News Preiserhöhung von Amazon Prime: Über 130.000 Nutzer beteiligen sich bereits an Sammelklage

Azeron schrieb:
Wie wärs wenn die 130.000 Leute einfach mal Rückgrat zeigen und das Amazonprime-Abo kündigen? Das würde Amazon über die Zeit mehr spüren.
Wir haben 2 von 3 Prime Abos in der Family gekündigt. Ja, nicht konsequent komplett, sind in Summe nur noch 50% von dem was sie vor der Erhöhung bekommen hatten.
 
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Ich habe gekündigt, spart wesentlich mehr Geld als 60 Euro.
 
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@votum #77 Es geht bei der ganzen Sache nicht darum, dass Amazon keine Preise erhöhen dürfte oder Angebote nicht ändern dürfte. Es geht um die Einhaltung gesetzlicher Regeln, die Einhaltung von Verträgen und natürlich auch ein wenig darum, die Ausnutzung übermäßiger Marktmacht zu verhindern.

Wenn zwei Parteien, egal ob Verbraucher oder Geschäftspartner, einen unbefristeten Abovertrag zu einem gewissen Preis vereinbaren, dann ist grundsätzlich mal die vereinbarte Leistung zu diesem vereinbarten Preis zu erfolgen. Ist eine Partei mit dem Angebot nicht mehr einverstanden, so können die Parteien neu verhandeln und einen neuen (bspw. höheren oder niedrigeren) Preis vereinbaren.

Natürlich will ein Großkonzern mit zig-Millionen Kunden nicht mit jedem individuell verhandeln. Aus diesem Grund sieht der Gesetzgeber aber auch wieder viele Sonderbestimmungen bei Verbraucherverträgen vor.

Und wenn Amazon höhere Preise für Prime verlangen will, dann gibt es eine sehr einfache, rechtlich saubere Lösung:
- dem Kunden einen neuen Vertrag mit höherem Preis anbieten. Wenn er dem zustimmt, ist alles fein. Wenn der Kunde dem nicht zustimmt, dann hat Amazon genau zwei Möglichkeiten: 1. den Vertrag kündigen (dann gibt es keine Lieferung und kein Geld) 2. den Vertrag so weiter laufen lassen wie bisher.

So schwer ist das nicht. Amazon könnte sich in dem Fall problemlos an gültige Gesetze halten. Es war bestimmt eine kalkulierte Entscheidung, das nicht zu tun, weil bei Kündigungen seitens Amazon sicherlich im Schnitt mehr Kunden wegbrechen würden.
 
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foofoobar schrieb:
Ein Untertan glaubt das man seine Rechte nur bekommt wenn man vorher viel konsumiert hat.
Du hast meinen Text nicht richtig gelesen. Ich habe klar und eindeutig gesagt, dass es einen Unterschied zwischen Gesetz und Kulanz gibt. Für Kulanz gibt es keinerlei rechtliche Grundlage. Kulanz ist mir aber auch wichtig und Kulanz ist freiwillig und beruht ausschließlich auf guten Geschäftsbeziehungen. Da wir deutschen ja immer Auto-Beispiele anbringen: Du darfst während der Garantie natürlich auch bei ATU zur Inspektion. Früher weigerten die Hersteller sich bei Garantie bzw. Gewährleistungsfällen einzuschreiten, wenn man z.B. die Inspektion bei ATU (oder anderen) gemacht hat. Das wurde dann rechtlich geregelt. Solang die Inspektion herstellerkonform ist, darf sie überall gemacht werden und ist kein Garantieausschluss mehr. Wenn du nun aber 6 Monate nach Garantieende einen gravierenden Schaden hast, hast du halt Pech. Niemand muss dafür aufkommen. Jetzt kannst du aber auf Kulanz des Herstellers hoffen, dass er dir entgegen kommt oder es gar komplett übernimmt. Warst du nun aber stets wo anders zur Inspektion, sodass Hersteller und Händler nichts weiter an dir verdient haben, besteht auch keinerlei Interesse an Kulanz. Bist du aber ein treuer guter Kunde, sind die Chancen weitaus höher. Und genau darum geht es. Was ich alles in 25 Jahren schon von Amazon bekommen habe, bzw. wie man in bestimmten Situationen reagiert hat, war oftmals extrem kulant und bietet absolut kein anderer Händler. Genau darum bin ich dort auch so lange Kunde und zahle auch gern mal etwas mehr (Amazon ist nicht immer am günstigsten).
Jüngstes Beispiel: Kurz vor Weihnachten habe ich ein größeres Villeroy & Boch Toy's Delight Set und weitere Artikel der Serie für mehrere hundert Euro bestellt. Leider hatte EIN Artikel im Set eine Beschädigung und von den anderen Artikel waren an einigen minimale Herstellungsfehler. Amazon hat alles noch mal geschickt, wieder das gleiche Problem. Amazon hat alle Kaufpreise erstattet und wir durften alles behalten, d.h. in zwei großen Sets ist jeweils ein kleines Teil beschädigt gewesen. Man konnte es sich mit dem anderen Set quasi wieder vollständig machen. Nun haben wir hier Porzellan im Wert von etlichen hundert Euro, was in Ordnung ist. Gratis. Das macht absolut kein Händler. Jeder Händler verlangt, dass man es erstmal zurücksendet. Dann wird es kontrolliert oder Geld erstattet und man muss neu bestellen und bekommt es dann nicht mehr im Angebot usw. Man hat viel mehr Theater (was rechtlich aber korrekt ist). Ich behaupte nun: Amazon wird das nicht bei JEDEM Kunden so kulant und easy machen. Bestellst du kaum etwas, hast du eine extrem hohe Rücksendequote oder Erstattungsquote, dann wird 2mal drauf geschaut und lieber aus Sicherheit erstmal die Ware zurück verlangt - schließlich könnte der Kunde auch betrügen. Ich hätte ja auch einfach Fotos von defektem Geschirr zeigen können, was wir vorher bereits hatten und kaputt war und selbstverschuldet passiert ist. Es wäre naiv zu glauben, dass Konzerne wie Amazon keine interne Kundenbewertung haben, die für Kulanz-Fälle, etc. herangezogen wird.
 
