Pegida - Meinungen und Ursachen

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Verschwörungstheoretiker unter sich? Wer "Lügenpresse" u.ä schreit, sich damit bewusst rechten Vokabular bedient, sich einen Maulkorb verpassen lässt statt die Sache so darzustellen wie sie den angeblich ist, wer Plakate duldet wie "Sachsen bleibt Deutsch" oder Merkel in Burka und dergleichen , Ausländer bzw. den Islam komplett unkritisch für das Übel dieser Welt verantwortlich macht und nur so von weiteren Pauschalsierungen und Diffamierungen strotzt will ernstgenommen werden?
"Der Andersdenkende wird heute meist nicht mehr mit Argumenten, sondern mit Etikettierungen außer Gefecht gesetzt, dann ist man wahlweise islamophob, neoliberal, rechts oder sonst was. Da ist es dann auch egal, ob das, was man gesagt hat, richtig ist oder nicht. Da ist die Klappe zu, Feierabend."
Genau, das gilt ja dann für Pegida genau so. Ich sehe da nicht einen Deut Unterschied auf der "anderen" Seite.
 
Onkelhitman schrieb:
Nur leider konnte man damals schon dem Herrn Sarrazin keinen Rechten Hintergrund unterjubeln nicht wahr? Wie würdest du es denn dann nennen?

Ich habe in hier schon mehrmals erwähnt, dass man für Ressentiments, Rassismus, Angst vor dem Islam, kein Nazi sein muss. Solche Leute findest du nicht nur in der CSU, CDU und SPD, sondern auch in der Linken.

Onkelhitman schrieb:
Das soll neutrale Berichterstattung sein? Man lese sein zweites Buch (nein, dann müsste man sich ja mit ihm auseinandersetzen, mit dieser Rechten Person), denn da nimmt er genau das auseinander.

Mir geht es nicht um die Qualität seiner literarischen Werke, er hat damit Millionen verdient und um seine Bücher so erfolgreich zu machen, auch die Medien eingespannt. Teilweise ist das gar nicht nötig gewesen, schließlich gehört sein Verlag zu Bertelsmann, G+J nebst RTL bieten genug Spielfeld um dafür, in welcher Form auch immer, zu werben. Alles völlig legitim, inklusive der Kontroversen, so läuft es in einer Medienkonsumgesellschaft, der Knackpunkt ist nur, was damit unterstützt wurde.

Kleines Beispiel von Herrn Rether (müsste 2007 gewesen sein), was die "Lügenpresse" so alles druckte, da war Pegida noch nicht da und Sarrazin entpuppt sich dadurch auch nur als jemand, der etwas aufgriff, was längst auf der Straße lag:
https://www.youtube.com/watch?v=QL65dcC_UNM
 
..Ausländer bzw. den Islam komplett unkritisch für das Übel dieser Welt verantwortlich macht und nur so von weiteren Pauschalsierungen und Diffamierungen strotzt will ernstgenommen werden?
Tja, und soviel du hier noch schreibst, das ist nicht das, was Pegida fordert. Das ist das, was die Rechten, die bei Pegida mitlaufen, wollen.
Und, vor allen Dingen, das ist das, was die Leute sehen WOLLEN. Die WOLLEN gar keine Auseinandersetzung mit den Theman. Die wollen einen, auf den sie schmipfen können. Da kam damals Herr Sarrazin und jetzt Pegida gerade recht (höhö, den musste ich bringen).

rechten Vokabular
Es gibt kein rechtes Vokabular. Es gibt nur Vokabular, welches von Rechten verwendet wird. Wenn die Rechten rufen: "Wir sind das Volk!" dann ist das kein Rechter Spruch. Sondern dann ist das ein Spruch, der von Rechten missbraucht wird. Das ist ein Unterschied, und das sollte man endlich mal begreifen.
Mohr, Neger, Schwarzer, ... was man ablegen muss ist nicht der Begriff, den kann man noch so oft ändern. Was man ändern muss ist das, was man damit verknüpft.

Genau, das gilt ja dann für Pegida genau so. Ich sehe da nicht einen Deut Unterschied auf der "anderen" Seite.
Nein, es ist eben nicht: Weil die doof sind, darf ich auch doof sein.

