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Commander
- Registriert
- Okt. 2007
- Beiträge
- 2.410
Ich hoffe, hier richtig zu sein, es bot sich ansonsten nichts wirklich an.
Also Problemstellung ist folgende:
Ich habe ein Windows 7 (eine OEM) über eine bekannte Auktionsplattform erworben.
Der Anbieter ist ein Gewerblicher, gekauft wurde per Sofort-Kauf, nicht per Bieterei.
Bezahlt per Zahlungssystem des Auktionshauses. Der Preis war günstig, allerdings gibt es recht viele Angebote in ähnlicher Preislage. Das Bewertungsprofil des VK war mit 99,9% durchaus in Ordnung.
Nun kam kurz darauf das COA, also der Lizenzsticker und eine Windows 7-DVD. Es war deutlich, dass es sich um kein Original (OEM eines Herstellers) gehandelt hat. Ich habe das beanstandet und den Verkäufer gebeten, nicht wieder eine Raubkopie zu schicken. Also hätte er hier jetzt ja gewarnt sein sollen. Was kam als Ersatz? Wieder ein gefälschter COA, dieses Mal sah das Ding auch anders aus obwohl vom gleichen Hersteller. Die DVD blieb aus. Ich musste den ersten Kram auch nicht retournieren.
Ich habe den VK über die fehlenden Echtheitsmerkmale informiert. Er bietet Rückzahlung nach Rückversand an.
Hier setzt mein Problem ein. Würde ich die erhaltene Fälscherware zurückschicken, gebe ich Beweismaterial aus der Hand. Mir ist nämlich nicht nur an einem Lizenz-Original gelegen sondern auch daran, dass derartige Händler aus dem Verkehr gezogen werden. Also den Support des Auktionshauses kontaktiert. Da empfiehlt man, die Sachen zur Polizei zu bringen. Man bekäme eine Quittung und die sollte man einreichen, dann würde der Kundenschutz greifen. Bei Microsoft meldet man solche Sachen ja auch, da aber heißt es, man solle die Sachen dorthin schicken. Berichtsnummer habe ich bereits, brauche es nur noch einzutüten und per E-Einschreiben abzuschicken. Die Belege dafür könnte ich ja auch beim Auktionshaus einreichen und auf die Kundengarantie hoffen. Soweit mir bekannt, haben die mit MS ja auch ein Bekämpfungsprogramm am Laufen.
Was passiert dann? Macht Microsoft ein Faß auf und erstattet Anzeige? Oder würde die Polizei bzw. Staatsanwaltschaft die Dinge an MS aushändigen? Produktpiraterie ist ja kein Kavaliersdelikt, da wird auf jeden Fall keine Einstellung des Verfahrens kommen. Der Händler verkauft massenhaft und die meisten Kunden wissen nicht, was sie da telefonisch aktiviert haben. Die denken, ach toll, Aktivierung hat geklappt, also alles legal. Aber wenn die irgendwann einen schwarzen Desktophintergrund zu sehen bekommen und Meldungen aufploppen, dann wird denen sicherlich der Blutdruck in Schwanken geraten.
Was soll ich am besten machen? Ab zur Polizei, Anzeige wegen Betruges erstatten und abwarten bis die Einladung zur Zeugenaussage vor einem Gericht kommt? Oder an Microsoft schicken und parallel eine Betrugsanzeige aufgeben? Aber ohne Beweismaterial wäre das ann allerdings so eine Sache. MS wird ja eigene Ziele haben. Ich wäre in dem Verfahren nur Nebenkläger. Und ob das was bringt? Keine Ahnung.
Was meint Ihr?
Wie auch immer, ich kann jedem raten, der sich billig irgendwo Lizenzen "geschossen" hat, Leute, checkt die Dinger sofort auf Echtheit. Einige Abbildungen sind bei MS zu finden. Der erste COA sah bei mir schon offensichtlich unecht aus, der zweite COA war schon besser gemacht. Aber ruhig mal auf nen Scanner legen, 600-dpi-Scan und alles genau ansehen und mit den Beschreibungen bei MS vergleichen. Ich hatte Glück, die Dinger hier waren leicht zu enttarnen.
