News RAM-Preise fallen: Wird Speicher wirklich wieder (deutlich) günstiger?

FrozenPie schrieb:
Niemand redet auch davon, dass KI selbst eine Blase ist (eine Technologie kann per Definition keine Blase sein, so wie das Internet bei der dotcom Blase selbst auch nur die Technologie war). Die Finanzstruktur um die betreffenden KI-Firmen herum ist allerdings eine Blase wie sie im Buche steht:
This
 
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@Ciero

Ich sehe die Nachfrage aktuell aus vielen Richtungen kommen, daher betrachte ich das eher als klassisches unternehmerisches Risiko. Große Player wie Microsoft, Google und Amazon investieren massiv in KI und kaufen entsprechende Hardware von NVIDIA. Diese wird entweder intern genutzt oder über Cloud-Dienste weitervermietet. Start-ups spielen zwar auch eine Rolle, machen im Vergleich zur Nachfrage der Big-Tech-Unternehmen aber nur einen kleinen Teil aus.

Der entscheidende Unterschied zur Dotcom-Blase ist aus meiner Sicht, dass heute ein großer Teil der Investitionen von hochprofitablen Unternehmen getragen wird, die bereits funktionierende Geschäftsmodelle haben. Die Infrastruktur wird nicht auf Verdacht gebaut, sondern in bestehende Produkte integriert etwa in Cloud-Angebote, Unternehmenssoftware oder Suchdienste. Wie diese angenommen werden ist eine andere Frage.

Natürlich bleibt das Risiko bestehen, dass die tatsächliche Monetarisierung hinter den Erwartungen zurückbleibt. KI ist extrem kapitalintensiv und wenn sich herausstellt, dass viele Anwendungsfälle keinen ausreichenden Return liefern, könnten die Investitionen im Nachhinein als zu hoch erscheinen. Aber selbst in diesem Szenario würde ich eher von einer klassischen Überinvestitionsphase sprechen als von einer rein künstlich erzeugten Nachfrage. Denn die zugrunde liegende Nutzung ist real: Unternehmen setzen KI produktiv ein und die großen Anbieter schaffen aktiv Märkte, indem sie die Technologie über ihre Plattformen zugänglich machen. Das eigentliche Risiko liegt daher weniger in "Fake-Nachfrage", sondern darin, ob sich das aktuelle Investitionsniveau langfristig wirtschaftlich trägt.
 
Stahlseele schrieb:
ES WERDEN GRÖßERE MODELLE IN DENSELBEN SPEICHER GEQUETSCHT!
Dann verstehe ich nicht, warum OpenAI die gekaufte Kapazität jetzt cancelt.

Meine Theorie: KI ist ganz super dufte, aber vielleicht sind alle Ideen, wie sie derzeit gewinnbringend integriert werden kann auch einfach abgegrast und die Rate der Neuerung verringert sich, was nicht daran liegt, dass es keine Kapazität gibt oder die Technologie nichts mehr hergäbe.
 
Mark3Dfx schrieb:
Ja das kannte ich noch gar nicht, bestätigt aber das was ich davor schon dachte, die Preise haben grad nur ne kleine Konsolidierungspause.

Es macht doch Sinn wenn die Speicherpreiss 300% steigen aber Notebookpreise 0% ja dann kauft man statt mehr Ram einfach ein Notebook oder Tablet oder Smartphone, also erst muss das weg gekauft werden und preislich sich den Nacktspeichern nähern bevor die Leute gezwungen sind Einzelram zu kaufen, dann steigt dort wieder die Konsumernachfrage und schwupps geht weiter hoch, Iran und co helfen da nicht.
 
