News Petabyte-HDDs dank neuer Speichertechnik?

Na hallelujah! Endlich mal ein Schritt auf dem Boden der Realität, da SSD's einfach zu teuer sind und es wohl auch bleiben. 2 x 5 bezahlbare TB Platten würden mir aber auch schon genügen.

Gruß.
 
milzbrand schrieb:
SSDs sind auch nicht als Massenspeicher gedacht ...

Das sehen aber einige nicht ein, die wollen standhaft SSDs in Bereich 500 GB aufwärts um Filme darauf zu versenken. Der einzige Zweck wo eine SSD zum Datengrab verkommen könnte ist in der Forschung wenn es darum geht große Datenmengen schnell zu schreiben, aber dafür gibt es auch andere Lösungen.

gtfan67 schrieb:
WOZU BRAUCH MAN 1 PETABYTE?
den kriegt man nu mal wirklich net voll....

Es gibt Leute die haben das auch von 20 MB Platten behauptet.

btt:

Hört sich interessant an, Speicherkapazität kann man nie genug haben. Gerade im Bereich der Datenbanken oder Videobearbeitung. Wenn sich das HDTV Nachfolgeformat durchsetzt werden wir solche Teile brauchen um Filme in Kinos darstellen zu können.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Tekpoint

"Und eine 2TB SSD mit 1,5GB/S dann rechne mal aus wie viele 3TB HDDs du in RAID 0 nehmen kannst und was da an Kapazität udn Leistung raus kommt."

Oh ne oder? Kein Raid bitte. Was bedeutet Leistung? Wenn du auf die Dinger VIDEOS speicherst mit, sagen wir dem heute üblichen FullHD und ca. 15GB je File. Ist es da nicht sowas von Piepegal ob ich den Film in 5 Sekunden von A nach B oder in 5 Minuten von A nach B bringe? In meinen Augen ja, denn beim gucken ansich ist das völlig Hupe, da reicht die Datenübertragung von Festplatten einfach aus.

"Kapazitäts nutzen kommt immer drauf an was man macht mit sein Rechner."

Bestreite ich ja gar nicht.


"Machst du HD Film Bearbeitung? Machst du Bearbeitung mit Bilder von RAW Dateien von Spiegelreflexkamera? Zockst du neuste Spiele die 30-60GB Nutzen? Nutzt du Bearbeitusnprogramm um virtuelle Bilder zu erstellen?"

Ja,Bilder im RAW Format. Dennoch kommen diese Bilder von einem so langsamen Medium, dass meine Festplatte sie erstmal speichern kann, ohne langsamer zu sein als eine SSD. Und danach reicht auch die Leistung der Festplatte um sie zu bearbeiten. Ich nutze und kenne sogar kein Spiel welches 30-60GB frisst. Und da hier 90% der Forumuser eben nicht solche Dinge nutzen, und auch die Heimbenutzer nicht, unterstelle ich, dass der P/GB immer noch bei sehr vielen Leuten vorrangig ist. Und das macht auch Sinn. Denn wie schon oben erwähnt, SSDs haben einen Vorteil der Geschwindigkeit der kleinen Dateien bzw. der Zugriffszeit. Wenn ich dann aber nur Musik höre, FullHD gucke, Spiele spiele ist die Zugriffszeit sowas von egal, da lohnt eben der Aufpreis nicht. Und den Aufpreis kann man nicht wegreden.

Und daher werden es Festplatten noch laaange tun.
 
Das Problem, welches ich mit diesen Größen habe, ist die Sicherung. Je größer der Datenträger ist, desto problematischer werden Hardware-Ausfälle. Irgendwann kann man ohne RAID garnicht mehr riskieren, solche Speicherriesen zu nutzen, weil dann gleich viele Terrabyte an Daten mit einem Schlag weg wären. Und für herkömmliche Datensicherungen ist das ebenso zu viel.
 
Die Backupplatten werden ja mit der Zeit auch nicht kleiner...
 
Dafür gibt es inkrementelle Backups.
Und wenn jemand nach einer langen Urlaubsreise mit seiner Full-HD-Kamera im Dauergebrauch doch mal 1TB Daten gesammelt haben sollte, dann wird es ihm auch hoffentlich die Zeit wert sein, diese Daten auf Backup-Platte zu kopieren ;).
Wenn ein normaler Nutzer wöchentlich sein Backup macht, dann wird in den seltensten Fällen, die veränderte zu sichernde Datenmenge bei mehr als 10 gig liegen.
 
Geil! Oder wie sagt man, sehr interessant!

