News Preiserhöhung von Amazon Prime in 2022: Betroffene können sich jetzt bei Sammelklage anmelden

Also ehrlich, dieses ganze gejammere wegen das bisschen Werbung kann ich nicht verstehen. Ich habe jetzt zB auch mal dieses billige Netflix Abo inkl. Werbung in Normal HD für nur 4,99 Euro abgeschlossen und muss sagen, mehr brauche ich eigentlich garnicht. Das bisschen Werbung merke ich kaum, und die Bildqualität ist super. Und das sage ich mit 83 Zoll OLED 4K TV und Dolby Atmos 5.2.4 Lautsprecher Setup. Preis Leistung ist hier absolut gegeben.
 
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h00bi schrieb:
Ich habe einen Vertrag für 1 Jahr. Der kann nicht einfach einseitig aufgekündigt werden. Auch nicht wenn anteilig erstattet wird. Wie sehr kann man seine Verbraucherrechte denn nicht kennen?
Das mag Amazon bei einzelnen Kunden so durchziehen, weil er sowieso nicht klagen wird.
Aber sicher nicht bei mehreren hunderttausend mit dem Verbraucherschutz im Rücken.
wie du meinst, sei dir sicher, jeder Account der da bei der Klage mitmacht wird intern geflaggt und wird dann "anders" behandelt.. Wird Amazon nicht sagen, aber wird so sein ;)
Kenne wie gesagt ein paar Leute, deren Accounts vom Kontospezialisten dicht gemacht wurden...
Aber ihr kennt ja anscheinend auch einige Leute u. wisst daher, dass das alles ganz anders is..

Ich rede btw von der Zukunft, nicht jetzt unmittelbar als Reaktion drauf.. Da bestellst du dir ein paar Sachen, die dann doch nicht gefallen u. dann wird bei dir die Retourenquote nicht mehr so human gesehen wie beim Huber Hans u. du kriegst erste Warnung ;)
und denkt ihr der Support behandelt den geflaggten Account genauso wie einen der nicht geflagged is?
Du schickst den Artikel zurück u. der andere kriegt von seiner 5090 z.B. 200€ erstattet.

Könnt alle gern mit machen, aber die Möglichkeiten u. die Folgen, die es haben kann, bzw die möglich sind (aus Erfahrung) sind es mir wegen 60€ absolut nicht wert.
 
|Maulwurf| schrieb:
wie du meinst, sei dir sicher, jeder Account der da bei der Klage mitmacht wird intern geflaggt und wird dann "anders" behandelt.. Wird Amazon nicht sagen, aber wird so sein ;)
Dann buckele halt weiter vor dem gigantischen Konzern.
 
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|Maulwurf| schrieb:
Du schickst den Artikel zurück u. der andere kriegt von seiner 5090 z.B. 200€ erstattet
Weshalb sollte Amazon jemand anderem 200€ erstatten, wenn ich einen Artikel zurück schicke? Ist das reproduzierbar?
 
@simpsonsfan Du kriegst nix, kann man nix machen. Kein Ersatz, keine anteilige Erstattung, während ein anderer Kunde mit dem gleichen Problem die Anteilige Erstattung angeboten bekommt..
Ergänzung ()

Ranayna schrieb:
Dann buckele halt weiter vor dem gigantischen Konzern.
Und du zeigst es ihnen so richtig 👍🏻🤣
 
Incanus schrieb:
Dass Verbraucherschützer den Konzernen auf die Finger schauen und dubiose Praktiken gerichtlich überprüft werden ist sicher sinnvoll. Aber da muss es auch wirklich um Dinge zum Nachteil von Kunden gehen, nicht so eine Pille Palle wie hier, denn wie gesagt hätten dann mittlerweile schon alle gekündigt, wenn sie nur den Zeitpunkt am Anfang verpasst hätten.
Und wenn es nur um 1€ erhöht worden wäre, illegal wäre es trotzdem gewesen. Für dich mag es Pille Palle sein, für andere nicht. Wären sie jetzt damit durchgekommen, würde Amazon oder andere Konzerne das im nächsten Schritt immer wieder so machen.

