PV-Komplettsystem oder Victron Custom?

Lauch86

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Hallo zusammen,

wir wollen auf unserem Haus eine PV Anlage in Eigenregie installieren. Ich hab mal Elektroinstallateur gelernt und traue mir das handwerklich zu.

Mit PV hatte ich allerdings bisher nicht viel zu tun. Geplant sind 10 Kwh mit Speicher.
Ist ein Komplettsystem von SMA, SolarEdge, SunGrow und Co. besser/günstiger als ein Custom System mit bspw. Victron Komponenten inkl. selbstgebauten LiFePo Speicher? Ich scheue nicht den Mehraufwand bei Victron, kann ja sogar Spaß machen. Aber ich bin ehrlich. Es sieht auf den ersten Blick ganz schön komplex aus. Die Komplettsysteme sind ja mehr oder weniger Plug and Play.

Mit Victron hätte man später mehr Möglichkeiten bei Erweiterung und Teile sind separat austauschbar wenn mal was kaputt geht. Aber kommt das in der Praxis so oft vor? Ich denke mir, man rührt die Anlage erstmal nicht mehr an, wenn alles läuft oder?

Größtes ? ist natürlich am Ende der Preis. Komme ich bei Victron günstiger weg als bei Komplettsystemen?

Danke vorab.
 
Ist ein Komplettsystem von SMA, SolarEdge, SunGrow und Co. besser/günstiger als ein Custom System mit bspw. Victron Komponenten inkl. selbstgebauten LiFePo Speicher?
Victron Anlagen, erst recht mit selbst gebautem Akku, sind in der Regel ein gutes Stück günstiger als die "fertigen" Systeme von SMA, Solaredge und Co. Das liegt hauptsächlich daran, dass Victron auf 48V Akkus setzt und die anderen auf Hochvolt Systeme. Die kosten pro kWh immer noch deutlich mehr.

Die Flexibilität von Victron ist toll, ob man das in der Praxis braucht hängt stark von deinem Gebäude/Grundstück ab. VIelleicht beginnt man mit einem Dach, dann kommt noch ein Gartenschuppen dazu und in ein paar Jahren wird ein Gartenzaun als PV-Zaun neu gemacht. Gibts eh nur ein Dach das direkt komplett bebaut wird spielt das weniger ne Rolle.

Komme ich bei Victron günstiger weg als bei Komplettsystemen?
Jepp, definitiv.

Wenn du Hilfe bei der Planung brauchst sag bescheid, ich baue seit ein paar Jahren Victron Anlagen.
 
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Weiß nicht ob ein Selbsgebauter Akku zur Zeit noch eine gute Idee ist.
Es gibt Fertigakkus z.B. von Felicity 16 Kwh, 51,2 V Akkus für ca. € 1700, von denen man auch
mehrere zusammenschalten kann. Wobei bei 10 KW auf dem Dach, oft zu sehen ist das man
ca. 30 Kwh Speicher dazustellt.
 
Bei mir läuft ein Victron System mit 3 Selbstbauakkus.
Hab das gewählt weil es zum einen keine Cloud braucht und zum anderen eine große Flexibilität bietet.
Mit den Speichern war das damals auch einiges günstiger.
Ich halte auch die Reparierbarkeit für besser, das sind ja Anlagen die mindestens 10 Jahre fehlerfrei laufen müssen.
Bei den Komplettanlagen würde es mich nicht wundern wenn bei einem Teildefekt gleich die komplette Anlage getauscht werden muss.
 
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Masamune2 schrieb:
Wenn du Hilfe bei der Planung brauchst sag bescheid, ich baue seit ein paar Jahren Victron Anlagen.
Danke für das Angebot. Komme ich sicher drauf zurück wenn es soweit ist. Es gibt tatsächlich den Plan später noch ein Dach eines Carports hinzuzunehmen.

Wie sähe denn so ein Victron Setup grob aus? Angenommen wir legen 18 Aiko NEOSTAR 3S+60 mit 540W inkl. Leistungsoptimierer auf das Dach. Als Speicher würde ich zu Anfang erstmal 10 Kwh anstreben. Erweitern kann man ja immernoch.
 
