RAW Partition klonen, dann Daten retten

Krypton

Ensign
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Hallo,

habe Windows neu aufgespielt. Obwohl ich bei der Auswahl der Partitionen die richtige ausgewählt habe, wird die andere nun als RAW angezeigt.

Ausgangssituation:
Eine SSD mit zwei Partitionen.
Partition 1: Win10 Installation.
Partition 2: Daten (letztes Backup leider ein paar Monate her).

Bei der Installtion von Win11 auf Partition 1 ist wohl irgendetwas schief gelaufen, sodass Partition 2 nun als RAW angezeigt wird.
Ich würde nun gerne ein Image der Partition 2 erstellen von dem ich dann die Daten wiederherstellen möchte.

Welche Programme sollte ich dafür benutzen? (am besten Freeware)
Sinnvoll wäre es doch, ein Image zu erstellen, das möglichst universell gelesen werden kann z.B. mit HDD-Raw-Copy-Tool von HDDGuru (kann aber keine einzelne artion klonen) oder doch besser Rescuezilla?

Welches Programm wäre dann für die Datenrettung am sinnvollsten? (z.B. Testdisk + PhotoRec?)

Gibt es ein Programm, das beide Funktionen kann? Wahrscheinlich nicht als Freeware, oder? Welches würdet ihr sonst empfehlen, falls es auch etwas kostet?


Danke euch
 
Smart werte OK -> DD, clonezilla oder sonstige Tools, die einen gescheiten, nicht modifizierten klon anlegen
Smart Werte nicht OK -> ddrescure


Krypton schrieb:
(z.B. Testdisk + PhotoRec?)
Genau. Besser wirds nicht.
 
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Ich wuerde dennoch auch den gesamten Datentraeger klonen. @Krypton
 
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Was Bezahl-Programme betrifft habe ich gute Erfahrungen mit getdataback gemacht, kostet allerdings 79 $
Getdataback

Die meisten Freeware-Produkte haben jedoch starke Einschränkungen, das geht vom Optischen Branding bis hin zu einer Oberfläche, wo alle möglichen Daten angezeigt werden, die wiederhergestellt werden könnten, sobald man dies tun möchte aber die (Nicht kostenfreie) Lizenz verlangen.
Linux mit DD ist zwar kostenfrei, erfordert aber gewissen Befehls-Konsolen-Kentnisse von Linux für die Anwendung.

In jedem Fall sollte man solche Wiederhestellungsexperimente immer an eine Kopie, niemals am Original durchführen.

Also Tools wie den AOMEI Backupper nutzen um die Daten auf einen anderen Datenträger zu übertragen.
 
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Bartmensch schrieb:
Linux mit DD ist zwar kostenfrei, erfordert aber gewissen Befehls-Konsolen-Kentnisse von Linux für die Anwendung.

Ich bin beeindruckt, warum trotz meiner Werbung für das auch kostenfreie ddrescue (von der GNU foundation) unter Linux hier im Forum das für Datenrettung ungeeignete dd beworben wird.
 
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recu schrieb:
für Datenrettung ungeeignete dd beworben wird.
Weil es für das kopieren von heilen Datenträgern völlig ok ist.

Das Datenträger „kaputt“ sein können weiß doch niemand der hier Fragen stellt.

Jetzt das DD zu verteufeln ist absolut nicht angebracht. 👻
 
Ich fürchte das Du das

recu schrieb:
auch Rescuezilla ist für Datenrettung ungeeignet.

nie wirklich ausprobiert hast. 👻
 
Krypton schrieb:
Eine SSD mit zwei Partitionen.
Offen gesagt ist die Wahrscheinlichkeit, dass Du Daten von einer SSD noch retten kannst, so ziemlich bei Null.
Je länger der Datenträger mit Strom versorgt ist, desto wahrscheinlicher ist, das der SSD-Controller alles "schön aufräumt" und was seiner Meinung nach nicht mehr benötigt wird löscht.
Egal, was tatsächlich auf den Chips drauf ist, der Controller wird einfach nur "leer" melden.
Krypton schrieb:
Welche Programme sollte ich dafür benutzen? (am besten Freeware)
Bei einer SSD?
Sofort vom Strom trennen und einen Rettungsprofi dran lassen.
Nicht selbst rumprobieren - sobald das Ding wieder Strom hat arbeitet die Zeit gegen Dich.