Niemand hat doof zu sein. Weder sollen die einen über den Kamm geschoben werden, noch die Anderen. Und hätte man Post 1 hier im Thread auf Seite 1 gelesen, mit dem Wikipedia-Link zu den Pegida-Forderungen, hätten wir das auch schon längst abhaken können.

Aber Stopp. Das sind ja nur wilde Verschwörungstheorien. Viel wahrscheinlicher ist es daher, dass in Dresden in ein paar Wochen 15 000 Nazis aus dem Nichts erschienen sind. Alle die da rumlaufen. (Vielleicht ist aber auch DAS nur eine Verschwörungstheorie, weil man wieder das Thema gar nicht aufgreifen WILL)

@Schrammler
Ich habe in hier schon mehrmals erwähnt, dass man für Ressentiments, Rassismus, Angst vor dem Islam, kein Nazi sein muss. Solche Leute findest du nicht nur in der CSU, CDU und SPD, sondern auch in der Linken.
Kannst du mir denn bitte zu der damaligen Zeit auch nur EINE große deutsche Zeitung nennen, die Herrn Sarrazin nicht persönlich entweder diffamiert hat, oder aber in die rechte Ecke gestellt hat, nach seinem Buch? Nur eine reicht mir.

Alles völlig legitim, inklusive der Kontroversen, so läuft es in einer Medienkonsumgesellschaft, der Knackpunkt ist nur, was damit unterstützt wurde.
Wenn einen das stört, was er für Resümees gezogen hat, dann hätte man ja auch ein Gegenbuch bringen können. Mit genau denselben Statistiken, die Herr Sarrazin nutzte. Die Statistiken sind Fakten. Wenn man gegen die Fakten was hat, dann kann man der Regierung vorwerfen, rassistische Statistiken durchzuführen. Ich mag so einige Dinge von ihm nicht, aber die Statistiken hat er nun nicht gefälscht.

Und genau das ist der Punkt. Er hat schon alleine mit der Aufgreifung des Themas und der Statistiken einen Rummel erzeugt, den man nicht haben wollte. Geändert hat sich seither.... was hat sich geändert? Geändert hat sich, dass diesesmal nicht nur einer da stand und auf dem Schild hatte: "Sarrazin hat Recht" sondern dass da ein paar Tausende standen und mit dem Recht der Versammlung ihre Meinung kund getan haben. Und anstatt auf die Leute zuzugehen und mit ihnen zu reden, lehnt man das ab. Sind ja eh nur Rechte, lohnt net.

Wunderbar hat mit heute in der österreichischen Zeitung gefallen Herr Kurz, der Innenminister und Integrationsminister:
Ängste der Menschen muss man ernst nehmen
"Nicht jeder, der zu PEGIDA auf die Straße geht, ist ein Rechtsextremist. Wenn wir diesen Menschen das Gefühl geben, dass sie nicht gehört werden, gehen sie eben auf die andere Seite." Mit den Organisatoren von PEGIDA hat Kurz aber schon gar nichts am Hut: "Das Abendland wird nicht islamisiert."
"Wir müssen die Probleme also klar benennen und nicht schönreden", so der Minister. "Es gibt einen politischen Islamismus, der die ideologische Basis für die Verbrechen ist, aber unsere muslimischen Mitbürger haben nichts mit dem Terror zu tun und sind genauso schockiert wie wir."

Und das finde ich gut. Finde ich differenziert. Finde ich Ziellösungssuchend. Das hilft. Und weder die eine, noch die andere Pauschalisierung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn man bewusst falsche Informationen rausgibt, lügt man nicht? Da man damit die gesamte Weltanschauung manipulieren kann, ist es noch viel schlimmer.
 
Das ist noch nicht das Schlimme. Du kannst 2 Wochen lang Seitenlang etwas erzählen. Es geht durch die Medien, durch die Köpfe, und es muss nicht stimmen. Und nach 2 Wochen sagst du: Stimmte doch nicht.

Was meinst du, was hängen bleibt? Der Satz: Stimmte doch nicht, oder die wochenlange Bearbeitung durch alle möglichen gesellschaftlichen möglichen Medien? Darunter natürlich auch Hörensagen, Gespräche, Stammtische, ausführliche Diskussionen, alles.

