PC für Videobearbeitung - auf was kommt's an?

j.locke

Lieutenant
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Liebe Freunde!
Mein bruder möchte sich demnächst einen PC für videobearbeitung (sowohl schnitt als auch rendering) zulegen. Dabei ist es ihm besonders wichtig, dass der PC beim rendern von hochauflösenden videofiles im RAW-Format zügig vorankommt. Nun fragen wir uns beide, wie ein solcher PC am besten konzipiert werden muss:

- Grafikpower vs. CPU-power?
- Konventionelle (Gaming)-Grafikkarte i.e. GTX 680 vs. PNY Quadro-Karte?
- Mainstream sockel LGA1155 i.e. core i7 3770k vs. sockel LGA2011 i.e. core i7 3930k

Also die Frage ist, welche komponenten spührt man beim Rendering besonders? Auf was kommts an? Dass eine SSD reinkommt ist ganz klar.

Danke für eure inputs! :-)

Gruss
J. Locke
 
Videofiles im RAW Format? was soll das sein? 150MB/s Dateien?
Welche Software wird denn verwendet die Grafikkarten überhaupt nutzen kann und wieweit und wofür?

Werde dir lieber erstmal klar was du genau machen willst
 
Rendering ist hauptsächlich immer CPU, aber bei beiden NVidia könnte er dann die CUDA Technologie von 4 GPUs (bei Quad) nutzen falls er Adobe CS 5.5 oder aufwärts verwendet.
 
Die Grafik spielt immer noch eine eher untergeordnete Rolle. Nur sehr wenige Anwendungen können davon überhaupt profitieren und wenn's z.B. um das Kodieren nach H.264 geht, ist sogar Intel mit Quick Sync abgeschlagen an der Spitze.

Wichtiger ist CPU und Speichermedien. SSD ist natürlich gut, für anderes müsste man evtl. mehr an Anforderungen kennen.
 
Zitat von j.locke:
Mainstream sockel LGA1155 i.e. core i7 3770k vs. sockel LGA2011 i.e. core i7 3930k
Also die Frage ist, welche komponenten spührt man beim Rendering besonders? Auf was kommts an?
Dass eine SSD reinkommt ist ganz klar.

Ein richtiger 6-Kerner (3930K) ist bei neueren Premiere-Versionen bei HD-Material mit 12 Prozessen voll ausgelastet. Wenn man einen 3930K auf z. B. 4.0-4.2GHz stabil zum Laufen bekommt, ist das nicht so leicht zu schlagen. Hier ist das Board dazu, welches "alle Möglichkeiten" bietet. Nach meiner Erfahrung "lohnt" sich der geringere Preis für einen 1155/i7-3770K bei HD-Rendering nicht.

Die Grafikkarte ist nur in ganz eingeschränkten Szenarien hilfreich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke erstmal für eure antworten. Soweit ich weiss arbeitet mein bruder mit adobe! Aber ich kann das halt nicht genau sagen wo genau jetzt der PC ins spiel kommt und was genau für software gebraucht wird.

Nur soviel: Es wird aufgenommen, geschnitten, gerendert und postproduction etc. gemacht, sodass am schluss ein video wie das hier entsteht! Hoffe das hilft weiter...
 
Die Frage die man vielleicht erst mal klären sollte: in welchem Umfeld wird das System eingesetzt? Wenns eine dicke Maschine für dne Hobbyeinsatz sein soll, spart man mit Selbstbau viel Geld. Wenn damit professionell gearbeitet und Geld verdient wird, ist eine fertige Workstation mit entsprechendem Support und kurzen garantierten Austauschzeiten aber evtl. die bessere Wahl.
 
Zitat von 1Hz:
Warum so ein teures Board? Was ist der Vorteil gegenüber einem günstigerem wie diesem?


