Probleme mit meinem i7 920

Acrylium

Vice Admiral
Registriert
Apr. 2001
Beiträge
6.273
Angefangen hat es so:
Der Rechner stützt ab wenn Photoshop CS4 den Ram vollläd. Dann geht nichts mehr, und auch der Ram-Konverter von Photoshop läuft plötzlich nur noch extrem langsam.

MemTest meldet keine Fehler.

Vor 3 Tagen hat es plötzlich verkokelt gerochen. Im PC sah man keinerlei Schmorstellen, aber die Kabelstränge des Netzteils stanken verschmorrt. Also habe ich das Netzteil ausgetauscht.

Danach plötzlich neues Problem: Der PC schaltet urplötzlich alle USB-Geräte aus uns steht still. Nur noch ein Ziehen des Netzsteckers läßt einen Neustart zu.

Gestern Abend dann das Totalversagen: Er bleibt stehen während er noch das BIOS läd. Nichts geht mehr. Beim nächsten Versuch geht der PC nach dem Drücken des Netzschalters an und dann aber sofort wieder aus. Es klackt nur laut.

Um die Batterie auf dem Mainboard aus zu tauschen, entnehme ich also zwei Ramriegel um besser an die Batterie zu kommen. Die baue ich für den nächsten Bootvorgang nicht mehr ein. Und plötzlich geht alles wieder.

Dann Teste ich alle 3 Riegel einzeln, und nur wenn ich Riegel Nr.3 allein drin habe, stürtzt der Rechner ab. Also vermute ich ein Ram-Problem und gehe schlafen.
Doch heute morgen die Überraschung: Der PC läuft auch problemlos mit dem als defekt vermuteten Riegel.
Also baue ich alle 3 wieder ein. Doch da tritt das Problem nach etwa 15 Minuten Arbeit auch wieder auf: Alles bleibt stehen und die USB-Geräte fallen aus.
Daher baue ich nun den Riegel, welchen ich gestern als defekt in Verdacht hatte wieder aus. Jetzt läuft das System schon mal länger und ist (bis jetzt) noch nicht abgestürtzt...

Was zum Henker ist da kaputt? Ram? Memtest meldet keine Fehler. Mainboard? Ram-Controller auf der CPU? Hilfe!
 
Zuletzt bearbeitet:
Klingt für mich sehr nach Memorycontroller bzw. Board. Wenn dein Netzteil abgeraucht ist, kann das durchaus auch was mit in den Tod gerissen haben. Hatte ich kürzlich auch (und es war kein billig Netzteil) bei einem Freund. Da war dann das Board, die CPU und ich meine sogar die Graka im Eimer. Hast du die Möglichkeit die Komponenten einzeln irgendwo zu testen?
 
Ich hatte ursprünglich ein Seasonic Netzteil für 130,- Euro drin. Das war also eigentlich qualitativ nicht das Schlechteste, ist aber wie gesagt trotzdem durchgebrannt. Jetzt habe ich ein etwas günstigeres beQuiet!-Netzteil für 100,- Euro drin.

Leider habe ich keinen zweiten Rechner, an dem ich die Komponenten einzeln testen könnte. Und beim Händler (Atelco) will man höchstens das Netzteil austauschen. Das aber halte ich für Zeitverschwendung.
 
bei dem Freund den ich erwähnt habe, war es ebenfalls ein Seasonic... ;)

du könntest ja alle betroffenen Komponenten bei (d)einem Händler bestellen, testen und dann vom 14-tägigen Rückgaberecht gebrauch machen. So könntest du die defekten Komponenten lokalisieren und diese dann Tauschen lassen. Das ist in meinen Augen zwar nicht so ganz Ok, aber wenn der Händler nicht anderst will....

Bei Alternate habe ich einfach alles ausgebaut und bis auf das Gehäuse eingeschickt. Die haben dann alles getestet und die defekten Teile getauscht. Kosten sind mir dadurch nicht enstanden. Das nenne ich Service... :)
 
Ich hab zur Zeit einfach nicht das Geld, alle Teile nochmal zu bestellen. Auch wenn ich vom 14-tägigen Rückgaberecht gebrauch machen würde, müsste ich die Teile ja erstmal bezahlen. Und ausserdem argumentiert gerade Atelco so, dass das 14-tägige Rückgaberecht nur dann gilt, wenn man die Teile so in Augenschein nimmt, wie es auch in einem normalen Laden möglich wäre. Und in einen normalen Laden kann man ja schlecht alle Komponenten auspacken und zusammenbauen ;)
 
Hallo Acrylium,

wie ich sehe, wirkt Dein Problem fort bzw. hat sich intensiviert :(.

