chithanh
Commodore
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Wie lange der Traktor an der Ladestation steht ist völlig unabhängig von der Motorleistung und übrigens auch von der Batteriekapazität. Die Ladegeschwindigkeit ist eine Eigenschaft der Akkupacks. Für 10C-Laden (Standard bei BYD-Autos ab 200.000 CNY ~ 25.000 EUR seit dem Modelljahr 2026) ist 10-97% Laden in 9 Minuten möglich.Dr. MaRV schrieb:Gegenfrage, wie oft muss der Traktor an die Ladestation und wie lange steht er dort, wenn er einen 420 KW Motor mit 4000 NM besitzt, der während, wie in der Bodenbearbeitung üblich, 100% läuft? Wie verhält sich das bei einem Häcksler mit 730 KW Motor? Sag jetzt bitte nicht, so ein Gerät läuft nicht dauerhaft 100 %, während der Bodenbearbeitung, oder im Beispiel das Häckslers während der Ernte.
Wie oft der Traktor an die Ladestation muss hängt dann von der Größe des Akkus ab. Der Honghu T70 aus dem Video arbeitet mit einer Ladung 6 Stunden am Stück.
Der Traktor und die Drohnen in China sind keine Prototypen sondern bereits im Produktiveinsatz. Und dass man mit autonomen Fahrzeugen und Drohnen nicht über öffentliche Straßen rüber darf ist ein deutsches Problem, und Deutschland muss es lösen sonst ist die Landwirtschaft bald nicht mehr konkurrenzfähig.Dr. MaRV schrieb:Ich habe nie behauptet, dass es nicht geht. Ich habe gesagt, stand heute eher nicht. Autonom fahren können auch heutige Traktoren und Erntegeräte. Nur dürfen Sie das eben nicht auf der öffentlichen Straßen. Da nutzen Fancy Videos von irgendwelchen Prototypen in China herzlich wenig. Abgesehen davon, gab es solche Videos von John Deere auch schon vor über zehn Jahren.
Rund um die Uhr fahren die Maschinen bei Bedarf auch heute schon. Das Tankvolumen ist in der Regel so ausgelegt, dass es mindestens eine 8 Stunden Schicht hält.
Du wirst den Mensch auf der Maschine auch nicht 100 % ersetzen können. Es gibt Maschinenzustände die kann aktuell nur der Mensch beheben. Beispielsweise ein auslösen des Metallsensors beim Häcksler.
Und keiner redet von 100% oder 1:1 ersetzen. Es gibt durch die autonome Steuerung beispielsweise eine Verschiebung weg von wenigen großen hin zu mehreren kleineren Maschinen, da nicht auf jeder Maschine eine teure Arbeitskraft sitzen muss. Bei einem Wartungsfall einer Maschine bleiben so noch genügend andere die an der Aufgabe weiterarbeiten können, und die betroffene Maschine wird vorläufig außer Betrieb genommen, bis sich jemand darum kümmern kann.
Hier ist eine Veröffentlichung, die den aktuellen Stand der Dinge und wo noch Probleme zu lösen sind gut zusammenfasst: https://doi.org/10.3390/agriengineering7030071
Effizienz spielt eine Rolle, aber nicht so wie du dir das anscheinend vorstellst. Welcher Wirkungsgrad akzeptabel ist hängt vor allem vom Preisgefälle ab zwischen Wind+Solar und fossilen Quellen und von dem Nutzungsverhalten.Boimler schrieb:Wo wir wieder beim Thema Effizienz sind, was hier aus Sicht einiger aber keine Rolle spielt. E-Fuel-Kreisläufe sind im Grunde wie ein Glas Wasser, das ich vom Tisch stoße, alles wieder zusammensuche, zusammenbaue und dann wieder vom Tisch werfe usw. Der Energieaufwand, um entropische Prozesse reversibel zu machen, ist einfach enorm.
So erreicht man etwa mit Ammoniak und SOFCs eine round-trip-efficiency von 40% und mehr. Was ok ist für 2 Wochen Dunkelflaute im Jahr, weil die anderen 50 Wochen Batterien mit >90% Effizienz ausreichen. Zudem kann man Ammoniak sehr gut in großen Tanks lagern mit nur 0,04% Verlust pro Tag.
Die weiterhin sinkenden Preise für Solarstrom machen nach und nach immer mehr Anwendungen wirtschaftlich.
https://solar.exponentialview.co/