Produktionskosten bei High-end Hardware

@Bart S.: Wenn Nokia nur Ladegeräte verkaufen würde wäre es die rentabelste Firma überhaupt... Epci Fail sag ich da nur... was für ne schlechte Firmenpolitik eh.

Gott sei dank lässt sich der Reingewinn ja durch die Formel
Gewinn = Verkaufspreis - Herstellungspreis
berechnen.

Da frag ich mich immer: Wen interesssiert überhaupt, was der Materialwert/die Herstellungskosten eines Produktes sind...

Ich meine ob das Ding 10 Cent, 20 Euro, 50 Euro oder 500 Euro kostet für den Hersteller, is mir doch egal... das beeinflusst meine Entscheidung doch nicht, ob ich bereit bin, für ein Produkt so und so viel auszugeben...
 
Zuletzt bearbeitet:
Shaav hat alles genannt, was viele oft vergessen. Der Handel verdient bei vielen Produkten 20-30%, der Hersteller wird sicher nochmal dieselbe Spanne haben. ;)
 
Was soll denn der Schwachsinn das der Kunde beschissen wird?

Hast du schon einmal dein eigenes Business gefahren?
Kann ich mir kaum vorstellen.


-Wenn du denkst das deine Ingenieure für lau arbeiten?
-Support nichts kostet?
-Fertigung verschenkt wird?
-Die Materialien bezahlt werden müssen?
-Transport/Logistik müssen bezahlt werden
-Lizenzkosten für Chipsatz/SLI/Sockel etc. wollen die jeweiligen Hersteller/Patentinhaber und Konsortien auch sehen.

Das ist ein Nischenprodukt das nur eine kleine Gruppe von Leuten anspricht die den gebotenen Einsatzzweck auch nutzen wollen.
Der Hersteller will mit solchen Geräten auch mal etwas Prestige ernten und er ist sich ganz im klaren das andere Artikel aus seinem Portfolio den Verlust den dieses Beispiel vermutlich einfahren wird wieder kompensieren wird/muss.


Angesehen das die Zielgruppe ohnehin ein gestörtes Verhältnis zum Geld haben muss um das Teil entsprechend zu bestücken.

Aber ist wieder ein schönes Beispiel dafür was mir schon öfter aufgefallen ist. Jeder möchte die dicke Kohle für sein Job kassieren, gönnt aber andere nicht das dies passiert. Fragt doch mal euren Chef ob ihr mehr Geld bekommt wenn er seine Artikel/Dienstleistung bzw eure Arbeit verschenkt.

MuMMeL
 
shaav und mummel habens super getroffen !

veranschaulichendes beispiel : warum kostet das tagfahrlicht für die mercedes c klasse schlappe 750 euro ohne einbau ? weil das teil carlsson fertigt für mb , und die verlangen auch geld für qualität , prestige , entwicklung , steuern , strom und wasserverbrauch ;)
 
@lazsniper: Nein, es kostet 750 Euro weil sie es verlangen können und es bezahlt wird.
 
Ihr vergesst den Chipsatz & ext. Controller. .

Schaut man sich die günstigen H61 Chipsätze an, weiß man wie wenig ein einfaches aber aktuelles Board kostet.
 
Das mit den 20% - 30% kannst du für den Handel getrost vergessen bzw
in den Bereich der Mythen/Legenden einordnen.
Ich habe mal eben bei einem großen Distributor nachgeschaut und da kostet
das Board VOR der Mehrwertsteuer 290,40 Euro.

Wenn du also noch 19% Mehrwertsteuer drauflegt dann bist du bei 345,57 Euro und hast noch keinen Cent verdient.

MuMMeL
 
MuMMeL schrieb:
Aber ist wieder ein schönes Beispiel dafür was mir schon öfter aufgefallen ist. Jeder möchte die dicke Kohle für sein Job kassieren, gönnt aber andere nicht das dies passiert. Fragt doch mal euren Chef ob ihr mehr Geld bekommt wenn er seine Artikel/Dienstleistung bzw eure Arbeit verschenkt.
So ist es, leider. Aber beim Thema "niedrige Reallöhne" sind wir in Deutschland zum Glück in einigen Branchen auf einem sehr guten Kurs. :rolleyes:
Bloß wen wundert das noch, wenn nichts etwas kosten darf. Dass irgendwo in diesen Kosten immer auch Löhne stecken (vllt. sogar die, aus dem eigenen Land), das sollte man doch bitte nie vergessen.
 
@MuMMeL: Yo, ich hab über die 20-30% auch schmunzeln müssen... das gilt vielleicht wenn man Grafikkarten im Mediamarkt kauft...
 
ja meinte mit beschiss eher die firmenchefs die ihr ware aber viel höher anbieten als sein muss. Ich gebe euch ein bsp. Der leiter von GM bekommt gehaltzuschläge im zweistelligen Milionenbereich. Oder vor einigen Jahren Nokia. Sind nach Osten gewandert um die Kosten zu senken. Ja ratet mal wer alles ne gehaltserhöhung bekommen hat...
 