Also Problemstellung ist folgende:
Ich habe ein Windows 7 (eine OEM) über eine bekannte Auktionsplattform erworben.
Der Anbieter ist ein Gewerblicher, gekauft wurde per Sofort-Kauf, nicht per Bieterei.
Bezahlt per Zahlungssystem des Auktionshauses. Der Preis war günstig, allerdings gibt es recht viele Angebote in ähnlicher Preislage. Das Bewertungsprofil des VK war mit 99,9% durchaus in Ordnung.
Nun kam kurz darauf das COA, also der Lizenzsticker und eine Windows 7-DVD. Es war deutlich, dass es sich um kein Original (OEM eines Herstellers) gehandelt hat. Ich habe das beanstandet und den Verkäufer gebeten, nicht wieder eine Raubkopie zu schicken. Also hätte er hier jetzt ja gewarnt sein sollen. Was kam als Ersatz? Wieder ein gefälschter COA, dieses Mal sah das Ding auch anders aus obwohl vom gleichen Hersteller. Die DVD blieb aus. Ich musste den ersten Kram auch nicht retournieren.
Ich habe den VK über die fehlenden Echtheitsmerkmale informiert. Er bietet Rückzahlung nach Rückversand an.
Hier setzt mein Problem ein. Würde ich die erhaltene Fälscherware zurückschicken, gebe ich Beweismaterial aus der Hand. Mir ist nämlich nicht nur an einem Lizenz-Original gelegen sondern auch daran, dass derartige Händler aus dem Verkehr gezogen werden. Also den Support des Auktionshauses kontaktiert. Da empfiehlt man, die Sachen zur Polizei zu bringen. Man bekäme eine Quittung und die sollte man einreichen, dann würde der Kundenschutz greifen. Bei Microsoft meldet man solche Sachen ja auch, da aber heißt es, man solle die Sachen dorthin schicken. Berichtsnummer habe ich bereits, brauche es nur noch einzutüten und per E-Einschreiben abzuschicken. Die Belege dafür könnte ich ja auch beim Auktionshaus einreichen und auf die Kundengarantie hoffen. Soweit mir bekannt, haben die mit MS ja auch ein Bekämpfungsprogramm am Laufen.
Was passiert dann? Macht Microsoft ein Faß auf und erstattet Anzeige? Oder würde die Polizei bzw. Staatsanwaltschaft die Dinge an MS aushändigen? Produktpiraterie ist ja kein Kavaliersdelikt, da wird auf jeden Fall keine Einstellung des Verfahrens kommen. Der Händler verkauft massenhaft und die meisten Kunden wissen nicht, was sie da telefonisch aktiviert haben. Die denken, ach toll, Aktivierung hat geklappt, also alles legal. Aber wenn die irgendwann einen schwarzen Desktophintergrund zu sehen bekommen und Meldungen aufploppen, dann wird denen sicherlich der Blutdruck in Schwanken geraten.
Was soll ich am besten machen? Ab zur Polizei, Anzeige wegen Betruges erstatten und abwarten bis die Einladung zur Zeugenaussage vor einem Gericht kommt? Oder an Microsoft schicken und parallel eine Betrugsanzeige aufgeben? Aber ohne Beweismaterial wäre das ann allerdings so eine Sache. MS wird ja eigene Ziele haben. Ich wäre in dem Verfahren nur Nebenkläger. Und ob das was bringt? Keine Ahnung.
Was meint Ihr?
Wie auch immer, ich kann jedem raten, der sich billig irgendwo Lizenzen "geschossen" hat, Leute, checkt die Dinger sofort auf Echtheit. Einige Abbildungen sind bei MS zu finden. Der erste COA sah bei mir schon offensichtlich unecht aus, der zweite COA war schon besser gemacht. Aber ruhig mal auf nen Scanner legen, 600-dpi-Scan und alles genau ansehen und mit den Beschreibungen bei MS vergleichen. Ich hatte Glück, die Dinger hier waren leicht zu enttarnen.