Zum einen must Du überlegen ob PV auf einen AC-Wechselrichter läuft oder direkt per DC auf die Akku Seite. Zu Optimierern kann ich aber nichts sagen, hab so viel Verschattungs bzw. Ausrichtungsunterschiede das ich das System mit Optimierern verworfen habe.

Ich hab damals überlegt mit 6 Pylontech 5000 zu fahren, bin jetzt aber froh das ich gleich auf die 15 kWh Schiene mit 200 A BMS gegangen bin.

Ich persönlich halte 10kWh bei einer 10 kW Anlage für zu klein. Das hängt natürlich auch vom eigenen Stromverbrauch ab. Ich vermute auch das viele Ratschläge noch auf viel höheren Akkupreisen beruhen.

Wie sich das bei mir ändert wenn das E-Auto da ist ist eine andere Frage. Könnte aber auch sein das ich noch einen Speicher dazu stelle.

Würde heute auch einige Details anders machen, aber hinterher ist man eh immer schlauer.

Letzlich gibt es sehr viele Punkte die man beachten muss, das würde jetzt viel Text ergeben.
 
Moin,

Ich werfe mal Deye in den Ring. Ist meiner Meinung nach für DIY mit einer der besten Wechselrichter. Victoria ist auch gut, aber der Verdrahtungs- und Konfigurationsaufwand ist deutlich höher als bei Deye. Würde auch zu fertigen Speichern raten, gerade in der 51,2V Klasse gibt es da gute und günstige Modelle. Bedenke aber auch, das du ggf. deinen umrüsten musst und einen eingetragenen Installateur für die Anmeldung beim Versorger brauchst.

Ich errichte PV-Anlagen im Nebenerwerb und verbaue nur Deye Wechselrichter und min. 15 kWh Speicher.
 
Wie beantwortet man eigentlich die Grundsatzfrage ob NV oder HV? NV bedeutet natürlich höhere Ströme und damit mehr Wärmeverlust ergo weniger Effizienz. Akkus sind allerdings deutlich günstiger. Wir haben im Verlauf auch vor eine Wärmepumpe einzubauen. Ein E-Auto mit Wallbox möchte ich auch nicht ausschließen.

Wir sind zu viert im Haushalt und ich würde jetzt mal mit einem Jahresverbrauch (inkl. WP und Wallbox) von 8-10k kWh rechnen.
 
Wie sähe denn so ein Victron Setup grob aus? Angenommen wir legen 18 Aiko NEOSTAR 3S+60 mit 540W inkl. Leistungsoptimierer auf das Dach.
Ob sich die Leistungsoptimierer lohnen ist nochmal eine Frage für sich und hängt stark von der Verschattung des Dachs ab.
Grob hast du wie schon geschrieben zwei Möglichkeiten die Anlage zu bauen:
  • Die PV Module kommen an einen beliebigen PV String-Inverter und speisen direkt AC ins Hausnetz ein. Victron stellt lediglich die Batteriewechselrichter.
  • Die PV Module kommen an MPPT Laderegler und laden direkt mit DC~48V die Akkus.
Was davon besser ist hängt stark davon ab wie der Großteil des Stroms in der Regel genutzt werden kann. Kannst du viel des Stroms direkt bei Erzeugung nutzen oder wird ein großer Teil eh eingespeist ist es ratsam den größten Teil AC zu koppeln.
Wird viel Strom dann gebraucht wenn die Sonne nicht mehr scheint und muss aus den Akkus kommen ist die Ladung über DC effektiver da man nur einmal die Wandlung von DC auf AC hat und nicht wie im ersten Fall erst AC auf DC wandelt und Abends dann bei der Entnahme wieder DC auf AC.

Ideal ist meistens eine Anlage die beides macht. Ich habe bei mir 8,2kWp auf dem Dach an einem normalen String Wechselrichter und nochmal 3kWp an der Hauswand an einem MPPT der direkt auf die Akkus geht.

