PC ohne Last plötzlich aus: Netzteil Schuld?

Jarboretum

Cadet 2nd Year
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Hallo Zusammen,

vor ungefähr zwei Jahren habe ich meinen PC selbst zusammengebaut und da ich hier damals gute HIlfe bekommen habe, dachte ich, das versuche ich mit meinem Problem jetzt auch.

PC-Bau
Grafikkarte: Radeon RX 7800XT Gaming OC (Gigabyte)
Prozessor: AMD Ryzen 5 7600 X3D
Mainboard: Gigabyte Gaming X AX V2 AMDB640 So.AM5 DDR5 ATX Retail
RAM: 32 GB G.Skill Flare X5 DDR5-600 DIMM CL30-38-38-96 (Dual Kit, also 2 * 16 GB)
SSD: 1TB Kioxia Exceria Plus G3 M2
Netzteil: PSU 750 Watt FSP Group Vita GM Modular 80+ Gold

Problem
Ist schon eine ganze Weile so, dass der PC einfach ausgeht, von jetzt auf gleich. Zu Beginn nur sehr selten, sodass ich mal Monate hatte, ohne dass was passiert. Ich bin zwischendurch von Linux auf Windows umgestiegen und zu Beginn gab es dieses Problem auch nicht mehr, sodass ich dachte, es wäre vielleicht ein Systemfehler gewesen, den ich mit dem neuen Aufsetzen behoben hätte.
Nach einiger Zeit hat es wieder angefangen und mittlerweile häufen sich die Ereignisse. Es war nie nur während komplexer Spiele, sondern manchmal beim Surfen, bei simplen 3-Gewinn-Spielen, beim Schreiben in LibreOffice usw.. Zum Glück ist es kein Arbeitsrechner. Da das Netzteil klickt wie beim Herunterfahren, habe ich das in Vermutung? Oder Beziehungsweise hoffe ich, dass es nicht die Graka ist, weil ich mir bei den aktuellen Preisen keine leisten kann ... Oder geht das Netzteil nur wegen Überspannungsschutz aus?

Was habe ich bereits getan
  • PC neu aufgesetzt (schon eine Weile her), jetzt häufiger geworden, deswegen nicht ganz sicher, ob es als Maßnahme zählt
  • vor ein paar Wochen komplett von Staub befreit (da nur mit Pinsel und Staubsauger nicht perfekt, aber da die Temperaturen in Ordnung sind ....)
  • HWMonitor: alles in Ordnung; bei der Graka bei meinen momentanen Spielen nicht mal die Lüfter angesprungen; dachte das wäre vielleicht das Problem, aber bei NoMansSky hat auch das dann funktioniert; CPU und Graka beide immer unter 80 Grad, trotzdem ausgesprungen (tatsächlich nicht beim komplexeren NoMansSky selbst, sondern am nächsten Tag wieder)
  • recherchiert: Systemdateien repariert etc.; Ereignis ID 41 nicht hilfreich
  • manchmal blinken beim anschließenden Anschalten nach dem Absturz zwei LEDs an den Stromanschlüssen der Grafikkarte; dazu gibt es aber keine genauere Beschreibung bei Gigabyte, nur die ursprüngliche Werbung ... wenig hilfreich
  • PC umgesteckt: der PC ist an eine Überspannungsschutz-Stromleiste angesteckt, ich hatte gelesen das könnte ein Problem sein; deswegen umgesteckt, das Problem kam aber wieder

Und jetzt?
Ich habe kein anderes Netzteil zur Verfügung, mit dem ich ausprobieren könnte und ein neues Netzteil kostet ordentlich. Habe ich vielleicht irgendwas falsch gemacht (Watt habe ich doch beim Kauf so ordentlich überprüft)? Gibt es irgendeine Möglichkeit das noch mal zu überprüfen, bevor ich das Geld ausgebe?

