News Preiserhöhung von Amazon Prime in 2022: Betroffene können sich jetzt bei Sammelklage anmelden

Was ist eigentlich mit der Erhöhung auf 69€ damals? Kann mich da nicht mehr genau erinnern, aber es war doch der selbe Ablauf, oder nicht.
 
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Ich verstehe echt nicht, wie hier so viele Amazons vorgehen verteidigen können. Es ist doch schon seit Jahren bekannt, dass einseitige Vertragsanpassungen (zum Nachteil des Kunden) eine aktive Zustimmung erfordern. Es ist jetzt nicht so unwahrscheinlich, dass man die Nachricht übersieht und dann plötzlich mehr zahlt. Wie kann man Verbraucherfreundliche Regelungen denn nur so zerreißen?

Ranayna schrieb:
Genau dass hat eben nicht gereicht und dadurch waren die Banken gezwungen aktiv eine Bestaetigung durch die Kunden einzuholen, dass diese den neuen AGB zustimmen. Wenn dass nicht passiert ist doch eine Kuendigung durch die Bank nur logisch.
Also die Commerzbank wollte von mir vor einem Jahr schon eine Zustimmung zur Einführung von Kontoführungsgebühren. Hab sie ignoriert. Bisher habe ich keine Kündigung erhalten und das Konto ist nach wie vor kostenlos. Hin und wieder gibt es mal einen neuen Brief in dem um Zustimmung gebeten wird, jedes mal mit neuer Deadline. Behelfsmäßige Kündigung, falls man nicht zustimmt, war bisher auch nicht dabei. Läuft bei anderen Banken wohl ähnlich. Dürfte da mittlerweile etwa 100€ gespart haben.

Generell stimme ich den Preiserhöhungen eigentlich nie zu. Sollen die mich doch kündigen. Oft bleibt der Vertrag noch ein paar Monate zum alten Preis bestehen. Spotify war nun der erste Dienst, der mich direkt nach Ablauf der Frist gekündigt hat.

Moritz Velten schrieb:
Ich glaube, die 15 € tun jetzt nicht so sonderlich weh.

Ob man dafür klagen sollte?
Du klagst nicht, sondern schließt dich nur einer bestehenden Sammelklage an. Und es sind deutlich mehr als 15€, wenn du nicht gekündigt hast. Beim Jahresabo 20,90€ pro Jahr.
 
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WilliTheSmith schrieb:
Du klagst nicht, sondern schließt dich nur einer bestehenden Sammelklage an. Und es sind deutlich mehr als 15€, wenn du nicht gekündigt hast. Beim Jahresabo 20,90€ pro Jahr.

Danke, ich habe kein Prime Abo abgeschlossen.
 
Die Sammelklage kommt genau passend für alle die sowieso bald ihr Prime Abo kündigen wollten.
Dann gibts evtl noch ein bisschen Kohle wieder und die Kündigung kommt im Falle eines Erfolges von Amazon selber :)
 
WilliTheSmith schrieb:
Es ist jetzt nicht so unwahrscheinlich, dass man die Nachricht übersieht und dann plötzlich mehr zahlt. Wie kann man Verbraucherfreundliche Regelungen denn nur so zerreißen?
Weil, wie ich schon schrieb die meisten derer, die die Mail übersehen dann wesentlich angepisster wären, wenn das Konto wegen fehlender Zustimmung gelöscht wird.
 
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@Incanus Was ist das denn bitte für ein Argument? Zum einen müssen die den Vertrag dann erst noch mit dir kündigen (Kündigungsfristen gibt es auf beiden Seiten) und wenn du auch das übersehen solltest, dann schließt du halt einfach einen neuen Vertrag ab. Ist ja nicht so, dass das heutzutage sehr kompliziert wäre und mehr als ein paar Klicks sind.

Und habe ich den Shitstorm bezüglich Spotify letzten Monat verpasst? Die haben ihre Kunden fristgerecht gekündigt, wenn die der Erhöhung nicht zugestimmt haben. Gab zwei Erinnerungsmails, dann die Kündigung für in einen Monat mit der Möglichkeit weiterhin zuzustimmen. Besser gehts doch kaum.
 
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In den drei Jahren haben sich, je nach Abbuchungszeitraum 62,70€ - 83,60€ angesammelt.
Es geht also nicht um 15€.

UND das Amazon hier Kunden, die mitunter mehrere hundert Euro im Jahr umsetzen wegen dieses Betrags kündigt halte ich für ziemlich naiv.

Eine passive Zustimmung ist halt für die Verbraucherzentrale NRW nicht gültig und ein Gericht hat das bestätigt.
Wenn ich da jetzt 62,70€ zurück bekomme für einen kurzen Textbaustein sag ich nicht nein.
 
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WilliTheSmith schrieb:
Was ist das denn bitte für ein Argument?
Ein logisches, wer seine Email Korrespondenz nicht im Griff hat, ist sicher eher froh, wenn etwas was er nutzt weiterläuft, als dass es gekündigt wird.
WilliTheSmith schrieb:
wenn du auch das übersehen solltest, dann schließt du halt einfach einen neuen Vertrag ab.
Ein neuer Vertrag beinhaltet dann auch wieder Deine gekauften Inhalte?
besseresmorgen schrieb:
Wenn ich da jetzt 62,70€ zurück bekomme für einen kurzen Textbaustein sag ich nicht nein.
Also hattest Du die Nachricht übersehen und nicht gemerkt, dass Du mehr zahlst?
 
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@Incanus Es ist völlig egal, ob jemand die Nachricht nicht gesehen hat oder es nicht bemerkt hat, WEIL DIE PREISÄNDERUNG SO ODER SO ILLEGAL WAR und es ein Opt-in hätte sein müssen.
Ist das echt so kompliziert zu verstehen?
 