In deinem Fall könnten die 18 Module zu zwei Strings mit je 9 Modulen und einer nominalen Leerlaufspannung von 407,7V verbunden werden. Damit wäre es möglich alles an MPPTs anzuschließen da die maximal 450V ab können. Victron hat einen Hybridwechselrichter, den Multi RS Solar 6000 der zwei MPPT Tracker besitzt. Allerdings kann jeder dieser Tracker maximal 3kW Ladeleistung, da du aber bereits 4,8kW an Paneelen dran hättest würdest du etwas Leistung in der Spitze liegen lassen. Machbar aber nicht Ideal, dafür hättest du alles in einem Gerät.
Wenn Platz keine Rolle spielt würde ich einen beliebigen String Wechselrichter nehmen und die Akkus an einen klassischen Multiplus II 5000 hängen. Damit hast du dann zwei zwei Geräte an der Wand, bist aber in der Leistung nicht limitiert.
Damit der Multiplus weiß wann der Akku geladen und entladen werden soll muss in deinem Zählerkasten direkt hinter dem Zähler des Energieversorgers ein weiterer Zähler von Victron installiert werden. Das kann der VM-3P75CT von Victron selbst sein oder ein EM540 von Carlo Carvazzi. Ebenso muss die Erzeugung des String-Wechselrichters gemessen werden, das geht wieder mit einem 3P75CT oder einem ET340.
https://www.victronenergy.de/meters-and-sensors/energy-meter
Die Steuerung selbst übernimmt ein Cerbo GX
https://www.victronenergy.de/communication-centres/cerbo-gx
Theoretisch kannst du die Software auch selbst auf einem Raspi installieren, die fertige Lösung ist jedoch deutlich einfacher und auch nicht wesentlich teurer.

Dazu dann ein paar Kabel um alles zu verbinden aber im Grunde war es das.

Die komplette Anlage kannst du auch mit Deye aufbauen, die sind mittlerweile so der große Gegenspieler von Victron Anlagen.
Hier bekommst du einen Deye SUN-5K-SG05LP3-EU-SM2 als Gegenspieler zum Multi RS Solar von Victron mit etwas höherer PV Leistung zum ähnlichen Preis.
Ich hab die Cloudoberfläche von Deye schon etwas länger nicht mehr gesehen, aber damals war die deutlich schlechter als das VRM Portal von Victron. Außerdem liegt halt alles komplett in China, muss jeder selbst entscheiden ob das für ihn eine Rolle spielt. Victron kommt aus den Niederlanden.

Wie beantwortet man eigentlich die Grundsatzfrage ob NV oder HV?
Ich würde es rein über den Preis machen und da gewinnt LV ganz klar. Die höheren Verluste über höhere Ströme amortisieren sich über die Lebenszeit nie zu dem was du für HV mehr ausgeben müsstest.

Was noch nicht angesprochen wurde aber weil es sowohl mit Deye als auch Victron geht: Du hättest die Möglichkeit kompletten Ersatzstrom damit zu realisieren, sprich das komplette Haus hängt hinter der Anlage und bei Stromausfall merkst du davon erst mal nichts.
Ich habe bei mir drei Multiplus II 5000 und bei Stromausfall schalten die innerhalb weniger ms das Netz weg und versorgen das Haus aus dem Akku weiter.
Das ist in Deutschland bei unserem Stromnetz nicht wirklich nötig, aber die Geräte können es halt und ich wollte es mal gebaut haben.
 
HV hat in meinen Augen den Vorteil das weniger Verluste entstehen. Und dabei auch die Verkabelung dünner ausfallen kann.
Der Nachteil ist, mal vom Anschaffungspreis abgesehen, das man viel mehr Zellen in Reihe hat.
Wenn davon eine die frühe Grätsche macht zieht das den ganzen Akkupack runter.
Ob einem die "Herstellergarantie" nach fünf oder mehr Jahren Betrieb dann hilft möchte ich bezweifeln.
 
Ich bin eher Laie auf dem Gebiet, aber schaue mir immer mal wieder an, was es so auf dem Markt gibt.