Acrylium schrieb:
Und beim Händler (Atelco) will man höchstens das Netzteil austauschen.

Wie meinst Du das? Nachdem Du die PSU bereits getauscht hast, behaupten die, es würde dennoch daran liegen? Die PSU ist doch augenscheinlich nicht der Grund allen Übels.

Acrylium schrieb:
Und ausserdem argumentiert gerade Atelco so, dass das 14-tägige Rückgaberecht nur dann gilt, wenn man die Teile so in Augenschein nimmt, wie es auch in einem normalen Laden möglich wäre.

Damit hat Atelco nicht ganz Recht: Das Widerrufsrecht besteht auch nach erfolgter Benutzung der Ware noch, jedoch ist dann ein Wertersatz (Schadensersatz für den verminderten Verkaufspreis, den der Händler damit nur erzielen kann) zulässig. (vgl. §§ 355, 357 Abs 3 BGB)

Würde an Deiner Stelle anders rangehen: Geh mit dem Board zu Atelco und behaupte, dass es daran mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit liegt (ist ja nicht mal gelogen, zu über 80% ist es in der Tat das Board) und verlange Reparatur/Neulieferung. Wenn Du alle Teile bei Atelco gekauft haben solltest, könntest Du denen auch den Rechner auf den Tisch knallen mit dem Spruch: "Viel Spaß bei der Fehlersuche". Zwar müsstest Du für die Fehlersuche in Vorleistung treten, doch wenn sich herausstellt, dass tatsächlich ein Teil defekt ist, brauchst Du nicht dafür zu zahlen. Aufwendungen und Leistungen, die zur Eleminierung eines Sachmangels zwingend erforderlich sind, fallen unter die Gewährleistung.
Würde das mit Atelco so besprechen und beim Testen anwesend sein (die Zeit solltest Du Dir echt nehmen, sonst war die Ursache plötzlich ein ominös verkehrt eingestelltes BIOS und Du wunderst Dich nach dem Öffnen, wieso dann trotzdem ein neues Board verbaut wurde [ich möchte Atelco hier nichts unterstellen, ich selbst hatte bislang durchgehend postive Erfahrungen mit denen gemacht, doch ich würde bei jedem Laden so handeln]).
Die werden dann testweise ein anderes Board einsetzen, dann hast Du Gewissheit.

MfG,
Dominion1.
 
Also nachdem ich den ganzen Tag gesteste habe, folgendes Ergebniss: Mit 3 eingebauten Ram-Riegeln stürzt der Rechner sehr schnell ab. Mit nur 2 Riegeln, egal welchen und in welchen Slots, läuft er stabil. Das heißt vermutlich, es kann nicht am Ram liegen sondern liegt am Speichercontroler auf der CPU, oder?

dominion1 schrieb:
Wie meinst Du das? Nachdem Du die PSU bereits getauscht hast, behaupten die, es würde dennoch daran liegen? Die PSU ist doch augenscheinlich nicht der Grund allen Übels.
Genau so ist es, so absurd das für jemanden der etwas Ahnung von PC-Technik hat auch klingen mag. Sie wollen nur das Teil tauschen, welches ich bereits getauscht habe. Laut dem Atelco-Techniker an deren Hotline kann es unmöglich am Prozessor liegen und am Mainboard kann es auch nicht liegen, da ich ja das Netzteil ausgetauscht habe. Diese Logik ist idiotisch, aber ich konnte ihn nicht überreden, das Board und/oder CPU zu tauschen.

Also entweder sie glauben ich wäre zu dumm ein Netzteil aus zu tauschen, oder aber das ist der schlechteste und vorallem inkompetenteste Service seit ComTech Insolvenz angemeldet hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dann werde mit Deinem PC bei denen vorstellig (nach vorheriger Terminabsprache). Du kannst es Dir sehr einfach machen: Weise sie darauf hin, was Dir an der Hotline gesagt wurde und lass die Deppen die PSU tauschen. Dann werden sie selbst sehen, dass es daran nicht lag. Zahlen musst Du für diesen fehlgeschlagenen Versuch gar nichts.