Hier ist zu beachten, dass der D14/SE2011 sehr hoch ist. Der muss entweder ins Gehäuse passen oder
man läßt das Gehäuse offen (ist sowieso leise). Aber ehrlich gesagt, halte ich den Lüfter für ziemlich daneben (und zu teuer). Besser den einfachen (und etwas kleineren) Arctic I30 nehmen. Der D14/SE2011 ist imho ein lächerliches Monstrum (ich habe 6 davon verbaut - auf i7-3930K)


Da wir es mit einem Chipsatz zu tun haben, der 4-Kanal-DDR3 unterstützt, kann man das auch nutzen. Von Deinem vorsgeschlagenen RAM gibts auch ein 4x4-Kit, man kann aber auch was ganz einfaches nehmen ;-)
 
Zuletzt bearbeitet:
Board: Intel-Qualität, Übertaktungseigenschaften, Sparsamkeit, Lüftersteuerung

Der Kühler passt.

Ich hatte 2 mal ein 2x8GB-Kit genommen - also 4 Speicherriegel (zusammen 32GB). 1866MHz da bei Arbeiten mit Premiere massig Daten zwischen Grafikkarte und CPU ausgetauscht werden. Man kann quasi als Minimalkonfiguration auch 4x4GB 1600MHz nehmen, ja.
 
Zitat von 1Hz:
Board: Intel-Qualität, Übertaktungseigenschaften, Sparsamkeit, Lüftersteuerung
OK (hat das Asrock aber auch alles).

Mag sein. Hast Du den schon mal verbaut? Das ist schon grenzwertig ;-)

Ich hatte 2 mal ein 2x8GB-Kit genommen - also 4 Speicherriegel (zusammen 32GB). 1866MHz da bei Arbeiten mit Premiere massig Daten zwischen Grafikkarte und CPU ausgetauscht werden. Man kann quasi als Minimalkonfiguration auch 4x4GB 1600MHz nehmen, ja.

Ach so. Allerdings sollte man dann vielleicht RAM von GSkill nehmen, der auch für x79/2011 zertifiziert ist, z.B.: diesen hier (ich hab' mal diesen verbaut - der passt auch gerade so unter diese furchtbaren D14/2011).
 
Zitat von 1Hz:
Der Kühler ist auch gar nicht so grenzwertig, hat bereits ins R3 gepasst. Und fürs OC wirst Du mit dem Artic I30 nicht weit kommen.

Das ist der D14/SE2011
noctua_nhd142011_7.jpg
und das der I30
freezer-i30-7-l.jpg

Fällt Dir was auf? Farbe? (Bei beiden ist die Grundfläche etwa gleich gross, das Bild täuscht hier).
 
Zitat von 1Hz:
Mit dem i30 wirst Du beim Übertakten nicht weit kommen.

jetzt hast Du Deine Beteuerung oder Beschwörung zum zweiten mal wiederholt. Ich bin aber nicht beeindruckt. Das Problem des D14/SE2011 ist, dass er eine sehr hohe Wärmedichte, die auf der Oberfläche der CPU ggf. ansteht, nicht so schnell abführen kann wie der I30. Das ist aus dem Aufbau logisch abzuleiten und stimmt auch mit meinen Erfahrungen überein. Ich habe beide Lüfter getestet. Mit dem D14 kann man gut angeben - aber das wars auch schon.
 
Nun - dann widersprechen Deine Erfahrungen den Erfahrungen aller anderen Nutzer. Vielleicht hast Du vergessen, die Schutzfolie abzuziehen und damit den Wärmeaustausch verhindert? Oder wahrscheinlicher viel zu viel Wärmeleitpaste genommen, was beim I30 nicht so schlimm wäre, da muss man etwas mehr nehmen. Das Direct-Touch Prinzip bringt so viel nicht und kann keinesfalls ausgleichen, was da an Heatpipes und Kühlfläche fehlt. Der D14 ist einer der leistungsstärksten Luft-Kühler und der I30 weit davon entfernt. Es ist auch nicht meine Absicht, Dich zu beeindrucken - und völlig unbeeindruckt bin ich vom I30. Der ist gut fürs Geld, ohne Frage - aber eben innerhalb seiner Klasse. Tatsächlich gibt es eine menge Kühler, die bei niedrigerer Hitzeentwicklung der CPU etwas bessere Temperaturen erzeugen. Nach hinten heraus aber ändert sich das Bild deutlich.
 
Zuletzt bearbeitet:
BTW zur Anwendung kommt auch Adobe After Effects...
 
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