Liebe Grüße
Johanna
 
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aktuelles Bios update mal gemacht ? XMP/EXPO deaktivieren und testen, falls der Fehler verschwinden sollte, mal das EXPO Profil laden und manuell auf 5600 runter stellen, auch ggf. mal mit Memtest testen, ansonsten wirst du wohl mit nem neuen Netzteil nicht drumrum kommen
Ergänzung ()

Jarboretum schrieb:
vor ungefähr zwei Jahren habe ich meinen PC selbst zusammengebaut
wobei wenn er die ganze Zeit mit dem 6000er EXPO Profil problemlos lief, würde ich trotzdem mal Memtest machen um den Speicher als Fehler auszuschließen
 
Bei 'plötzlich komplett aus' ist zumindest das Netzteil hauptverdächtig.

Mir ist kein Lösungsweg bekannt der nicht auf 'anderes Netzteil versuchen' hinausläuft, daher wirst du wohl in den sauren Apfel beißen müssen.
Oder ein RMA versuchen, aber bei einem Fehler der nur sporadisch und lastunabhängig auftritt ist die Chance, dass der Fehler nicht in der RMA-Abwicklung reproduzierbar ist, relativ hoch...
 
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Läuft der Netzteillüfter überhaupt ständig mit? Nicht das der Netzteillüfter nach 2-5 Minuten stillsteht und dann der PC ausgeht, auch auf Stottern achten bzw. Gleichlauf beim Reinleuchten mit der Taschenlampe von hinten.
Bei mir war das mal an einem erst ein Jahr alten Netzteil der Fall, Lüfterschaden.
Erst lief der Lüfter normal und kam ins stottern um nach 2-5 Minuten stillzustehen, dann Absturz/Blackscreen im Desktopbetrieb.
 
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Stromstecker an Grafikkarte und Netzeil auf richtigen Sitz und Beschädigungen prüfen.
Bei den Temperaturen der Grafikarte unbedingt den Hotspot mit angeben, die Normaltemperatur mag nicht hoch sein aber der Hotspot könn ducch die Decke gehen wenn die Wärmeleitpaste bzw deren super-duper Thermogel weggelaufen ist
Edit: Ist die Standardlüfterkurve der Grafikkarte aktiv oder wurde daran rumgedoktort z.B. mit Afterburner?
 
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Würde auch am ehesten aufs NT tippen. Wie hast du denn die GK angeschlossen mit einem oder 2 6+2 Kabeln vom NT??

Ist der PC direkt an der Steckdose oder einer Steckerleiste angeschlossen? Altbau oder eher Neubau mit modernerer Elektroinstallation?
 
Wenn Bauteile im Netzteil altern oder vorzeitig ausfallen kommen sie schlechter mit hochfrequenten Lastschwankungen zurecht. Das wäre daher auch mein Kandidat. Das Problem kann prinzipiell aber auch am Mainboard liegen.

Dass die Spontan-Abschaltung zunächst nur unter Linux und nicht unter Windows aufgetreten ist, passt auch mit der unterschiedlichen Stromsparstrategie beider Betriebssysteme zusammen.

Du kannst mal die tiefen CPU-Stromsparmodi ausschalten und sehen ob es dadurch seltener passiert.
 
chithanh schrieb:
Wenn Bauteile im Netzteil altern oder vorzeitig ausfallen..............

Nicht innerhalb von maximal 2 Jahren einfach nein.
 
Wenn der Rechner selbst bei Schwachlast ausgeht, hat das nichts mit Software zu tun. Das Betriebssystem kann abstürzen, das wäre aber kein komplettes abschalten. Wenn die Temps in Ordnung sind, so wird wahrscheinlich irgendwo kurzgeschlossen. Das Alter des Netzteils ist jedenfalls selbst nach 10 Jahren kein Problem.
 
Man kann vielleicht im BIOS einen Dummy load (low current idle) einstellen, eben damit das Netzteil nicht ausschaltet, weil es denkt, die Last sei zu niedrig oder so
 
Bei meinem Sohn hat ein AMD 5950X im IDLE dafür gesorgt, dass der Rechner sporadisch abschaltet. Der wurde einfach von jetzt auf gleich im IDLE "Schwarz und Aus". Ein Ausschalten der C-States im Bios hat das Problem beseitigt. Offenbar laut Google ein relativ häufiges Problem bei AM4. Keine Ahnung ob auch AM5 mit sowas noch zu kämpfen hat? Aber einen Versuch ist es vielleicht wert.

