h@mster schrieb:
...Jeder, wirklich jeder kann ein BWL Studium schaffen. Das ist nämlich keine Kunst. ...
Und mit genau der Arroganz gehen viele Versager ins Studium und versagen und brechen ab. Das BWL-Studium ist wirklich keine Kunst, sondern harte Arbeit, wie jedes andere Studium auch. Der Matheanteil mag geringer sein als bei Informatik, ist aber trotzdem kein Selbstläufer. Andere Studienrichtungen mögen wirklich schwerer und komplexer sein, aber nur weil eine andere Sache schwieriger ist heißt das nicht, das die gegenübergestellten Sachen automatisch einfach sind.
Klar kann jeder ein BWL Studium schaffen, jeder kann auch ein Medizin- oder IT-Studium schaffen, wenn man sich richtig anstrengt und es möchte. Aber auch in BWL liegt die Abbrecherquote im weiten zweistelligen Bereich, da gibt es keine Unterschiede zu anderen Richtungen.
h@mster schrieb:
.nd BWL ein Garant für einen Job? mit Sicherheit nicht. Auch nicht bei der richtigen Schwerpunktwahl. Der Job-Garant ist heutzutage Elektrotechnik.
Du urteilst gerade über einen Bereich, den du nicht so gründlich kennst wie ich, also Zurückhaltung. Ich stimme dir zu wenn du sagst, das E-Technik ein Garant ist, aber es gibt viele Garanten dieser Art auf dem Markt, so ist auch ein Maschinenbau-Ing-Titel ein Garant oder andere Titel. Es gibt immer mehr als einen und BWL ist einer davon (mit den richtigen Schwerpunkten).
funkyfunk schrieb:
...heißt das noch lange nicht, dass die Beschäftigten auch in entsprechenden Positionen eingesetzt werden. ...ist der BWLer heutzutage auch oft ein gut qualifizierter und gern gesehener Sachbearbeiter.
Und selbst wenn. Die meisten Arbeitnehmer arbeiten in Bereichen, für die sie nicht speziell ausgebildet wurden oder studiert haben. BWL heißt Betriebswirtschaftslehre - also alles was den Betrieb angeht. Warum soll das später nicht auch eine Sachbearbeiterstelle sein? BWL zu studieren heißt doch nicht automatisch eine Führungsrolle einzunehmen oder Verantwortung zu übernehmen.
Wer Informatik studiert wird später auch evtl. nur vorm PC sitzen und den ganzen Tag programmieren - und nicht die IT-Projekte leiten und zum Ziel führen. Die Programmierer sind eigentlich auch nur Sachbearbeiter, welche ihnen gestellte Aufgaben erledigen. Bei uns in der Firma sitzen 60 Diplominformatiker, die den ganzen Tag neue Funktionen einfügen oder Bugs beheben - die sich aber nicht um die Entwicklungsrichtung der Software kümmern, das tun 3-4 Projektleiter - und das sind BWLer, weil es um die Inhalte und Anwendung der Software geht.
Der Vorteil eines BWL-Studiums ist seine breite Ausrichtung. So kann man später in allen Branchen einsteigen und legt sich nicht zu früh fest. Denn betriebswirtschaftliches Wissen brauchen ALLE Unternehmen (überall wird gebucht, geplant und gesteuert), aber nicht alle Unternehmen brauchen Programmierer oder Ings oder Elektrotechniker oder Biologen.