Immer wenn ich mir Victron anschaue, bekommt mein innerer Monk immer Bauchschmerzen, weil (fast) alle Geräte nur einphasig sind. Wenn man ein 3-phasiges System haben will, braucht man gleich alle Geräte in dreifacher Ausführung und somit sehr viel Platz.
Klar, einphasig ist nicht per se schlecht oder unmöglich, aber Häuser werden nun mal mit 3 Phasen gebaut und ab einer gewissen Leistung muss man das auch beachten.

Ich glaube der Vorteil von SMA, Kostal etc. mit Hochvolt Systemen ist einfach weniger Platzbedarf, einfacher 3-phasig zu bekommen bzw. insgesamt einfacherer Aufbau, weniger Wandlungsverluste, weil hochvolt DC angebundener Speicher, Plug/play.
Ein Hybrid-Wechselrichter, ein Akku, Thats it. Aber eben auch Single point of failure.

Hat leider alles Vor- und Nachteile, gibt kein perfektes System.
 
Es sind aktuell sogar praktisch alle Geräte. Den dreiphasigen Multiplus in 19 Zoll Bauweise hat Victron zwar schon zwei Messen in Folge auf dem Stand vorgestellt, bis heute aber nicht offiziell released. Der erhöhte Platzbedarf ist ein valider Kritikpunkt, bei den Anlagen die ich bisher aufgebaut habe wäre das aber in keinem Fall ein Hindernis gewesen, für zwei Multis mehr wäre immer noch Platz an der Wand gewesen. Das ist aber natürlich immer von der Situation vor Ort abhängig.
Ein Single-Point auf Failure ist dieses System trotzdem, denn fällt von drei Phasen eine aus funktioniert trotzdem das komplette System nicht mehr. Die Wechselrichter schalten dann aus Sicherheitsgründen ab, lediglich die Laderegler zum beladen der Akkus dürften weiterlaufen.
 
MonteSuma schrieb:
mit Hochvolt Systemen
Dabei fällt aber leider für die meisten der DIY Gedanke weg, da arbeiten an Spannungen über 120V DC nur noch von geschulten Fachpersonal durchgeführt werden darf. Ich als gelernter Elektroniker traue mir noch DC bis ~250V zu, aber da ist dann meine Grenze, die ich persöhnlich nicht überschreiten möchte.

MonteSuma schrieb:
der Vorteil von SMA, Kostal etc. mit Hochvolt Systemen
Der Nachteil ist da aber auch gleich mitgenannt. Fällt ein MPPT aus, muss das Hauptgerät mit wahrscheinlich Akku und WR gleich mitgetauscht werden und steht evtl. mindestens mehrere Tage nicht zur Verfügung.

Das ist dann auch gleich der größte Vorteil von Victron (oder vergleichbar modularen Systemen, mir ist da keines bekannt), geht ein MPPT kaputt, muss nur dieser getauscht werden. Selbstbau Akku kann man lesen und defekte Zellen einzeln tauschen. Auch kann man eine solche Anlage erst mal als kleinstens aufbauen und dann bei Bedarf oder verfügbaren Mitteln leicht immer um kleine Steps erweitern, wobei man sich schon vorab Gedanken machen sollte, wo die Reise hingehen könnte. Man kauft sich für ein solches Projekt dann nicht den ersten WR, der initial passt. sondern mindestens Zwei bis Drei nummern größer (also statt MP2 1500 gleich den 5000er, auch mit nur 2kWp). Natürlich nur, wenn man erweitern möchte. Soweit ich aber gelesen habe, soll PV da ähnlich wie Drogen wirken, wenn man mal mit anfängt.
Ergänzung ()

Masamune2 schrieb:
Die Wechselrichter schalten dann aus Sicherheitsgründen ab
Gilt das auch für den Verbund aus 3xMP2? Können die beiden verbliebenen in Betrieb genommen werden (nach umkonfiguration evtl) oder muss man dann zwingend auf eine Phase runter?
 
