Benmchmarking 2

Privater USB-Stick plötzlich schreibgeschützt | Schrott?

@HITCHER_I Aus der Reihe Jugend forscht bzw. sehr technisch versierter Nutzer sicherlich. Aber für 15€ dann lieber neu bestellen bei Amazon.
 
und wie ich schon mal gesagt hatte, von so einer Seite sollte man schon sehr vorsichtig sein, nicht das da was in der Firmware / dem Software Tool versteckt ist etc.
 
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mysound88 schrieb:
bei meinem USB-Stick ist plötzlich der Schreibschutz drin.
Das ist eine Sicherheitsschaltung des Controllers, wenn er der Meinung ist, dass der Stick keine neuen Daten mehr sicher speichern kann - was auch immer "sicher" bei USB-Sticks bedeutet. 😉

Wichtig: Die Dinger sind zum Datentransport und Datenaustausch gedacht:
Sie sind nicht für dauerhafte Datenspeicherung ausgelegt - und haben häufig drittklassiger oder schlechtere Chips im Vergleich zu SSDs oder SD-Karten verbaut.

mysound88 schrieb:
Intenso Speed Line, 256GB Speicherstick, USB-Stick 3.2 Gen 1x1, schwarz
Der hat um die 20 € gekostet. Der kann doch nicht schon Schrott sein???
Billige Massenware halt. Was erwartest Du.
Zumal Geräte meist entweder kurz nach der Fertigung oder erst recht spät ausfallen.

Wenn es ein neues Geräte ist: Garantie/Gewährleistung in Anspruch nehmen.

Und noch mal: Diese Dinger taugen nichts als Datenarchiv oder dauerhaften Speicherung.
Alleine Wegen Bitrotting würde ich den Dinger meine Daten keinesfalls länger als 12 Monate anvertrauen. Eher weniger.

Disclaimer: Natürlich gibt es massig USB-Sticks, die ihre Daten deutlich länger halten. Es gibt halt auch immer statistische Ausreißer. ...und Du weist halt nicht, ob Dein Gerät betroffen ist.
mysound88 schrieb:
Zum Glück sind die Daten noch lesbar.
Schon mal was von "Backups" gehört? 😉
...und geprüft, ob sie tatsächlich noch intakt sind?
mysound88 schrieb:
Nagut, irgendwann ist immer das erste Mal.
Man nennt so was "lernen auf die harte Tour".
Das Thema Backup ist jetzt nicht sonderlich neu.
CoMo schrieb:
Das ist ein Transportmedium, kein Speicher- oder Backupmedium.
BTW: Ich war gerade erstaunt, wie preiswert ich beispielsweise bei itsco refurbished SSDs bekomme.
Da bekommt die Idee vielleicht zuzuschlagen und es in ein externes M.2-Gehäuse zu stopfen - sozusagen als USB-Stick-Ersatz - doch schon mal wieder etwas Reiz. 😉
 
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Ja, ich habe es mittlerweile verstanden, dass ich durch Schmerzen lernen musste ;-) ist angekommen. Danke!

Ich muss zugeben, dass ich in der Vergangenheit eigentlich kaum mehr Sticks benutzt habe. Seit 2017 glaube habe ich die 100 GB Cloud von Google und die 500 GB auf meinem Laptop. Mehr habe ich nie gebraucht. Aber Mutti hat zig Sticks und eine externe Festplatte. Werde sie darüber informieren. Google Cloud hat sie auch :D auch fast voll.
 
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mysound88 schrieb:
Ja, ich habe es mittlerweile verstanden, dass ich durch Schmerzen lernen musste ;-) ist angekommen. Danke!
Du bist nicht alleine - Welcome to the club.
Solange es kein Fehler Marke "Hand auf heiße Herdplatte" ist. Das schmerzt wirklich. 😉
mysound88 schrieb:
Aber Mutti hat zig Sticks und eine externe Festplatte. Werde sie darüber informieren. Google Cloud hat sie auch :D auch fast voll.
Christopher Barnatt von Explaining Computers hat jüngst eine schöne Zusammenfassung zum Thema "Long-Term Data Storage for Home Users" veröffentlicht - sehr zu empfehlen.