Ein Vertrag braucht immer die Zustimmung beider Parteien. Das kann nicht einseitig erfolgen. Genausowenig kann ich an den Support schreiben, ab jetzt Zahle ich 20€ weniger für Prime. Legt Widerruf ein, wenn ihr (Amazon) nicht zustimmt.
 
Incanus schrieb:
Aber wir reden da ja nicht von einer lebenslangen Verpflichtung oder einer vierstelligen Summe. Es sind maximal ca. 21€, denn wenn ich das Abo hätte eh kündigen wollen, hätte ich das ja unabhängig davon gemacht.

Ich kann das Argument nicht nachvollziehen, dass immer davon gesprochen wird, was passiert, wenn man die Benachrichtigung übersieht. Ich muss mich halt um meine Dinge kümmern und wenn mir mein Vertragspartner etwas ankündigt muss ich das schon wahrnehmen. Wie auch schon mehrfach gesagt, im umgekehrten Fall mit notwendiger Zustimmung wäre sonst mein Abo erst mal beendet.
Moin Incanus, die Höhe des Schadens ist doch völlig irrelevant.

Ich habe nochmal nachgelesen, und muss mich da korrigieren. In dem Urteil geht es nicht um die Zustimmungsmethode sondern um die eingeräumt Möglichkeit der Preisanpassung. Es wird festgestellt, dass seitens Amazon ein berechtigtes Interesse an einer Preisanpassungmöglichkeit fehlt, da sie "zu günstige" Verträge jederzeit mit 14-Tage-Frist kündigen können. Außerdem wird die Transparenz bemängelt, der Umfang der Preisanpassungen sei für den Kunden nicht vorhersehbar. Dadurch räumt sich Amazon "unkontrollierbare Spielräume zur Preiserhöhung" ein (etwas verkürzt zusammengefasst, aber das ist grob die Begründung)

Die "Zustimmungsmethode" die Amazon verwendet kann man grundsätzlich schon verwenden, aber muß entsprechende Fristen setzen und den Hinweis auf die Zustimmung entsprechend deutlich formulieren. Ob das in den Amazon AGB der Fall ist, wurde hier gar nicht entschieden. Ich habe aber vom Querlesen den Eindruck, dass das LG hier tatsächlich die Anforderungen des BGB für solche fingierten Erklärungen eher erfüllt sieht.
 
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Incanus schrieb:
Dass Verbraucherschützer den Konzernen auf die Finger schauen und dubiose Praktiken gerichtlich überprüft werden ist sicher sinnvoll. Aber da muss es auch wirklich um Dinge zum Nachteil von Kunden gehen, nicht so eine Pille Palle wie hier, denn wie gesagt hätten dann mittlerweile schon alle gekündigt, wenn sie nur den Zeitpunkt am Anfang verpasst hätten.
So sieht es nun mal aus. Jedem dem die Erhöhung nicht gepasst hat, der hätte doch kündigen können. Aber komischerweise sind die meisten noch dabei und jammern trotzdem...
Misdemeanor schrieb:
Bestellen ist für mich meist eh witzlos, da ich nicht in D lebe, aber die Videoplattform ist für mich von größerem Interesse. Hier war irgendwann ja Prime nicht mehr Prime, sondern auch hier sollte man zusätzlich etwas abdrücken, um werbefrei streamen zu können. Ich meine das muss man sich mal reinziehen ...
Das muss man sich echt mal reinziehen. Unternehmen wollen Geld verdienen. Ja, Wahnsinn ist das krass. Arbeitest Du umsonst? Ich denke nicht. Noch nie eine Gehaltserhöhung verlangt? Ich denke doch hoffentlich schon.
Wie dreist können Unternehmen sein sowas auch zu tun?
Incanus schrieb:
Ich kann das Argument nicht nachvollziehen, dass immer davon gesprochen wird, was passiert, wenn man die Benachrichtigung übersieht. Ich muss mich halt um meine Dinge kümmern und wenn mir mein Vertragspartner etwas ankündigt muss ich das schon wahrnehmen. Wie auch schon mehrfach gesagt, im umgekehrten Fall mit notwendiger Zustimmung wäre sonst mein Abo erst mal beendet.
So sieht es nun mal aus. Man ist für sein Lebensmanagement schon selbst verantwortlich.
Die Leute die bis heute nicht gekündigt haben, sind wohl offensichtlich mit dem Preis fein.

