PC für Bildbearbeitung Kaufempfehlung gesucht.

Ich bearbeite hier Bilder (RAWs - von einer Canon 7D und einer Canon 550D - jeweils ca. 25MB groß das Stück) mit Lightroom 5.7 auf einem 12-Kerner (i7-5930k mit 16 GB Hauptspeicher). Dabei nutze ich 1:1 Previews, Caches, Camera-Raw-Cache, ... alles auf einer SSD, nur die Bilder selbst sind auf einer HDD. Und was soll ich sage, der Workflow könnte noch schneller sein und ich kriege die Kerne nicht ausgelastet. Habe meinen Workflow oft im Taskmanager / Ressourcenmonitor beobachtet. Das Problem liegt an Lightroom selbst. Man hat ja gehofft, dass es nun mit LR6 / bzw. LR CC besser werden soll... hier der erste ernüchternde Test. Die GPU-Beschleunigung bringt de facto nichts.

Lange Rede, kurzes Fazit zum Rechner: Single-Core-Performance ist Trumpf. Skalierung in die Breite über 4 Kerne hinaus lohnt sich nicht, demnach meine Empfehlung: ein schneller Intel i5 reicht.

Zu Photoshop: da war vor kurzem ein Bericht für den optimalen PC in der c't. Auch hier gilt, dass die meisten Aktionen nur 2-4 Kerne auslasten. Wenige Filter profitieren von mehr als 4 Kernen. Oft limitiert die Speicherbandbreite. Da bietet der Sockel 2011-v3 den höchsten Durchsatz mit seinem DDR4-Quad-Channel-Interface.

In Kombination der beiden Programm als Empfehlung würde ich damit zu einem (übertakteten) i7-5820k (4 GHz sollten auf jeden Fall drin sein, wahrscheinlich sogar ohne sich Gedanken um den Vcore machen zu müssen) auf der X99-Plattform greifen.
 
Hm... irgend wie ist der Bericht ernüchternd... aus dem Grund benutzen wir immer noch Lightroom 4. Ich sehe da nicht ein für eine Software zu blechen und dann langsamer zu werden.

Auch wenn es hier vom Thema abschweift und ich nicht der Bildbearbeiter bin... Gibt es zu Lightroom eine gute Alternative?
 
Das passt ja erst mal.
Hier kann man jetzt zwei Systeme draus basteln. Einmal ein i5 oder Xeon auf 'nem günstigen Mainboard, ne normale SSD und gut ist. Oder den i7-4790K auf ein SLI-fähiges Z97-Board, so dass man entweder direkt oder als spätere Nachrüstoption eine PCIe/NVMe-SSD nutzen kann.
Ergänzung ()

Faust2011 schrieb:
alles auf einer SSD, nur die Bilder selbst sind auf einer HDD. Und was soll ich sage, der Workflow könnte noch schneller sein und ich kriege die Kerne nicht ausgelastet.
Wenn die CPU nicht ausgelastet wird, liegt das meistens da ran, dass die Daten nicht schnell genug gezogen respektive geschrieben werden können. Eine normale SSD ist halt zu langsam.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

ich klinke mich hier mal ein, da ich ein neuen Post zu selben Thema aufmachen wollten.

Ich selbst bin Fotograf und werde in Zukunft Videobearbeitung durchführen.

Man liest hier schon einiges was diese zwei Themen betreffen.

Mein derzeitges AMD System (FX-6300) möchte ich gerne gegen eine Intel CPU tauschen

Es werden die Programme: Lightroom CC, Photoshop CC und Premiere Pro / After Effects CS6 eingesetzt. Darüber hinaus auch als Office-PC für Buchhaltung und natürlich Surfen (Youtube/Vimeo).

Der PC sollte für die nächsten 4-5 Jahre genug Performance bieten ohne groß aufzurüsten (Evt. nur auf 32GB Ram)

Habe mir folgende Konfig vorgestellt

Intel i5-4430
Gigabyte GA-H97-D3H oder ASUS H97-Plus
Crucial Ballistix Sport DIMM Kit 8GB (weitere 2x4 GB bereits vorhanden) somit insg. 16 GB RAM
MSI N750Ti-2GD5 (V809-872R) - Bekomme ich günstig von einem bekannten

Übernahme von meinem jetzigen System
1x Samsung SSD 850 Evo - 250 GB
1x WD Blue 1TB
Netzteil (500W Silent)
Gehäuse


Was haltet ihr von der Konfig? Oder sollte ich gleich den Xeon E3-1231 verbauen?