 
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Sebbi schrieb:
und wie ich schon mal gesagt hatte, von so einer Seite sollte man schon sehr vorsichtig sein, nicht das da was in der Firmware / dem Software Tool versteckt ist etc.
Wieso nur weil dir die Domain nicht gefällt muss die nicht gefährlich sein.
 
Du könntest mit einem anderen USB Stick ein Live Linux booten, gparted sollte das fixen. Diese Schreibschutz Geschichte schon bei ein paar eigenen und fremden Sticks gesehen, wenn Rufus oder ähnliches da nicht ganz durchläuft, weil der USB Port einen Wackler hat etc, passiert das schon mal. Heißt nicht dass der Stick unbedingt kaputt ist.
 
mysound88 schrieb:
. Aber Mutti hat zig Sticks und eine externe Festplatte. Werde sie darüber informieren. Google Cloud hat sie auch :D auch fast voll.

dann bitte noch 1 - 2 Festplatten zur Sicherung bereitstellen und ab und zu syncronisieren ... denn

https://www.computerbase.de/news/in...nbieter-verliert-fast-alle-kundendaten.85261/

https://www.hosttest.de/artikel/grossbrand-im-ovh-rechenzentrum-sorgt-fuer-datenverlust

ja man sollte meinen, das das bei Google wohl nicht eintreten sollte ... SOLLTE ...

@polizei

man sollte aber drauf ausdrücklichst drauf hinweisen, damit Unbedarfte nicht einfach sich da durchhangeln und im Hintergrund ohne ihr Wissen Virenschleudern zusammenbasteln.

Und gerade bei russichen Seiten sollte man derzeit halt extrem vorsichtig sein, denn man weiß nie wer da wirklich dahinter steckt und was dem seine Absichten sind. Die Reporte von früher weisen die Seite als OK aus, aber in neuere Analysen scheint es so, als würde dort vermehrt Malware hinterlegt.

https://any.run/report/b0d883cee324...4b59feeb/bf992134-fe96-4b67-ac3d-80a803b3ac5f
https://www.reddit.com/r/computers/comments/1ncb7dr/am_i_safe/
 
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mysound88 schrieb:
Intenso Speed Line

Tja, am falschen Ende gespart. USB Sticks sind generell problematisch, was die Haltbarkeit angeht. Wenn man dann auch noch zur Billigheimer Marke greift...
 
Ja, also ich habe schon mehr als 4x auf USB-Speicher Sticks (bei einem sogar bisher 2x) eine Firmware von der russischen Seite installiert, und so wieder zum Laufen gebracht. Bei manchen Speichern, die ihre Funktion eingestellt hatten, war dann nachher etwas weniger Speicher gesamt verfügbar, weil einige Blöcke von Flash-Zellen eingegangen sind. Dazu verwende ich ein altes Notebook, das man nicht mehr auf Win11 upgraden konnte, und ich nur für solche Sachen zum Testen verwende.

Was bei den USB-Sticks hilft, die Haltbarkeit zu verlängern, ist, sie wo (TV, Radio, PC, ...) an USB angesteckt zu lassen. Dann haben sie Strom, und können ihre Zellen auffrischen.
 
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HITCHER_I schrieb:
Was bei den USB-Sticks hilft, die Haltbarkeit zu verlängern, ist, sie wo (TV, Radio, PC, ...) an USB angesteckt zu lassen. Dann haben sie Strom, und können ihre Zellen auffrischen.
Und wie genau physikalisch verlängert das die Lebensdauer?
 
@TorenAltair Es verlängert die Lebensdauer der Daten.
Einfach ausgedrückt: Die Elektronen verabschieden sich aus dem Chips deutlich schneller als der Magnetimus aus Disketten oder Festplatten.

Wenn die USB-Sticks einen Controller mit Wearleveling haben, dann verlängert das in der Tat die generelle, physische Haltbarkeit. Dafür braucht das Ding allerdings auch Strom.
 
Die Daten, ja. Aber die Zellen?
 
TorenAltair schrieb:
Die Zellen altern beim "Neusortieren", Ja. Ein Teil (je nach Belegung) der Zellen bekommt natürlich einen Schreibzyklus ab. Aber diese Alterung ist dermaßen unerheblich (vielleicht ~0,03%), dass im Kontext von Datenerhalt quasi irrelevant ist.
 