Man müsste dann ja 2 Wochen lang breittreten, es war nicht so, damit sich das in etwa aufhebt. Hier passiert aber genau dasselbe Phänomen, es wird die einen geben, die glauben und die, die nicht glauben. Selbst prüfen wäre mal was. Inkl. der eigenen Meinung, wo sie herkommt, was sie eigentlich ist, worauf sie beruht, und ob man nicht doch unrecht hatte. Selbstreflektion. Dazu muss man das aber WOLLEN. Dann fällt man nicht so schnell rein. Kann es aber dennoch, weil man eben nicht alles prüfen kann.

Umso wichtiger SIND demnach die Medien und der Wahrheitsgehalt von den dort gezeigten "Fakten".

Das artet aber aus und passt eher in den anderen Thread rein.
 
belzebub19 schrieb:
Pegida versteckt ihre eigentlichen Interessen hinter einem immer mehr konsensfähig werdenden Positionspapier, welches von zum Beginn 19 scharfen und deutlich rechten Standpunkten auf sechs aufgeweichte Positionen zusammengeschrumpft ist, mit denen teilweise jeder mitgehen würde.

Die einzigen "scharfen" Punkte sind diejenigen wo es um Radikalismus und Gewalt geht, darf man Gewalt, Mord und Totschlag nicht mehr anprangern?

Wie heuchlerisch unsere Politiker sind das wurde mit den Anschlag auf Charlie Hebdo deutlich. Nur wenige Tage nach dem Anschlag wurden Krisensitzungen abgehalten um schärfere Gesetzte gegen diese Gewalt zu verabschieden.

Es ist doch genau diese Gewalt auf die bei den Pegida Demonstrationen hingewiesen wird, aber Pegida ist böse denn das Volk hat kein Recht darauf hinzuweisen. Wenn Pegida einen Trauermarsch zum Gedenken der Opfer macht wird das ebenso kritisiert. Bei denen ist es heuchlerisch wenn sie den Opfern gedenken.

Wenn "Charlie Hebdo" den Islam allgemein aufs übelste beleidigt dann ist das nicht böse denn es fällt unter die Presse und Meinungsfreiheit. Wenn Pegida Demonstranten aber nur gegen gewalttätige Islamisten demonstrieren dann ist das böse und fällt nicht unter die Meinungsfreiheit.
Wo bleibt die Kritik gegen solche Satire Blätter, diese fordern doch eine solche Gewalt geradezu heraus. Auch Satire hat ihre Grenzen und sollte den Bogen nicht überspannen, selbst jemand mit sehr viel Humor hat irgendwo seine Grenze.

Die Politiker werfen den Pegida Demonstranten gerne zu wenig Toleranz gegenüber anderen Kulturen vor zeigen selber aber ebenso null Toleranz gegenüber den Demonstranten. Die Demonstranten differenzieren zwischen gewaltätigen und friedlichen Ausländern, die Pegida Gegner differenzieren aber nicht sondern stellen alle Demonstranten gleich in die rechte Ecke.
 
Das ist eine reichlich undifferenzierte Herangehensweise an die PEGIDA-Gegner ;)

Charlie Hebdo übrigens hat Karikaturen über alles und jeden veröffentlicht - auch gegen Rechte und mittlerweile kommt aus dem Umfeld auch was gegen PEGIDA.
Gegenmeinungen zulassen ist übrigens auch Teil der Meinungsfreiheit. Bei den Gegenmeinungen geht es übrigens "erstaunlicherweise" nicht darum, gegen die Anprangerung von Extremismus zu sein, sondern darum, dass es dabei a) selbst extremistische Tendenzen zu geben scheint und b) dass alles pauschal in einen Topf geworfen werde.
 
Nein das ist einfach dieses Schwarz-Weiß Denken das seitens der Presse und vieler Politiker tagtäglich ausgeübt wird. Es fängt schon damit an das PEGIDA ständig als "Anti Islam Demonstration" bezeichnet wird. Wer sich nicht die Mühe macht und die 19 Punkte des Pegida Positionspapier durchliest bekommt seitens der Presse und der Politik den Eindruck das es hier allgemein gegen den Islam geht.

Klar gibt es bei Pegida auch rechtsradikale Tendenzen bzw. versuchen rechtsextreme Gruppen diese Demonstrationen zu ihren Gunsten zu nutzen, aber das trifft keinesfalls auf die Masse zu. Das sich die Fronten nun eher verhärten hat sich die Politik selber zuzuschreiben. Denn wenn man friedliche Demonstranten ständig nur kritisiert, auf ihre Probleme nicht eingeht, sondern sie gar als "Schande für Deutschland" bezeichnet, sollte dies einen nicht mehr wundern.