Grüße
 
Der i5-4430 ist ja schon älter, wenn dann den i5-4460 ... aber gerade Videosoftware sollte vom Xeon profitieren.

Wäre ja auch die Empfehlung für den TE ... ein 2011-3er System ist vom Budget her nicht drin.

Die Grafikkarte ist jedoch kaum schneller als eine iGPU von heute ... von daher ruhig den i7 nehmen und die iGPU testen ... Grafikkarte kann man dann immer noch nachrüsten.

Und weil dann die Differenz zw. i7-4790 und i7-4790K nur noch 50 € sind, kann man dann auch gleich zum i7-4790K greifen ...
 
Ich antworte mal dem TO und scoop2013:
Die Frage ist, was ihr beide mit Photoshop wirklich macht: Adobe RGB 16Bit Tiffs (meine sind 125MB groß) Beautyretusche mit 30 Ebenen á la Calvin Hollywood? Oder Fokus-Stacking extrem (mit Canons Lupenobjektiv) und dann 100-500(!) Bilder zusammen stacken? In beiden Fällen sind 32GB RAM das absolute Minimum, besser 64 oder gleich 128GB RAM.
Nächste Frage: Adobe RGB oder sRGB? 8 oder 10Bit Farbtiefe? Was für Monitore? Hardware-kalibrierbar? Spyder o.ä. vorhanden?

Ich habe nur 32GB RAM und meine alte Scratchdisk-SSD mit 50GB reicht dafür nicht. Ausgelagert wird auf eine 256GB SSD. System-SSD hat 512GB.
8 Kerne kann ich mittels Lightroom sehr wohl auslasten - spätestens beim exportieren der Daten auf mein 4x4TB RAID-5 und eventuell noch einlesen der nächsten Fotos. Das hängt dann am Speed der SSDs.


@scoop2013: Videoschnitt: SD/HD/FullHD/4K?
Wenn dein PC für 4K-Schnitt ausgelegt ist, dann ist er mit dem Lexware Buchhalter am tieffliegen.


PS.: Solange aber die Lightroom-Bearbeitung mit dem klick auf "Auto" erledigt ist und anschließend in Photoshop noch die 3 größten Pickeln mit dem Ausbessern-Werkzeug entfernt werden, dann reicht in der Tat noch ein alter Laptop!;)
 
slsHyde schrieb:
... besser kühlen lässt der sich auch noch (Devil's Canyon).

Wie kommst du denn auf diese lustige idee? Das netz ist voll von leuten, die probleme haben, ihn vernünftig zu kühlen. Such alleine mal die cpu und heiß auf computerbase.
Für die cpu braucht man einen sehr guten kühler, sonst gibts u.U. grillfest.

Außerdem geht es hier um bildbearbeitung und nicht hd videobearbeitung. Also sollte man die kirche mal im dorf lassen.
 
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Sims82 schrieb:
Hm... irgend wie ist der Bericht ernüchternd... aus dem Grund benutzen wir immer noch Lightroom 4.

Ja, meine Hoffnung war LR CC.

Sims82 schrieb:
Gibt es zu Lightroom eine gute Alternative?

Ich glaube nicht. Man muss ja auch nicht gleich die Flinte ins Korn werfen. Das Programm ist eben bzgl. Hardwareausnutzung nicht perfekt (und es tut auch schon ein bisschen weh, wenn man so eine Kiste hier stehen hat und es im Programm hakt), aber viele Features sind einfach klasse und teilweise unerreicht, so z. B. das Entrauschen und auch das Schärfen. Das bietet in dieser Qualität kein anderer Raw-Entwickler (zumindest war das mein Stand vor ca. 1,5 Jahren) und da möchte ich keine Zusatzprogramme nutzen.