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Kaputt werden die Zellen ja eigentlich nicht, aber brauchen dann halt wieder eine Low-Level Formatierung, wenn der Stick sich nicht mehr auslesen lässt, wegen so großem Informationsverlust, dass die Fehlerkorrektur auch nicht mehr helfen kann, die Daten der Zellen auszulesen.
 
MaverickM schrieb:
Tja, am falschen Ende gespart. USB Sticks sind generell problematisch, was die Haltbarkeit angeht. Wenn man dann auch noch zur Billigheimer Marke greift...

Ich finde nicht, dass Intenso eine Billigmarke ist. Die Bewertungen auf amazon sind durchaus in Ordnung. Soo mega viel günstiger als SanDisk sind sie jetzt nicht.
 
mysound88 schrieb:
Ich finde nicht, dass Intenso eine Billigmarke ist.

Doch, sind sie. Intenso kauft ein, was irgendwo vom Band gefallen ist und dann im Mülleimer landet. Schau dich einfach mal hier im Forum um, wieviele Probleme gerade bei SSDs oder allgemein Flash Speicher auf Intenso Produkte zurück zu führen sind. Ich würde keine Intenso Produkte kaufen.

Bei USB Sticks kommt noch hinzu, dass diese allgemein meist sehr schlecht und billig mittlerweile produziert werden und maximal für temporäre Dinge zu empfehlen sind. Für Langzeit-Archivierung sind diese gänzlich ungeeignet.
 
Naja, vielleicht bin ich da etwas voreingenommen, weil ich bisher nie Probleme mit Intenso hatte. Aber okay, für meinen konkreten Fall werde ich mir bzw. meiner Mutter wohl eine externe Festplatte holen und keinen Stick mehr. Der hängt ja sowieso nur die ganze Zeit am TV und wird nicht an- oder abgestöpselt.
 
mysound88 schrieb:
weil ich bisher nie Probleme mit Intenso hatte.

ich mit meinen Intenso Sticks auch nicht, aber die sind auch schon alt und nur USB2.0 .
Dennoch ist bekannt, das Intenso Billigspeicher und Controller verwendet, alleine die Schreibraten bei meinen Sticks von < 15 MB/s sprechen Bände.
Ob die auch Langzeit halten ist auch immer die Frage, bisher da auch bei noch keinen Stick, auch nach 10 Jahren mit meinen Corsair Voyager GT (2.0 Version) zumindest keine sichtbaren Datenverluste gehabt.

Aber im Allgemeinen ist es eben so, das man darauf vertrauen sollte, das wenn man sich eine Festplatte mit Daten in den Schrank legt als Backup, diese auch nach 10 Jahren noch genauso lesbar ist. Kann gut gehen, muss aber durch die physikalischen Effekte nicht.

Darum ist eben eine ortentliche Strategie zur Lagerung von Daten damals wie heute wichtig.

nur mal so ein kurzer Umriss, einfach für die Allgemeinheit. Falls das jemand diese Erörterung gut findet, um anderen die Notwendigkeit von Backups nahe zu bringen, kann das hier einfach kopieren.

Damals:
Papier ist zwar geduldig, wenn es aber nicht korrekt gelagert wird, zerfällt es dank der Natur.
Abbildungsmaterial (Farbe etc.) muss auch beständig sein, sich fest mit dem Träger verbinden und auch das Material nicht angreifen durch Säuren usw.. Ansonsten kann man schreiben was man will, doch irgendwann ist es nur noch, wenn das Trägermaterial erhalten bleibt, mit ganz großen Aufwand lesbar.

Um Fehler und Verluste zu umgehen, wurde schon damals mehrfach Kopien angefertigt.

