News Prescott doch mit 64 Bit?

Tommy

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Intel hat am Montag dieser Woche höchstoffiziell angekündigt, dass der „Nocona“, der Nachfolger des aktuellen Xeon DP Prozessorkerns, mit einer Technologie daher kommen soll, die lange Zeit unter dem Codenamen "Yamhill" durchs Internet geisterte - Intels 64 Bit-Erweiterung.

Zur News: Prescott doch mit 64 Bit?
 
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DjDIN0

Gast
Das dürfte vielleicht auch erklären warum der Prescott so viele Transistoren hat.Der P4-Northwood hat 55 Millionen Transistoren wovon für den 512KB-L2-Cache 26 Millionen Transistoren genutzt werden.Da der Prescott einen doppelt-grossen L2-Cache hat kommen nochmal 26 Millionen Transistoren hinzu und zuzüglich noch par Millionen für die anderen,vergrösserten Caches (L1,Store,Load Request,Write Combining) sollte der Prescott damit etwa so um die ~ 82-86 Millionen Transistoren aufweisen.Der Prescott hat aber 125 Millionen Transistoren ! Also um einiges zuviel was auf die 64Bit-Erweiterungen schliessen lässt.

Intel wird wohl kaum so viel überschüssige Tranistoren verschwenden wenn sie nicht vorhätten etwas später daraus Nutzen zu ziehen -> 64Bit ;)
 
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Tommy

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Alle Pentium 4 Prozessoren konnten Hyper-Threading, aktiviert wurde es trotzdem viel später. Nur weil er es kann, heißt das nicht, dass Intel es auch aktivieren muss. Man hat aber zumindest die Möglichkeit dies zu tun.
 
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DjDIN0

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@Tommy

Naja es wäre doch eine ziemliche Verschwendung an Produktionsaufwand und Kosten betreffend den vielen Tranistoren würden sie das nicht aktivieren und ich kann mir auch nicht vorstellen das Intel nicht schon jetzt ein As im Ärmel haben will schaut man den demnächst immer offensichtlicheren Nutzen von 64Bit auch im Desktopbereich an.So wie damals bei Hyperthreading gibt es dann wohl wieder ein BIOS-Udpate, nur diesmal zum aktivieren der 64Bit-Einheit.Klingt fast zu schön um war zu sein...der Gedanke das Prescott-Besitzer dann ins BIOS gehen und dort auf einmal die Option "64Bit-Extension" finden und auf "enable" stellen :) Mann wird ja wohl noch träumen dürfen ...
 
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Trajan

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In der letzten CT Zeitung, wo der Prescott getestet worden ist gabs einen Artikel wo einer den Prescott unter die Lupe genommen hat . Das Ergebnis war das der Prescott zumindest Teile in 64 Bit hat.
 
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DjDIN0

Gast
Wenn dann denke ich erst zeitgleich mit dem erscheinen von WindowsXP-64Bit weil dann bliebe die bis dahin noch jetzige Intel-Aussage ok : "Wir sehen noch keinen Nutzen von 64bit im Desktopbereich" ohne dabei das Gesicht zu verlieren.
 
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Winder

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Es ist ganz einfach warum Intel 64bit noch nicht freischalten möchte, damit würden sie nämlich ihren Markt für den Xeon schädigen. Meine Schätzung: Xeon mit 64bit im Sommer 04 (wie angekündigt) und Pentium mit 64bit anfang 2005 mit dem Tejas.
 

Pat

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@DjDIN0: Deine Aussage ist nicht korrekt. Man kann bei den "alten" P4 ohne Hyperthreading nicht einfach ins Bios gehen, und HT aktivieren. Es ist fest auf einem Chip in der CPU eingebrannt, dass HT deaktiviert ist - meines Wissens hat es noch keiner geschafft, diesen Mechanismus auszuhebeln.
Ich besitze zum Beispiel einen 2.4GHz P4 mit 533FSB. Dieser hat die HT Technologie im Core drin - nur aktivieren kann ich sie nicht. Auch wenn ich ihn z.b. auf ein P4C800 tun würde (das ja HT unterstützt), im Bios lässt sich HT nicht aktivieren.
Das Gleiche wird wohl bei der 64Bit erweiterung sein - sie ist in jedem CPU drin, aber wenn man (später) dann 64bit möchte (weil es entsprechende CPU's gibt), muss man sich einen neuen CPU kaufen.
 