Cool Master schrieb:
Der entscheidende Unterschied zur Dotcom-Blase ist aus meiner Sicht, dass heute ein großer Teil der Investitionen von hochprofitablen Unternehmen getragen wird, die bereits funktionierende Geschäftsmodelle haben.
Den Punkt finde ich mit Bezug auf NVidia witzig, da ein Großteil ihrer enorm guten Quartalszahlen daher kommen, dass sie in die Firmen investieren und die Firmen mit dem Geld von NVidia sich Hardware bei NVidia kaufen. NVidia kann diese Investitionen also einmal als Umsatz (hin und zurück) und dann noch als Gewinn verbuchen, für Hardware die sie quasi mit ihrem eigenen Geld gekauft haben. Je mehr sie also investieren, desto besser sehen ihre Quartalszahlen aus, weshalb die auch so erpicht darauf sind, dieses Konstrukt und den Geldkreisschluss aufrecht zu erhalten (siehe z.B. das hier aktuell: Link). Bei OpenAI genau das selbe. Microsoft investiert in OpenAI, damit OpenAI sich für das von Microsoft investierte Geld auf der Infrastruktur von Microsoft einmietet.
Diese ganze Struktur wird eigentlich nur von diesen "hochprofitablen Unternehmen" dazu verwendet, damit sie selbst noch profitabler dastehen können. Kursgewinne sind schließlich Geldgewinne für die Investoren.
 
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Fighter1993 schrieb:
Klär uns auf… der Anteil der einen echten Mehrwert bringt ist auf einen kleinen zweistelligen Prozentanteil zu beschränken.



Es wird nichts platzen da bin ich bei dir aber der Mehrwert ist doch nur wieder auf sehr wenige Menschen beschränkt.
Es ist ein extremer Mehrwert. Den siehst Du allerdings nicht, weil der im Hintergrund passiert. Kein Mensch investiert 100 Mrd dafür, dass Du mit ChatGPT ein Rezept für einen Käsekuchen abfragst.
Diese ganzen Chat-Webseiten sind der Abfall, der bei den ganzen LLMs übrig bleibt. Es gibt Unternehmen, die ersetzen durch Modelle gerade ganze Abteilungen
 
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neutrongummi schrieb:
Es ist ein extremer Mehrwert. Den siehst Du allerdings nicht, weil der im Hintergrund passiert. Kein Mensch investiert 100 Mrd dafür, dass Du mit ChatGPT ein Rezept für einen Käsekuchen abfragst.
Nein, man nutzt es um mit Hin- und Rückinvestitionen über diese "Start Ups" seine eigenen Finanzzahlen maximal zu frisieren und erzeugt damit einen Mehrwert für seine Firma bzw. die eigenen Investoren durch Kursgewinne und Dividenden :D
Ich sage nicht, dass es keinen Mehrwert für entsprechende Bereiche haben kann. Ich sage lediglich, dass der dargestellte potenzielle Mehrwert völlig übertrieben ist und damit auch das Finanzvolumen um das es geht.
 
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Cool Master schrieb:
Leute, es wird keine Blase platzen. Das ist nicht wie die .com-Blase wo es kein echten Mehrwert gab. KI bietet bereits jetzt echten Mehrwert. Nur weil ihr ihn nicht erkennt bedeutet das nicht, dass andere Leute es nicht erkennen können.

Eher das Gegenteil ist der Fall es wird neue Modelle geben die weniger Speicher brauchen und eben Projekte wie Stargate werden runter geschraubt und selber in die Hand genommen.
Ja, KI kann einen echten Mehrwert haben.
Und ja, es kann dennoch eine Blase sein die Platz. Wann oder wie? Wenn sich heraustellt, daß der Mehrwert für deutloch weniger als angenommen ein Mehrwert ist. Oder wenn die KI weniger oft Anwendung findet als gedacht. Derzeit nutzen es viele, u.U. aber deutlich weniger oder weniger gewinnbringend als nötig. z.B. als Suchmaschinen Ersatz spielt es zu wenig ein. Was ist, wenn die Masse es aber nur so verwendet?
 
Bis November Nudeln mit Maggi oder keine 128GB im nächsten PC. Hmm...schwierig. Ich warte einfach mal ab und bleibe bei Gulasch mit Rotwein (französisch) ! /s ;)
 
