Planung und Umsetzung vom Homeserver setup

MrBurryBerry

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Hallo zusammen,

ich hatte vor einiger Zeit bereits einen ähnlichen Post gestellt. Ich habe mir einen Mini-PC für diverse Projekte besorgt, es dann aber etwas schleifen lassen und dann bereut, da die Preise für alles gestiegen sind.
Meine derzeitige Konfiguration ist also der Mini-PC (Minisforum AI mit dem Ryzen 255) mit 32 GB (64 GB wird es in Zukunft sein, sobald die Preise wieder sinken) und einer 2 TB TLC NVMe. Ich bin derzeit am Überlegen, ob ich für die weitere NVMe eine 2 TB SSD nehme oder sogar 4 TB nehme.

Vorab Information: Der Mini-PC wird auf dem Sideboard neben dem Fernseher und dem Router stehen. Unsere Wohnung ist etwas „blöde“ konzipiert, und wir wollen keinen Aufwand betreiben, da wir planen, Ende des Jahres umzuziehen.

Geplant waren folgende Projekte:
-diverse Spielerserver, wobei maximal zwei gleichzeitig laufen werden
-eine VM für Emulation oder das Übertragen meiner Games auf den Fernseher (der Desktop-PC steht im separaten Raum),
-WireGuard,
-PiHole,
-Paperless NGX,
-Jellyfin (da unsicher),
-eigene Cloud
-weitere kleine Projekte nach Wunsch.


Backup war so geplant, dass ich NVMe A (2 oder 4 TB) als Hauptspeicher nutze, NVMe B als internes Backup, dort wird täglich gesichert.
Einmal in der Woche wahrscheinlich sonntags wird ein größeres Backup auf eine externe HDD gemacht.
Die Backups auf der internen Festplatte sollen so verwaltet werden, dass immer die ältesten drei in einer Woche nach dem großen Backup gelöscht werden.
Da Jellyfin, die Cloud und die Server doch viel Speicher einnehmen könnten, habe ich geplant, eventuell nächstes Jahr eine NAS zu kaufen und diese dann als Speicher für die Cloud und Jellyfin zu nutzen.
Ich habe die Konfiguration mal in ChatGPT einschätzen lassen, dort kam heraus, dass ich Jellyfin auf dem Mini-PC laufen lassen soll, aber die Medien dann auf der NAS speichern soll.
Wie sieht das dann mit den Backups von der NAS aus, wenn ich die Cloud- und Jellyfin-Services auf dem Mini-PC habe, aber der Speicher die NAS ist oder soll ich die Services einfach direkt auf der NAS laufen lassen?
Bisher habe ich nur Proxmox auf dem Mini-PC aufgesetzt, wobei ich das nochmal neu machen werde, sobald die zweite NVMe ankommt.
Habt ihr einen Rat oder Tipps, wie ich das am besten umsetzen kann oder worauf ich achten soll?
Ich zerbreche mir etwas den Kopf, wie ich das alles gestalten soll, da ich die Spieleserver, VPN und PiHole langsam aufsetzen möchte.

Weitere Info: Die Cloud werden wahrscheinlich meherere Leute nutzen: Familie meiner Freundin, meine und vielleicht 1-2 Freunden, deshalb kam der Gedanke mit der NAS

Vielleicht ist der neue Beitrag etwas unnötig, aber ich würde das gerne nochmal neu diskutieren bzw. klären.
Aus dem alten Beitrag habe ich mitgenommen, kleinere Dienste wie PiHole und so auf LXC Containern laufen zu lassen, anstatt für alles eigene VMs zu erstellen.
 
MrBurryBerry schrieb:
dort kam heraus, dass ich Jellyfin auf dem Mini-PC laufen lassen soll, aber die Medien dann auf der NAS speichern soll.
Da hat die KI nicht unrecht. Je nach NAS könnte man die ganzen Services aber auch mit auf dem NAS laufen lassen. Auf meinem NAS (DS423+) läuft neben Jellyfin auch noch paperless, immich, Plex und noch anderer Kleinkram.

MrBurryBerry schrieb:
Wie sieht das dann mit den Backups von der NAS aus, wenn ich die Cloud- und Jellyfin-Services auf dem Mini-PC habe, aber der Speicher die NAS ist oder soll ich die Services einfach direkt auf der NAS laufen lassen?
Für das NAS benötigst du sowieso noch ein Backupkonzept.


Auf meinem Smart-Home Server habe ich ein blankes Debian und realisiere die Services alle als Docker Container.
Man kann natürlich auch für alles eine eigene VM hochziehen. Ich denke das hat alles Vor- und Nachteile.