Lediglich für HDR und die gezielte Einzelbildnachbearbeitung setze ich jeweils extra Programme ein.


slsHyde schrieb:
Hier kann man jetzt zwei Systeme draus basteln. Einmal ein i5 oder Xeon auf 'nem günstigen Mainboard, ne normale SSD und gut ist. Oder den i7-4790K auf ein SLI-fähiges Z97-Board, so dass man entweder direkt oder als spätere Nachrüstoption eine PCIe/NVMe-SSD nutzen kann.

Oder alt für Photoshop gezielt auf den RAM-Durchsatz optimieren mit einem X79 (gebraucht - wohl eher nicht) oder X99 System.

slsHyde schrieb:
Wenn die CPU nicht ausgelastet wird, liegt das meistens da ran, dass die Daten nicht schnell genug gezogen respektive geschrieben werden können. Eine normale SSD ist halt zu langsam.

Sobald Skylake etabliert ist und die NVMe-SSDs im Massenmarkt angekommen sind (bzw. Intel-750 / Samsung-951) bezahlbar sind, dann werde ich es auch mal probieren.

Allerdings tut es schon weh, wenn man (schlechte) Software mit schneller Hardware kompensieren muss :(

scoop2013 schrieb:
Habe mir folgende Konfig vorgestellt
Intel i5-4430

i5 ist gut, achte allerdings auf die Single-Core-Performance. Nimm das Top-Modell. i5-4690 ?

UweW. schrieb:
PS.: Solange aber die Lightroom-Bearbeitung mit dem klick auf "Auto" erledigt ist und anschließend in Photoshop noch die 3 größten Pickeln mit dem Ausbessern-Werkzeug entfernt werden, dann reicht in der Tat noch ein alter Laptop!;)

Ich hoffe, wir bewegen uns hier auf einem anderen Niveau. Das ist ja Kindergarten.
 
Das hat nichts damit zu tun, dass eine schlechte Software mit Hardware kompensiert werden muss. Wenn eine große Datenmenge bearbeitet werden muss, dann müssen die Daten auch schnell genug geliefert und abgenommen werden können. Das gilt auch in anderen Bereichen. Videobearbeitung zum Beispiel. Oder komplexe Datenbankoperationen - ich habe welche Designed, bei denen über 1.000.000.000 Datensätze (inkl. Bildern) abgefragt wurden. Wenn da die Daten nicht schnell geliefert werden, langweilt sich die CPU. Oder, wenn die Berechnung über die Grafikkarte läuft, eben die Grafikkarte. Und baust Du dann eine schnellere Grafikkarte oder CPU ein, passiert rein gar nichts. Weil der Ansatz falsch ist. Daher die irreführenden Testberichte. Das liegt in der Natur der Sache, nicht an schlechter Software. Der Bericht von UweW bestätigt das noch mal: wenn er den RAID5 als Grundlage nutzt, funzt das.

PCIe-SSD hat hier noch mal den Vorteil, dass Datenträger und CPU bzg. GPU direkt miteinander kommunizieren. Und dass das billiger ist als ein RAID5.

Was den RAM angeht - klar kann man das über den RAM lösen, wird aber teurer als eine PCIe-SSD, vor allem, wenn nicht eine Bilddatei sondern stapelweise Bilddateien bearbeitet werden. Da würde ja dann auch 64GB oder 128GB eher nicht mehr reichen bzw. bliebe ja auch das Problem, dass die Daten erst einmal in den RAM geladen werden müssen. Deswegen halte ich ein 2011-3 hier für falsch - ich bleibe bei einem i7-4790K mit Intel 750-Series-SSD.

@scoop 2013:
Ich halte gar nichts davon, den Thread hier für Deine Anforderungen zu nutzen. Deine Anforderungen unterscheiden sich von denen des TE. Im Ergebnis stiftet das Verwirrung und beide werden schlecht beraten. Bitte mach einen eigenen Thread auf und beschreibe hier einmal, was genau Du an Bildbearbeitung machst und was an Videobearbeitung. Und wie groß Dein Budget ist.
Ergänzung ()

Man könnte hier vielleicht auch eine Zwischenlösung fahren, also einen i7-4790K und eine Samsung SSD SM951 256GB auf einem ASUS H97-Plus. Noch ein EKL Alpenföhn Brocken ECO und ein oder zwei Pakete Crucial Ballistix Sport DIMM Kit 16GB.