Die Frage laut nur "wann". Allerdings wird sich die Festspeichertechnik ebenfalls schnell weiter entwickeln. Schon heute bekommt man 32 GB auf Micro SD auf einer Fläche von 11 mm x 15 mm. Damit erreicht man bei 3,5" locker 1,2 Terabyte. Wieviele solcher winziger Chips lassen sich in einem 3,5" Festplattengehäuse unterbringen? 500 oder 1.000 ???

Mechanische Speicher haben das Problem der begrenzten Geschwindigkeit, Zugriffzeiten sind ein echtes Problem. Windows booted mit einer SSD mehr als doppelt so schnell, wie mit der schnellsten HDD.

MfG
 
Ohne dass ich jetzt jeden Beitrag meiner geschätzten Vorposter durchgelesen habe würde ich sagen dass die längerfristige Zukunft in der Speicherung in Form von Laser-Holografie beruht. Durch die hinzunahme der dritten Dimension steigt die Datendichte stark an, die Schreib- und Lesegeschwindigkeit kann stark erhöht werden.
Festplatten haben u.a. den Nachteil dass die Daten nur linear gelesen und geschrieben werden können, die Datendichte allerdings quadratisch mit der Kapazität zunimmt, was zu dem Problem führt dass es immer länger dauert eine Komplettsicherung bzw. eine vollständige Kopie einer Festplatte anzufertigen, oder auch nur eine vollständige Überprüfung aller Sektoren einer Festplatte durchzuführen.
Heute schon dauert das Auslesen aller Sektoren einer 2 TB Platte bis zu 8 Stunden. Diese Zeitspanne wird mit steigender Datendichte der Festplatten noch weiter zunehmen.

Dann das nächste Problem. Können die Schreib-/und Leseköpfe so genau positioniert werden? Bereits heute ist es schwierig die Köpfe – selbst bei kleineren Vibrationen das Gehäuses der Platte – in der Spur zu halten.
Ich stelle nicht in Frage dass es noch Potential gibt zur Steigerung der Datendichte. Nur wie sieht es z.B. mit der Beständigkeit der magnetisierten Bereiche aus?
Seagate hat bereits zugegeben dass die die magnetisierten Bereiche nur für eine begrenzte Zeit stabil sind. Man rechnet heute damit dass die Daten bei der hohen Datendichte nur für einige Jahre sicher darauf sind, dann müssen die Daten erneut auf die Platte geschrieben werden bevor die Magnetisierung zu schwach zum Auslesen wird. Ja, die Magnetisierung der Datenschicht wird im Laufe der Jahre schwächer.

Flash-Speicher wird möglicherweise durch Phase-Change-Speicher oder Speicher basierend auf Memristoren abgelöst werden. Mit Memristoren sind kleinere Speicherzellen möglich und sie arbeiten schneller als Flash-RAM. Serienprodukte wird es erst in ein paar Jahren geben. Da ist noch einiges an Forschung notwendig um Chips in Massenfertigung herstellen zu können.
Ergänzung ()

gorgos schrieb:
Zukünftiger Bedarf für 200 Filme in guter 8K Qualität + 3D = 200*360GB = 64TB
8k zuhause in den eigene vier Wänden? Wozu? Hast du einen Filmsaal zuhause? Normale Filme werden überhaupt nicht in solchen Auflösungen produziert.
Selbst Filme die derzeit volldigital produziert werden errreichen gerade mal die 4k Auflösung.

Die 1080er Auflösung reicht für 2 Meter Bilddiagonale vollkommen aus. Ein noch größere Bildfläche ist nur bei einer noch größeren Betrachtungsentfernung sinnvoll. Wer hat die schon zuhause? Wer hat so große Räume zuhause?
Das dürften nicht viele Leute betreffen.

Man darf nicht alleine an die Bildauflösung denken, sondern muss Betrachtungsabstand und Betrachtungswinkel berücksichtigen. Übrigens haben viele Filme in in den Kinosäälen laufen nicht wesentlich mehr Auflösung als 2k, da das die x-te Kopie des Filmmasters ist was da durch den Filmprojektor durchläuft.
 
WinnieW2 schrieb:
Heute schon dauert das Auslesen aller Sektoren einer 2 TB Platte bis zu 8 Stunden. Diese Zeitspanne wird mit steigender Datendichte der Festplatten noch weiter zunehmen.
Da irrst du dich. Vor ein paar Jahren hatte ich mir eine 80 GB Festplatte gekauft (für 80€ :freak:). Die hat für eine vollständige Oberflächenanalyse ebenfalls eine halbe Ewigkeit gebraucht. Die genaue Zeit habe ich allerdings nicht mehr im Kopf.