LG
 
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Das hatte ich mit meinem 5700x bei zu grossem Minus Offset. Habe schon lange Allcore bei 1.175 V und 4.4 GHz festgetackert.
 
Hui, ok, danke für die vielen Antworten, damit hatte ich bei diesem Thema nicht gerechnet :) In anderen Threads wurde moniert, dass diese Thema schon wieder eröffnet wird, deswegen hatte ich schon schlechtes Gewissen. Aber ich will ja nicht die gleichen Fehler noch mal machen, selbst wenn es heißt, mir ein neues Netzteil kaufen zu müssen.

Erst noch allgemeinere nachgefragte Informationen
  • die Angabe, dass Temperaturen in Ordnung waren (da unter 80 °C) bezog sich sowohl für CPU als auch Graka auf die Hotspot-Temperaturen
  • ich habe für die Grafikkarte die Standardlüfterkurve, da habe ich nicht dran gebastelt (bastel allgemein nicht gerne, wenn es auch vanilla geht); auch Stromsparmodus nur über Windows eingestellt, am BIOS nichts geändert
  • die Graka ist mit dem Netzteil beiligenden Kabel angeschlossen; das Kabel besteht aus mehreren miteinander "verklebten" Kabeln, die zu zwei 6+2-Steckern führen (wie der korrekte Name ist weiß ich nicht); im Netzteil war es aber meine ich ein einzelner größerer Steckerplatz; wahrscheinlich handelt es sich dabei aber auch schlicht um 2 * 6+2 Stecker, die nur direkt nebeneinander gesteckt werden
  • der PC ist an eine Überspannungsschutz-Steckerleiste angeschlossen; wie bereits oben erwähnt, habe ich ihn testweise auch an eine andere Steckerleiste angeschlossen, weil ich gelesen hatte, dass der Überspannungsschutz ein Problem darstellen könnte; auch mit der anderen Steckerleiste ist das Problem aufgetreten; allerdings ist das Haus auch aus den 60ern; die Kabel wurden wahrscheinlich mit dem Umbau in den 90ern in diesem Stockwerk geändert, seitdem sollte sich daran aber nichts mehr geändert haben
  • es stimmt, dass die Probleme eher bei wenig Last auftreten; bei Spielen, die die Graka wirklich beansprucht haben nicht, nur bei Spielen, die nicht einmal die Lüfter der Graka zum Anspringen gebracht haben
  • das Problem ist aber auch nie Aufgetreten, wenn ich gerade nicht da war: wenn noch ein Daddelspiel von Steam läuft, dann geht der PC ja nicht in den Stromsparmodus, sodass er ab und zu läuft, ohne dass ich was daran mache (weil versehentlich länger weg vom PC als erwartet)
  • hatte erst vermutet, dass das Problem nur auftritt, wenn ich den PC aus dem Stromsparen wieder hochgefahren habe, aber das traf nicht zu, tritt auch öfter auf, wenn ich ihn zuvor ganz normal runter gefahren habe
  • da ich Stromsparmodus über Windows angestellt habe, sollte er doch dann in den S0 Low Power Idle gehen, soweit ich das verstanden habe? Er ist aber noch nie abgestürzt, während er im Stromsparmodus war, also sollten S-States doch kein Problem darstellen?