Wenn es um undifferenzierte Herangehensweise, keine Gegenmeinungen zulassen und alles in einen Topf werfen geht, sollte sich die Politik und die Presse zuerst an der Nase fassen. Von der Entgleisung des Türkischen Ministerpräsidenten der die PEGIDA mit der IS vergleicht will ich gar nicht mehr sprechen.
 
Onkelhitman schrieb:
Kannst du mir denn bitte zu der damaligen Zeit auch nur EINE große deutsche Zeitung nennen, die Herrn Sarrazin nicht persönlich entweder diffamiert hat, oder aber in die rechte Ecke gestellt hat, nach seinem Buch? Nur eine reicht mir.

Du wirst es nicht glauben, aber es waren erstaunlich viele Blätter, die nüchtern über das Buch berichtet haben. Ich meine mich sogar erinnern zu können, dass eine Vierbuchstabenzeitung Auszüge daraus vorab veröffentlichte. In den Kommentaren einzelner Journalisten sah das natürlich anders aus. Trotzdem sprangen ihm sogar Altkanzler Schmidt und Steinbrück bei. Das sind auch Gründe, warum er noch in der SPD ist. Natürlich will ich nicht ausschließen, dass wenige, auch die neutralen Artikel, wirklich tiefgründig waren.

Onkelhitman schrieb:
Die Statistiken sind Fakten. Wenn man gegen die Fakten was hat, dann kann man der Regierung vorwerfen, rassistische Statistiken durchzuführen. Ich mag so einige Dinge von ihm nicht, aber die Statistiken hat er nun nicht gefälscht.

Die Frage ist, wie du sie einsetzt. Sarrazin ruderte mit seinen fragwürdigen Gentheorien zurück. Dass jedoch z.B. türkischstämmige Mitbürger im jugendlichen Alter in Deutschland weniger Ladendiebstähle begehen, wie gleichaltrige Deutsche hat Sarrazin gewiss nicht veröffentlicht, ist aber (statistisch) erwiesen. Drei mal kann du raten, wer im besonderen Fokus, bei Verkaufspersonal und Ladendetektiven, für Ladendiebstähle steht.

Onkelhitman schrieb:
Und anstatt auf die Leute zuzugehen und mit ihnen zu reden, lehnt man das ab. Sind ja eh nur Rechte, lohnt net.

Darf ich erfahren was du erwartest? Die Medien werden mit dem goebbelschen Ausdruck "Lügenpresse" hofiert, klar definitierte Forderungen an die Politik sind quasi nicht vorhanden (zumindest nicht solche, welche vom GG gedeckt oder nicht ohnehin bereits politisch aufgegriffen werden..) ja was will man denn überhaupt in Dresden? Ein bischen für Populismusdrescherei und Forderungen nach Dingen, die sich gesetzlich gar nicht regeln lassen? Hauptsache 'mal demonstrieren gegangen, für die eigenen Vorurteile?

Sind die Nazis bei den Demos eigentlich auch gläubige Christen?
 
flo233 schrieb:
Möglicherweise hat sich PEGIDA aber zu was Größerem entwickelt, als es den Medien und vermutlich auch vielen Politikern mittlerweile lieb war/ist.
Natürlich. Die initiale Ablenk-Taktik mit "Sind alles Nazis!" hat nicht funktioniert. Jetzt muss die Staatskanzlei ran und finanziert erst mal fein n paar Dutzend Sonderbusse, Roland Kaiser war sicher auch nicht für lau da, das Catering vom Hilton war auch bestimmt nicht gratis,... alles nur, um ne Gegendemo aufzustellen.

Ich hab mir heut übrigens mal n Spaß erlaubt und mit nem Google Maps - basierten Tool die große Fläche des Neumarktes berechnen lassen. Wahrscheinlich habe ich die Eckpunkte etwas zu eng gezogen, aber ich kam darauf, dass bei angeblichen 35.000 Besuchern am Samstag in etwa 14-15 Besucher pro m² dagewesen sein müssten... 3 Menschen pro m² ist schon kuschlig, und um Faktor 5 hab ich die Knotenpunkte wohl kaum daneben gesetzt.