WinnieW2 schrieb:
Ja, die Magnetisierung der Datenschicht wird im Laufe der Jahre schwächer.
Meine letzte Info dazu ist, dass die Magnetisierung ca. 50 Jahre hält. Das sollte mehr als ausreichen, da Rechner heute eigentlich nie länger als 10 Jahre verwendet werden.


WinnieW2 schrieb:
8k zuhause in den eigene vier Wänden? Wozu? Hast du einen Filmsaal zuhause? Normale Filme werden überhaupt nicht in solchen Auflösungen produziert.
Heute wäre das in den meisten Augen Overkill, aber warum sollten in 10 Jahren 8k Auflösungen nicht Standard werden? Ich kann mir gut vorstellen, dass TV und PC endgültig vereint werden, sodass der Bildschirm dann eine hohe Auflösung benötigt.
 
@Onkelhitman: Ich glaube da haben wir uns missverstanden wenn ich so dein neuen Post durchlese. Sehe das ja auch so das HD sehr viele Vorteile noch hat udn für allgemein Anwendung ausreicht und besser ist weil man für 50 Euro zum Beispiel ja 1TB bekommt wo man bei einer SSD über 2000Euro bezahlt.
 
Onkelhitman schrieb:
Ja,Bilder im RAW Format. Dennoch kommen diese Bilder von einem so langsamen Medium, dass meine Festplatte sie erstmal speichern kann, ohne langsamer zu sein als eine SSD. Und danach reicht auch die Leistung der Festplatte um sie zu bearbeiten. Ich nutze und kenne sogar kein Spiel welches 30-60GB frisst. Und da hier 90% der Forumuser eben nicht solche Dinge nutzen, und auch die Heimbenutzer nicht, unterstelle ich, dass der P/GB immer noch bei sehr vielen Leuten vorrangig ist

Zu den 90% stimme ich zu. Bei Videobearbeitung sind heutige Platten aber viel zu langsam. Sobald es Richtung PP geht, sind die Platten am Boden. Und ich rede erst von 720p bzw. 1080p. Wenn du mit 2k oder 4k Material arbeitest, kommst du selbst mit SSD's an die Grenzen. Geschwindigkeit hat in diesem Berreich immer noch das Wort.

Aber wie du sagtest, 90% der User werden es nicht brauchen ;)

greez
 
SSD ist kein Fetstplattenersatz. SSD werden in Zukunft ein schneller sicherer Cache für die Platten sein (erste Controller sind ja schon auf dem Markt, Adaptec).
Ich nutze SSDs und will sie nicht mehr missen, aber große Datengräber brauche ich auch trotzdem.

Die Frage ist nur wie groß der Bedarf sein wird. Ich gehe mal davon aus, dass es in 10 Jahren einen geringen Bedarf zuhause gibt, da so ziemlich alles online (in der "Cloud") liegen wird. (ich rede hier von normalen Usern und nicht von ein paar Teckies, die werden immer was eigenes basteln).

Spätestens wenn man jederzeit ohne Verzögerung seine Full-HD-Videos von überall schauen kann, hat die Homefestplatte ausgedient. Genauso kann man dann sein System übers Netz booten.

Es wird jedenfalls spannend.
 
e-Laurin schrieb:
Da irrst du dich. Vor ein paar Jahren hatte ich mir eine 80 GB Festplatte gekauft (für 80€ :freak:). Die hat für eine vollständige Oberflächenanalyse ebenfalls eine halbe Ewigkeit gebraucht. Die genaue Zeit habe ich allerdings nicht mehr im Kopf.
Nun ja, in einem Rechner spielen auch noch andere Komponenten eine Rolle, z.B. spiel auch die Größe des Speichers, die Geschwindigkeit der CPU und der Schnittstelle der Festplatte eine Rolle.
Ausserdem gilt:
Aus einer Einzelbeobachtung kann man nicht einen allgemeingültigen Zusammenhang erschließen.

e-Laurin schrieb:
Meine letzte Info dazu ist, dass die Magnetisierung ca. 50 Jahre hält. Das sollte mehr als ausreichen, da Rechner heute eigentlich nie länger als 10 Jahre verwendet werden.
Dass sich da überhaupt jemand aus Fachkreisen traut eine konkrete Zahl zu veröffentlichen verwundert mich doch ein wenig, weil die Beständigkeit der Magnetisierung von vielen Faktoren abhängt.
u.a. Zusammensetzung der magnetisierbaren Legierung, Magnetfeldstärke beim Beschreiben, Temperatur der Festplatte
Alles Faktoren die recht unterschiedlich sein können.
Ok, Rechner werden normalerweise nicht länger als 10 Jahre verwendet, aber was ist z.B. mit den Daten auf externen Festplatten? Diese können für längere Zeit irgendwo im Regal herumliegen.