Aber nun zu euren Antworten, grob der Reihenfolge nach, die einfacheren zuerst:

@Sandro_Suchti : danke für den Hinweis :D ist mir ja irgendwie klar (leider), aber bei 100€ will ich doch alle Möglichkeiten genutzt haben, falls es doch was anderes ist

@Rickmer : RMA ist eine Abkürzung für Garantie/ Austausch? In dem Fall: jep, das vermute ich auch, der Fehler tritt so sporadisch und unberechenbar auf, dass es schon großes "Glück" sein müsste, dass es als Defekt anerkannt würde. Hatte da mal schlechte Erfahrungen mit einem Notebook :(

@Staplerfahrer : soweit ich das merken kann, ja. Wäre zwar irgendwie naheliegend, aber dann hätte ich regelmäßigere Abstürze erwartet, nicht manchmal direkt nach dem Einschalten (ok, das war nur ein einziges Mal) und manchmal nach Stunden nicht.

@freestaler : leider nicht, Nein. Keine Zocker hier in der Nähe, nur einer, der aber Playstation-Spieler ist (Dorf halt).

deswegen @JohnStorm : was ist die Helferliste? Ist das speziell von ComputerBase-Forum oder eine externe Dienstleitung/ App die explizit "Helferliste" heißt? Bei Google findet man sehr viele verschiedene und ich bin eher vorsichtig, Neues auszuprobieren

@Denniss : der Sitz meines Netzteiles in dem Gehäuse ist etwas eng, aber beim Säubern habe ich alles überprüft, was möglich war, ohne den PC weiter auseinanderzubauen; äußerlich waren alle Kabel in Ordnung. Wenn überhaupt wäre ein Kabel beim Reinschieben verschoben worden, aber das ist als Ursache unwahrscheinlich, da es ja auch vor dem Reinigen schon sporadisch aufgetreten ist (seitdem allerdings tatsächlich häufiger; die Kabel habe ich aber wirklich noch mal überprüft)

@xXDariusXx : könnten die Kabel des älteren Haues tatsächlich zu so einem Problem führen? Habe keinen Vergleich, weil ein Notebook so ein Problem ja einfach überbrücken kann

@lmfaktor : mh, ja stimmt schon, kam auch nur darauf, weil es nach dem neu Aufsetzen von Linux auf Windows erst einmal nicht mehr auftrat. Kann aber gut Zufall gewesen sein, da es zu der Zeit ja ohnehin selten auftrat. Von Minus-Offset habe ich noch nichts gehört, gehe aber mal davon aus, dass damit gemeint ist, die CPU sei unterfordert?
Damit betrifft deine zweite Antwort ein Wissensproblem von mir selbst:

BIOS-Arbeiten und Overclocking

Ich bastle nicht gerne an meinem PC herum, weil mich das stresst und ich niemanden habe, der mir helfen kann, wenn ich Mist gebaut habe. (Und mit Stress meine ich nicht "das ist unangenehm", sondern "schweißgebadet zu nichts mehr zu gebrauchen, ein Risiko über Tage".) Außerdem befürchte ich, wenn das Netzteil das Problem ist, dass er dann während des BIOS-Updates abstürzt, was den Rechner zerstören würde?
Da es aber sinnvoll erscheint, Fehler an der Stelle auszuschließen (und ja mehrere Nachrichten darauf zurückkommen @Verak Drezzt @chithanh @drake23 @RealEnd ), würde ich das Vorgehen gerne einmal abchecken, bevor ich mich daran wage:

1. aktuelles BIOS vom 22.05.24, also nicht mehr geändert seit Erstinstallation Ende 2024
2. neues BIOS bei Gigabyte passend zu meinem Mainboard auswählen, einfach das Neueste vom Juli
3. BIOS entpacken und auf einen Stick ziehen
4. Mit Esc in den Bios und dann die Möglichkeiten von Gigabyte nutzen

@Verak Drezzt XMP/EXPO ist standardmäßig aus, dürfte also nur an sein, wenn ich das wüsste? Das betrifft auch das Problem, das @RealEnd angesprochen hat, da ich nur einen Erfahrungsbericht ergooglen konnte, bei dem genau Expo angesprochen wurde ( https://www.reddit.com/r/AMDHelp/comments/181uorx/7800x3d_randomly_shutting_off_pc_then_restarting/ )

@chithanh mit tiefe Stromsparmodi sind die S-Zustände gemeint?

LG, Johanna
 
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