Zudem gibt es kaum Mainboards, die vollwertiges 4-Way-Sli unterstützten, und das lässt man sich eben Bezahlen. So wie Apple sich eben auch deren iPhone und Macbooks bezahlen lässt, obwohl selbst 50% des preises schon teilweise zu überteuert wär für die Hardware die drin steckt (zumindest die macbook).

Eins Ausgefallenes Design beim EVGA board trägt natürlich auch bei zum verkaufspreis. Zum Beispiel Farben, die man bei Mainboards sonst eig Nicht findet (z.b. gibt es Gigabyte Boards, mit giftgrünen slotfarben)

Aber naja, solange es leute gibt, die sowas kaufen, wirds auch verkauft^^

Und gewinn will eigentlich jede Firma machen.... Keine Firma der welt hat nur das beste für den Kunden im sinn, und verkauft zu Produktionspreisen, so dass der gewinn 0 ist, und der verlust auch 0 ^^
 
@Notch: Was haben die Manager-Gehälter jetzt mit dieser Diskussion hier zu tun? oO

Und dass eine Firma Produkte zu dem Preis anbietet, zu dem sie es kann, dürfte auch klar sein. Oder gehst du zu deinem Chef und sagst, du würdest auch für 5.000 Euro weniger im Jahr die selbe Leistung bringen, schließlich wurde das Auto ja endlich abbezahlt und der BAFÖG-Kredit auch zurückbezahlt und zum Leben reicht's dann auch so?

Das Problem, dass Managergehälter steigen aber gleichzeitig Leute entlassen werden ist ein anderes.
 
Die Produktionskosten selber sind bei so einem Board nicht so viel, wenn mal alles soweit läuft.
Aber wie schon erwähnt, ist die Forschung,Entwicklung,Design,Marketing,Händler,Lizenzen(USB3 und Sata3),Softwarpakete,die geringe Stückzahlen ect. das teuerste bei so einem Board.
Auch muss es einen geben, der die Bestückungsroboter für das Platinenlayout programmiert.

Dazu kommen noch länderspezifische TÜV-Sonderabnahmen. Es handelt sich um ein elektrisches Bauteil, was nur mit Sicherheitszertifikat verkauft werden darf !
Das kostet eine menge Geld und muss auch dazu berechnet werden.

Ich schätze mal, das so ein High-End Board locker flockig über 1000-2000 Euro kostet.
Das würde aber kein Mensch bezahlen, deshalb werden solche Boards über den Gewinn der Massenware subventioniert.
So gesehen, hat man eigentlich für das Produkt ein sensationelles Preisleistungsverhältnis.

Das Problem dabei ist nur, wie man es bei dem Threaderöffner feststellen kann, dass kaum jemand über den Aufwand, so eines High-End-Boards informiert ist und es daher für überteuert hält.
 
1668mib schrieb:
@Notch: Was haben die Manager-Gehälter jetzt mit dieser Diskussion hier zu tun? oO

Mir ging es darum das ich die Board für zu teuer halt. Und ich dachte dachte (bevor ich Pickbuh's Beitrag gelesen habe) das das meiste von dem Geld in Konten der Leiter geht.

Pickebuh schrieb:
Die Produktionskosten selber sind bei so einem Board nicht so viel, wenn mal alles soweit läuft.
Aber wie schon erwähnt, ist die Forschung,Entwicklung,Design,Marketing,Händler,Lizenzen(USB3 und Sata3),Softwarpakete,die geringe Stückzahlen ect. das teuerste bei so einem Board.
Auch muss es einen geben, der die Bestückungsroboter für das Platinenlayout programmiert.

Dazu kommen noch länderspezifische TÜV-Sonderabnahmen. Es handelt sich um ein elektrisches Bauteil, was nur mit Sicherheitszertifikat verkauft werden darf !
Das kostet eine menge Geld und muss auch dazu berechnet werden.

Ich schätze mal, das so ein High-End Board locker flockig über 1000-2000 Euro kostet.
Das würde aber kein Mensch bezahlen, deshalb werden solche Boards über den Gewinn der Massenware subventioniert.
So gesehen, hat man eigentlich für das Produkt ein sensationelles Preisleistungsverhältnis.

Das Problem dabei ist nur, wie man es bei dem Threaderöffner feststellen kann, dass kaum jemand über den Aufwand, so eines High-End-Boards informiert ist und es daher für überteuert hält.

Jetzt sehe ich das ganze Schon mit ganz anderen Augen
 
Ich habe mal eine Produktionsfirma gesehen die Mainbards herstellen. (im TV)

Wenn sich vor Augen hält wie unmeschlich die Verhältnisse sind bei der Pruduktion einens Mainboards, oder ähnlich.

Sind die high-end hardware noch zu billig
 
also wenn man das ganze vom rohstoffwert betrachtet kommt man wirklich nicht über die 15 oder 20 € grenze, man muss aber bedenke das ne menge arbeit verrichtet werden muss bis aus einem teelöffel sand ein chipsatz entsteht :Ddeshalb kann man das so spontan auch gar net sagen ^^
 
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