3 ist ein MP3 Player. Also nicht wundern^^

Die Computerverwaltung unter XP zeigt aber alles ganz normal an.



Wie kann ich die Partitionstabelle am besten reparieren?

mfg Johnny91
 
1. Datensicherung machen

2. Schon mit windowseigenen Mitteln die Datenträger überprüfen lassen?

Es scheint ja so zu sein das Windows selbst keine Probleme hat. Würdest du jetzt ein externes Tool verwenden (z.B. TestDisk) könnte dies u.U. zu Datenverlusten führen.

Grüße, Martin
 
Würdest du jetzt ein externes Tool verwenden (z.B. TestDisk) könnte dies u.U. zu Datenverlusten führen.
Das mag wohl nicht stimmen.
Testdisk ist kein Tool sondern ein Hilfprogramm für eine Diagnose und Wiederherstellung von Partitionen und ist kein Partitionstool. Führt somit nicht zum Datenverlust sondern kann zumeist Fehler beheben.
Dennoch sollte bei Partitionen generell nichts gemacht werden, das man nicht weiß.

@ Johnny1991

Partition Magic 8 ist obsolete.
Lasse davon besser die Finger, da es oftmals mehr Schaden anrichtet.

Setze mir aber mal einen Screen mit Testdisk vom Menü Analyse um deine gegenwärtige Partitionstabelle zu überprüfen.
Mache mal eine Diagnose nach dieser Anleitung;

Lade dir mal Testdisk Version 6.11 beta für Windows.
Link dazu gibt es hier;
https://www.computerbase.de/downloads/systemtools/festplatten/testdisk/
Starte Testdisk bestätige bei dem Log-Datei-Screen mit Enter, wähle deine betroffene Festplatte aus und bestätige mit Enter, bestätige bei Partition Table Typ Intel, bestätige bei Analyse mit Enter und setze mir einen Screenshot.

Kann bei dir Verdacht bestehen, das du einen Bootmanager installiert hast, der einiges durcheinanderbringen könnte?
Bootmanager verwalten Partitionen auf ihrer eigenen Weise.

Werde ich dann aber sehen.

Viele Grüße

Fiona
 
Zuletzt bearbeitet:
Fiona schrieb:
Das mag wohl nicht stimmen.
Testdisk ist kein Tool sondern ein Hilfprogramm...

Nun ja... Ein Tool ist für mich ein Werkzeug - und dazu gehören bei der Hardware Schraubendreher und bei der Software eben diverse Helferlein... Und Tool lässt sich eben recht schnell tippen.

Würde sagen: Reine Definitionssache, also weiter im Text. :)

Fiona schrieb:
...für eine Diagnose und Wiederherstellung von Partitionen und ist kein Partitionstool. Führt somit nicht zum Datenverlust sondern kann zumeist Fehler beheben.

Leider doch. TestDisk kann die stets vorhandene Kopie des FAT über die aktuell genutzte FAT schreiben. Im ungünstigsten Fall gehen so Zuordnungen dauerhaft verloren anstatt das sie wiederhergestellt werden.

In diesem Fall sind - wie immer - die Daten zwar nicht gelöscht, aber zum Einen wird nicht mehr auf sie verwiesen und - schlimmer noch - sie könnten, da sie nun »freigegeben« sind, überschrieben werden.

Fiona schrieb:
Dennoch sollte bei Partitionen generell nichts gemacht werden, das man nicht weiß.

Daher auch als ersten Punkt: Datensicherung!

Fiona schrieb:
[...]

Kann bei dir Verdacht bestehen, das du einen Bootmanager installiert hast, der einiges durcheinanderbringen könnte?
Bootmanager verwalten Partitionen auf ihrer eigenen Weise.

Normalerweise ändern Bootmanager nichts am FAT sondern nutzen die Flags (active, inactive, etc.) um Partitionen zu aktivieren bzw. »sichtbar zu machen« (notwendig bei Windows bis inklusive XP). Bootmanager liegen im MBR und können so auch keine falsch erkannten Partitionen verursachen.

Von da her sollten die Partitionen bzw. deren Einträge von einem Bootmanager selbst nicht beeinflusst werden, da der Bootmanager im Maximalfall die Flags verändert und den Startvorgang mittels jenen Daten vornehmen lässt welche in der zum Booten ausgewählten Partition liegen.

Vgl. diverse Anleitungen für Multi-OS-Systeme mit mindestens einem Windows.

Grüße, Martin
 
Wenn jemand versucht Linux zu installieren können sowohl der MBR als auch die Bootsektoren überschrieben werden und dann ist zumindest der Link zur MFT in Gefahr. Bootmanager, besonders bei Linux, liegen zum Teil im MBR oder im Bootsektor und einige Stages (Grub) auch im Filesystem.
 
Repair FAT in Testdisk wird nur als Pendant zu chkdsk ausgeführt wenn dieses es nicht schafft das Dateisystem zu reparieren oder abbricht. Steht auch dabei "very dangerous". Wird nicht zum Datenretten eingesetzt sondern nur nach der Sicherung der Daten mit dem Versuch mit chkdsk das Dateisystem zu reparieren und chkdsk es nicht schafft.
Kann somit hilfreich sein.
Diese Features wurden hier noch nie zum Datenretten eingesetzt, und es erfolgt nur eine Diagnose bei der nichts geändert wird.
Somit nur lesend.
Die Wiederherstellung beschränkt sich somit nur auf Fehler in der Partitionstabelle oder den Bootsektor und wenn die Daten in Testdisk komplett vorher angezeigt werden.
Testdisk rührt dabei nie an den unterliegenden Daten in den Sektoren innerhalb einer Partition.
Es kann dann immer noch Datenrettungssoftware eingesetzt werden.

Viele Grüße

Fiona
 
Also das Problem ist im Grunde gelöst.
Ich habe mir einfach eine externe Festplatte bei Saturn für 55€ gekauft (500GB).
Ich habe dann die 500GB interne HDD formatiert und Linux installiert.
Die Lösung kostet zwar 55€, aber jetzt ist alles in Ordnung:D

Trotzdem ein Dankeschön für eure Mühe:)
 
Oktober 2026
Zurück
Oben