Samurai76 schrieb:
Gilt das auch für den Verbund aus 3xMP2? Können die beiden verbliebenen in Betrieb genommen werden (nach umkonfiguration evtl) oder muss man dann zwingend auf eine Phase runter?
So weit ich weiß nur nach Umkonfiguration in ein 1 Phasen System.
Also nicht auf Cerbo Ebene sondern mit dem grundconfig Tool.
Ggf. müsste dann das laufende Gerät auch an Phase 1 hängen, hab ich mir nie angeschaut.
Man könnte natürlich auch mit zwei Geräten ein 1 Phasen System bauen, wäre nur nicht mehr legal wegen Schieflast.
Ein zwei Phasen System gibt es nicht.

Wobei ich vermuten würde das ein Victron länger hält wie ein Deye.

Die Größe des Multiplus hängt auch davon ab ob man AC oder DC lädt, selbst der 5000'er kann nur ~ 3,5kW laden. Bei 3 Phasen kommt man dann so an die 11kW wenn man ein 48V System mit 16 Zellen hat. Die Pylontech haben ja nur 15 Zellen.
Beim 5000'er gehen max. 70A pro Gerät.
 
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Gilt das auch für den Verbund aus 3xMP2? Können die beiden verbliebenen in Betrieb genommen werden (nach umkonfiguration evtl) oder muss man dann zwingend auf eine Phase runter?
Es gibt ja quasi nur einphasig oder dreiphasigen Betrieb und wenn einer der Multis bei drei Phasen fehlt geht die Anlage auf Störung.
Umkonfigurieren sodass die beiden verbleibenden dann einphasig laufen würde allerdings gehen. Muss man dann im Einzelfall entscheiden ob sich das lohnt oder man nicht eher auf ein Ersatzteil wartet.

Ich bin jetzt zwar noch nicht so lange in dem Geschäft aber was ich bisher aus meiner Erfahrung weiß und was man in Foren von anderen Anlagen ließt sind die Viktron Geräte sehr robust und haben sehr geringe Ausfallraten. Ich persönlich kenne bisher nur ein defektes Gerät, das hat der Errichter aber durch Dummheit selbst kaputt gemacht (nein, ich war das in dem Fall nicht^^).
 
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So oder schöner kann ein 3 Phasen Victron aussehen, das sind drei MP5000.
Unter den MP's hängt die DC Verteilung mit den Megafuses.
200A zu jedem MP5000, 220A von jedem Speicher,
Die DC Kabel sind 70mm².
Wobei normal ein MP5000 bei 5kW nur ~100A ziehen sollte. Aber da der ja 9kVA peak können soll wird das alles dicker.

Edit: die Seplos mit BMS 3.0 nerven mich, die SOC Anzeige ist für die Tonne.
Nehme rein die SOC Messung von den Victrons.
1775820048704.png
 
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Ich verstehe richtig, dass mit Victron aktuell nur 1-Phasenbetrieb möglich ist? Ich müsste bei einer gleichmäßigen Verteilung von L1-L3 also mehr oder weniger alle Komponenten dreimal haben? Geht der Preisvorteil dann nicht etwas verloren?

Es gibt wohl fertige 3-Phasen ESS Sets mit Victron Teilen zu kaufen. Ohne Module natürlich. Da liegen wir preislich dann schon recht nah an so einem HV All-in System.

Wie blöd ist denn bei so einer PV Anlage der Betrieb auf nur einer Phase? Ich habe früher gelernt alles so weit es geht auf drei Phasen zu verteilen :)
 
