Priorität der Mathematik - Kurswahl

ob du mathe LK oder GK wählst ist prinzipiell unrelevant.
natürlich hast du mit LK etwas mehr vorwissen als mit einem grundkust.
allerdings wird alles von der oberstufe in kürzester zeit am studienanfang nochmal wiederholt.

du musst dich einfach nur anstrengen und kontinuierlich lernen.

meine empfehlung: nimm was dir die besten noten bringt ;)
 
Ich bin der Meinung, man sollte Mathe als Werkzeug betrachten.

Wenn man privat lernen MUSS eine Schweißgerät richtig zu handhaben, obwohl man keine Verwendung dafür, hat wird der Erfolg meist gering sein.

So ist es auch mit der Mathematik, so ab der 7-8ten Klasse sind die meisten Mathelehrer an allgemeinbildenden Schulen nicht in der Lage praktische Beispiele zu geben. Somit muss man Dinge Lernen zu denen man Kein Bezug hat.

Im Studium hat man durch andere Seminare oder durch erfahrene Ingenieure-Profs eigentlich immer die Möglichkeit nach praktischen Beispielen zu fragen. Somit hat man einen Bezug zu dem Stoff und das Lernen fällt leichter.

Das waren zumindest meine Erfahrungen als Mathe-GKler der im Abi 6 Punkte(4+) in Mathe hatte und dann dann im Studium (Etechnik) (nicht zu letzt wegen eines guten Professors) eine 2 hatte.

Ein wichtiger Punkt bei der Mathematik im Studium ist "Bange machen gilt nicht". Also nicht von wirr erscheinenden Gleichungen abschrecken lassen.

Mein Mathe Prof im Studium war vor seiner Professur Physiker und hatte zu jedem Thema ein passendes Beispiel.

Meinen Abi-Mathe-Lehrer fragte ich jedoch mal nach den Sinn oder Unsinn von komplexen Zahlen, die mich zeitweise sehr gequält haben. Er konnte mir leider keines nennen. Heute als Etechnik-Ing kann ich nicht mehr ohne ;)

Also lange Rede Kurzer Sinn: Im Vergleich zum Abi-Mathe fand ich das Hochschul Mathe einfacher zu lernen, weil es keine graue Theorie war.

Es war dabei aber keinesfalls einfacher vom Anspruch her. (ich spreche dabei aus der Erfahrung eines FH-Studenten, an der Uni ist der Anspruch in Mathe aber noch höher.)

Beste Grüße
 
Danke für die vielen Antworten.

Ich fasse mal zusammen: Mathe ist später sehr wichtig, doch auch mit dem GK lässt es sich schaffen.

Ich werde wohl Mathe GK in den Bogen eintragen.
Das ich beim Studium viel Mathe brauche stört mich nicht, ich mag das Fach ja eigentlich, sofern ich die Aufgaben verstehe.
Es ist momentan genauso wie du es beschreibst, GSXArne, es ist total abstrakt und ohne Zusammenhang zur Realität. Wenn man später weiß, wofür man etwas rechnet, macht es sicherlich auch mehr Spaß.

Gruß
Jonas
 
Wenn du Maschinenbau studieren willst, ist es egal ob du GK oder LK hast! Habe es selber studiert und mache jetzt den Master.

Alles was du brauchst, lernst du! Klar ist es wichtig, dass du komplexe Zahlen beherrscht, ableiten und integrieren kannst! Denn das wirst du für Differenzialgleichungen, Fourier-Transformation usw. benötigen. ABER, du kannst dir alles erlernen, auch ohne ausgeprägte Kenntnisse. Mein Tipp: lieber ne gute Note, als übermäßigen Stress. Das was du im Gym an Mathe lernst wird dir sowieso nach ein paar Monaten in Fleisch und Blut übergehen.

Jedoch sei dir bewusst, dass wir im Bezug auf Frauen sehr, sehr benachteiligt wurden! Allerdings, die richtigen BWL-Mädls stehen auf coole Maschninenbauer;)

Viel Spaß!!
 
