Professionelles Ansteckmikrofon gesucht

humanica

Lt. Junior Grade
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321
Hallo,

ich verwendet seit einiger Zeit ein Zalman Ansteckmikrofon und würde gerne aufrüsten.
Die normalen Tischmikrofone inklusive Halterung möchte ich nicht wegen der Nierencharakteristik. Ich bin oft in Teamspeak und würde die Leute zu sehr stören.
Daher suche ich nach einem deutlich besseren Ansteckmikrofon.
Günstig ist besser, das Budget liegt allerdings bei 100 Euro.
Das Modmic4 ist für meine Kopfhörer leider nicht passend, es sollte schon ein Ansteckmikrofon sein.
Bisher habe ich nur das EDUTIGE Lavalier gefunden.
Kann mir jemand ein Modell empfehlen?
 
Lavaliermikros sind noch schlimmer (die meisten Dinger haben Kugelcharakteristik), zumal hört man jede Bewegung (des Mikrofones oder Kabels über den Pullover) deutlich.
Tischmikros sind schon gut, wenn man diese auch beherrscht. So darf man nicht zu weit weg sitzen, Geräusche im Raum sollten vermindert werden (kein Fernseher oder Musik im Hintergrund usw.) und spielen über Boxen ist tabu. Ploppen beim Sprechen (bei falsch positionierten Headsetmikros hat man das ständig) hat man auch nicht.
 
@humanica:
Was spricht gegen eine Nierencharakteristik?
Um Hintergrundgeräusche auszublenden, ist das genau das richtige.

Mit einfachem Ansteckmechanismus wirds allerdings schwierig. Da gibts für nicht kompromissbereite Gamer nur die ModMics.
Bei allem anderen bist du zumeist auf kleine Klemmen angewiesen, die an Kragen oder Kabel kommen.

@Vindoriel:
Ganz im Gegenteil. Lavaliermikrofone eignen sich zunächst einmal hervorragend zum Ausblenden von Nebengeräusche, da sie näher am Mund platziert werden und somit die Pegeldifferenz zwischen der eigenen Stimme und Umgebung erhöhen.
Gibt auch einige mit Niere. Die Auswahl ist für unsere Zwecke allerdings in der Tat recht überschaubar.

"Externe" Mikrofone mit Niere kann man mit der richtigen Voice Activation und einem nicht all zu hohen Abstand auch in den Griff bekommen.
Ist aber auch nicht für jedermann die komfortabelste Lösung.
 
Ganz im Gegenteil. Lavaliermikrofone eignen sich zunächst einmal hervorragend zum Ausblenden von Nebengeräusche, da sie näher am Mund platziert werden und somit die Pegeldifferenz zwischen der eigenen Stimme und Umgebung erhöhen.
Wenn das Lavaliermikro richtig platziert und die Person ordentlich verkabelt wird, kann man mit den Dingern was anfangen (außer dass viele Personen, insbesonders Weibliche, sich beim Einatmen nach Asthma anhören). Da spreche ich jetzt aber von Profis von den ÖR-Medienanstalten und nicht von Justin-Kevin vorm PC, der das Ding einfach an die Kopfhörerstrippe klemmt.

Auf Veranstaltungen (Verein) habe ich mit den Dingern (Anlage war vom Hotel, sonst nehmen wir eigenes Equipment) auch schlechte Erfahrungen gemacht (insbesonders Rückkopplungen), da nehme ich für die Redner am Liebsten Funkheadsets (weil diese sich meist bewegen, fällt Mikro auf Pult oder Ständer flach).
 
Von der richtigen Nutzung möchte ich mal ausgehen ;)
Habe lange Zeit ein ModMic am DT 990 gehabt und hatte mit der Atmung nie ein Problem. Man darf es halt nur nicht direkt vor den Mund schieben. Ist alles eine Frage der Technik.