Outbreak86

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Ich hätt mal ne kleine Frage außer der Reihe, heißt das "der CPU" oder "die CPU"... "die Central Processing Unit" oder "der Central Processing Unit" ? (Ich benutze immer ersteres...)
 
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DjDIN0

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@Pat

Das stimmt, weiss auf was du hinaus willst. Mein Gedanke dabei ist genauer : Wenn Intel 64Bit im Prescott ja schon hat, aber erst später in diesem freischalten will kann das in dem Fall ja nur per BIOS-Udpate erfolgen.Aus dem einfachen Grund da sonst eine Aktivierungsoption ja schon in jetzigen Prescot-Systemen im BIOS ersichtlich sein müsste und das ist nicht der Fall, kann von daher nur per BIOS-Update nachgefliefert werden.

Der Vergleich mit deinem P4 2.4-533FSB welcher HT angeblich auch im Kern hat hinkt meiner Meinung nach ausserdem weil selbst sollte das der Fall sein ist der CPU-PIN über welchen das BIOS die HT-Fähigkeit der CPU erkennen kann (PIN von Intel mit "Disable HyperThreading" angegeben) "deaktiviert", wird also dadurch die Erkennung und somit Aktivierung vom BIOS ausgeschlossen.

Keiner weis aber wie das beim Prescott sein wird, ob hier die 64Bit-Einheit-Erkennung des BIOS auch über einen CPU-PIN läuft oder gar nicht, also dann schon jetzt ständig an das BIOS "gesandt wird" und dann nur ein BIOS-Update nötig ist um die Option sichtbar zu machen.Ich arbeite leider nicht bei Intel um das genau zu wissen :D Sicher weis ich aber das BIOS-Udpates auch komplett neue Funktionen nachintegrieren können, unabhängig davon ob das Motherboard diese als vorhanden meldet.
Spielst du z.b. ein BIOS vom P4C800 Deluxe auf das P4C800 auf hast du im BIOS Optionen für OnBoardGeräte die eigentlich gar nicht vorhanden sind.Von daher ist es möglich.
 
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zEra

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Ich frage mich warum noch darüber spekuliert wird. Intel hat 100% gesagt das sie im Desktopsegment vorerst keinen Nutzen für 64 Bit sehen(weil sie kein Marktreifes Produkt haben)--> kein 64Bit nutzbar im derzeitigen Prescott.

Was eventuell theoretisch im Prescott Kern drinsteckt ist für absolut jeden Anwender irrelevant, da die Erweiterung nicht aktivierbar sein wird, siehe HT. Sprich AMD hat ziemlich freie Bahn im Desktopsegment bis WinXP64.

Ein anderer Punkt ist, dass die meisten Hersteller ihre WinXP64 Treiber auf die bereits vorhandene AMD64 Architektur zuschneiden werden, da es die einzige bereits verfügbare Plattform ist. Wie gut irgendwann später der Prescott damit zurecht kommen wird, steht auch noch auf einem anderen Blatt.
 

Pat

Commander
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@DjDino:
Wenn Intel 64Bit im Prescott ja schon hat, aber erst später in diesem freischalten will kann das in dem Fall ja nur per BIOS-Udpate erfolgen.
Wie gesagt, ich denke nicht, dass jeder, der heute einen Prescott kauft, später dann 64bit aktivieren kann. Wahrscheinlicher ist dass Intel neue CPU's mit aktiviertem 64bit ausliefert (auch Prescott's), und jeder, der heute schon einen hat, in die Röhre guckt (wie eben bei HT damals auch).


Aus dem einfachen Grund da sonst eine Aktivierungsoption ja schon in jetzigen Prescot-Systemen im BIOS ersichtlich sein müsste und das ist nicht der Fall, kann von daher nur per BIOS-Update nachgefliefert werden.
Meiner Meinung nach eben gerade nicht, wenn Intel hardwaremässig 64bit auf der CPU deaktiviert, bringt auch ein Biosupdate nichts! Sonst gäbe es ja auch gehackte Bios'es um HT auf den "alten" P4's zu aktivieren - auch dort ist ja die Hardware dafür vorhanden.