T&T schrieb:
Jedoch sei dir bewusst, dass wir im Bezug auf Frauen sehr, sehr benachteiligt wurden! Allerdings, die richtigen BWL-Mädls stehen auf coole Maschninenbauer;)

Schuldigung fürs OT, aber das ist ja ein generelles Problem bei Ingenieursrichtung ;) Also wir waren zu beginn ca 150Leute und davon 3 Mädels. Wobei davon 2 glaube auch aus den Bereich Wirtschaftsingenieurwesen waren, wo man eher mal Mädels antrifft.

Topic:
-also mit ehrgeiz ist einiges zu schaffen, mach das was du im Moment am Besten findest.
 
Ich als Mathe/Physik-LKer sage dir ganz ehrlich: Physik in der Oberstufe ist 80% Mathe und zwar auf LK Niveau. Hast du nur Mathe GK wird dir der Physik-LK schwerer fallen und glaub mir Physik-LK ist knüppelhart, selbst mit Mathe-LK.

Ich sag dir mal die Themen die kommen werden: Elektromagnetismus, Mathe Mathe und nochmal Mathe, welche Kraft wirkt auf die bewegte Ladung q1 mit q=4e die sich durch ein Magnetfeld der Stärke 0,5mT in einem 43° winkel bewegt. Mathe!

Und später kommen dann lustige Sachen wie Differential-Gleichungen und komplizierte differentielle Wellengleichungen (Schrödinger), heisenberg'sche Unschärferelationen und coole Sachen wie Orbitalüberlagerungen. Mathe Mathe Mathe und nochmal Mathe und die berühmte Einstein'sche Formel E=mc² herzuleiten ist noch das leichteste in dieser Zeit. :-P

Auf keinenfall den Fehler machen und denken Physik wäre noch das was es in der Mittelstufe war (oder auch nur nahe dran). Den Fehler haben einige bei mir im PH-LK gemacht (und die haben auch kein Mathe-LK). Das geht hin zur reinen Mathematik. Ich würde deshalb empfehlen: Mathe und Physik-LK nur zusammen ;-)
 
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Ich hab jetzt nicht das gelesen was die anderen alle geschrieben haben.
Nimm das was dir am meisten Spaß macht und wo du von dir selbst denkst, dass es dich weiterbringt.

Es ist total Quatsch zu denken, dass du ohne Mathe LK irgendwelche Nachteile hast. Das liegt nicht daran, dass in der Uni der Mathe Stoff zu gut erklärt wird oder so einfach ist.. Nein..
Der Sprung des Niveaus ist einfach so groß, dass es keinen Unterschied macht ob du LK hattest oder nicht (Der Unterschied ist vielleicht bei BWL nicht ganz so groß).

Ich meine was hat man denn schon groß im LK: Folgen und deren Grenzwerte in R, Ableitungen von eindimensionalen Funktionen, eindimensionale Integrale, Binomial-,hypergeometrische-, und normalverteilung, Geraden und Flächen im R^3
In den ersten 2 Monaten des 1. Semesters lernst du eh mehr als in den ganzen 2 Jahren der Oberstufe.. also mach dir keinen Kopf und nimm was dir Spaß macht ;)
 
Folgen und deren Grenzwerte in R, Ableitungen von eindimensionalen Funktionen, eindimensionale Integrale, Binomial-,hypergeometrische-, und normalverteilung, Geraden und Flächen im R^3

zweidimensionale Funktionen, die komplette lineare Algebra inklusive Inversen Matrizen, Übergangsmatrizen/Abbildungsmatrizen und noch einiges fehlt, aber im großen und ganzen stimmt es schon das du im Studium "mehr" lernst, sonst wäre uni ja auch ein witz...
 