PEGIDA hat sich leider nicht direkt totschreien lassen, das Ergebnis der Missachtung seitens Presse & Politik hat PEGIDA statt dessen immer stärker gemacht. Sieht man auch daran: Obwohl ~5000 Leute in Leipzig waren (die ja statt dessen schnell hätten nach Dresden fahren können), wurde diesen Montag der bisherige Rekord weit überboten.

Gucky10 schrieb:
Wer "Lügenpresse" u.ä schreit, sich damit bewusst rechten Vokabular bedient...
Bei allem negativen, was Adolf war... er war auf der Bühne ein Meister der Rhetorik und seine Untergebenen waren allesamt nicht viel schlechter. Nur Bücher schreiben lassen durfte man Hitler nicht. Mein Kampf ist das beste Argument gegen Mein Kampf.
Lies z.B. mal http://www.stefanjacob.de/Geschichte/Unterseiten/Quellen.php?Multi=68
So weit sind die Differenzen zu heutigen Politiker-Reden während des Wahlkampfes echt nicht.

Wenn Charlie Merkel fettwanstig mit Bratwurst und Bier im Sessel zeichnen, ist es Kunst...

Onkelhitman schrieb:
Mohr, Neger, Schwarzer, ... was man ablegen muss ist nicht der Begriff, den kann man noch so oft ändern. Was man ändern muss ist das, was man damit verknüpft.
Erklär das mal den blinden, stumpfsinnigen Verfechtern der Political Correctness.
Schon vor über 10 Jahren haben wir rumgeulkt, dass es bald nicht mehr "Negerkuss" heißt, sondern "Schaumwaffel mit Migrationshintergrund". Und was haben wir heute? Der Sarotti-Mohr ist dem "Zauberer aus dem Morgenland" gewichen. Der Mohr mit dem Schirm im Struwelpeter wurde in so mancher Ausgabe ersatzlos gestrichen. Ich will gar nicht wissen, wie der namensgebende Onkel Tom aus Onkel Toms Hütte inzwischen bezeichnet wird. Ist der jetzt Afro-Amerikaner?

Daher auch mein Beispiel mit den (geistig) Behinderten. Ein paar der wirklich tollen Stilblüten des PC-Neusprech wären da "andersfähig" oder "Menschen mit besonderen Bedürfnissen". Hey, ich brauch meinen Feierabendscotch, ist das schon ein besonderes Bedürfnis?

Aber Stopp. Das sind ja nur wilde Verschwörungstheorien. Viel wahrscheinlicher ist es daher, dass in Dresden in ein paar Wochen 15 000 Nazis aus dem Nichts erschienen sind.
Es ist sogar ziemlich sicher, dass pünktlich zum 13. Februar einige Tausend Nazis durch Dresden ziehen werden. Das ist so sicher wie die Silvester-"Schneeballschlacht" in Leipzig Connewitz oder Steineschmeißer in Berlin zum 1. Mai. 70 Jahre Bombennacht lassen sich die Neonazis nicht entgehen. Hm, Freitag der 13. Das wird lustig, ich nehm mir lieber Urlaub...

Das hat dann aber wieder nix mit PEGIDA zu tun. Ich vermute sogar, dass in der Woche keine PEGIDA genehmigt werden wird, um den Hundertschaften mal etwas Ruhe zu gönnen.

Ich mag so einige Dinge von ihm nicht, aber die Statistiken hat er nun nicht gefälscht.
Auch das wurde ihm vorgeworfen. Genauer gesagt soll er ja die Statistik zur Erblichkeit von Intelligenz deutlich überzogen haben. Tatsächlich hat er sie nur etwas wohlwollend ausgelegt, seine Schlüsse lagen noch deutlich innerhalb wissenschaftlich anerkannter Werte, was auch vom Verfasser der ursprünglichen Studie bestätigt wurde.
Bloß: Interessiert das die Presse? Damit macht man keine Auflage. Auflage macht man mit Krawall, und es liegt kein Krawall in "Hey, der Kram hier stimmt sogar..."
 