Anschließend werden sie sicherlich bereit sein, über einen Defekt der CPU oder des Boards nachzudenken. Ich kann Dir nur ganz dringend ans Herz legen, die Sache nicht auf sich beruhen zu lassen und Deine Rechte weiter zu verfolgen. Da es Dir leicht fallen dürfte, nachzuweisen, dass Dein System nicht den Vorgaben entsprechend störungsfrei läuft, ist Deine rechtliche Stellung alles andere als schlecht, die von Atelco alles andere als gut.

Wenn Atelco sich nachhaltig weigern sollte, bei der Eleminierung des Problems mitzuwirken, so kannst Du bei einem anderen Laden den Fehler aufspüren lassen und die Kosten hierfür auf Atelco abwälzen, da sie direkte Folge des Sachmangels sind.

Wenn es wirklich hart auf hart kommt, solltest Du Dich anwaltlich beraten lassen. Wenn Du eine (kostengünstige) anwaltliche Erstberatung wünschst, so kannst Du Deine Fragen auch bei "Frag-einen-Anwalt.de" posten, wo Du Deinen Einsatz, den Du zu zahlen bereit bist, selbst festlegen kannst.

Zunächst würde ich jedoch verstärkt den persönlichen Kontakt zu Atelco suchen. Aus psychologischer Sicht ist es immer einfach, jemanden am Telefon abzuwimmeln, da ein Telefonat anonym verläuft. Steht einem der Gesprächspartner jedoch persönlich gegenüber, so wird dies nahezu unmöglich. Vor allem jedoch ist die gütliche Klärung die schnellste und für alle Beteiligten die entspannteste Lösung.

Mir gegenüber hat sich Atelco zumindest kulanter verhalten, als sie es müssten. Hatte dort mal im Ladengeschäft einen Router in der irrigen Annahme gekauft, es handle sich um einen Modemrouter. Als ich wenige Tage später im Laden meinen Fall schilderte, wurde mir umgehend der Tausch in ein passendes Gerät oder auch die Erstattung des vollen Kaufpreises angeboten. Sowas nenne ich Kulanz, denn verpflichtet ist ein Laden nicht zur Rücknahme, wenn ein Kunde ein falsches Teil kauft.
Will damit nur sagen: Wenn Du freundlich und offenkundig hilfesuchend im Ladengeschäft mit Deinem PC auftrittst und zudem einen Termin vereinbart hast (sodass die Techniker nicht Deinetwegen total ins Rotieren geraten), dann wird Dir dort sicherlich anständig geholfen werden. Weise sie im Falle einer ersten Ablehung freundlich darauf hin, dass Du den Mehrpreis zB ggüber HWV bei Atelco nur bezahlt hast, weil Du von deren Service überzeugt warst. Erkläre ruhig und sachlich, weshalb aus Deiner Sicht (sowie der der meisten FBler, die Dir geantwortet haben) nur CPU oder Mobo die Ursache der Störung sein können.

Ich bin mir sicher auf diese Weise wirst Du Erfolg haben. Im Grunde ist Atelco für guten Service bekannt (deshalb sind sie auch teurer).

Wenn gar nichts mehr helfen sollte und Du den Rechtsweg beschreiten möchtest, so könnte ich Dir per PN einen hervorragenden Anwalt empfehlen, der Deine Interessen vertreten könnte und Dir ebenfalls eine kostengünstige Erstberatung zukommen lassen könnte. In diesem Falle wende Dich bitte per PN an mich.

Best regards,
Dominion1.
 
Meine Probleme sind (erstmal) weg seit ich im BIOS die DRAM Frequency von "Auto" auf "1333Mhz" gestellt habe. Seither stürzt der Rechner überhaupt nicht mehr ab und läuft auch sonst sehr gut.

Kann es daran liegen dass ich diese Einstellung verändert habe, oder ist das Zufall?
 
Das muss absolut kein Zufall sein. Wer weiß, was die Auto-Einstellung da verhurt hat.

Es ist grundsätzlich anzuraten, den RAM manuell zu konfigurieren (also Takt, Spannung und Timings manuell lt Herstellervorgabe 1:1 ins BIOS einzutragen).

Sind bei Dir alle Probleme verschwunden? Auch die des massiven Performanceeinbruchs bei vollem RAM? Laufen prime und memtest fehlerlos?