Ich finde auch das "Argument" süß, was den ist wenn man die Mail übersehen hat. Die Mail mit der Zustimmung hätte man aber ganz sicher gesehen und NATÜRLICH nicht zugestimmt... na klar.
Viel wahrscheinlicher ist, dass dann die gleichen Leute gejammert hätten weil die Kündigung von amazon kam und das völlig überraschend, weil man die Mail genauso übersehen hat. Warum? Weil man seine eigenen Verträge nicht im Griff hat.
dewa schrieb:
Legt Widerruf ein, wenn ihr (Amazon) nicht zustimmt.
Mach doch. Ich bin mir sicher amazon übersieht das nicht und reagiert entsprechend... Tut also genau das, was hier wohl einig versäumt haben
 
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Frage, bei der Ausfüllhilfe ist in dieser Sammelklage kein Bkankotext enthalten, den man einfach rein kopieren soll. Oder steht der wo anders? Kann da jemand was hilfreiches zu sagen?
 
Ah, danke schön! Ich hatte die Ausfüllhilfe im Formular angeklickt, aber dank dir hab ich mich erinnert, dass der Text zum einsetzen auf der anderen Seite von CB gelinkt zu finden ist. @Ranayna
 
dewa schrieb:
Wären sie jetzt damit durchgekommen, würde Amazon oder andere Konzerne das im nächsten Schritt immer wieder so machen.
Was denn genau? Preise erhöhen? Daran ist nichts verwerflich.
dewa schrieb:
Ein Vertrag braucht immer die Zustimmung beider Parteien. Das kann nicht einseitig erfolgen.
Wurde es ja auch nicht, durch Weiterlaufen lassen hat man zugestimmt. Ja, kundenfreundlicher wäre eine explizite Zustimmung, ändert aber am Fakt der Erhöhung überhaupt nichts.
Kampfbiene schrieb:
Ich habe nochmal nachgelesen, und muss mich da korrigieren. In dem Urteil geht es nicht um die Zustimmungsmethode sondern um die eingeräumt Möglichkeit der Preisanpassung.
Das steht zumindest in den Artikeln hier anders. Da geht es ausschließlich um Opt-Out gegen Opt-In. Wurde es dann falsch zitiert?
Warum man einer Firma verbieten können soll die Preise zu erhöhen, erschließt sich mir nicht. Wir reden ja nicht von lebensnotwendigen Dingen zu denen ich kaum eine Alternative habe. Also Energiekosten, Miete oder Bankgebühren.
 
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Incanus schrieb:
Das steht zumindest in den Artikeln hier anders. Da geht es ausschließlich um Opt-Out gegen Opt-In. Wurde es dann falsch zitiert?
Ja. Hier das Urteil des LG: https://www.verbraucherzentrale.nrw...rf-vom-15.01.2025_12-o-293_22_geschwaerzt.pdf
Begründung auf Seite 12 unter I) 2) b) aa) 2) und Seite 14 unter I) 2) b) bb)

Hier die PM des OLG zum Berufungsurteil, da geht es auch um die Preisanpassung, nicht die fingierte Zustimmung: https://www.justiz.nrw/presse/2025-10-30

Die Verbraucherzentrale hat es verständiger zusammengefasst (https://www.verbraucherzentrale.nrw...anpassungsklausel-von-amazon-unwirksam-102877):

Das OLG Düsseldorf hat das Urteil des Landgerichts Düsseldorf bestätigt und hat die Preisanpassungsklausel für unwirksam erklärt. Die streitgegenständliche Klausel benachteilige nach Ansicht des Gerichts den Vertragspartner von Amazon entgegen den Geboten von Treu und Glauben unangemessen. Begründet wird dies mit dem mangelnden Interesse des Anbieters, da Amazon aufgrund der kurzen Kündigungsfristen auch anderweitige Lösungsmöglichkeiten vom Vertrag hat.