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@Incanus
Das habe ich nicht gesagt. Selbst die 89€ lohnen sich für mich für den Service noch aber das ist gar nicht der Punkt.

Schau, manchmal fahr ich etwas zu schnell auf der Autobahn und wenn ich dann mal geblitzt werde bin ich nicht froh aber zahl den Blitzer weil ich mist gebaut habe.

Amazon ist hier nicht anders. Sie wussten, dass ihr vorgehen nicht ganz sauber ist aber riskieren es einfach. Am Ende melden sich vielleicht 200k Menschen auf diese Sammelklage und andere 500k Menschen machen gar nichts. Bei einer aktiven Zustimmung hätten auf gleichen Weg ggf. 300k Kunden gekündigt... Amazon hat hier nicht "ausversehen" was falsch gemacht.
 
Incanus schrieb:
Ein neuer Vertrag beinhaltet dann auch wieder Deine gekauften Inhalte?
Nur weil ein Vertrag gekündigt wird, werden gekaufte Inhalte nicht gelöscht. Wo hast du das her? Du hast auch nach Kündigung noch Zugriff auf die gekauften Inhalte. Und i.d.R. werden nicht einmal Einstellungen, Play- und Watchlists, etc. nach einer Kündigung gelöscht. Wenn man ein neues Abo abschließt kann man da wieder wie gewohnt drauf zugreifen.
 
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Ich fand die Preiserhöhung nervig, aber bei einem dauerhaft laufenden Abo muss der Anbieter ja irgendwann mal den Preis anpassen dürfen.
Was mal unterbunden werden müsste in dieser Bananenrepublik ist, dass Internetverträge und Stromtarife mit 24 Monaten Laufzeit EINSEITIG nur vom Anbieter während der Laufzeit geändert werden können, also einfach auf den Vertrag gesch*** werden darf - aber natürlich nur vom Anbieter. Jetzt erzählt mir nichts von Sonderkündigungsrecht! Mir wurde für 24 Monate in die Zukunft eine Leistung vertraglich zugesagt zu einem vereinbarten Preis - der Vertrag ist verdammt nochmal einzuhalten.

Dass man jetzt - 4 Jahre später - große Gerichtsverfahren führt wegen 20€ / Jahr bei einem absolut unnötigen Abo, ist doch an Lächerlichkeit nicht zu überbieten. Die Welt hat wirklich nur noch BS-Probleme...
Ich habe hier ungefähr 5.000€ an Hardware auf dem Tisch stehen, und klage dann wegen 20 € / Jahr? Ne, sicher nicht...
Und maximal lächerlich einfach, dass sowas 4 Jahre dauert und nicht 4 Wochen...
Die einzigen, die wirklich profitieren von diesem ganzen Wahnsinn sind die Heerscharen an Anwälten...
 
Neodar schrieb:
Ist ja nicht so, als könnte man solch ein Prime Abo kündigen, wenn einem eine Preiserhöhung nicht passt, ne?
Nein, da muss geklagt werden. Einfach nur erbärmlich.
Ich verstehe wirklich nicht wie man solche Unternehmenspraktiken auch noch billigen kann.
 
@Ko3nich Ja, aber welche Praktiken genau? Das Abo hat keine feste Vertragslaufzeit, wie z.B. ein Internetvertrag von 24 Monaten. Darf der Anbieter also niemals den Preis anpassen, und muss einem Kunden, der 2017 Amazon Prime abonniert hat, auf Lebenszeit Amazon Prime für den Preis von 2017 liefern?

Das kann auch nicht funktionieren...

Richtig wäre vermutlich gewesen, dass alle Abos erstmal auslaufen (sind ja immer max. 1-Jahres-Verlängerungen), und der Kunde dann zum neuen Preis ein neues Abo abschließen muss. Das wäre sauber gewesen.
 
Nerdpatrol schrieb:
Darf der Anbieter also niemals den Preis anpassen, und muss einem Kunden, der 2017 Amazon Prime abonniert hat, auf Lebenszeit Amazon Prime für den Preis von 2017 liefern?
Natuerlich darf Amazon den Preis erhoehen.
Aber sie duerfen das halt nicht automatisch machen.
Ein Popup beim Einloggen, wo ueber die Preiserhoehung informiert, und du direkt sagen musst ob du das akzeptierst oder nicht waere eine denkbare Loesung.

Sagst du ja, akzeptierst du den gestiegenen Preis und das Abo laeuft weiter. Sagst du nein, wird das Abo zum naechstmoeglichen Zeitpunkt beendet.
 
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@Nerdpatrol Nö, Amazon muss einfach das Einverständnis einholen. Außerdem dürfen immer (bis auf sehr wenige Ausnahmen) beide Parteien eines Vertrags unter Berücksichtigung der Kündigungsbedingungen, Fristen und Gesetze den Vertrag kündigen. Ist ein Kunde mit Altvertrag nicht mehr wirtschaftlich, kündigt man ihm oder bietet ihm eine Vertragsanpassung an, der er zustimmen muss.
 
Wow. Dass die meisten Leute sich verarschen lassen wusste ich, immerhin berate ich dazu beruflich, aber dass es so viele sind, die sich hier für irgendwelche Konzerne ins Kreuzfeuer werfen, hätte ich nicht gedacht.

Wie handhaben diese Konzerne denn Globalisierung? Der Support sitzt in Indien, aber wenn wir Verbraucher in Rupien via indischen VPN zahlen wollen, dann ist's plötzlich nicht okay. :D
 
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Vulvarine schrieb:
[…] kommen dann auch schon die Kündigungen/Sperrungen der Prime-Abonennten auf Lebzeit :-D
lol, klar die schmeißen dann gleich weiterhin zahlungswillige Kunden raus. Klingt logisch
 
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