"Das ist das, was die Rechten, die bei Pegida mitlaufen, wollen."
Und die sind kein Teil von Pegida? Nochmal auch du kannst da schreiben was du willst, der Ton macht die Musik. Ich persönlich würde mich nie mit jemanden auseinandersetzen der dermassen undifffernziert und pauschal auf der Strasse rumgrölt , gegen jeden giftet der anderer Meinung ist und sich jeder ernsthaften Diskussion entzieht. Und zu diskutieren gibt es bei dem Thema eine Menge.
Es gibt im übrigen diverse Artikel , auch in der "Lügenpresse" die ausführlich zum Thema "Vokabular und was es aussagt" ausführt. "Wir sind das Volk" ist kein "rechter" Spruch, ist es nie gewesen. Es war ein Spruch mit dem die Menschen in der DDR gegen Unterdrückung und für politische Freiheit demonstriert haben, da stand was dahinter. Hier bei Pegida ist es ein Versuch sich eine Grösse zu geben von dem die träumen und ist durch nichts gedeckt oder gerechtfertigt. Das gleiche gilt für den Montag als Demonstrationstag. Es ist der jämmerliche Versuch etwas mit der DDR Vergangenheit zu konstruieren.
Die "Forderungen" sind doch das Problem, neben der Namensgebung und den Plakaten und den Sprüchen und dem Auftreten und....
Wo sagt den jemand das da 15000 Nazis laufen? Das habe ich nirgends gelesen weder in der "Lügenpresse" noch hier im Forum.

"Merkel in Burka". Merkst du was. Hebedo wettert gegen alle und jeden. Und zielsicherer als Pegida. Und die verlangen nicht von der Welt das man ihnen zu Füssen liegt und andächtig lauscht was sie zu sagen haben, es ohne Widerworte akzeptiert und sofort zur Tat schreitet um die Welt entsprechend zu ändern.
Pegida kann mit Gegenmeinungen nicht umgehen. Das ist das Problem. Wenn man wirklich an einer Problemlösung interressiert wäre dann würde man den unsäglichen Namen ändern, dafür sorgen das es auf den Demos zu keinerlein Missverständissen kommt und eine ernsthafte Disskusion suchen. dazu gehört auch das man Presse und Meinungsfreiheit akzeptiert.
 
Gucky10 schrieb:
Ich persönlich würde mich nie mit jemanden auseinandersetzen der dermassen undifffernziert und pauschal auf der Strasse rumgrölt , gegen jeden giftet der anderer Meinung ist und sich jeder ernsthaften Diskussion entzieht.
Dasselbe gilt für weite Teile der Gegendemonstranten. Da rennen allerhand Antifa-Chaoten mit, die nur Stunk machen wollen. Und natürlich gilt dasselbe für weite Teile der Presse und Politik, da die eben auch direkt rumgiften und sich ernsthafter Diskussion entziehen.

Die "Forderungen" sind doch das Problem, neben der Namensgebung und den Plakaten und den Sprüchen und dem Auftreten und....
Wo sagt den jemand das da 15000 Nazis laufen? Das habe ich nirgends gelesen weder in der "Lügenpresse" noch hier im Forum.
Also waren Sprüche wie "Nazis in Nadelstreifen" etc. nur eine Illusion?

Übrigens: Wenn wir schon bei Nazi-Jargon sind, den du der Verwendung des Wortes "Lügenpresse" ja über stülpst.... Goebbels hochselbst hat Juden als Mischpoke bezeichnet. Und was macht Cem Özdemir? Na schau mal an... wer verwendet hier also Nazi-Jargon? Oder ist es plötzlich wieder was anderes?

Wenn man wirklich an einer Problemlösung interressiert wäre dann würde man den unsäglichen Namen ändern, dafür sorgen das es auf den Demos zu keinerlein Missverständissen kommt und eine ernsthafte Disskusion suchen.
Den Namen eines eingetragenen Vereins zu ändern ist nicht ohne großen Aufwand möglich. Außerdem würde dann von deiner Seite doch nur der Spruch kommen "Alter Kack im neuen Frack"... Oder wie man bei der "Neugründung" der PDS aus den Überbleibseln der SED sagte: Praktisch Das Selbe. Heute heißts Die Linke, ist aber im Kern immer noch die SED.
Wie soll man außerdem die Missverständnisse verhindern? Missverständnisse entstehen durch Interpretation, und Interpretation kann man nicht vermeiden. Nur mathematische Präzision entzieht sich einer Interpretation.
Und mit wem soll man ernsthafte Diskussionen suchen? Die einzige Partei, die tatsächlich zu GEsprächen bereit war, war bisher die AfD. Alle anderen haben keinerlei offenen Dialog angestrebt. Es ist nicht Aufgabe der Demonstranten (also: des Volkes), den Dialog mit Parteien zu suchen, sondern Aufgabe der Regierung, den Dialog mit dem Volk zu suchen.
 
