News RAMageddon: Den RAM-Verbrauch von Windows zu senken, ist Fokusthema

mkossmann schrieb:
Um den Ram-Verbrauch des Basis-Systems zu minimieren muss man darauf achten, das alle Komponenten die gleichen shared Libraries benutzen und nicht Komponente 1 Toolkit A und Komponente 2 Toolkit B.
Das würde aber nur ein Teilproblem lösen. Das meiner Ansicht nach im Windows Umfeld viel größere Thema dabei ist, dass viele Tools aus mannigfaltigen Gründen auf Web Technologie aufbauen. Das ist unter gewissen Gesichtspunkten auch nachvollziehbar - aber aus Endanwender Sicht der letztlich die anderen Vorzüge häufig nicht benötigt geschweige denn überhaupt kennt, bleiben dabei aber die Nachteile.

Nimm als Beispiel bspw. MS Office. Das säuft so extrem Ressourcen - Outlook New, Teams v2, ... Das sind alles Dinge, die man viel effizienter durchführen könnte. Aber MS hat eben noch andere Bedienfelder dieser Software. Im Business spiel es keine Rolle ob du jetzt die WebApp von Teams oder den Client von Teams nutzt. Das ist effektiv das gleiche. Der Client ist ein Stück Browser Engine und nicht viel mehr. So wie es ist, entwickeln sie den Kram nur einmal und es tut im Browser genau so wie eine Art Client Tool.

Ich hätte auch lieber gern die Software als native App für das OS mit geringem Ressourcenbedarf. Aber das wird vorerst nicht so kommen. Also nutze ich anstatt Windows eben Linux und Teams im Browser. Das tut - bis auf eine einzige Einschränkung 1a.

Cool Master schrieb:
Dazu kommt die Anforderungen allgemein waren deutlich geringer weil MS noch wirklich eine QA-Abteilung hatte und Programmierer die wussten was abgeht.
Mit QA hat das weniger was zu tun. Der Wechsel der QA zum aktuellen Modell ist eher in Bugs und Fehlern ersichtlich. Weniger bis gar nicht im Ressourcenbedarf. Der Ressourcenbedarf kommt zu einem großen Teil von Design Entscheidungen wie das Nutzen von Web App artiger Software ggü. nativ für den Fenster Manager geschriebender hard coded FrontEnds. Das ist letztlich auch absolut keine Windows Eigenart. Wenn ich mir bspw. ansehe, dass KeypassXC als AppImage für Linux gute 160MB RAM braucht. Für eine GUI ohne Skalierung und ohne Fancy BlingBling, dann erkenne ich doch zweifelsfrei, dass weder MS QA noch Windows selbst das RAM Problem verursacht. Sondern das einfach heutzutage deutlich höheren Bedarf hat als früher.

Ein Programmierer der wusste was ab geht, gibt es heute auch noch. Aber am Ende bezahlt diesen Niemand für maximale Ressourcen Effizienz. Das ist auch nicht erst seit dem der RAM so teuer ist, so, das war schon immer der Fall.
 
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Wolfgang.R-357: schrieb:
Ich hätte eine revolutionäre Idee: Wenn es der Nutzer nicht öffnet/aktiviert, dann ladet es nicht in den RAM ... 👈 🤯
Ich weiß ich weiß, geradezu radikal vernünftig.
Bei Win7, XP und früher hats ja schließlich auch geklappt, warum also heute nicht...
Prefetch gibt es seit XP, superfetch seit Vista.
Euer geliebtes 7 hatte also beides.
 
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Cool Master schrieb:
Ich glaube, dass das Hauptproblem "Legacy" bei MS ist.
Also gerade diese als "altbacken" bezeichnete "Altlast" schätze ich so an Windows. Und seien wir mal ehrlich, diese Legacy Geschichten sind mikroskopisch klein im Vergleich zum Slop der heutige Software ist.
 