e-Laurin schrieb:
Heute wäre das in den meisten Augen Overkill, aber warum sollten in 10 Jahren 8k Auflösungen nicht Standard werden?
Verzeihung, aber werden wir in 10 Jahren bessere Augen als heutzutage haben? Wenn 90% der Filme in niedrigerer Auflösung vorliegen weshalb sollte man diesen Aufwand treiben der nur die Datenmengen ohne ersichtlichen Nutzen erhöht?

e-Laurin schrieb:
Ich kann mir gut vorstellen, dass TV und PC endgültig vereint werden, sodass der Bildschirm dann eine hohe Auflösung benötigt.
TV und PC vereint? Ok, bis zu einem gewissen Grad schon. Nur ist TV eine eher passive, weniger interaktive Anwendung, während die PC-Nutzung doch eher aktiv und interaktiv erfolgt. Zudem ist der Betrachtungsabstand unterschiedlich.
Mehr als die 1080 Auflösung wird die nächsten 15 Jahren nicht kommen. Warum? Woher sollen noch höher aufgelöste Bilder kommen? Von privaten Videoaufnahmen? Die Filmindustrie wird Filme nicht so schnell in noch höheren Bildauflösungen für den Privatkundenmarkt veröffentlichen.
Japan ist eigentlich der Technologieführer was hochauflösendes Fernsehen betrifft und selbst da wird es in den nächsten 10 Jahren keine höhere Bildauflösung beim TV geben, in Europa ist man min. nochmal weitere 5 Jahre später dran mit neuen Technologien. Also vor 2025 wird das nichts mit UHDV.
 
Ich frag mich ob die Entwicklung nicht irgendwann einfach stehenbleibt, zumindest fast. Weil Privatanwender nicht mehr Platz benötigen und "nur" für die Wirtschaft kein Hersteller Milliarden in die Forschung investiert. Klar, 3 TB kriegt man voll, 30 ebenso, vielleicht 300. Aber dann? Selbst wenn Spiele mal 200 GB groß sind und Filme in 4k-Auflösung 16x soviel Platz wie heute benötigen... kein privater Bedarf für Festplatten über 500 TB.

Ich find das alles unheimlich spannend und kann mir kaum ausmalen, welche Technologie in 50 Jahren existieren wird.
 
flappes schrieb:
SSD ist kein Fetstplattenersatz. SSD werden in Zukunft ein schneller sicherer Cache für die Platten sein (erste Controller sind ja schon auf dem Markt, Adaptec).
Ich nutze SSDs und will sie nicht mehr missen, aber große Datengräber brauche ich auch trotzdem.
SSD werden auf absehbare Zeit pro GB Speicherkapazität niemals so günstig werden wie Festplatten. Die Herstellung von Speicherchips ist bezogen auf die Datenmenge deutlich teurer als die Herstellung von Festplatten.

flappes schrieb:
Die Frage ist nur wie groß der Bedarf sein wird. Ich gehe mal davon aus, dass es in 10 Jahren einen geringen Bedarf zuhause gibt, da so ziemlich alles online (in der "Cloud") liegen wird. (ich rede hier von normalen Usern und nicht von ein paar Teckies, die werden immer was eigenes basteln).

Spätestens wenn man jederzeit ohne Verzögerung seine Full-HD-Videos von überall schauen kann, hat die Homefestplatte ausgedient. Genauso kann man dann sein System übers Netz booten.
Womit ich innerhalb der nächsten 15 Jahre nicht rechne, da die Datennetze bis dahin nicht die dafür notwendige Kapazität haben werden. Ausserdem ist heute fraglich ob der weitere Ausbau der Übertragungskapazität des Internets sich so einfach finanzieren lassen wird. Ich beziehe mich damit auf die Backbone-Infrastruktur des Internets.
Um über das Netz vernünftig ein System booten zu können bräuchte man schon eine Ggabit-Anbindung an das Internet.
Und in 10 Jahren dürften Betriebssysteme – v.a. Windows – noch "fetter" sein als es heute bereits sind.
Ergänzung ()

Butterbemme schrieb:
...kein privater Bedarf für Festplatten über 500 TB.

Ich find das alles unheimlich spannend und kann mir kaum ausmalen, welche Technologie in 50 Jahren existieren wird.
Was meinst du was die "virtuelle Realität" an Speicherplatz und Rechenleistung brauchen wird.
Und für jeden so seine private "Matrix" zu generieren dafür werden schon Exabyte an Speicherplatz vonnöten sein. ;)
 
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