Heute:
Durch moderne elektronischen / magnetischen Speicher sparen wir extrem viel Platz ein, doch dadurch sind Fehler auf den Speichermedien wesentlich gravierender.
Elektrische Speicherzellen, die ihren Inhalt verlieren können. Durch z.B. Kriechstrom können die gespeicherten Zustände (Spannungen) sich ändern mit der Zeit und damit die Information, welcher Wert da nun gespeichert war, verloren gehen. Darum müssen solche Datenträger auch regelmäßig betrieben werden und prüft werden.
Auch bei den magnetischen Speicher kommt es vor, das die magnetisierten Partikel ihre Ausrichtung verlieren durch verschiedenste Effekte von außerhalb oder auch innerhalb.

Es gibt zwar darum auch automatisierte Erkennungs und Fehlerkorrekturmaßnahmen auf den Datenträgern, aber diese haben ihre Grenzen.
Darum werden auch noch heute Kopien angelegt, die wir Backups nennen.


Backup Strategie:
Die einfachste ist: Man kopiert die Daten auf einen anderen Datenträger. Schnell und effizent. Auch auch unsicher. Denn wie so oft tritt dann im Fehlerfall dann häufig ein gewisser Murphy in Erscheinung.

https://de.wikipedia.org/wiki/Murphys_Gesetz

„Wenn es mehrere Möglichkeiten gibt, eine Aufgabe zu erledigen, und eine davon in einer Katastrophe endet oder sonst wie unerwünschte Konsequenzen nach sich zieht, dann wird es jemand genau so machen.“

In dem Fall ist es dann nicht selten passiert, das wenn man Daten vom Backup benötigt, weil die Orginaldatei ausversehen gelöscht wurde oder kaputt ist, genau diese Datei ebenfalls im Backup fehlt, kaputt, beschädigt etc ist.

Die Konsequenz daraus ist, das man mindestens 2 Backup Datenträger mit dem gleichen Inhalt hat. Dies verringert Murphy's Chance ganz erheblich. - Das ist mein persönlicher Mindeststandard.

Nun kann man das noch weiter treiben. Denn was ist wenn Daten kaputt sind, man es aber nicht merkt und diese so ins Backup nimmt? Natürlich, dieser doofe Murphy! Aber hier gibt ein einen Ausweg: Versionierung!
Einfachste Methode: Man hat seine 2 Backup Datenträger und holt sich noch einen dritten. Auf diesen wird, bevor man das Backup auf die beiden Orginalen Backupdatenträger macht, ein Backup vom Backup gemacht. So hat man, falls es auffällt, noch ggf die Vorgängerversion da, die die Daten enthält die noch in Ordnung ist.

https://de.wikipedia.org/wiki/Generationenprinzip

Und das kann man quasi endlos fortsetzen und jede weitere Iteration verringert die Chance für Murphy um einen Faktor.
Aber lassen wir die Kirche im Dorf. Bis auf externe Ereignisse verhindert die 2. Iteration (2 Backups mit den Daten auf unterschiedlichen Datenträgern + eine Vorgängerversion auf einen gesonderten Datenträger) schon ~ 90 % aller Datenverluste, wenn einer der Backupdatenträger dauerhaft mit dem Datensystemen verbunden ist, sprich ausgeschaltet und aus physich von allen getrennt.
Wenn man Backup Software einsetzt mit Backup Archiven und Validierung der gesicherten Daten steigt das ganze dann auch schon auf ~ 99 % meiner Ansicht nach.

Die einzige Fehlerquelle die bleibt, sind Daten, deren interne Struktur durch irgendwas beschädigt wurde, was durch den Nutzer aber unbemerkt geblieben ist, weil er die Daten lange nicht benötigt hat und das so in alle Backup Versionen übernommen wurde. Theoretisch ist selbst das "lösbar", aber der Aufwand, der dazu betrieben werden müsst, übersteigt quasi jeden Rahmen im privaten Umfeld.

Für weiterführende Backup Strategien seien noch Folgende Begriffe erwähnt, mit denen sich über Backup Software die induviduelle Strategie noch verbessern und verfeinern lässt.

Vollständige Sicherung / Vollsicherung
Differenzielle Sicherung
Inkrementelle Sicherung

https://de.wikipedia.org/wiki/Datensicherung
 
HITCHER_I schrieb:
Kaputt werden die Zellen ja eigentlich nicht
Natürlich werden sie das durch Beschreiben, weil die Schreibspannung die Zellen über die Zeit zerstört.
 
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