Ich bin der Meinung, man sollte Mathe als Werkzeug betrachten.
Wenn man privat lernen MUSS eine Schweißgerät richtig zu handhaben, obwohl man keine Verwendung dafür, hat wird der Erfolg meist gering sein.
So ist es auch mit der Mathematik, so ab der 7-8ten Klasse sind die meisten Mathelehrer an allgemeinbildenden Schulen nicht in der Lage praktische Beispiele zu geben. Somit muss man Dinge Lernen zu denen man Kein Bezug hat.
Im Studium hat man durch andere Seminare oder durch erfahrene Ingenieure-Profs eigentlich immer die Möglichkeit nach praktischen Beispielen zu fragen. Somit hat man einen Bezug zu dem Stoff und das Lernen fällt leichter.
Das waren zumindest meine Erfahrungen als Mathe-GKler der im Abi 6 Punkte(4+) in Mathe hatte und dann dann im Studium (Etechnik) (nicht zu letzt wegen eines guten Professors) eine 2 hatte.
Ein wichtiger Punkt bei der Mathematik im Studium ist "Bange machen gilt nicht". Also nicht von wirr erscheinenden Gleichungen abschrecken lassen.
Mein Mathe Prof im Studium war vor seiner Professur Physiker und hatte zu jedem Thema ein passendes Beispiel.
Meinen Abi-Mathe-Lehrer fragte ich jedoch mal nach den Sinn oder Unsinn von komplexen Zahlen, die mich zeitweise sehr gequält haben. Er konnte mir leider keines nennen. Heute als Etechnik-Ing kann ich nicht mehr ohne
Also lange Rede Kurzer Sinn: Im Vergleich zum Abi-Mathe fand ich das Hochschul Mathe einfacher zu lernen, weil es keine graue Theorie war.
Es war dabei aber keinesfalls einfacher vom Anspruch her. (ich spreche dabei aus der Erfahrung eines FH-Studenten, an der Uni ist der Anspruch in Mathe aber noch höher.)
Beste Grüße