MfG,
Dominion1.
 
Ich hab nicht gewußt wo genau ich die Spannung und die Timings eintragen soll, und ausserdem kenn ich leider auch nicht die Herstellerangaben dafür. Auf dem Ram-Riegel selbst stehen die Latenzen, sowie 1.5Volt und eben 1333Mhz.

Seltsam ist nur, dass das System ja bislang, also etwa 2 Monate, problemlos mit der Auto-Einstellung im BIOS lief.

Ja, die Performance bei der RAW-Konvertierung ist nun super. Ich kann problemlos meine RAWs umrechenen lassen und nebenher die Rechnung in Office dafür schreiben oder surfen, musik hören, etc. Bei einem Blick in den Task-Manager sehe ich zudem, dass nun der RAM gar nicht mehr voll geladen wird sondern sich bei etwa 3GB einpendelt. Früher ist die Auslastung immer sehr schnell auf 6GB geschossen und dann stand das System still. Davon ist jetzt nichts mehr übrig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Herstellervorgaben findest Du idR auf der Website des Herstellers. Wenns nicht so leicht aufzuspüren ist, schreib denen einfach ne Mail.

Dass es eine ganze Zeit lang lief hat nichts zu sagen. Mir ist nach 1 1/2 Jahren mal ein mieses Beta-BIOS abgeschmiert. Von heute auf morgen. Und das lustige war, dass ich das BIOS da gar nicht draufgeflasht hatte, sondern offenbar ein Kunde, der mein Board zuvor hatte und zurückgegeben hatte. Ich habe Wochen gebraucht um herauszufinden, was da im Argen liegt.

Bitte sei doch so nett und poste (hier und im i7-Sammelthread) die Ergebnisse Deiner morgigen Tests. Ich drücke die Daumen, dass nun alles funzt.

Best regards,
Dominion1.
 
Memtest hat keinerlei Fehler im RAM feststellen können.

Seltsamerweise ist das Problem jetzt wieder da, nachdem es die letzten 3 Wochen wunderbar funktioniert hat. :(
 
Hey,

vlt liegt es am Netzteil. Bei Alternate gibt es dafür nämlich nicht gute Bewertungen. Wollte zuerst auch ein beQuite Netzteil. Nachdem ich aber nicht so positive Bewertungen darüber gelesen hatte, habe ich mich für ein CoolerMaster SilentPro M600 entschieden und bin damit sehr zufreiden.

Vlt. hast du aber auch nur zu viele Brushes usw. im Photshop geladen. Schau doch mal da nach !
 
Das Problem tritt auch auf, wenn ich Photoshop gar nicht laufen habe. Wobei ich ohnehin nicht mehr als die Standart-Pinsel in Photoshop integriert habe, zusätzliche habe ich da nie hinzugefügt.

Das Problem ist nun wieder verschwunden, nachdem ich alle Ram-Riegel ausgebaut habe, dann den Rechner eine Nacht komplett vom Stromnetz genommen habe und danach am ersten Tag erst mal nur einen Ram-Riegel wieder eingebaut habe. Nachdem der Rechner mit nur diesem einen Riegel problemlos lief, baute ich auch die restlichen wieder ein, und siehe da: Alles läuft wieder ohne Probleme.

Bin mal gespannt wie lange es dauern wird, bis mein ach so toller i7 wieder mit dem Problem ankommt.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Acrylium:

Hast Du schon nachgeschaut, ob es eine neuere BIOS-Version für Dein Mobo gibt? Wenn ja dann flashe es mal drauf.

MfG,
Dominion1.
 
ich tippe auf ein def. Mainboard wegen des Netzteilschadens.
 
Nach unzähligen Anrufen und diversen teils haarsträubenden Ausreden habe ich es endlich geschafft, das Mainboard umgetauscht zu bekommen. Ich musste zwar leider einen kleinen Aufpreis zahlen und mir zudem ein neues DVD-Laufwerk kaufen da das neue Mainboard keinen IDE-Port mehr hat, aber seit dem Umtausch sind diese merkwürdigen Abstürze nur noch ein einziges Mal vorgekommen, und zwar direkt bei der anschließenden Neuinstallation von Windows VISTA. Nachdem ich die Installation nochmal gestartet habe, geht nun alles seit zwei Wochen ganz problemlos. Hoffentlich bleibt es so.
 
Zurück
Oben