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Nagilum99 schrieb:
Ich hab die Tage noch auf einen Windows Server 2008 zugegriffen
Sollten die nicht mittlerweile erstetzt sein, selbst ESU ist für 2008 bereits EOL.
modena.ch schrieb:
Aber wenn die Maschine aus den 90ern halt immer noch super läuft, was willst du machen.
Am Ende ist es ne Risikoaktzeptanz der Firma, wenn das keine vernetzten oder Isolierten Systeme sind ist das oft auch ein vertretbares Risiko.
Dr.Snuggels schrieb:
Starte ich zum Beispiel Itunes dauert das bis zu 5 bis 10 Sekunden.

Also genau so schlecht wie vorher.
Vielleicht liegts an iTunes?
mifritscher schrieb:
Das "klassische" Zeug (also das bis Win XP oder auch Win 7) war ressourcentechnisch sehr effizient.
Primitiv ist das Wort was du nutzen wolltest. Es macht keinen Sinn Windows 11 mit WindowsXP zu vergleichen. Viele Sachen, ob unütz oder nicht, fehlen dort schlicht un ergreifend. Alte Autos sind auch oft leichter weil eben weniger Technik verbaut ist, dazu gehören dann aber auch Sachen wie Airbags und Co.
zelect0r schrieb:
irgendwann letztes Jahr installiert, nur drauf Office installiert und jeden Monat gepatcht.
Toll, dann starte mal nen Browser oder ne Word Datei bzw. mach auch was mit dem System und nicht den idle Zustand.
milliardo schrieb:
Anscheinend brauchen die immer eine Art Superkrise
Ja, ist in allen Bereichen so. Menschheitsentwicklung, Raumfahrt, Medizin etc.

Ohne Mond gebe es keine Gezeiten ohne Gezeiten wäre die Artenvielfalt viel geringer vielleicht hätte sich nichtmal komplexes Leben entwickelt weil evolutionäre Anpassungen nicht weiter nötig gewesen wären.

Raumfahrt, ohne den kalten Krieg hätte es die Mondlandung vielleicht nicht gegeben.

Wäre es in Europa wärmer gewesen hätten wir evtl. einen ähnlichen Entwicklungsstand wie indigene Bevölkerungen, das Klima hat Anpassungen und Entwicklung nötig gemacht und so ist es auch beim Thema Ram und effizentes Programmieren.
 
subcontractor schrieb:
Z.B..Am Flughafen von Paris werden die Koffer von einer DOS Anwendung sortiert 8-)
Weshalb auch nicht: DOS hatte mit dem Internet noch nichts am Fedora und ist deshalb unangreifbar. :)

Für ein GUI bietet sich GEOS an. Das ist noch sicherere. ;)
 
Mordekai2009 schrieb:
Mit Fedora Linux 44, KDE Plasma 6.7.5, Linux Kernel 7.2.8 bei 3840x2160 @ 120 Hz und 200% UI Skalierung mit Hintergrundbild und Oxygen Theme schon bei 3,1 GB RAM und 1,2 GB VRAM im Leerlauf.
Ich hab mal aus Jux meinen Lappi neugestiefelt. Der hat zwar nur 1920x1200@60, aber ob das so viel ausmacht? Arch mit aktuellem Plasma. Beim Login-Screen war ich leicht schockiert, weil er da laut htop schon bei 1,2 GB war, darunter ein loginwallpaper-Prozess mit 300 MB, dann noch plasma-keyboard mit nochmal so viel (hat nen Touchscreen). Aber nach dem Anmelden waren die wieder weg und es hat sich dann bei 1,38 GB eingependelt, einschließlich Akonadi-Server für Mails. Der KDE-eigene Systemmonitor gibt ein bisschen mehr an -- das Auslesen und Interpretieren von RAM-Bedarf ist ja auch immer etwas Voodoo. :D
 
Und nicht vergessen: Jegliche software von Logitech, Razer und co weghauen.

Zum Glück brauche ich den ganzen Rotz nicht mehr seit ich eine Keychron Tastatur und eine Endgame Gear Maus verwende.
 
Floorp schrieb:
Das ist bei mir die RAM Nutzung im Leerlauf ohne was offen zu haben.