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Saint81 schrieb:
Ich hab mich damals schon beteiligt - nicht wegen ein paar Kröten - einfach aus Prinzip.
Und es geht nicht darum ob es Amazon wirklich was schadet, es ist um die Message zu senden

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@foofoobar Es ist nicht gerade förderlich für eine Konservation bzw. einen Thread, wenn du Texte nicht verstehst, aber dennoch immer deinen Senf dazu geben musst. Frage nach, wenn du etwas nicht verstehst, oder fühl dich nicht gezwungen einen Kommentar abzugeben, der nur dazu führt, dass man dich immer wieder darauf hinweisen muss, dass deine Kommentare keinen Sinn ergeben und du Texte nicht verstehst. Es ist völlig irrelevant, ob und wo man noch Telefone und Teller kaufen kann. Das ist nicht einmal im Ansatz irgendwo je das Thema gewesen.

@aid0nex: dito! :D
 
Andy_O schrieb:
Kapier ich ehrlich gesagt nicht. Wenn zu teuer, dann leiste ich es mir nicht.
Der Anbieter kann seinen Preis selbst bestimmen. Ob er damit Erfolg hat, wird er sehen. Ich gehe aber stark davon aus.

Das Problem ist, dass Amazon laufende Verträge nachträglich abgeändert hat. Man hat sich also vorher auf einen Preis geeinigt und zugestimmt und Amazon hat die Bedingungen anschließend einseitig zu ihrem Vorteil angepasst. Da liegt das Problem.
 
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@aid0nex Genau darum geht es. Habe damals auch sofort gekündigt und bin paar Mo später wieder beigetreten. :D Aber als Betroffener habe ich keine Lust, um mit Amazon zu Streiten, wird nicht Viel Bringen. :) Der Aufwand ist es mir nicht Wert.
 
Eben mal geschaut, bin seit Februar 21 durchgehend bei Prime... kA wieviel es zurückgibt bis heute aber joa, immer her damit
 
dunkelbunter schrieb:
seit Februar 21 durchgehend bei Prime... kA aber joa, immer her damit
Na wie hoch war die Erhöhung? 1€?! Gibts 12€ pro Jahr. Mitte 22 - Mitte 26 = 48€. Grob geschätzt. +/-4€.
Einmal 1/4 den Tank füllen, 3-4 Vodka Mate im Club, 1* Essen gehen im Fast Food Restaurant ... You Name it, the world is not enough.

Aber Amazon hat doch bestimmt weiter erhöht dazwischen. Hab das nicht verfolgt. Sind die Erhöhungen dadurch auch hinfällig?
 
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