Zudem sei die beanstandete Klausel nicht hinreichend klar und verständlich ausgestaltet. Durch die Verwendung von intransparenten Kriterien habe sich die Beklagte unkontrollierbare Spielräume zur Preiserhöhung eingeräumt. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass sie den Anpassungsmechanismus dazu missbrauche, den Preis im Nachhinein (einseitig) zu ihren Gunsten zu verschieben.
 
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Das ist mal wieder so ein typisches Juristendeutsch, mit dem man als 'normaler Mensch' nichts anfangen kann.
 
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@Incanus , nein weiter Laufen lassen ist nicht das selbe wie eine aktive zustimmung. Und genau darum geht es. Wenn wir danach gehen, dann könnte dein Vermieter nächsten Monat von dir 400 Euro mehr verlangen, wenn du deine Wohnung nicht Kündigst, dann hast du automatisch zugestimmt. Oder wenn dein Arbeitgeber dein gehalt um 30% Kürzt. Du kannst ja Kündigen, wenn es dir die vertragsveränderung nicht gefällt.
Verstehst du jetzt wohin deine Auslegung für den Verbraucher in alle Vertragsfragen Enden würde? Wir wären Vertraglicher Willkür ausgesetzt.

Ehrlich Leute, Menschen haben viel geopfert, dafür das wir deartige Rechte haben. Hört auf das alles wegzuwerfen und denkt mal bitte mit und kommt aus eurer Sofakuhle raus.
 
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Cabranium schrieb:
Ich hatte die Ausfüllhilfe im Formular angeklickt, aber dank dir hab ich mich erinnert, dass der Text zum einsetzen auf der anderen Seite von CB gelinkt zu finden ist.
Ich hatte grade kurz Zeit, eine Ausfuellhilfe fuer diesen Fall wird erstellt nachdem hier man den "Klage-Check" ausgefuellt hat.
Anschliessend gibts ein PDF mit dem Textvorschlag zum Download.
 
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Incanus schrieb:
Warum man einer Firma verbieten können soll die Preise zu erhöhen, erschließt sich mir nicht. Wir reden ja nicht von lebensnotwendigen Dingen zu denen ich kaum eine Alternative habe. Also Energiekosten, Miete oder Bankgebühren.

Cabranium schrieb:
nein weiter Laufen lassen ist nicht das selbe wie eine aktive zustimmung. Und genau darum geht es. Wenn wir danach gehen, dann könnte dein Vermieter nächsten Monat von dir 400 Euro mehr verlangen, wenn du deine Wohnung nicht Kündigst, dann hast du automatisch zugestimmt. Oder wenn dein Arbeitgeber dein gehalt um 30% Kürzt. Du kannst ja Kündigen, wenn es dir die vertragsveränderung nicht gefällt.
Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich und wird auch zu keinem je dramatischer es versucht wird zu verpacken.
Deine beiden Beispiele hängen noch an x anderen Sachen als Opt-in oder Opt-out. Zudem sind Wohnen und Job keine Luxusgüter wie amazon prime.
Zudem schreibt @Incanus sogar noch explizit, dass Wohnen was ganz anderes ist. Vom Job schreibt er nicht direkt ist für mich aber die gleiche Schiene.
 
Cabranium schrieb:
Wir wären Vertraglicher Willkür ausgesetzt.
Warum? Wenn es nur um Opt-In gegen Opt-Out geht, macht das keinen entscheidenden Unterschied. vor allem nicht am Preis.

So wie es jetzt aussieht ging es dem Gericht allerdings eher um die Höhe der Preisanhebung, die es für nicht ausreichend begründet hielt. Ist halt auch ein wenig knifflig, einer Firma Preise vorzuschreiben, wir sind ja nicht in einer sozialistischen Planwirtschaft.

Wie schon mehrfach gesagt, es sit gut, dass wir Gerichte und einen Verbraucherschutz haben, die sich darum kümmern, dass nicht alles einfach zu möglich ist. Aber die Schizophrenie so mancher hier, große Firmen eigentlich zu verabscheuen aber mit ihnen dennoch Verträge zu schließen, ist für mich nicht wirklich nachvollziehbar.
 
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