Anhang anzeigen 1766008

Hier mal im Vergleich, Ubuntu 26.04.05 LTS (Linux 7.0.0-38-generic #38~24.04.4-Ubuntu):
Bildschirmfoto vom 2026-10-07 11-22-58.png
 
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Nagilum99 schrieb:
Du hast offensichtlich überhaupt keine Ahnung, wo das Zeug z.T. läuft. Den Leuten zu Windows 95 zu raten unterstreicht das nur. "Moderne Hardware" hat nichts mit "verbrennt doch einfach Geld weil jemand reudig programmiert" zu tun. Kaufst du auch immer den größten Tank und den größten Motor, egal wofür das Fahrzeug gedacht ist?

Caramon2 schrieb:
Weshalb auch nicht: DOS hatte mit dem Internet noch nichts am Fedora und ist deshalb unangreifbar.

Hmmn, es ist übliche Praxis alte Programme in einer VM weiterzubetreiben wenn das darunter liegende OS nicht auf aktueller Hardware läuft.

Es is eigenartig das ihr dieses Vorgehen in Frage stellt und anderen erzählt das sie keine Ahnung haben.

:=)
 
@subcontractor Was ein Schwachsinn. Als ob man einfach alles alt lassen (oder machen) und wegvirtualisieren kann. Das ist ebenfalls: Keine Ahnung von der Realität. Was machst du, wenn die Anwendungen Softwarespezifisch auf einem aktuellen Windows laufen müssen (Treiber, Frameworks...), aber die Anwendung selbst gar keine großen Ansprüche hat - anders als eben Windows, welches inzwischen völlig aufgebläht ist, ohne dem Anwendungszweck selbst zu nutzen.
Ergänzung ()

sikarr schrieb:
Sollten die nicht mittlerweile erstetzt sein, selbst ESU ist für 2008 bereits EOL.
Im Prinzip ja. Aber da wären wir wieder bei: Legacy Systeme die schwer zu ersetzen sind und ggf. auch abgeschottet laufen.
 
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Windows 7 und Office 2010 auf den Markt zu bringen, so, wie sie waren, würde von der überwiegenden Mehrheit als sehr großer Fortschritt angesehen werden. In Bezug auf Ästhetik, Funktionalität, Ergonomie, Performance und Kompatibilität.

Es fehlen nur die Sicherheitszertifikate zum kleinen Glück.

Daran kann man die Performance des Konzernes erkennen: zwanzig Jahre Sabotage am eigenen Produkt.
 
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Nagilum99 schrieb:
Was machst du, wenn die Anwendungen Softwarespezifisch auf einem aktuellen Windows laufen müssen (Treiber, Frameworks...), aber die Anwendung selbst gar keine großen Ansprüche hat -
Naja, wenn Apps auf Windows 11 laufen braucht man keine Virtualisierung :=)
 
@subcontractor Korrekt. Dann wären wir auch wieder beim Eingangsthema: RAM ist sackteuer und einfach gammelig Programmieren und jeden Rotz ins System kippen, den viele gar nicht brauchen, kostet manch einen auch viel Geld (und Arbeit um zumindest Teile davon wieder loszuwerden). Klar: Windows 10 22H2 mit ESU (oder die letzte LTSC/LTSB-Variante) dürfte nahezu alle Fälle noch abdecken, aber nicht mehr lange.
Ich hatte jetzt allerdings schon den ersten Fall, bei dem der Hersteller das Framework überabreitet hat und Windows Server 2016 schon vor "Ablauf" inkompatibel wurde. War dann für jemanden ziemlich doof (d.h. teuer)...
 
Tja.... wie haben wir das nur damals bei Windows 7 gemacht?
  • Keine Marketing-Müllhalde an nutzlosen Funktionen mitgeliefert, die so halbfertig waren, dass sie nur für BWLer reichten?
  • Nicht alles parallel von Praktikanten in China und Indien programmieren lassen?
  • Nicht eine Browser-Hülle um ein WinUI-Fenster gebastelt, um im Browser darin eine Server-KI laufen zu lassen?
  • Keinen Defender mitgeliefert, der so langsam ist, dass man den Ryzen-5-Laptop mit 2 TB SSD aus dem Fenster werfen möchte?
  • Keine Telemetrie, die einen 8-Core-i5 nach dem Einloggen für zwanzig Sekunden lang voll auslastet?
Ach was, was soll schon schiefgehen... Ist ja kein Mac OS X "Tiger", was deutlich mehr sinnvolle Funktionen hatte und auf einem Mac Mini mit G4 noch halbwegs lief...
 