Die Voice Activation war im Endeffekt deutlich angenehmer zu handhaben, als mit einem Groß- oder Kleinmembraner am Stativ. Dafür ist die reine Sprachqualität dann aber auch eher bescheiden. Rein von technischer Seite her sind die ModMics nicht mehr als 15 Euro wert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das modmic wäre eigentlich optimal, ist allerdings nicht mit meinem Kopfhörer kompatibel.
Was heißt denn genau "richtige Nutzung"? Also Laie wüsste ich nach dem Anstecken keinen weiteren notwendigen Konfigurationschritt.
Hättet ihr ein konkretes Modell als Vorschlag?
 
Es handelt sich um einen beyerdynamic t90 (halboffen). Die Seiten sind zu rutschig um etwas daran anzubringen. Nach welchen Kriterien soll ich denn suchen? Wäre ein Lavier etm-006 geeignet?
 
Der Kabelbinder schrieb:
Habe lange Zeit ein ModMic am DT 990 gehabt und hatte mit der Atmung nie ein Problem. Man darf es halt nur nicht direkt vor den Mund schieben. Ist alles eine Frage der Technik.
Ich meinte mit "Asthma" eher die Moderatoren, auch wenn es weiter oben ist als auf dem Bild, z.B. am halb so tiefen Ausschnitt:
Lavalier_Asthma.png
Bei den Headsetmikros ist das mit dem Ploppen, wenn es falsch positioniert ist (hast es auch gut bebildert), bei unseren Funkheadsets ist der Schwanenhals auch kürzer, so dass die Mikrofonkapsel erst garnicht vor den Mund geraten kann.
 
Wieso sollte das mod mic in Verbindung mit dem t90 denn bitte nicht funktionieren? Das. Wird aufgeklebt und gut ist.
 
ChotHoclate schrieb:
Wieso sollte das mod mic in Verbindung mit dem t90 denn bitte nicht funktionieren? Das. Wird aufgeklebt und gut ist.

Die Membran ist zum einen sehr rutschig zum anderen ein Gitter. Das modmic hält nicht darauf sondern muss an der Halterung befestigt werden.
Doch auch an der Halterung hält der Kleber nicht ordentlich. Ich hab den Klebestreifen 15 Minuten lang fest angedrückt, trotzdem ist das Modmic nach wenigen Stunden wieder abgefallen.
 
So lange du eine halbwegs gerade Fläche hast, müsste es eigentlich problemlos funktionieren.
Hast du das Material vorher auch entfettet, damit der Kleber haftet?
 
Leider nein :/ Falls es sonst kein Milrfon gibt werde ich nach einer anderen Befestigungsmöglichkeit suchen.
Ergänzung ()

Glaube ihr wirklich das EDUTIGE Lavalier ETM-006 die Tastatur aufnimt? Der Hersteller spricht zwar von einem Omnidirektional Mikrofon, die Eingangöffnung ist allerdings Platt und nach oben gerichtet. Wenn ich das Teil vor mein Gesicht halte dürfte der Schall der Tastatur das Mikrofon höchstens indirekt erreichen, oder irre ich mich?
 
von der Form her kann man nicht unbedingt auf die Charakteristik schließen.

Was meinst Du, wie viele ein MD421 falsch nutzen (weil es die Form eines Großmembrankondensatormikros hat, sprechen die seitlich anstatt von vorne rein)...
 
Das Mikrofon nimt in einem 360* Winkel auf, hat allerdings einen "platten" Eingangskanal. Wenn ich das mikrofon zu meinem Mund und von der Tastatur abgedreht halte dürfte das Mikrofon nicht auf gezeichnet werden oder täusche ich mich?