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Cool Master schrieb:
Ich sehe die Nachfrage aktuell aus vielen Richtungen kommen, daher betrachte ich das eher als klassisches unternehmerisches Risiko. Große Player wie Microsoft, Google und Amazon investieren massiv in KI und kaufen entsprechende Hardware von NVIDIA. Diese wird entweder intern genutzt oder über Cloud-Dienste weitervermietet. Start-ups spielen zwar auch eine Rolle, machen im Vergleich zur Nachfrage der Big-Tech-Unternehmen aber nur einen kleinen Teil aus.
Vor allem kauft Nvidia Anteile bei gewissen Firmen die dieses Geld wiederum nutzen, um Produkte bei Nvidia zu kaufen. Es geht nicht nur darum wer bei wem Einkauft oder was zur Verfügung gestellt wird, sondern auch darum, wie das ganze stattfindet. Die Firmen befeuern ihren eigenen Umsatz. Schau dir ganz genau den Geldfluss an, dann erkennst du, wie es dieses Konstrukt am laufen hält.
Cool Master schrieb:
Der entscheidende Unterschied zur Dotcom-Blase ist aus meiner Sicht, dass heute ein großer Teil der Investitionen von hochprofitablen Unternehmen getragen wird, die bereits funktionierende Geschäftsmodelle haben. Die Infrastruktur wird nicht auf Verdacht gebaut, sondern in bestehende Produkte integriert etwa in Cloud-Angebote, Unternehmenssoftware oder Suchdienste. Wie diese angenommen werden ist eine andere Frage.
Das die Investitionen von profitablen Unternehmen getragen wird, hat keine Bedeutung dafür, ob diese Investition gerechtfertigt sind. Der andere Punkt ist, dass das Konstrukt hier anders aufgebaut ist als jenes bei der Dotcom Blase. Bei der Dotcom Blase war es eher linear aufgebaut, hier bei KI ist es netzartig aufgebaut mit zusätzlichen anderweitigen Investitionen von außen. Das kreiert eine Art Puffer, dass dem Konstrukt hilft weiter angetrieben du werden. Es wird sich zeigen, ob dies funktioniert. Zumindest ist es diesmal durchdachter.

Cool Master schrieb:
Natürlich bleibt das Risiko bestehen, dass die tatsächliche Monetarisierung hinter den Erwartungen zurückbleibt. KI ist extrem kapitalintensiv und wenn sich herausstellt, dass viele Anwendungsfälle keinen ausreichenden Return liefern, könnten die Investitionen im Nachhinein als zu hoch erscheinen. Aber selbst in diesem Szenario würde ich eher von einer klassischen Überinvestitionsphase sprechen als von einer rein künstlich erzeugten Nachfrage. Denn die zugrunde liegende Nutzung ist real: Unternehmen setzen KI produktiv ein und die großen Anbieter schaffen aktiv Märkte, indem sie die Technologie über ihre Plattformen zugänglich machen. Das eigentliche Risiko liegt daher weniger in "Fake-Nachfrage", sondern darin, ob sich das aktuelle Investitionsniveau langfristig wirtschaftlich trägt.
Wenn die Investitionen nicht den erwarteten Return liefern, wird es düster. Sobald der Return ausbleibt, werden die Investitionen geringer und die Liquidität wird enger. Sollte der (arabische)Puffer aufgebraucht sein muss zwingend neue Investitionen her. Ich finde das höchst spannend, was die Firmen dort aufgestellt haben.

Ciero
 
Zuletzt bearbeitet:
Cool Master schrieb:
Leute, es wird keine Blase platzen. Das ist nicht wie die .com-Blase wo es kein echten Mehrwert gab. KI bietet bereits jetzt echten Mehrwert. Nur weil ihr ihn nicht erkennt bedeutet das nicht, dass andere Leute es nicht erkennen .
Das ist schlicht falsch. Es ist unheimlich teuer KI zu betreiben … Sora kam ca. 1 Mrd pro Monat… irgendwann wollen die Investoren ihr Geld zurück. Und Sora hat nie Geld verdient.

Deshalb wird es eingestellt … das kann auch mit den anderen Unternehmen passieren. Natürlich wird Google und Co bleiben … Aber ich sehe da sehr wohl Potenzial für einen Riesen Crash.
 
Hallo zusammen,

@Cool Master
Cool Master schrieb:
Ich sehe da also aktuell also kein Risiko
Es passiert doch schon. Schau dir mal an wie Open AI um "Private Equity" buhlt. Die haben die Hosen komplett dafür runter gelassen bzw. runter lassen müssen.