Daaron schrieb:
Goebbels hochselbst hat Juden als Mischpoke bezeichnet. Und was macht Cem Özdemir? Na schau mal an... wer verwendet hier also Nazi-Jargon? Oder ist es plötzlich wieder was anderes?
Blöd nur, dass das Wort im Jiddischen einfach "Familie" (wertneutral) bedeutet. Wie hat das denn der Herr Özdemir gemeint? Wie ist denn das heutige Verständnis dieses Ausdrucks? Es gibt schon einen Unterschied zwischen "von Nazis verwendet" und "von Nazis geprägt".
"Lügenpresse" ist ob nun Nazi-Jargon oder nicht auf keinen Fall wertneutral.
Außenwirkung hängt nun mal davon ab, wie einen die Mehrheit der anderen versteht. Die Regel hab ich nicht gemacht ;)

Ansonsten: Gejammer und klassisches Wutbürger-sich-ungerecht-behandelt-fühlen.
Wenn die Absicht der PEGIDA ein zielführender Dialog sein sollte, haben sie das falsch angegangen, fertig.

Nur mathematische Präzision entzieht sich einer Interpretation
Du hast aber offenbar nicht Mathe studiert, oder?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist Pegida inzwischen ein eingetragener Verein? Und selbst wenn, dann bleibt das Dilemma das man sich den Namen ausgesucht hat und das man lieber mit dem Namen lebt als ein "Missverständniss" auszuräumen. Man muss dann halt damit leben. Sowohl mit den Namen als auch mit der Wertung der Öffentlichkeit.
Das "Volk" hat aber kein Diskussionsbedarf , Pegida hat den. Pegida hat sich jeder Diskussion entzogen indem man sich eine Maulkorb hat verpassen lassen. Auch das erinnert an die letzten beiden Dikaturen auf deutschen Boden.
Im übrigen kann mir mal irgendjemand leicht fasslich erklären wer und was diese "Lügenpresse" nun ist? Verschwörungstheroien gibt es ja genug. Nur ich kenne jetzt den Aufbau einer Zeitung nicht aber ich weiss es gibt einen Journalist, es gibt einen Redakteur und einen Chefredakteur. Dann gibt es bestimmt einen Ressorleiter, weitere Chefs, den Verlagsleiter, den Eigentümer. Wer ist denn da derjenige der Böse ist und warum?
 
c137 schrieb:
Blöd nur, dass das Wort im Jiddischen einfach "Familie" (wertneutral) bedeutet. Wie hat das denn der Herr Özdemir gemeint? Wie ist denn das heutige Verständnis dieses Ausdrucks? E
http://www.duden.de/rechtschreibung/Mischpoke#Bedeutung2
üble Gesellschaft, Gruppe von unangenehmen Leuten

Ein "gewählter Volksvertreter", der Teile der Bevölkerung als üble Gesellschaft tituliert, nur weil sie auf ihre verfassungsmäßigen Rechte besteht?


Gucky10 schrieb:
Ist Pegida inzwischen ein eingetragener Verein?
Seit Mitte Dezember, ja.

Pegida hat sich jeder Diskussion entzogen indem man sich eine Maulkorb hat verpassen lassen.
Wenn man fürchten muss, das jede Äußerung durch die Medien auf die Goldwaage gelegt wird und am Ende eben mit der Nazikeule nachgedrückt wird, um das gewünschte öffentliche Bild zu erzeugen... ja, dann redet man lieber gar nicht.

Außerdem willst du doch nicht behaupten, dass die deutschen "Leitmedien" tatsächlich unabhängig sind. Wie viel Unabhängigkeit da vorhanden ist, hat man doch beim Thema Ukrainekonflikt gesehen. Da gab es keinerlei differnzierte Berichterstattung. Putin, Russland & Separatisten = Böse. EU/NATO = Engelsgleich.
Oder schau auf das Thema Israel/Gaza. Wie oft hast du da wirklich scharfe Kritik an Israel gehört, allen voran an der Siedlungspolitik? Is nich weil is nicht.