Budgetmäßig passt das dann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich werde noch ein zwei Nächte darüber schlafen… aber mein Gefühl tendiert in die Richtung was mir slsHyde vorgeschlagen hat.

Wahrscheinlich werde ich den i7-4790K einsetzten, 16 oder32 Gb Ram rein machen und mir das mit dem Intel SSD 750 Series 400GB, PCIe 3.0 x4 überlegen. Die angegebenen Lese und Schreibgeschwindigkeiten sind da schon krass. Somit auch das von ihm vorgeschlagenen Mainboard MSI Z97S SLI Krait Edition kombinieren.
Jetzt bin ich nur mit dem Lüfter für die CPU noch unsicher.

Möchte mich aber hier schon für die tolle Unterstützung bedanken ;-) Habt mir in dem Haufen an Komponenten und Material das es mittlerweile gibt super geholfen.
 
Die CPU hat nur 88W - und als (Devil's Canyon) einen besser funktionieenden Heatspreader. Da sind diese Modelle mit 40€+ nicht günstig sondern unnötig.
 
Wenn Du bereits über einen i7-4790k nachdenkst, dann prüfe nochmals Dein Budget und überlege, inwiefern ein Photoshop-Boost in Form der höheren Speicherbandbreite ein Upgrade auf den i7-5820k (mit Board und DDR4-RAM) rechtfertigen könnten.
 
Richtig, Z97wäre besser, da dann die gesamte Bandbreite von PCIe3.0x4 zur Verfügung steht. H97 wäre nur ein Budgetkompromiss - die M2 ist nur mit 10GB/s angebunden - was wahrscheinlich aber immer noch schnell genug wäre oder zumindets nur knapp drunter.
Ergänzung ()

Das Asus gäb' es gerade sogar gebraucht hier im Forum für 55€, wie ich eben zufällig im Vorbeilaufen sah ...
 
Faust2011 schrieb:
alles auf einer SSD, nur die Bilder selbst sind auf einer HDD

Hier ist das Problem, Lightroom erzeugt fast immer ein Flaschenhalls bei der HDD/SSD. Die CPU Performance oder GPU Performance wird hauptsächlich für Filter und bearbeitungen benutzt. Hier kann die CPU aber auch nur so schnell Arbeiten wie die Disk die Daten liefern und schreiben kann.
Lightroom ist extrem Disk abhängig und wenn du deine Bilder auf der HDD hast, bist du an die mechanische Geschwindigkeit von dieser gebunden. Versuche mal in deinem Fall von der SSD aus zu arbeiten.
 
Kenny [CH] schrieb:
Hier ist das Problem, Lightroom erzeugt fast immer ein Flaschenhalls bei der HDD/SSD.

Sag ich doch, dass LR ein Problem hat. Andere Programme bekommen das besser hin.

Kenny [CH] schrieb:
GPU Performance wird hauptsächlich für Filter und bearbeitungen benutzt.

Lightroom nutzt die GPU gar nicht. Erst LR 6 bzw. LR CC nutzt die GPU, jedoch sehr schlecht, siehe hier

Kenny [CH] schrieb:
Hier kann die CPU aber auch nur so schnell Arbeiten wie die Disk die Daten liefern und schreiben kann.

LR greift hier auf den Preview-Cache bzw. den Camera-Raw-Cache zurück. Und dieser liegt auf der SSD. Wenn selbst dann jedoch der Workflow stockt, was es tut, dann hat einfach das Programm LR ein Performanceproblem.


Kenny [CH] schrieb:
Lightroom ist extrem Disk abhängig und wenn du deine Bilder auf der HDD hast, bist du an die mechanische Geschwindigkeit von dieser gebunden. Versuche mal in deinem Fall von der SSD aus zu arbeiten.

Es ist doch alles auf der SSD, bis auf die Bilder selbst (siehe meine Posts oben). Es gibt keinen Grund für die initiale Darstellung bzw. das Einzoomen ins Bild, dass LR diese von der HDD nachlädt, da bereits 1:1 Previews vorliegen.
 
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