Du solltest auch den Stromverbrauch ein wenig im Auge behalten. So ein NAS nimmt sich je nach Ausstattung zwischen 10 und 20W.
Schau mal, was dein Mini-PC aus der Dose zieht, wenn da eine Handvoll Services drauf laufen und rechne das mal für 24/7 Betrieb aufs Jahr hoch.
 
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MrBurryBerry schrieb:
Habt ihr einen Rat oder Tipps, wie ich das am besten umsetzen kann oder worauf ich achten soll?

Alles in docker. Die docker Volumes per restic sichern. wireguard würde ich direkt auf dem Router betreiben, wenn dieser das kann. Wenn du noch VMs für Sonderfälle wie z.B. OpnSense brauchst, dann würde ich bei proxmox bleiben. Der Vorteil von proxmox ist auch die out-of-the-box Integeration von ZFS falls du daran bedarf hast.
 
MrBurryBerry schrieb:
32 GB (64 GB wird es in Zukunft sein, sobald die Preise wieder sinken)
Bekomm erstmal die 32 voll.
MrBurryBerry schrieb:
Backup war so geplant, dass ich NVMe A (2 oder 4 TB) als Hauptspeicher nutze, NVMe B als internes Backup, dort wird täglich gesichert.
USB-Platte dran und gut ists, da kannste 2 von kaufen und die rotieren lassen. Oder Platte an den Router und darauf sichern.
MrBurryBerry schrieb:
Da Jellyfin, die Cloud und die Server doch viel Speicher einnehmen könnten, habe ich geplant, eventuell nächstes Jahr eine NAS zu kaufen und diese dann als Speicher für die Cloud und Jellyfin zu nutzen.
Also Medien(konsum)inhalte brauchen keinen Backup, aber mach doch bitte mal Zahlen dran, mit welchen Größen du da rechnest.
MrBurryBerry schrieb:
Wie sieht das dann mit den Backups von der NAS aus, wenn ich die Cloud- und Jellyfin-Services auf dem Mini-PC habe, aber der Speicher die NAS ist oder soll ich die Services einfach direkt auf der NAS laufen lasse
Das und nicht der NAS.

Je nach Einrichtung kann auch der Rechner selbst ein NAS sein, das ist alles total variabel und in Summe gehoppst wie gesprungen. Die Frage ist eher wieviele Geräte du stellen möchtest/kannst.

MrBurryBerry schrieb:
Bisher habe ich nur Proxmox auf dem Mini-PC aufgesetzt, wobei ich das nochmal neu machen werde, sobald die zweite NVMe ankommt.
Habt ihr einen Rat oder Tipps, wie ich das am besten umsetzen kann oder worauf ich achten soll?

Einfach anfangen und Erfahrungen sammeln, das kann und wird zu Anfang sowieso nicht perfekt sein. Also ich würde alles was irgendwie möglich ist in Containern betreiben. Sind schnell gebaut, schnell gelöscht und erfordern wenig Pflege, da wenig OS-Overhead, wo die laufen ist egal, da kann man sonst auch in einer VM eine Containerumgebung haben zum Spielen/Ausprobieren und die richtigen/fertigen/getesteen laufen dann "nativ als Container" auf der Kiste.

Was ein Thema sein kann sind Zertifikate, gerade mit IOS machen die leider wenig Spaß, wenn selbstsigniert und ohne eigene externe Domain ist es dann auch schwierig an saubere Zertifikate zu kommen.
Und mit sauberem DNS, Zertifikaten und Loadbalancer kann man dann auch toll die Services trennen.

MrBurryBerry schrieb:
Ich zerbreche mir etwas den Kopf, wie ich das alles gestalten soll, da ich die Spieleserver, VPN und PiHole langsam aufsetzen möchte.
Was für einen Router und Internetanschluss hast du denn?
MrBurryBerry schrieb:
Weitere Info: Die Cloud werden wahrscheinlich meherere Leute nutzen: Familie meiner Freundin, meine und vielleicht 1-2 Freunden, deshalb kam der Gedanke mit der NAS
Alle externen aber nur für z.b. eigene Bildergalerien und Spieleserver? Nicht das es mal Ärger gibt, weil da doch das ein oder andere Filmchen abrufbar ist. Sollen die alle nur per VPN zugreifen?
Was in Summe aber gerade für irgendwelches Sharing billig und einfach ist, ist einfach irgendwo eine Nextcloud zu buchen und nur lokal als Backup zu syncen.
 