Du darfst dir selbst überlegen, wer am Ende diese einseitige Berichterstattung durchgewunken hat. Ich würde auf den Chefredakteur tippen.
 
Sogar im Duden steht die wertneutrale Bedeutung (die Bedeutung, so wie sie die so betitelten verstehen) vorne, ist also die wichtigere :rolleyes:
 
Daaron schrieb:
Die einzige Partei, die tatsächlich zu GEsprächen bereit war, war bisher die AfD.
Das sind ja auch die Einzigen, die nicht unter "Lügenpresse!"- und "Verräter!"-Rufen verjagt werden. Ob das daran liegt, dass AfD und PEGIDA Brüder im Geiste sind, während kritische Medien und Gegenmeinungen bei PEGIDA unerwünscht sind?


Daaron schrieb:
Es ist nicht Aufgabe der Demonstranten (also: des Volkes), den Dialog mit Parteien zu suchen, sondern Aufgabe der Regierung, den Dialog mit dem Volk zu suchen.
Klar, dass du das sagst. Du verweigerst dich ja weiterhin der Einsicht, dass es sich bei PEGIDA um eine rechtsradikale Gruppierung handelt. Wenn die ganze Führungsriege der PEGIDA aus Rechtspopulisten und offen rechtsradikalen Persönlichkeiten besteht, dann macht das PEGIDA natürlich noch lange nicht zu einer mindestens rechts-populistischen Veranstaltung. Und wenn der Mob auf der Straße einen rechtsradikalen Ton anschlägt, der glatt aus der Zeit des Nationalsozialimus stammen könnte, dann bedeutet das auch nicht, dass es sich bei PEGIDA nicht um eine gemäßigte, sachliche Bewegung aus der Mitte der Gesellschaft handelt. Und Hooligans wollen nur Fußball gucken und nach dem Spiel ein Bier mit dem Gegner heben.

Worüber soll man bitte mit diesen Leuten reden, vor allem wenn diese nur mit Ihresgleichen reden wollen?
 
Naja, da hätte Pegida, anstatt "Lügenpresse", wohl lieber "Systempresse" verwenden sollen; wäre wohl bei den Kritikern besser angekommen; gebrauchen sie ja selbst häufig. ;)

Die öffentliche Debatte zu diesem Thema lässt jedoch generell Differenzierung vermissen. Diese Kritik (gern auch Gejammer) an der Art und Weise der Berichterstattung, das genutzte Vokabular, den Einsatz rhetorischer Strategien, etc. ist allerdings berechtigt.
Ziel der öffentlichen Debatten und Diskussionen ist leider nicht die Auseinandersetzung, mit dem Ziel von Aufklärung, Information und Erkenntnisgewinn, sondern Diffamierung.

Da nicht sonderlich subtil, führt dies normalerweise zu einer steigenden Anzahl von stillen Sympathisanten, die vielleicht nicht alle Ziele der Bewegung teilen aber durchaus ein Empfinden für eine einseitige, ideologisierte Berichterstattung haben.
 
"Wenn man fürchten muss, das jede Äußerung durch die Medien auf die Goldwaage gelegt wird und am Ende eben mit der Nazikeule nachgedrückt wird, um das gewünschte öffentliche Bild zu erzeugen... ja, dann redet man lieber gar nicht."

Sorry das ist Unfug. Natürlich wird alles auf die Goldwaage gelegt ganz besonders bei solchen Themen. Das weiss man vorher und man kann sich überlegen was man absondert. Ganz besonders wenn man ernstgenommen werden will. Aber im Grunde bestätigst du nur das es darum geht bestenfalls unüberlegt , wahrscheinlich aber mit vollen Bewusstsein, Müll absondert der nur danach schreit das jemand die Nazikeule auspackt. Das macht die Sache zwar nicht besser aber so ist das eben.
Nochmal, was hat dann der Chefredakteur davon? Zeitungen und TV Sender und Radiostationen usw. leben von ihren Einschaltquoten bzw. ihren verkauften Exemplaren. Sie bedienen damit immer auch einen Mainstream natürlich auch immer etwas ausgerichtet am politischen Meinungsbild für den das Medium bekannt ist. Nun überleg nochmal, wenn sich nahezu alle (Ist das überhaupt so?) ob national als auch international zu ähnlichen Kommentaren veranlasst sehen was das dann aussagt?
 
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