Der Vergleich mit deinem P4 2.4-533FSB welcher HT angeblich auch im Kern hat hinkt meiner Meinung nach ausserdem weil selbst sollte das der Fall sein ist der CPU-PIN über welchen das BIOS die HT-Fähigkeit der CPU erkennen kann (PIN von Intel mit "Disable HyperThreading" angegeben) "deaktiviert", wird also dadurch die Erkennung und somit Aktivierung vom BIOS ausgeschlossen.
Hier versteh ich nicht ganz, was du meinst. (PIN = Flag?)
Die nicht-HT Cpu's wie meine haben das "HT"-Flag von Intel in der CPU auch gesetzt, nur können sie's halt nicht tun.
Mir ist darum mal passiert, dass das Setup von SuSE Linux mir automatisch einen SMP-Kernel draufgemacht hat, weil es gemeint hat (eben wegem dem HT-Flag), die CPU unterstützt HT. (gibt einen Artikel darüber in der Suse Support Datenbank).

Keiner weis wie es beim Prescott sein wird, ob es hier auch über einen PIN läuft oder generell nur ein BIOS-Update nötig ist.
Da hast du Recht. Aber ich denke mal mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird man 64Bit auf den heutigen Prescott's nie aktivieren können, schon gar nicht durch ein Bios update, da das ganze nicht auf Bios-Ebene deaktiviert ist, sondern fest gelockt in der CPU. Sonst würde es wahrscheinlich ein paar Wochen gehen, und man könnte gehackte BIOS'es herunterladen, um 64bit heute schon zu aktivieren.

Auch marketingtechnisch macht das Sinn, dass man sich für 64bit (wie auch damals für HT) eine neue CPU kaufen muss.
 
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DjDIN0

Gast
Zitat von Pat:
Meiner Meinung nach eben gerade nicht, wenn Intel hardwaremässig 64bit auf der CPU deaktiviert, bringt auch ein Biosupdate nichts! Sonst gäbe es ja auch gehackte Bios'es um HT auf den "alten" P4's zu aktivieren - auch dort ist ja die Hardware dafür vorhanden.
Wer sagt das Intel 64bit hardwaremässig auf dem Prescott deaktiviert hat ? Wiegesagt kann es genauso gut sein das die Einheit schon jetzt aktiv ist nur erst per BIOS-Udpate aktiviert werden muss da jetzige BIOSe noch keine Option dafür haben diese Einheit per PIN-Signal oder anders gelöst zu erkennen.
Zitat von Pat:
Hier versteh ich nicht ganz, was du meinst. (PIN = Flag?)
Die nicht-HT Cpu's wie meine haben das "HT"-Flag von Intel in der CPU auch gesetzt, nur können sie's halt nicht tun.
Ja, Erkennungs-Bit gesetzt = Signal vom Pin FLAG an das BIOS gesandt.Der Pin ist vorhanden nur kein Bit gesetzt.Ist übrigens bei HT der PIN A31: ftp://download.intel.com/design/Pentium4/datashts/30056101.pdf (Seite 69)
 
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Jan

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Gehe mal davon aus, dass ein Mainboardhersteller bereits ein Workaround veröffentlicht hätte, um den Prescotts auf seinen Boards 64 Bit zu entlocken. Dass dies bisher nicht passiert ist, sehe ich als Beweis dafür, dass es per Software nicht geht.
 

Tiu

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Zitat von Jan:
Gehe mal davon aus, dass ein Mainboardhersteller bereits ein Workaround veröffentlicht hätte, um den Prescotts auf seinen Boards 64 Bit zu entlocken. Dass dies bisher nicht passiert ist, sehe ich als Beweis dafür, dass es per Software nicht geht.
Denke ich auch.
Obwohl letztendliche Sicherheit bietet die Logik hier auch nicht.
Wenn Intel gewollt hätte, gäbe es auch kein PAT auf 865 Boards.
Kein Hersteller hätte es gewagt das ohne Zustimmung/Wohlwollens Intel´s zu aktivieren!
 

blabla

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Leute, denkt doch bitte auch mal Marketingtechnisch. Es ist nur logisch, dass Intel 64bit auf dem Desktop erst mit dem Tejas einführt, alles andere wäre schwachsinnig. Ausserdem hat Intel doch klar gesagt, dass sie für den Desktop noch keine Notwendigkeit sehen. Punkt aus.

Desweiteren, warum hat Intel wohl keine Benches gezeigt? Es ist wohl sehr wahrscheinlich, dass 64bit zwar im Prescott enthalten ist, aber entweder noch nicht ganz fertig oder nicht funktionsfähig ist. Ist es nicht ein komischer Zufall, dass der kurz Nocona mit dem neuen Stepping erscheinen soll ? Hier wird sicherlich nochmal nachgebessert.