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sikarr schrieb:
Am Ende ist es ne Risikoaktzeptanz der Firma, wenn das keine vernetzten oder Isolierten Systeme sind ist das oft auch ein vertretbares Risiko.

Vernetzt sind die natürlich schon. Oft ist das Maschinennetz und das Netz der Clients und Server in einem eigenen VLAN, da kann man dann schon sehr gut isolieren, bzw kontrollieren was wohin darf. Oder man pflanzt irgendwo einen isolierten Linux Server dazwischen, der nur SMB V1 macht.
Natürlich ist es ein Risiko, aber wenn der Ersatz einer solchen Maschine schnell mal 0.75-1.5 Mios kostet, geht man das ein. Vor allem wenn die alte Maschine natürlich schon lange abgeschrieben ist und sie keine grossartige Wartung braucht oder keine/kaum Ausfälle hat.
Da ist dann jedes Teil das aus solch einer alten Maschine kommt bares Geld, sehr viel besser als bei einer neuen Maschine, die erst noch abgeschrieben werden muss.

Ich seh auch heute noch viele Bankautomaten auf Win 95. 98 oder XP Basis.
Die sind natürlich innerhalb der Bank auch vernetzt, wenn auch in einem isolierten Netz.
Solch eine Automaten Flotte zu erneuern kostet dann bald mal richtig viel Geld.
Ergänzung ()

fdsonne schrieb:
Wobei das richtig merklich "übel" erst mit Vista wurde, die ganzen Dinge in den RAM noch stärker in den RAM zu kippen. Vor allem bei geringer RAM Menge. Ich hatte anfangs erst 2, dann relativ schnell 4, später 10GB für Vista im Hauptsystem. Das ging dann schon so langsam.

Ich weiss noch, dass ich meinem Cousin ein neues Notebook gebracht habe, da war Vista grad neu und vorinstalliert. Das lief wie ein Sack Nüsse.
Jahre später, als das Ersatznotebook kam, habe ich das alte Notebook bekommen und Vista neu aufgesetzt um es innerhalb der Familie weiter zu geben. Da lief Vista im Vergleich zu den ersten Varianten wie eine Rakete auf derselben alten Hardware.
Oftmals muss die MS Software einfach noch ein paar Jahre reifen.
Wenn wir Glück haben wirds auch nochmals was mit Win 11.
 
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Auf meinem Notebook von 2021 läuft Windows 11 seit eh und je mit nur 8GB RAM. Mit den üblichen Office-Anwendungen hatte ich da noch nie ein Problem. Umso schöner, dass MS das optimieren möchte.
 
sikarr schrieb:
Toll, dann starte mal nen Browser oder ne Word Datei bzw. mach auch was mit dem System und nicht den idle Zustand.
Das war eine Reaktion darauf, das bei dem einen User den ich zitierte Win11 in seiner VM unter einen GB RAM verbaucht, was ich für ein Gerücht halte.
Warum sollte ich mit meiner VM was machen, die liegt nur für den Fall von irgendwas da,
wahrscheinlich werde ich sie nie brauchen.
Ich bin vor 177 Tagen auf Linux umgestiegen und es gibt kein zurück mehr.
 
Cool Master schrieb:
Ich glaube, dass das Hauptproblem "Legacy" bei MS ist. Hätte Windows 64 Bit only wäre das Problem denke ich nicht so krass wie es heute ist. Dazu noch gute Entwickler welche den Verbrauch senken könnten und es wäre Eldorado.
Wenn das tatsächlich der Hauptgrund für den RAM Appetit von Windows 11 wäre bleibt aber die Frage, warum Windows 10 (64 Bit Version) dann problemlos*mit 8 GB RAM betrieben werden kann? Denn 10 hat (hatte) auch die selbe Last der "Legacy " Rückkompatibilität. In Windows 11 kamen dann halt viele "Dienste" und "Services" dazu, die einen zu zusätzlichen Abos bringen sollten.

*Natürlich mit Einschränkungen. Premiere Pro würde ich auch nicht auf meinem 8 GB Subnotebook mit sehr lahmer CPU benutzen wollen.
 
Oktober 2026
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