Seit Bekanntgabe des Deals zwischen Oracle und Open AI im September vorigen Jahres ist der Kurs des Papiers von Oracle um mehr als die Hälfte nach Unten gegangen. Hier ein Link zu einem sehr guten Artikel auf Golem:

https://www.golem.de/news/tech-konzerne-an-der-nasdaq-druckabfall-in-der-ki-blase-2603-207049.html

Achte mal auf den Kursverlust der "Großen Sieben" binnen eines Jahres. Die Skepsis einiger ist schon im Gange.

@Ciero
Ciero schrieb:
Darum wird auf krampf Versucht die Nachfrage weiter zu erhöhen, mit allen Mitteln. Das hält dieses Konstrukt am Leben.
Jep. Ganz genauso ist es. Daher auch immer wieder die dollsten Märchen, oder gerade vor 1-2 Wochen die "Musk`sche" Traum-Show mal wieder.

So long....
 
Doch kein IT Weltuntergang? Langweilig!!! 👎

Ich will Pleiten sehen, Blasen platzen, Blut auf den Aktienmärkten und Chaos allgemein, es wurde mir versprochen das ich Schädel für den Schädelthron bekomme. ☠️💀
 
FrozenPie schrieb:
Nein, man nutzt es um mit Hin- und Rückinvestitionen über diese "Start Ups" seine eigenen Finanzzahlen maximal zu frisieren und erzeugt damit einen Mehrwert für seine Firma bzw. die eigenen Investoren durch Kursgewinne und Dividenden :D
Ich kenne kein einziges Unternehmen, dass keine KI mehr produktiv nutzt.
 
neutrongummi schrieb:
Es gibt Unternehmen, die ersetzen durch Modelle gerade ganze Abteilungen
Sollte man da stolz drauf sein?
Niemals.
Was hier passiert könnte auch dich treffen. Nehm mal diese Sichtweise an.
Du kannst dann nur zu einem Schluss kommen.
Stopp diese Scheiße!

PS: Produktivität zählt hier nicht, es ist doch nur Überproduktion, Lobbyismus und co.

Da kann man die Produktion noch so viel durch KI erhöhen. Es gibt einfach keinen Mehrwert für diesen Planeten.
 
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neutrongummi schrieb:
Ich kenne kein einziges Unternehmen, dass keine KI mehr produktiv nutzt.
Vorsicht: Es in der Produktion einzusetzen und produktiv damit zu arbeiten sind zwei völlig verschiedene Dinge. Viele sagen bereits, dass sie "KI produktiv einsetzen", nur weil das Feature in ihrem Mail-Programm oder ihrer IDE verfügbar gemacht wurde. Wie die genauen Nutzungszahlen aussehen, weiß kein Mensch. Man weiß jedoch, dass die Einnahmen der Unternehmen, die diese KI als Service bereitstellen, verschwindend gering sind bzw. nicht mal im Ansatz ihre Ausgaben und laufenden Kosten decken (Investitionen anderer Investoren ins eigene Unternehmen sind keine Einnahmen!).
Und ganz besonders vorsichtig dabei, dass die Einführung der AI für diese Unternehmen irgendeinen Vorteil gebracht hätte. Wenn sich herausstellt, dass die Zahlen durch die Einführung nicht besser oder gar schlechter werden oder die Kosten für den Betrieb durch die Decke gehen (z.B. weil die Firmen ihre Preise für den Service erhöhen um irgendwie ihr Geld wiederzukriegen oder Schadensersatzforderungen die Rechtsabteilung lahmlegen), dann wird sehr schnell eine Rolle rückwärts vollzogen.

tree-snake schrieb:
Da jetzt erstmal die Produktion wegen Materialmangel zurückgehen wird, kann gar nix platzen.
Das eine schließt das andere nicht aus. Im Gegenteil: Ein Mangel an Ausbau kann zur Ungeduld bei Investoren führen, denn diese Leute mögen lange Wartezeiten überhaupt nicht. Diese Leute interessiert nicht was der Grund dafür ist, warum sie auf die Auszahlung ihrer Investition warten müssen, nur dass sie warten müssen und das kann schon der Punkt sein, der das Fass zum überlaufen bringt und diese Leute dazu veranlasst entsprechend Druck auf die Firma auszuüben.
 
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neutrongummi schrieb:
Ich kenne kein einziges Unternehmen, dass keine KI mehr produktiv nutzt.
Es gibt noch mehr als genug. Du bist komplett in der KI Bubble.
 
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