@ DjDINO
Die 64bit Erweiterungen haben bei AMD ca. 5 Millionen Transistoren in Anspruch genommen, da steckt bei Intel schon noch mehr dahinter als 64bit. Sind immerhin ~40 Millionen Transistoren, von denen nicht geklärt ist, wo diese genau herkommen
 

perfekt!57

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@pat und zera:

dino hat recht: es sind zwei paar schuhe. nichts spricht dafür, dass 64bit im prescott hardwaremäßig disabled ist. und auch nichts dagegen.

im gegenteil: anders als bei früheren prozessoren spricht sogar sehr viel dafür, das 64bit hardwaremäßig freigeschaltet wäre und daher jederzeit via bios-update möglich wird. eben weil 64 bit jetzt durch amd für intel zwangsweise im markt ist.

anders ausgedrückt: der fall prescott jetzt hat mit dem fall northwood 2,53 von damals inhaltlich gerade so viel zu tun wie zwei aufeinander folgende spiele beim roulette: wenn damals rot kam, kann jetzt sehr wohl schwarz sein. every game is new.

wäre aber so vieles anderes evtl. zu erörtern, davon abgeleitet: z.b. "wie das mit der wärme beim prescott ist, oder sein wird". dino hat sicherlich gut gerechnet mit seinen 86mio transistoren:

hieße das aber nicht, das die 90-100watt power-konsumption (weitgehend, bis auf ruhestromanteil des bislang ungenutzten kernrests) schon bloß durch die 86mio transistoren gegeben wären? der 125mio-64bit-voll-use-prescott nochmals 25% mehr wärme produzierte?

zum glück kann ich das abwarten.... .

mein ding: wer nicht muß, kauft heute

1. kein amd-system, z.b. wg. nforce3-150, welche durch -250 abglöst wird. auch nicht wg. der kopplung von pci/agp takt an den cpu-link, welcher jedes vernünftige oc unmöglich macht.

2. auch noch keinen prescott, egal wieviel bit, und wenn es "132" wären. (ein paar, so ca. stücker 4, als kostenlose zugabe für alle noobs wie mich, sind kostenlos jederzeit gerne willkommen). für ein p4p800 oderp4c800 kommt vor allem der letzte prescott, der noch auf dieses board passen wird, in frage: wenn der in 15 monaten zu 149,- euro oder noch weniger gehandelt würde. und ein prescott 3,6 halt schneller als ein northwood 3,6, wg. der längeren pipeline. und dann den 3,6e auf 4,2 übertaktet, wäre was: da könte man in ruhe warten bis btx, ddr2 usw. gemütlich im preis auf normalmass gefallen.

letzteres aber vom thema ab, mehr so meine persönlicher ausblick.

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ich finde: vor allem aber, ob 64bit im prescott oder 32 katzen jaulen in jakutien:

alles steht und fällt doch mit der mehrleistung, die 64bit bringt. (5 oder 10% locken doch niemanden "hinterm warmen ofen hervor". das kann man doch heute schon bei jedem hochfahren haben: nimmt einfach den fsb seines "multi12-northwood 3,0" von 250 auf 270mhz hoch. macht auch +8%.)

und

3. für den gamer machte die andere, neue, bessere graka für 150,- euro leicht doppelt soviel fraps wie bisher, da fallen plus 8% cpu überhaupt nicht ins gewicht. gibt es die high-end-graka, die von einem p4 northwood 3,3gig im moment zu schwach befeuert wäre....?

von daher ist der wechsel auf neue standards bzw. prescott64bit noch für rund 15 monate wohl ein locker auszusitzender, wenn man heute 3,0 - 3,4 gig eh schon hat - auch wenn das die industrie eher nicht gerne hören wird. und eine anzeigendemütige presse auch nicht.:o
 
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Brainiac361

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@Outbreak86:
Also Unit heißt "Einheit" und da es "die Einheit" ist würde ich den Artikel auch für CPU nehmen.
Hab ich eigentlich auch immer so gemacht, seit ich mich erinnern kann.

Mal was anderes:
Passt hier vielleicht nicht so ganz, aber wird der Tejas eigentlich noch auf dem Sockel-T kommen?
Würde mich schon interessieren, ob ich auf dem Board, das ich mir demnächst zu kaufen gedenke, noch jemals einen 64Bit Proz hätte.
 
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