Eine SSD ist halt keine HDD, bei die vorhandenen Daten nur mit einem Löschvermerk versehen werden.
Bei einer SSD werden Daten sehr zeitnah tatsächlich gelöscht. Das ist der Unterschied.
 
Hmm, das hört sich ja nicht gut an. Probieren möchte ich es natürlich trotzdem. Habe gestern noch das Backup der Partition gemacht. Komischerweise sieht nun meine Backup SSD komplett so aus, wie die SSD im Rechner, obowhl ich mir sicher bin, nur die angesprochene Partition ausgewählt zu haben. Eigentlich dachte ich, dass ich am Schluss des Vorganges einfach eine Datei erhalte, die der Partition entspricht - wohl doch nicht :D
 
recu schrieb:
dass Du nicht weißt, worin sich ddrescue von Rescuezilla unterscheidet.

Ja ich weiss das drescue nicht in der GUI integriert ist, aber dennoch zur Verfuegung steht, wenn man eh schon das Teil gebootet hat.

Das Rescuezilla partclone und dd nutzt heisst nicht, das auf einem funktionierendem Datentrager um den es hier geht es nicht benutzt werden koennte.

ddrescue macht sich nur gut wenn Sektoren nicht gelesen werden koennen. Was aber eigentlich nur bei echten HDD hochkommt. Eine SSD hat da ein paar kleine feine Unterschiede.

Anyway.

Der TE hat einen Datentraeger welcher unter einem Windows nun als RAW angezeigt wird. Was er @Krypton bisher daraus gemacht hat weiss niemand.
 
Krypton schrieb:
Hmm, das hört sich ja nicht gut an. Probieren möchte ich es natürlich trotzdem.
Ist O. K. - Du musst wissen, was Dir Deine Daten wert sind.
In Deinem Eingangsposting klang es nicht nach der Möglichkeit einer Trockenübung.

Krypton schrieb:
Komischerweise sieht nun meine Backup SSD komplett so aus, wie die SSD im Rechner, obowhl ich mir sicher bin, nur die angesprochene Partition ausgewählt zu haben.
Klingt für mich eher, dass Du kein Backup gemacht sondern geklont hast.
Krypton schrieb:
Eigentlich dachte ich, dass ich am Schluss des Vorganges einfach eine Datei erhalte, die der Partition entspricht
Sofern Du ein Backup durchgeführt hast, wäre das auch der Fall. Korrekt.

BTW: Wenn Du "Backup SSD" schreibst, meinst Du doch das ursprüngliche Backup-Ziel und nicht das Recover von einem Backup?
 
BFF schrieb:
Das Rescuezilla partclone und dd nutzt heisst nicht, das auf einem funktionierendem Datentrager um den es hier geht es nicht benutzt werden koennte.

ddrescue macht sich nur gut wenn Sektoren nicht gelesen werden koennen. Was aber eigentlich nur bei echten HDD hochkommt. Eine SSD hat da ein paar kleine feine Unterschiede.

Ich hätte nicht gedacht, dass die Einsichtsresilienz hier im Forum so groß ist, dass der Mehrwert von ddrescue nicht gewürdigt wird.
Die SMART-Parameter sind immer nur eine Momentanaufnahme. Und selbst wenn das Attribut "pending sectors" auf Null steht und es auch keine ersetzten Sektoren gibt, legt ein Klonvorgang gnadenlos alles unlesbaren Sektoren offen. Unter dem Aspekt der Risikominimierung auch bei scheinbar gesunden Datenträgern sollte man den Einsatz von ddrescue oder "open super clone" bevorzugen anstatt durch dein Einsatz linearer Kopiertools einen eventuell ramponierten Datenträger zu schädigen.
 
mchawk777 schrieb:
Ist O. K. - Du musst wissen, was Dir Deine Daten wert sind.
In Deinem Eingangsposting klang es nicht nach der Möglichkeit einer Trockenübung.


