Raubkopie über Auktionshaus bekommen, wie vorgehen?

Sterntaste

Commander
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Ich hoffe, hier richtig zu sein, es bot sich ansonsten nichts wirklich an.

Also Problemstellung ist folgende:
Ich habe ein Windows 7 (eine OEM) über eine bekannte Auktionsplattform erworben.
Der Anbieter ist ein Gewerblicher, gekauft wurde per Sofort-Kauf, nicht per Bieterei.
Bezahlt per Zahlungssystem des Auktionshauses. Der Preis war günstig, allerdings gibt es recht viele Angebote in ähnlicher Preislage. Das Bewertungsprofil des VK war mit 99,9% durchaus in Ordnung.

Nun kam kurz darauf das COA, also der Lizenzsticker und eine Windows 7-DVD. Es war deutlich, dass es sich um kein Original (OEM eines Herstellers) gehandelt hat. Ich habe das beanstandet und den Verkäufer gebeten, nicht wieder eine Raubkopie zu schicken. Also hätte er hier jetzt ja gewarnt sein sollen. Was kam als Ersatz? Wieder ein gefälschter COA, dieses Mal sah das Ding auch anders aus obwohl vom gleichen Hersteller. Die DVD blieb aus. Ich musste den ersten Kram auch nicht retournieren.

Ich habe den VK über die fehlenden Echtheitsmerkmale informiert. Er bietet Rückzahlung nach Rückversand an.
Hier setzt mein Problem ein. Würde ich die erhaltene Fälscherware zurückschicken, gebe ich Beweismaterial aus der Hand. Mir ist nämlich nicht nur an einem Lizenz-Original gelegen sondern auch daran, dass derartige Händler aus dem Verkehr gezogen werden. Also den Support des Auktionshauses kontaktiert. Da empfiehlt man, die Sachen zur Polizei zu bringen. Man bekäme eine Quittung und die sollte man einreichen, dann würde der Kundenschutz greifen. Bei Microsoft meldet man solche Sachen ja auch, da aber heißt es, man solle die Sachen dorthin schicken. Berichtsnummer habe ich bereits, brauche es nur noch einzutüten und per E-Einschreiben abzuschicken. Die Belege dafür könnte ich ja auch beim Auktionshaus einreichen und auf die Kundengarantie hoffen. Soweit mir bekannt, haben die mit MS ja auch ein Bekämpfungsprogramm am Laufen.
Was passiert dann? Macht Microsoft ein Faß auf und erstattet Anzeige? Oder würde die Polizei bzw. Staatsanwaltschaft die Dinge an MS aushändigen? Produktpiraterie ist ja kein Kavaliersdelikt, da wird auf jeden Fall keine Einstellung des Verfahrens kommen. Der Händler verkauft massenhaft und die meisten Kunden wissen nicht, was sie da telefonisch aktiviert haben. Die denken, ach toll, Aktivierung hat geklappt, also alles legal. Aber wenn die irgendwann einen schwarzen Desktophintergrund zu sehen bekommen und Meldungen aufploppen, dann wird denen sicherlich der Blutdruck in Schwanken geraten.
Was soll ich am besten machen? Ab zur Polizei, Anzeige wegen Betruges erstatten und abwarten bis die Einladung zur Zeugenaussage vor einem Gericht kommt? Oder an Microsoft schicken und parallel eine Betrugsanzeige aufgeben? Aber ohne Beweismaterial wäre das ann allerdings so eine Sache. MS wird ja eigene Ziele haben. Ich wäre in dem Verfahren nur Nebenkläger. Und ob das was bringt? Keine Ahnung.
Was meint Ihr?

Wie auch immer, ich kann jedem raten, der sich billig irgendwo Lizenzen "geschossen" hat, Leute, checkt die Dinger sofort auf Echtheit. Einige Abbildungen sind bei MS zu finden. Der erste COA sah bei mir schon offensichtlich unecht aus, der zweite COA war schon besser gemacht. Aber ruhig mal auf nen Scanner legen, 600-dpi-Scan und alles genau ansehen und mit den Beschreibungen bei MS vergleichen. Ich hatte Glück, die Dinger hier waren leicht zu enttarnen.
 
Es ist laut Gerichtsbeschluss erlaubt diese OEM Dinger zu verwenden und zu verkaufen, soweit ich informiert bin
 
Es ist völlig legal mit OEM Versionen von Windows zu handeln und diese einzusetzen. Echt müssen sie natürlich sein. Das geht aus deinem Text leider nicht hervor.

Ansonsten verstehe ich nicht, wieso du hier den Robin Hood für Microsoft spielen willst. Melde den Vorfall doch an Microsoft mit einem scan und beschreibung des Falls und fertig. Ich würde mir wegen 10 EUr nicht so einene stress machen aber auch nicht das Risiko eingehen wollen, die nicht mehr wieder zu sehen.. Zurück schicken und Auktionshaus und Microsoft informieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn Dir das so wichtig ist, dann ab zur Polizei, was soll die Frage? Du selbst kannst außer schlecht Bewerten gar nichts machen.
MS kann man noch mit ins Boot holen, aber mehr auch nicht.
 
Sterntaste schrieb:
Der Händler verkauft massenhaft und die meisten Kunden wissen nicht, was sie da telefonisch aktiviert haben. Die denken, ach toll, Aktivierung hat geklappt, also alles legal. Aber wenn die irgendwann einen schwarzen Desktophintergrund zu sehen bekommen und Meldungen aufploppen, dann wird denen sicherlich der Blutdruck in Schwanken geraten.

Ich erzähl dir mal was:

ich habe 3 Originallizenzen seit zig Jahren. Praktisch seit es Win7 gibt.
Bei einer habe ich genau diesen schwarzen Desktophintergrund.

Dann hab ich letztens angefangen udn bei ebay diese OEM Versionen für 29€ zu kaufen.
Die Lizenzen sehen aus, als wenn die ein Kleinkind mit der Schere ausgeschnitten hätte.
Aber sie funktionieren.

Ob sie echt gefälscht sind, weiß ich nicht.
 
ich habe das vielleicht nicht deutlich genug gemacht. Mir war klar, dass ich eine OEM kaufe, immerhin ist das erheblich günstiger als eine DSP oder gar Retailvariante zu kaufen. Das an sich ist auch okay. Ich brauche auch nur den Key, da ich mir die ISO direkt von Microsoft lade. Aber legal zugehen muss es schon.

Robin Hood spielen - ja nee is klar. Wenn jeder so denken würde, können wir bald alle einpacken, dann sind wir alle auf uns selbst gestellt und die meisten lassen sich von alles und jedem verar... Ich finde, genau hier muss man ansetzen. Man wird die Welt zwar nie sauber bekommen aber kampflos überlasse ich keinem das Feld. Und wenn mir der Paketbote eine Sendung in den Briefkasten wirft, obwohl ich dafür zu unterschreiben habe und am Ende seine Unterschrift mit meinem Namen im Rechner landet dann gehe ich dagegen auch vor. Ich hätte ja sagen können, ach egal, hauptsache ich habe die bestellte Ware. Der Macker der das getan hat, hat seinen Job verloren und vor Gericht wurde dem auch noch was auf's Auge gedrückt.

Und... an Microsoft melden - ja kann man. Ohne Übertragung von Namensangaben etc. aber was passiert da? Ich habe das mit Namensdaten an MS gemeldet, eine Bearbeitungsnummer erhalten und möge da den Kram hinschicken. Hatte ich aber auch geschrieben, StuffedLion, auch das mit dem Auktionshaus.
 
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