Lauch86 schrieb:
Ich verstehe richtig, dass mit Victron aktuell nur 1-Phasenbetrieb möglich ist?
Nein, soweit mir bekannt, kannst du von jedem einphasigen Gerät auch drei Geräte nehmen und als Drei Phasen Verbund laufen lassen und meine Frage zielte einfach nur darauf ab, dass ich vorweg wissen wollte, wie sich das System bei "Verlust" eines WR verhält, die Info habe ich jetzt, danke.
Lauch86 schrieb:
Es gibt wohl fertige 3-Phasen ESS Sets mit Victron
Ja, bei Victron gibt es auch Kombigeräte, mit drei WR und MPPTS und Batterielader. Aber auch hier schlägt halt der Fehlerfall dann gnadenlos zu, fällt eins aus, ist alles weg.
Lauch86 schrieb:
Wie blöd ist denn bei so einer PV Anlage der Betrieb auf nur einer Phase?
Das ist halt der kleinste PV Einstieg, jedes BKW hat so einen Einphasigen WR. Umgekehrt wird ein Schuh draus, erst, wenn eine gewisse Last vorhanden ist, macht mehr wie eine Phase einspeisung Sinn. Oder wenn man nicht nur Rechnerisch autark sein möchte, sondern Real. Einfach nur eine Leistung/Kosten Frage, was will ich haben. Und, du bist normalerweise nicht darauf angewiesen, einen WR mit <4500VA kaufen zu müssen, meines Wissens nach akzeptieren mindestens einige Netzbetreiber die Software Drosselung, die man Einschalten kann. Und nettes Gimmick, den Netzanschluß kann man bei Victron auf eine maximale Leistung beschränken, da das System aus dem Schiffsbau stammt und man vor Ort nicht immer maximal Leistung ziehen können muss.
 
Lauch86 schrieb:
Ich verstehe richtig, dass mit Victron aktuell nur 1-Phasenbetrieb möglich ist? Ich müsste bei einer gleichmäßigen Verteilung von L1-L3 also mehr oder weniger alle Komponenten dreimal haben? Geht der Preisvorteil dann nicht etwas verloren?
Pro Gerät ja.
Im Prinzip nur 3 x Multiplus und 1 mal Cerbo und bei nur einem Akku auch nur ein Lynx Distributor. Der hat 4 Anschlüsse.
Es gibt auch noch die GX Geräte wo der Cerbo praktisch im Gerät ist. Das wird aber die Anschlussvielfalt einschränken.

Wobei die Technik im einem Victron sich auch von anderen unterscheidet. Da ist ein 50Hz Ringkern drin, deshalb wiegt einer auch an die 30kg. Bei den meisten anderen wird wohl ein HF Trafo drin sein.
Victron kommt ja aus dem Schiffbau, da werden wohl andere Anforderungen gestellt sein.

Als ich meine gekauft habe war das Victronsystem ca. 30% teurer, dafür waren die Speicher erheblich günstiger. Was bei ~47 kWh Kapazität einiges ausmacht.

Mal abgesehen von Goodies wie unterbrechungsfreie Notstromversorgung usw.

Im Endeffekt rechnet sich die Anlage vor allem über sehr lange fehlerfreie Laufzeit. Egal welcher Hersteller.
Und da denke ich ist man mit Victron gut aufgestellt.
 
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Ich verstehe richtig, dass mit Victron aktuell nur 1-Phasenbetrieb möglich ist? Ich müsste bei einer gleichmäßigen Verteilung von L1-L3 also mehr oder weniger alle Komponenten dreimal haben? Geht der Preisvorteil dann nicht etwas verloren?

Nein du kannst einen einzelnen Multiplus einphasig laufen lassen oder eben drei davon dreiphasig.
Das ist erst mal vollkommen egal und hängt allein davon ab wie viel Lade- und Entladeleistung du brauchst.
Auch ein einzelner Multiplus kann deinen Strombedarf im Haus decken, auch wenn Geräte auf den anderen beiden Phasen angeschlossen sind. Dein Stromzähler ist immer saldierend, das heißt es zählt immer die Summe aller Phasen bei der Abrechnung mit dem Energieversorger.

Preislich lohnt sich das immer noch, ein Multiplus kostet aktuell etwa 600 EUR, drei Stück davon dann 1800 EUR.
Mit einem kannst du dann 4,6kW Ausspeisen (20A maximale Schieflast die in Deutschland erlaubt ist) und 3,5kW Aufladen (70A Ladeleistung bei ~51V Batteriespannung)
Bei drei dann eben jeweils das dreifache.

Wie blöd ist denn bei so einer PV Anlage der Betrieb auf nur einer Phase?
Gar nicht blöd. Habe einige Anlagen so im Betrieb und das ist für die meisten Haushalte auch vollkommen ausreichend.
 
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