Vielleicht noch eine Überlegung wert: Gebrauchte richtige Server Hardware statt Mini PC und NAS. Auf Kleinanzeigen gibt es gebrauchte Server für echt schmales Geld. Habe erst vor kurzem nen Dell T630 für 260 EUR geschossen. Dazu noch SAS-Festplatten usw, alles von Kleinanzeigen. Der einzige Wermutstropfen ist der Stromverbrauch. In meinem Fall war das aber Wurst aufgrund von PV auf dem Dach. Aber die Möglichkeiten mit sowas sind halt unendlich und skalierbar im Gegensatz zum Mini-PC.
 
FreshLemon schrieb:
Vielleicht noch eine Überlegung wert: Gebrauchte richtige Server Hardware statt Mini PC und NAS. Auf Kleinanzeigen gibt es gebrauchte Server für echt schmales Geld. Habe erst vor kurzem nen Dell T630 für 260 EUR geschossen. Dazu noch SAS-Festplatten usw, alles von Kleinanzeigen. Der einzige Wermutstropfen ist der Stromverbrauch. In meinem Fall war das aber Wurst aufgrund von PV auf dem Dach. Aber die Möglichkeiten mit sowas sind halt unendlich und skalierbar im Gegensatz zum Mini-PC.
Das wird in unserer Mietwohnung wohl kaum umsetzbar sein. Der Transport beim Umzug am Ende des Jahres wäre wahrscheinlich auch sportlich.
Es wäre vielleicht eine Idee für die Zukunft, wenn wir irgendwann ein Eigenheim haben sollten.
 
MrBurryBerry schrieb:
Wie sieht das dann mit den Backups von der NAS aus
Da stellt sich zuerst mal die Frage: Welche der Mediendaten auf dem NAS sind es denn wirklich Wert gesichert zu werden?
Mediendaten für Jellyfin kommen ja meist aus einer Quelle. Solange du die Mediendaten im Fall der Fälle wieder von der ursprünglichen Quelle bekommen kannst - sofern du sie überhaupt wiederhaben willst - ist ein Backup nicht nötig.

Wichtig das ist Medienbackup für unwiderbringliche Dinge, die dir/euch wichtig sind. Bei den meisten Leuten sind das Fotos und selbstgemachte Videos. Das ist im Vergleich zu den Medien für Jellyfin meist nur ein Bruchteil der Speichermenge.

Ich sichere meine Jellyfin Medien überhaupt nicht. Das meiste liegt nach einmaligem schauen eh nur da rum, bis ich den Speicherplatz für neue Medien benötige.
Ergänzung ()

MrBurryBerry schrieb:
eine VM für Emulation oder das Übertragen meiner Games auf den Fernseher (der Desktop-PC steht im separaten Raum),
Wenn du das auf dem gleichen Rechner laufen lassen willst, wird das kompliziert.
Denn die VMs haben i.d.R. keinen direkten Zugriff auf den angeschlossenen Bildschirm.

Eigentlich trennst du in Server und Streaming Client.
Als Streaming Client tuts z.B. in vielen Fällen ein FireTV Stick, weil der Server schon die ganze Arbeit macht.

Also entscheide dich ob der Mini-PC Server oder HTPC sein soll.
Wenn HTPC, dann Serverdienste per WSL oder aufs NAS auslagern.
 
Zuletzt bearbeitet:
VDC schrieb:
Also Medien(konsum)inhalte brauchen keinen Backup, aber mach doch bitte mal Zahlen dran, mit welchen Größen du da rechnest.
Aktuell kann ich das noch nicht richtig einschätzen.
Auf jeden Fall bräuchte ich für die Familie meiner Freundin mehrere Terabyte Speicherplatz in der Cloud.
Allein meine Freundin und ihr Vater benötigen zusammen ca. 2–3 TB Speicherplatz, da sie sehr viele Bilder und Videos machen und diese kaum aussortieren. (Der Vater würde den Speicher aber mitfinanzieren.)
Ich hingegen bräuchte maximal 300–400 GB Speicher für meine Bilder, Videos und Dateien.

Das müsste ich definitiv nochmal besprechen.

VDC schrieb:
Was für einen Router und Internetanschluss hast du denn?
Wir haben zu Hause die Fritzbox 6690 Cable (Privatkauf). Ich weiß, dass dort WireGuard integriert ist, aber ich würde gerne WireGuard selbst aufsetzen, allein schon aus Lerneffektgründen.
 
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