Ich hatte das gleiche Problem mit dem WiFi+BT Modul meines MSI MAG X870E TOMAHAWK WIFI. War ein NCM865 von Qualcomm (auch WiFi 7), welches nur Treiber für Windows 11 hatte, aber nicht für Windows 10. WiFi funktionierte ohne Treiber nicht, BT hingegen schon. Da ich den ESU-Support von Windows 10 allerdings komplett ausreizen will und keinen Grund für Windows 11 sehe, habe ich mich auf etwas Gebastel eingelassen.
Diese WiFi-Module stecken bei heutigen Boards im DIY-Bereich einfach in einem kleinen Metallgehäuse, welches auf dem Mainboard festgeschraubt wird und stecken auf einem üblichen M.2 PCIe-Slot mit A-Key-Markierung.
Wenn du das Problem mit dem Treiber so also nicht gelöst bekommst und basteln möchtest und dir das zutraust (Achtung, dabei geht die Garantie für das Board flöten, falls das wichtig ist!), um das Problem zu beheben, dann kannst du auch das I/O-Shield und den VRM-Kühler entfernen, dann kommst du an das Gehäuse mit dem WiFi-Modul heran. Die Schrauben entfernen, das Modul aus dem PCIe-Slot holen. Dann kannst du entweder im Internet Ausschau halten nach anderen WiFi-Modulen von Gigabyte (bspw. mit einer Intel-Karte) oder du holst dir selbst eine WiFi-Karte ran, schraubst das Modulgehäuse auf, trennst die beiden Antennenkabel (aufpassen, die können sehr filigran sein und die Mounts für die Anschlüsse auf der Karte können kaputt gehen! Meine NCM865-Karte hats dabei gehimmelt, weil ich nicht vorsichtig genug war und musste dann das Reststück aus der Antennenaufnahme mit einer Nadel rausholen.) und entfernst die Schraube, die die Karte an Ort und Stelle hält. In umgekehrter Reihenfolge installierst du dann die neue WiFi-Karte in das Modul und auf das Board.
Seitdem habe ich auch mit meinem MSI 800er Brett unter Windows 10 funktionierendes WiFi.
Ich habe mit den Karten von Intel nur gute Erfahrungen gemacht, bei AMD-Brettern bist du allerdings auf die AX200- und AX210-Karten limitiert, da die AX201-, AX211 und BE-Karten nur mit Intel-Chipsätzen funktionieren. Die Treiber, falls benötigt, bekommst du dann im Treiber und Support-Bereich auf der Intel-Webseite.