Ich sehe im Moment drei Möglichkeiten irgendwie guten Soundeingang zu erhalten.
1. EDUTIGE Lavalier ETM-006 mit entsprechender Ausrichtung und Softwareseitigem Tiefpassfilter. Dieser Punkt steht noch zur Diskussion.
2. Modmic mit einer selbstgebastelten Halterung
3. Dynamisches Mikrofon (zb das Rode Procaster), wobei hier mein Budget schon übel überschritten wird. Ich bin mir zudem nicht sicher ob es zu einem Verlust kommt wenn ich das XLS Kabel auf Klinke 6.3 bringe (habe eine Asus STX und würde sie gerne nutzen).
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn du XLS nimmst, dann auch ein Interface. Auf Klinke zu wandeln ist ja völlig abstrus :P

Du kannst die Soundkarte doch normal für den Kopfhörer verwenden? Die Mikrofoneigenschaften sind bei den meisten Soundkarten sowieso nicht so pralle. Ich bin da irgendwann auf USB gewechselt, weil ich vorerst kein Interface anschaffen wollte.
Bereue ich dann aber auch hin- und wieder, weil der ein oder andere sagt, dass ich relativ leise bin. Im Selbsttest merke ich das komischerweise nie? Das Blue Snowball ICE war vermutlich auch nicht die beste Lösung ;)
 
Viele Kugel-Mikrofone haben eine eher geschlossene Bauform. Das heisst allerdings nicht, dass dadurch rundherum nichts mehr aufgenommen wird. Im Umkehrschluss gibt es ja auch viele Großmembraner, die zwar einen offenen Korb haben, aber nach hinten hin aufgrund der Niere weniger sensibel sind. Die Richtcharkteristik ist zunächst erstmal wichtiger als das Gehäuse.

Keine Ahnung, ob "EDUTIGE" wirklich so gute Produkte fertigt, wie es die Amazon-Rezensionen nahelegen :rolleyes:
Wenn du (warum auch immer) unbedingt eine Kugel ausprobieren möchtest, dann würde ich dir allerdings dazu raten, erstmal mit einem günstigen Tonor Lavalier zu experimentieren:
https://www.amazon.de/Tonor-Omnidirektional-Kondensator-Mikrofon-Cellphone-Interview/dp/B016OJYEES

Dynamische Mikrofone nehmen rein von technischer Natur übrigens genau so viel Nebengeräusche auf, wie Kondensatormikrofone. Die oft zitierte "geringere Empfindlichkeit" bezieht sich auf den Wirkungsgrad der Elektronik und bestimmt lediglich, wie laut das Signal vom Mikrofon ausgegeben wird. Dynamische Mikrofone sind schlichtweg leiser und erfordern somit mehr Vorverstärkung. Das führt in der Regel dazu, dass diese Mikros näher besprochen werden. Wenn man sie näher bespricht, steigt wiederum die Pegeldifferenz zwischen Umgebung und der eigenen Stimme. Sprich: die Stimme ist im Verhältnis lauter als die Umgebung. Den gleichen Effekt kann man jedoch auch mit einem Kondensatormikrofon bezwecken. Man muss lediglich näher herangehen und den Gain entsprechend absenken.

Von XLR auf Klinke zu adaptieren, ist verschenktes Potenzial.
Bei den PC-Mikrofonen mit 3,5mm solltest du bedenken, dass der jeweilige Mikrofoneingang oft schneller zum Flaschenhals wird, als das angeschlossene Mikro.
 
Vielen Dank für die Informationen, darauf wäre ich nie gekommen :)
Ich suche mehr oder weniger schon seit Jahren nach genau diesen Fakten, ohne wirklich weitergekommen zu sein.
Dann wäre bei Mikrofonen lediglich die Nierencharakteristik interessant, habe ich das richtig verstanden?
Kondensator oder dynamische Mikrofone könnt ich "selber bauen" indem ich Gain und Positionierung eines
normalen Nierenmikrofones (zb Auna) verändere.
Dementsprechend ändert sich die Auswahl auf folgende Geräte:

1. Auna Mic 900B mit Softwareseitigem Tiefpassfilter und frei justierbaren Arm.
2. Modmic v5 mit selbstgebauter Halterung.
 
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