Klingt für mich eher, dass Du kein Backup gemacht sondern geklont hast.

Sofern Du ein Backup durchgeführt hast, wäre das auch der Fall. Korrekt.

BTW: Wenn Du "Backup SSD" schreibst, meinst Du doch das ursprüngliche Backup-Ziel und nicht das Recover von einem Backup?
Also ich dachte, dass ich von der betroffenen PArtition, auf der die Daten ursprünglich waren und die nun als RAW angezeigt wird, ein Klon/Backup erstelle, von welchem ich dann versuche, die Daten zu retten. Ich dachte, das wäre am sinnvollsten, um die eigentliche Partition zu "schonen". Nun meintest du, dass es bei einer SSD aber sowieso keinen Sinn macht?

Versuchen würde ich es trotzdem.

Also habe ich gestern mit Rescuzilla geklont. Eigentlich nur die ursprüngliche PArtition, aber nun scheint doch die komplette SSD auf die Backup SSD geklont worden zu sein. Was wäre denn besser? Doch nur ein "Backup" zu erstellen, damit ich eine Image Datei der Partition habe?

Mit Backup SSD meine ich eine zweite SSD, selbes Modell und Größe, wie meine System SSD, auf welche ich den Klon/das Backup aufgespielt habe.

Ich nehme mal an, dass beim Klon dasselbe Problem besteht und der Controller versucht, die SSD "aufzuräumen". Also wäre ein Backup in Form einer Datei doch sinnvoller?
 
Zuletzt bearbeitet:
Krypton schrieb:
Also ich dachte, dass ich von der betroffenen PArtition, auf der die Daten ursprünglich waren und die nun als RAW angezeigt wird, ein Klon/Backup erstelle, von welchem ich dann versuche, die Daten zu retten. Ich dachte, das wäre am sinnvollsten, um die eigentliche Partition zu "schonen". Nun meintest du, dass es bei einer SSD aber sowieso keinen Sinn macht?
Grundsätzlich: Ja.
Nur ist ein Klon halt kein Backup und umgekehrt.
Ich verwende wenn für so was ein Sektor-für-Sektor-Backup.

Sinn? Eher so: Die Wahrscheinlichkeit, dass irgendwas zu retten ist, sinkt mit jeder Minute, die Du eine SSD mit Strom versorgst. Auch bei Deiner Backup-SSD. Deren Controller wird auch schon begonnen haben, Speicherzellen neu zu organisieren und nicht gebraucht Areale zu löschen.

Guckst Du hier:
 
@mchawk777 Wie würdest du dieses Backup denn erstellen? Dann mache ich das so und arbeite lieber damit weiter.
 
Aktuell erstelle ich Backups mit Hasleo.
Aber auch Acronis oder Macrium gehen sehr gut.

Wichtig ist halt in den Optionen die Sektor-für-Sektor-Sicherung zu aktivieren:
1793046747836.png


Im Anschluss dann über Werkzeuge "Image einhängen" die gewünschten Volumen im Explorer verfügbar machen. Diese sind dann per default auch schreibgeschützt.

1793046808286.png


Jetzt kannst Du sie mit Datenrettungstools wie GetDataBack "beharken".
Oder die Rettungsversuche am Original-Datenträger durchführen in der Gewissheit, dass Du den ursprünglichen Zustand wiederherstellen kannst.
Kannst ja mal berichten, ob Du was findest. Bei SSDs bestehen wie gesagt berechtigte Zweifel.
 
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