Hm, in deinem BL würd ich auch gern wohnen^^. In BW is es so, dass man 5 Lks hat die jetzt aber Neigungskurs heißen xD. Davon werden dir 3 von vorne herein reingerügelt, das sind Deutsch, Mathe und Englisch bzw. Fremdpsrache. Ich hab dann noch Physik und Bio als 4 stündiger Kurs. Alles andern Fächer hat man 2h. Da werd ich immer neidisch wenn ich seh was ihr alle wählen könnt un dann seh dass ich mir hier mit Deutsch und Kohlhaas und dem Rotz einen abplagen kann. Aber das was wir bisher gemacht haben in Mathe ist nicht so arg schwer, sollte auf jeden Fall machbar sein, wenn man nicht gerade der Mathe Looser ist. und Mathe braucht man echt immer, ist auch das einzige Fach bei dem sich keiner beschwert weil mans 4h pro Woche hat, bei allem anderen wird heftig diskutiert was einem das jetzt genau bringen soll.

Gruß Alex
 
Danke nochmals für die hilfreichen Beiträge.

Erstaunlich, welche Diskrepanz es gibt, die einen sagen ohne Mathe LK ist es schwer, die anderen meinen, es geht auch mit GK problemlos.

Ich habe mich für den Grundkurs entschieden.
Die wichtigen Grundlagen werde ich auch dort lernen, mir wird wohl "nur" Routine und das Beweisen/Ableiten fehlen.
Die LK Leute werden in der Uni bestimmt auch von 0 anfangen müssen.
Mathe macht mir übrigens Spaß, wenn ich es verstehe und es einen guten Zusammenhang zur Realität gibt.
In der Uni ist es hoffentlich nicht mehr so abstrakt wie jetzt.

Aber mal ehrlich, egal was man studieren möchte, an Mathe kommt man fast nie vorbei, d.h. es werden da bestimmt auch viele sein, die keine begnadeten Mathematiker sind.

@alex: Deutsch LK Zwang? Oha, das ist heftig. :freak:
 
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Mathe macht mir übrigens Spaß, wenn ich es verstehe und es einen guten Zusammenhang zur Realität gibt.
In der Uni ist es hoffentlich nicht mehr so abstrakt wie jetzt.

Was ist denn da bitte für dich abstrakt?? Ich sag dir mal was abstrakt ist. Du hast den Begriff der Länge im R^3. Jetzt definierst du dir den R^n als die Menge aller Punkte mit n Einträgen. Jetzt ist die Länge eines n dimensionalen Vektors √(x_1^2+x_2^2 + ... + x_n^2). Jetzt stell dir mal nen Vektorraum vor wo die Elemente keine Punkte mehr sind, sondern Funktionen. Jetzt kannst du denen auch ne Länge zuordnen.. beispielsweise das Maximum dieser Funktionen (hängt auch davon ab welche Eigenschaften an die Funktionen gestellt sind).. Ergo du abstrahierst die normale Länge die du ausm Anschauungsraum kennst für alle möglichen alle anderen Elemente (in dem Fall Funktionen).. Und das waren gerade absolute Basics..

Geil wirds dann wenn man Operatoren von unendlichdimensionalen Räumen betrachtet.. oder Räume wo die Längen eines Vektors nicht konstant sind.. das heißt je nach dem wo du misst wie lang der Vektor ist hat der ne andere Länge ;)
Ist vielleicht uach nur bei meinem Mathe so.. ich will dich nur vorwarnen was das eigentlich fürn Pipikram ist den man in der Schule macht
 
Es gibt wohl einen Unterschied: Wenn du so etwas rechnen musst, weißt du auch, wofür man das im echten Leben braucht.
Wir lernen Sachen, wo man sich fragt, wo das später gebraucht wird (z.B. Logarithmen).
Ich Studium lernt man die Sachen ja, um dann Berufe in der Richtung ausüben zu können, das ist was anderes.
 
Naja, also nicht alles von dem was du in Studium hast is wirklich praxisnah, da wird au wieder verdammt viel Theorie gemacht die du später vllt. nie wieder angucken wirst. Ist aber überall so.

Und ja, Deutsch Lk is hart, danke für deine Anteilnahme ;) , überall 13Pkt oder 12 und da nur 9 :rolleyes:
 
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